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"Der Mensch wird am Du zum Ich". Martin Bubers Verständnis von Erziehung

Title: "Der Mensch wird am Du zum Ich". Martin Bubers Verständnis von Erziehung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Beate Sewald (Author)

Pedagogy - General
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In dieser Arbeit habe ich mich mit dem Erziehungsverständnis Martin Bubers näher befasst. Dazu werde ich in aller Kürze auf Bubers Biographie eingehen, bevor ich den Hauptaspekt seines Denkens, das dialogische Prinzip, vorstelle. Dessen Einfluss auf Bubers Vorstellung von Erziehung soll im Hauptteil der Arbeit ausführlich dargelegt werden, ohne dabei kritische Aspekte auszusparen, um so abschließend zu einer umfassenden Bewertung von Bubers erzieherischem Denken zu gelangen. Ziel der Arbeit ist es, verständlich zu machen was es bedeutet, wenn Buber sagt, dass der Mensch nur „am Du zum Ich“ werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Biographischer Abriss

2. Das dialogische Prinzip

2.1 Ich-Es

2.2 Ich-Du

3. Bubers Verständnis von Erziehung

3.1 Definition von Erziehung laut Buber

3.2 Erziehungsbedürftigkeit des Menschen

3.3 Bubers „Erziehungsziele“

3.4 Welche Bedeutung hat das dialogische Prinzip für Bubers Erziehung

3.4.1 Anerkennung der „Uranderheit“

3.4.2 Unmittelbarkeit

3.4.3 Ausschließlichkeit

3.4.4 Umfassung

3.4.5 Vertrauen

3.4.6 Dialogische Verantwortung

4. Fazit

4.1 Mögliche Kritik an Martin Bubers Erziehungsverständnis

4.2 Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erziehungsverständnis des Religions- und Sozialphilosophen Martin Buber im Kontext seines dialogischen Prinzips. Ziel ist es, das von Buber geprägte Konzept zu erläutern, dass der Mensch nur durch die Begegnung mit einem "Du" zu seinem eigenen "Ich" finden kann, und die daraus resultierenden Konsequenzen für das erzieherische Handeln herauszuarbeiten.

  • Die philosophischen Grundlagen des dialogischen Prinzips (Ich-Es vs. Ich-Du)
  • Die anthropologische Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
  • Strukturmerkmale der erzieherischen Beziehung (Umfassung, Vertrauen, Unmittelbarkeit)
  • Die kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen pädagogischen Ansätzen
  • Die Bedeutung von Verantwortung und Charakterbildung in Bubers Pädagogik

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Unmittelbarkeit

Einer der wichtigsten Aspekte des dialogischen Prinzips ist die Unmittelbarkeit zwischen Erzieher und Schützling. Diese Unmittelbarkeit bedeutet das wahrhaftige und echte miteinander zu Tun haben ohne jegliche Hindernisse und Störfaktoren: die „Wirklichkeit des Soseins und unbefangene Selbstmitteilung“. Beide müssen sich spontan und unbefangen begegnen können. Nur so ist es möglich, dass sie sich einander öffnen und sich wirklich Ich und Du treffen. Dabei kommt es niemals auf die Vollkommenheit des Lehrers an, sondern vielmehr auf das wirkliche Dasein und Menschsein. Es ist dessen Aufgabe, ehrlich zu sein und nicht planvoll beziehungsweise methodisch vorzugehen. Er muss natürlich, niemals künstlich handeln. Dies würde der Schutzbefohlene bemerken und sich ihm verschließen. Der Schüler soll also beiläufig lernen, ohne dass ihm dies bewusst ist. Jedoch darf niemals der Erzieher-Zöglings-Status aufgegeben werden, sonst würde aus einem „erzieherischen Verhältnis“ ein freundschaftliches.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Vorstellung des Seminars und des Erkenntnisinteresses an Martin Bubers Philosophie im Kontext nicht-subjektivistischer Pädagogik.

1. Biographischer Abriss: Kurzbiographie Martin Bubers mit Fokus auf den Einfluss des Chassidismus und seine pädagogischen Aktivitäten.

2. Das dialogische Prinzip: Einführung der zentralen Begriffe „Ich-Es“ und „Ich-Du“ zur Beschreibung menschlicher Lebenswirklichkeit.

3. Bubers Verständnis von Erziehung: Darlegung der erzieherischen Theorie, basierend auf der Dialogphilosophie und dem Streben nach Charakterbildung.

4. Fazit: Kritische Reflexion des Buberschen Ansatzes und Bewertung seiner Bedeutung für die heutige, von Individualismus geprägte Zeit.

Schlüsselwörter

Martin Buber, Dialogisches Prinzip, Ich-Du-Beziehung, Erziehung, Anthropologie, Charaktererziehung, Uranderheit, Umfassung, Unmittelbarkeit, Verbundenheitstrieb, Dialogische Verantwortung, Pädagogik, Existenzphilosophie, Person, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem pädagogischen Ansatz des Philosophen Martin Buber und der Frage, wie seine Philosophie der zwischenmenschlichen Begegnung ein Erziehungsverständnis formt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das dialogische Prinzip, die Unterscheidung zwischen Ich-Es- und Ich-Du-Beziehungen sowie die Anwendung dieser Kategorien auf das Verhältnis zwischen Erzieher und Zögling.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verständlich zu machen, was Buber mit seinem Ausspruch meint, dass der Mensch nur „am Du zum Ich“ werden kann, und wie diese Sichtweise moderne Pädagogik beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Herangehensweise durch die Analyse von Bubers Schriften, insbesondere der „Drei Reden über Erziehung“, ergänzt durch einschlägige Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Erziehungsbedürftigkeit des Menschen, der Definition von Erziehung bei Buber sowie den strukturellen Merkmalen des „erzieherischen Verhältnisses“ wie Umfassung, Vertrauen und Verantwortung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dialogisches Prinzip, Charaktererziehung, Personwerdung, Gegenseitigkeit und die Distanz-Beziehungs-Dialektik charakterisieren.

Warum lehnt Buber klassische Erziehungsziele ab?

Buber lehnt starre Zielvorgaben ab, da diese dem dialogischen Prinzip widersprechen würden; Erziehung ist für ihn kein fertiges Rezept, sondern muss auf die jeweilige, einzigartige Begegnung mit dem Individuum reagieren.

Welche Rolle spielt die Kritik an der Reformpädagogik?

Buber kritisiert die Reformpädagogik, da sie seiner Meinung nach die Freiheit des Schülers übersteigert und den Erzieher zu sehr in den Hintergrund drängt, wodurch die notwendige echte Begegnung verhindert wird.

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Details

Title
"Der Mensch wird am Du zum Ich". Martin Bubers Verständnis von Erziehung
College
University of Augsburg
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Beate Sewald (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V73944
ISBN (eBook)
9783638728935
ISBN (Book)
9783638903554
Language
German
Tags
Mensch Martin Bubers Verständnis Erziehung Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Sewald (Author), 2007, "Der Mensch wird am Du zum Ich". Martin Bubers Verständnis von Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73944
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