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Die Rezeption von Nicht-Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin

Titel: Die Rezeption von Nicht-Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin

Seminararbeit , 2006 , 11 Seiten

Autor:in: Sarah Schreiner (Autor:in)

Kunst - Fotografie und Film
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Rezeption von Nicht- Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin

Im Essay wird anhand der Begriffe Nicht-Ort, Ort, Raum und Zeit, Geschichte Übereinstimmungen und Widersprüche zwischen dem Umgang und der Sicht auf Raum von Walter Benjamin und Marc Augé gezeigt. Der Beitrag versteht sich nicht als abschließend und umfassend, sondern vielmehr als Diskussionsbeitrag zu Konzepten des fotographischen Umgangs mit Begriffen von Ort, Zeit, Geschichtlichkeit und Abbildung am Beispiel der Werke von Augé und Benjamin.

Quellen:
Marc Augé (1994): Orte und Nichtorte. Vorüberlegungen zu einer Ethnologie der Einsamkeit, Nördlingen.
Walter Benjamin (1977): Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Frankfurt am Main.
Walter Benjamin (1963):Städtebilder, Frankfurt am Main.
Walter Benjamin (1955): Einbahnstraße, Frankfurt am Main.
Rolf H. Krauss (1998):Walter Benjamin und der neue Blick auf die Photographie, Ostfildern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Szene 1: Nicht- Ort I Ort I Raum

Szene 2: Zeit I Geschichte

Szene 3: Orte und Nicht-Orte als Raumerfahrung I Vergangenes im Gegenwärtigen

Quellen:

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit untersucht theoretische Übereinstimmungen und Widersprüche im Verständnis von Raum und Zeit bei Marc Augé und Walter Benjamin, um Konzepte für den fotografischen Umgang mit diesen Begriffen zu diskutieren.

  • Definition von Orten, Nicht-Orten und Raum bei Marc Augé
  • Verknüpfung von Raum und Raumerfahrung (RaumZeit) bei Walter Benjamin
  • Analyse von Geschichtlichkeit und dem Bruch zwischen Vergangenheit und Gegenwart
  • Die Rolle der Abbildung und Reproduzierbarkeit im Raum-Zeit-Gefüge
  • Gegenüberstellung von anthropologischen Orten und modernen transitorischen Räumen

Auszug aus dem Buch

Szene 1: Nicht- Ort I Ort / Raum

Marc Augé sieht Raum als Container- Raum (Augé 1994: 68f).

In seinen Ansätzen zur Definition von Orten, Nicht- Orten und Raum geht er hauptsächlich von physisch- materiellen Charakteristika der Raum- Prägung aus. Nicht- Orte seien frei von Geschichte und Identitäten. Sie seien quantifizierbar in Fläche, Strecke und Volumen. „Dennoch sind die Nicht- Orte das Maß unserer Zeit, ein Maß, das sich quantifizieren läßt (...)“ (Augé 1994:94).

Als mögliche Nicht- Orte werden genannt: Flugstrecken, Bahnlinien, Autobahnen, Verkehrsmittel, Verkehrsknoten, Kabel- und Funksnetze sowie Einkaufszentren. Diese wirkten als transitorische Räume (Ebd.). Der Raum erscheint dabei korridorhaft, Bewegungen in den Nicht- Orten geraten zur Überwindung von Strecke zwischen verschiedenen (sozial determinierten) „Szenerien“ oder auch Orten (Augé 1994:126f). Die Unterscheidung zwischen Orten und Nicht- Orten basiert hierbei auf einem vermeintlichen Gegensatz von Ort und Raum (Ebd. 1994:94). Der anthropologische Ort, der als Gegensatz des Nicht- Ortes beschrieben wird, ist gekennzeichnet durch „(...) die Möglichkeit der Wege, die dort hindurchführen, der Diskurse, die dort stattfinden, und der Sprache, die ihn kennzeichnet (.)“ (Ebd. 1994:97). Der „Ort“ ist demnach ein möglichkeitsbasierter, kulturell geprägter und diskursgestalteter Raum (welches den „Nicht- Orten“u.a. fehlt). (Vgl. Augé 1994:92 zum Begriff der „Narrativität“ und „Kulturalität“ von Orten). Im Umkehrschluss zum „Nicht- Ort“ sei der „Ort“ gekennzeichnet durch Identität, Relation und Geschichte (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Forschungsabsicht erläutert, die Konzepte von Raum, Zeit und Geschichte bei Benjamin und Augé hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Fotografie zu vergleichen.

Szene 1: Nicht- Ort I Ort I Raum: Das Kapitel kontrastiert Augés Definition von Nicht-Orten als transitorische, geschichtslose Räume mit Benjamins raumzeitlichem Ansatz der persönlichen Raumerfahrung.

Szene 2: Zeit I Geschichte: Die unterschiedlichen Zeitbegriffe werden untersucht, wobei Augés Fokus auf historische Monumente und Brüche Benjamins Konzept des durch die Gegenwart konstruierten Geschichtsbildes gegenübergestellt wird.

Szene 3: Orte und Nicht-Orte als Raumerfahrung I Vergangenes im Gegenwärtigen: Das Fazit der theoretischen Untersuchung zeigt auf, dass für Benjamin Orte durch Erleben prozesshaft mit Geschichte verknüpft sind, während Augé eher physisch-materielle Kategorisierungen nutzt.

Quellen: Listet die verwendete Literatur von Marc Augé, Walter Benjamin und Rolf H. Krauss auf.

Schlüsselwörter

Marc Augé, Walter Benjamin, Nicht-Ort, anthropologischer Ort, RaumZeit, Geschichtlichkeit, Raumerfahrung, Fotografie, Identität, transitorischer Raum, Moderne, Aura, Reproduzierbarkeit, Stadtfotografie, Kulturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Perspektiven von Marc Augé und Walter Benjamin auf Raum, Zeit und Geschichte, um diese als Grundlage für die fotografische Abbildung zu nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffe Nicht-Ort und anthropologischer Ort bei Augé sowie das Konzept der RaumZeit und der Aura bei Benjamin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Übereinstimmungen und Widersprüche zwischen den Ansätzen zu identifizieren und daraus Erkenntnisse für den fotographischen Umgang mit diesen Begriffen zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Literaturanalyse der Werke von Augé und Benjamin unter Berücksichtigung stadtplanerischer und kulturwissenschaftlicher Aspekte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Raumdefinitionen, der Zeit- und Geschichtsbegriffe sowie einer Synthese zur gelebten Raumerfahrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Nicht-Ort, RaumZeit, Geschichtlichkeit, anthropologischer Ort und fotografische Abbildung.

Wie definiert Marc Augé einen Nicht-Ort?

Ein Nicht-Ort ist bei Augé ein quantifizierbarer, transitorischer Raum wie ein Flughafen oder eine Autobahn, dem im Vergleich zum anthropologischen Ort Identität, Relation und Geschichte fehlen.

Wie unterscheidet sich Walter Benjamins Raumverständnis?

Benjamin betrachtet Raum nie isoliert, sondern immer als RaumZeit, die durch menschliches Erleben, Erinnerung und gesellschaftliche Bedingungen geprägt und prozesshaft gestaltet ist.

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Details

Titel
Die Rezeption von Nicht-Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin
Hochschule
Technische Universität Hamburg-Harburg  (Institut für Stadt-, Regional- und Umweltplanung)
Veranstaltung
Stadtfotographie
Autor
Sarah Schreiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V74006
ISBN (eBook)
9783638784160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rezeption Nicht-Orten Abbildung RaumZeit Marc Augé Walter Benjamin Stadtfotographie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Schreiner (Autor:in), 2006, Die Rezeption von Nicht-Orten und fotographische Abbildung von RaumZeit bei Marc Augé und Walter Benjamin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74006
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Leseprobe aus  11  Seiten
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