Die Problematik der Typisierung von Sportstätten ist insbesondere jene, dass es in der Literaturlandschaft bisher noch keine Publikation gibt, die sich explizit mit diesem Thema befasst. Es existieren zwar einige Ansätze zur Kategorisierung von Sportstätten, größtenteils innerhalb von Sportstättenentwicklungsplänen, jedoch sind diese nur bedingt einheitlich. Abgesehen von Sportstättenentwicklungsplänen gibt es andere wissenschaftliche Publikationen, die Kategorisierungsansätze enthalten, wobei diese meist nicht primär das Thema der Publikation sind, sondern nur als Mittel zum Zweck, d.h. zur Erläuterung bestimmter Sachverhalte, dienen.
Im Rahmen dieses Buches sollen zuerst einmal die hauptsächlich verwendeten Ansätze erläutert und die bekanntesten und am häufigsten auftretenden Arten von Sportstätten begrifflich abgegrenzt werden. Zusätzlich wird noch ein Ansatz präsentiert, den der Autor mit Hilfe bestimmter Begriffsbestimmungen und unter Zuhilfenahme von, in der Literatur nur sporadisch auftauchenden, Aspekten selber generiert hat.
Im nächsten Schritt wird vom Autor eine kombinierte Lösung angeboten, die auf den Haupterkenntnissen der anderen Ansätze basiert. Diese Lösung ist für Sportwissenschaftler sowie für Sportfunktionäre, -beauftragte, -interessierte usw. eine Möglichkeit um eine klare und nachvollziehbare Kategorisierung von Sportstätten durchzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Typisierungsansätze
2.1 Sportanlagen / Sportgelegenheiten
2.1.1 Begriffsbestimmung Sportanlagen
2.1.2 Begriffsbestimmung Sportgelegenheiten
2.2 Abgrenzung nach der Trägerschaft
2.2.1 Öffentliche Hand
2.2.2 Private Anlagen
2.2.3 Public-Private Partnership
2.3 Multifunktionale Anlagen / Monofunktionale Anlagen
2.3.1 Begriffsbestimmung Multifunktionale Anlagen
2.3.2 Begriffsbestimmung Monofunktionale Anlagen
2.4 Abgrenzung nach der Bestandsbewertung
2.5 Locations for sport / Locations for athletics
2.5.1 Locations for sport:
2.5.2 Locations for athletics:
2.5.3 Locations for sport and athletics:
3 Begriffsbestimmungen ausgewählter Sportstätten
4 Mixtur der Typisierungsansätze
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die bislang in der Fachliteratur fehlende einheitliche Systematik zur Kategorisierung von Sportstätten zu adressieren, indem bestehende Typisierungsansätze analysiert und zu einem umfassenden Modell zusammengeführt werden. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, wie durch die Kombination verschiedener Kriterien – wie Trägerschaft, Funktionalität und Bestandsbewertung – eine differenzierte Einordnung der Sportstätteninfrastruktur für Planungs- und Bestandsaufnahmezwecke erreicht werden kann.
- Analyse bestehender Typisierungsansätze in Sportstättenentwicklungsplänen
- Begriffsabgrenzung zwischen Sportanlagen und Sportgelegenheiten
- Differenzierung von Sportstätten nach Trägerschaft und Multifunktionalität
- Entwicklung eines kombinierten Modells zur differenzierten Bestandsaufnahme
Auszug aus dem Buch
2.5 Locations for sport / Locations for athletics
Diese Möglichkeit der Kategorisierung wurde vom Autor, unter Zuhilfenahme von Begriffsbestimmungen von Chelladurai (2007), selbst generiert. Er schreibt zu dem Begriff „sport“, dass dieser charakterisiert ist durch:
„spontaneity (i.e., it does not need any preparation or training), moderation (i.e., it is not practiced in excess), and generosity (i.e., being generous to other participants particularly the opponents). Such participation is a cooperative effort to maximize the pleasure for all participants.” „Sport“ ist somit spontan und genussorientiert.
Den Begriff „athletics” bestimmt er folgendermaßen:
„It is a competitive and agonistic activity to establish the superiority of one over others in seeking the coveted prize. It is characterized by a very high degree of devotion and commitment to the pursuit, extraordinary efforts over a prolonged period of training, and considerable personal sacrifice.” Dies bedeutet, dass „athletics” leistungs- und wettkampforientiert ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Problematik der fehlenden einheitlichen Typologie in der Literatur sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Typisierungsansätze: Detaillierte Darstellung und Diskussion der gängigen wissenschaftlichen und praktischen Ansätze zur Kategorisierung von Sportstätten basierend auf Trägerschaft, Funktionalität und Zustand.
3 Begriffsbestimmungen ausgewählter Sportstätten: Kurze begriffliche Abgrenzung spezifischer Sportstättentypen wie Arenen, Schwimmbäder, Mehrzweck-Sporthallen und Fußballanlagen.
4 Mixtur der Typisierungsansätze: Zusammenführung der zuvor diskutierten Kriterien zu einem umfassenden, vom Autor entwickelten Modell zur differenzierten Bestandsaufnahme von Sportstätten.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer einheitlichen Typologie für zukünftige Städtevergleiche.
Schlüsselwörter
Sportstättenmanagement, Typologie, Sportanlagen, Sportgelegenheiten, Multifunktionalität, Trägerschaft, Bestandsbewertung, Infrastrukturplanung, Sportstättenentwicklungsplanung, Wettkampfsport, Freizeitsport, Sportimmobilien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung einer Systematik zur Typisierung von Sportstätten, um eine einheitliche Grundlage für Bestandsaufnahmen und Vergleiche zu schaffen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Kategorisierungsansätzen wie der Trägerschaft, der Funktionalität, dem baulichen Zustand und der Unterscheidung zwischen Freizeit- und Wettkampfsport.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die in der Fachliteratur bestehende Lücke bei der einheitlichen Klassifizierung von Sportstätten zu schließen und ein Modell zu kreieren, das als praktische Hilfestellung für die Bestandsaufnahme dient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine Literaturanalyse und Diskussion bereits existierender Ansätze, die anschließend durch den Autor zu einer neuen, kombinierten Typisierungs-Mixtur zusammengeführt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definitionen und Abgrenzungskriterien von Sportstätten, die Analyse der Trägermodelle, die Differenzierung nach funktionalen Aspekten sowie eine Systematik zur Bewertung des baulichen Bestands.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sportstättenmanagement, Typologie, Infrastrukturplanung, Sportanlagen und multifunktionale Nutzung bestimmt.
Was unterscheidet Sportgelegenheiten von klassischen Sportanlagen?
Nach der Arbeit zeichnen sich Sportgelegenheiten durch eine primär außersportliche oder informelle Nutzung aus und müssen für jedermann unentgeltlich zugänglich sein, während Sportanlagen explizit für den organisierten Sport gebaut wurden.
Warum spielt die Trägerschaft eine so wichtige Rolle bei der Typisierung?
Die Trägerschaft ist aus Managementperspektive entscheidend, da sie bestimmt, wer den Bau finanziert, die Betriebskosten trägt und inwieweit Nutzungseinschränkungen durch das Ausschlussprinzip bestehen.
Was ist die Kernbotschaft der "Mixtur der Typisierungsansätze"?
Die Mixtur erlaubt eine sehr differenzierte, individuelle Einordnung von Sportstätten durch die Kombination mehrerer Kriterien, was besonders in großen Städten zur fundierten Bestandsaufnahme erforderlich ist.
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- Andreas Heller (Author), 2007, Typologien von Sportstätten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74017