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Didaktische Potenziale neuer Medien. Lernen mit Web 2.0-Anwendungen. Praxisnahe Szenarien und theoretische Fundierung.

Title: Didaktische Potenziale neuer Medien. Lernen mit Web 2.0-Anwendungen. Praxisnahe Szenarien und theoretische Fundierung.

Diploma Thesis , 2007 , 105 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Hdl. Philipp Budde (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Die Anforderungen an die Gestaltung von Lernprozessen haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Diese didaktische Wende, die sich am konstruktivistischen Verständnis von Lehren und Lernen orientiert, stellt vor allem die Gestaltung komplexer Lernumgebungen, die bewusst durch kooperative Lernprozesse das Ziel der Handlungskompetenz fördern, in den Mittelpunkt der Kernaufgabe von Lehrenden. Gewendet auf Entscheidungen zum Medieneinsatz beschreibt der Autor einen Perspektivenwechsel der Nutzung von Medien als Vermittlungsinstrumente zur Wahrnehmung von Medien als Entwicklungsinstrumente.

Auch auf dem breiten Feld neuer Medien ist eine Wende zu erkennen. Das Medienkonzept Web 2.0, zunächst als Buzzword tituliert, impliziert neben technologischen Innovationen wie RSS und AJAX vor allem ein verändertes Nutzungsverhalten. Web 2.0-Anwendungen, so stellt der Autor anhand einiger Praxisbeispiele dar, bieten umfangreiche Möglichkeiten zur Partizipation der Nutzer und verwischen die Grenzen zwischen Medienrezipient und -produzent.

Wie lassen sich Medien der Generation Web 2.0 förderlich in Lernumgebungen, die aktuellen didaktischen Anforderungen genügen, integrieren? Der Autor schafft die Verbindung zwischen der didaktischen Wende und dem Medienkonzept Web 2.0 durch praxisnahe Szenarien, die eine theoretische Fundierung anhand eines aus der didaktischen Wende entwickelten Analysedreiecks erfahren.

Welche didaktischen Potenziale ergeben sich durch den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen in komplexen Lernumgebungen für die Lernenden? Zur Beantwortung dieser Frage zieht der Autor die Meinungen und Erfahrungen von Lehrenden mittels qualitativer Erhebung hinzu.

Excerpt


Inhalt

1 Einleitung

1.1 Problemaufriss

1.2 Vorgehen

2 Das Fundament: Die Didaktische Wende

2.1 Das Ziel von Lernprozessen

2.1.1 Vom Lehrziel zur Lernziel oder vom Wissen zur Kompetenz

2.1.2 Handlungskompetenz als Basis des Analysedreiecks

2.1.2.1 Dimensionsmodell der Handlungskompetenz

2.1.2.2 Kategoriale Handlungskompetenz

2.2 Das Lernverständnis

2.2.1 Vom behavioristischen über das kognitive zum konstruktivistischen Verständnis

2.2.2 Kooperatives Lernen und komplexe Lernumgebungen als neue Elemente des Analysedreiecks

2.2.2.1 Kooperatives Lernen

2.2.2.1.1 Theoretische Grundlage

2.2.2.1.2 Rahmenbedingungen kooperativen Lernens

2.2.2.2 Komplexe Lernumgebungen

2.3 Didaktischer Ansatz

2.3.1 Von der Instruktion zur Konstruktion

2.3.2 Vermittlung und Entwicklung durch Medien im Zentrum des Analysedreiecks

2.4 Zusammenführung

2.5 Einschränkung zur weiteren Nutzung des Analysedreiecks

3 Die Medien: Web 2.0

3.1 Merkmale: Medien der Generation Web 2.0

3.1.1 Web 2.0 als technische Innovation

3.1.1.1 Asynchronous JavaScript and XML (AJAX)

3.1.1.2 Syndication

3.1.2 Web 2.0 als Wende der Wahrnehmung

3.1.2.1 Von der Software zum Service

3.1.2.2 Vom User zum Autor

3.1.2.3 Von der Informationsweitergabe zur Nutzung kollektiver Intelligenz

3.1.2.4 Vom Privaten zum Öffentlichen

3.1.2.5 Vom anonymen Informationsmedium zum Social Web

3.2 Einzelbetrachtung: Das Weblog

3.2.1 Definition

3.2.2 Funktionsweise und Interaktionsmöglichkeiten

3.3 Einzelbetrachtung: Der Podcast

3.3.1 Definition

3.3.2 Funktionsweise und Interaktionsmöglichkeiten

3.4 Zusammenfassung

4 Die theoretische Sicht: Einsatzszenarien von Web 2.0-Medien in Lernprozessen

4.1 Förderung kooperativer Lernprozesse

4.2 Förderung komplexer Lernumgebungen

4.3 Zusammenfassung

5 Die Sicht der Lehrenden: Potenziale neuer Medien aus Schülerperspektive

5.1 Forschungsdesign

5.1.1 Fragestellung

5.1.2 Auswahl des Forschungsfeldes

5.1.3 Methodisches Vorgehen

5.1.4 Gütekriterien

5.1.5 Ressourcen und Rahmenbedingungen

5.1.6 Instrumentenentwicklung

5.1.7 Aufbereitungs- und Auswertungsverfahren

5.2 Auswertung der Ergebnisse

5.2.1 Interview 1

5.2.2 Interview 2

5.2.3 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

6 Zusammenführung: Die Lehrersicht theoretisch eingeordnet

6.1 Die Bedeutung des Einsatzes von Medien der Generation Web 2.0 für die Mediennutzung

6.2 Ausgewählte Fokussierungen zur Implementation

6.2.1 Zum Umgang mit der Veröffentlichung

6.2.2 Zur Entwicklung von Medien

6.3 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist es, die didaktischen Potenziale von Medien der Generation Web 2.0 (insbesondere Weblogs und Podcasts) für die Förderung von Lernprozessen zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese neuen Medien über ihre rein freizeitliche Nutzung hinaus didaktische Mehrwerte bieten und wie diese in einem medienpädagogischen Analysedreieck – bestehend aus Handlungskompetenz, kooperativem Lernen und komplexen Lernumgebungen – theoretisch sowie aus der Sicht von Lehrenden eingeordnet werden können.

  • Wandel der Didaktik: Von der Instruktion zur Konstruktion von Wissen.
  • Merkmale und Funktionen von Web 2.0-Anwendungen (Weblogs und Podcasts).
  • Einsatzszenarien für kooperative Lernprozesse und komplexe Lernumgebungen.
  • Qualitative Analyse der Lehrersicht zur praktischen Implementierung und Akzeptanz.
  • Verhältnis zwischen traditionellen Medien und modernen Web 2.0-Werkzeugen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Asynchronous JavaScript and XML (AJAX)

Die Entwicklung des Konzepts Asynchronous JavaScript and XML (AJAX) als Meilenstein in der Interaktion mit dem Bediener stellt eine wesentliche Neuerung des Web 2.0 dar. Durch Kombination von JavaScript und XML-Technologie werden Aktivitäten von Websites vom Server auf den Client verlagert, was dazu führt, dass Websites bei Elementen der Interaktion (wie z. B. Eingaben oder Klicks) nicht mehr vollständig neu geladen werden müssen, sondern nur Auszüge daraus aktualisiert werden. Bestimmte Vorgänge „are carried out only on the client’s computer and thus very fast, comparable to desktop applications”. Der Vorteil dieser technologischen Entwicklung liegt dabei darin, dass „content reloading or drag-and-drop moving of elements, are possible now”. Als Beispiele, die die neue Technologie nutzen können die Tools Mail und Maps von Google wie auch Microsoft Windows Live und der Fotoservice Flickr genannt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, begründet das Interesse an der Mediengeneration Web 2.0 und erläutert das methodische Vorgehen bei der Analyse didaktischer Potenziale.

2 Das Fundament: Die Didaktische Wende: In diesem Kapitel werden grundlegende pädagogische Veränderungen (Wandel der Lernziele, Lernverständnis, Didaktik) diskutiert und ein Analysedreieck für didaktische Potenziale hergeleitet.

3 Die Medien: Web 2.0: Dieses Kapitel erläutert die technischen Merkmale des Web 2.0 sowie die veränderte Wahrnehmung des Internets und stellt exemplarisch die Medienformate Weblog und Podcast vor.

4 Die theoretische Sicht: Einsatzszenarien von Web 2.0-Medien in Lernprozessen: Hier werden theoretische Einsatzszenarien für Weblogs und Podcasts entwickelt, um kooperative Lernprozesse und komplexe Lernumgebungen gezielt zu fördern.

5 Die Sicht der Lehrenden: Potenziale neuer Medien aus Schülerperspektive: Der empirische Teil der Arbeit präsentiert die Ergebnisse qualitativer Experteninterviews mit zwei Lehrenden, um die praktische Einschätzung und Anwendungsweise neuer Medien zu erfassen.

6 Zusammenführung: Die Lehrersicht theoretisch eingeordnet: Die Ergebnisse der Interviews werden auf Basis der theoretischen Überlegungen reflektiert und in Form von Hypothesen zu Implementationsproblemen und Medienrollen neu eingeordnet.

7 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Verzahnung von didaktischem Verständnis und Medieneinsatz, während offene Fragen für zukünftige Forschungen formuliert werden.

Schlüsselwörter

Web 2.0, Didaktik, Lernprozesse, Weblog, Podcast, Handlungskompetenz, kooperatives Lernen, komplexe Lernumgebungen, Instruktion, Konstruktion, Wissenserwerb, Medienpädagogik, Lehrersicht, Wissenskonstruktion, Authentizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Web 2.0-Anwendungen, wie Weblogs und Podcasts, für die Unterstützung von Lernprozessen im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die didaktische Wende hin zum konstruktivistischen Lernen, die technischen und soziologischen Merkmale von Web 2.0 sowie die Anwendung dieser Medien in Lehr-Lern-Szenarien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen modernen Web 2.0-Entwicklungen und didaktischen Modellen zu schlagen, um Lehrenden Entscheidungshilfen für den Medieneinsatz an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und eine qualitative empirische Untersuchung mittels halb-standardisierter Experteninterviews mit Lehrkräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Didaktik und Web 2.0-Merkmalen, die Ableitung von Lernszenarien sowie die Auswertung von Interviews zur Sicht der Lehrenden auf diese neuen Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Web 2.0, Handlungskompetenz, kooperatives Lernen, Konstruktivismus und die Verschiebung von Vermittlung hin zu Wissensentwicklung.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte den Einsatz von Web 2.0?

Die Bewertung ist ambivalent: Während die Potenziale für zeit- und ortsunabhängigen Austausch und zur Steigerung der Authentizität erkannt werden, bestehen Bedenken hinsichtlich der Urheberrechte und der Kontrolle durch Dritte.

Welche Rolle kommt dem Lehrer beim Einsatz von Web 2.0-Medien zu?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass sich die Rolle des Lehrers von der reinen Vermittlung hin zum Berater wandeln sollte, wobei dies in der Praxis häufig noch nicht vollständig umgesetzt wird.

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Details

Title
Didaktische Potenziale neuer Medien. Lernen mit Web 2.0-Anwendungen. Praxisnahe Szenarien und theoretische Fundierung.
College
University of Paderborn  (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Grade
1,3
Author
Dipl.-Hdl. Philipp Budde (Author)
Publication Year
2007
Pages
105
Catalog Number
V74041
ISBN (eBook)
9783638683463
ISBN (Book)
9783638755337
Language
German
Tags
Didaktische Potenziale Medien Lernen Vermittlung Web 2.0 Wiki Podcast Weblog
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Hdl. Philipp Budde (Author), 2007, Didaktische Potenziale neuer Medien. Lernen mit Web 2.0-Anwendungen. Praxisnahe Szenarien und theoretische Fundierung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74041
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