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Textsortenbestimmung

Titel: Textsortenbestimmung

Hausarbeit , 2005 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christine Stock (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland herrscht eine hohe Alphabetisierungsquote, womit davon ausgegangen werden kann, dass fast alle Gesellschaftsmitglieder in der Lage sind, Texte zu produzieren und rezipieren. Beim Lesen von Schriften, ist uns oft intuitiv klar, ob ein Brief, ein Interview, ein Zeitungsartikel, ein Märchen oder ein Roman vorliegt. Jeder Text weist sprachliche und strukturelle Merkmale auf, welche ihn von anderen Texten abgrenzen und vergleichbar machen und wodurch er sich einer Textsorte zuordnen lässt. Oft spielen hierbei auch kulturelle und gesellschaftliche Faktoren ein Rolle, die dem Verfasser und Leser/Hörer bereits ein gewisses Spektrum an Textwissen vermittelt haben. Dennoch ist eine Zuordnung nicht immer eindeutig und sofort erkennbar. Hierzu ist es notwendig, einige Fragen zu klären: Wie ist der Begriff „Text“ definiert? Was macht einen Text aus? Welche Kriterien muss ein Text erfüllen? Was ist eine Textsorte und wie lässt sie sich bestimmen? Diese Antworten versucht die Linguistik zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Klärung der Begrifflichkeit „Text“

3 Textsortenbestimmung

3.1 Annäherung an die Begrifflichkeit der Textsorte

3.2 Die alltagssprachliche Textsortendefinition

3.3 Der linguistische Begriff der Textsorte

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Definitionen und Konzepte der Begriffe „Text“ und „Textsorte“ innerhalb der Textlinguistik zu beleuchten, um die Möglichkeiten und Herausforderungen einer systematischen Textsortenbestimmung aufzuzeigen.

  • Definition und Abgrenzung des Textbegriffs
  • Analyse textinterner und textexterner Merkmale von Texten
  • Die Rolle der Textualität bei der Textklassifikation
  • Unterscheidung zwischen alltagssprachlicher und linguistischer Textsortendefinition
  • Erläuterung des integrativen Ansatzes nach Klaus Brinker

Auszug aus dem Buch

3.1 Annäherung an die Begrifflichkeit der Textsorte

In der Fachliteratur herrscht eine unterschiedliche Meinung, was die Verwendung der Fachbegriffe betrifft. Dennoch lässt sich eine gewisse Hierarchie erkennen. Textklassen stehen tendenziell eher für Großgruppen von Texten, während Textsorten ihre Untergruppen kennzeichnen. Der darüber hinaus verwendete Begriff Texttyp bildet hier eine übergeordnete Einheit, so dass theoretisch eine terminologische Drei-Ordnung möglich ist: Texttyp – Textklasse – Textsorte. Da vor allem die Begriffe Texttyp und Textklasse wenig einheitlich verwendet werden, gilt es sie im Einzelfall jeweils aus dem Kontext zu schließen. Ein Beispiel für eine solche Trias wäre die Unterscheidung von Anleitungstext – Rezept – Kochrezept.

Ohne einen expliziten Textbegriff, welcher die Eigenschaften eines Textes beschreibt, ist eine wirklich trennscharfe Beschäftigung mit Textsorten nur schwer möglich. Wie bereits angemerkt ist es notwendig, Textualitäts- von Textklassenmerkmalen zu unterscheiden. Dabei können mehrere Textklassen gleichzeitig bestimmte Textklassenmerkmale aufweisen, Merkmale hingegen, die alle Textklassen aufweisen, sind Textualitätsmerkmale. Erst wenn diese Fragen und Unterscheidungen geklärt sind, kann eine verwertbare Analyse des Textes stattfinden.

Gülich/ Raible sehen Textsorten als den ’Bauplan’ eines Textes. Für bestimmte Textsorten ist ein jeweils bestimmter Aufbau, eine bestimmte Abfolge vorgeschrieben. Heinemann/Heinemann sind der Ansicht, dass Textsorten zwar real nicht existieren, aber Zuordnungen von Einzeltexten zu bestimmten Klassen aufgrund des real existierenden Wissens der Sprachteilnehmer möglich sind. Die Basis für die Konstitution von Textsorten ist ihnen zufolge nach typologischer Natur. Das Textsortenwissen erlaubt die Zuordnung und Klassenbildung auf der Basis von Relationen zwischen Texten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Textlinguistik ein, verdeutlicht die Notwendigkeit der Textsortenbestimmung und grenzt literarische von nicht-literarischen Texten ab.

2 Klärung der Begrifflichkeit „Text“: Dieses Kapitel erörtert die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition des Begriffs „Text“ und stellt die sprachsystematische sowie die kommunikationsorientierte Hauptströmung gegenüber.

3 Textsortenbestimmung: Es wird die Klassifizierung von Texten als notwendiges Instrument für die Textanalyse erläutert und die historische Entwicklung von der Gattungslehre hin zu modernen Ansätzen dargelegt.

3.1 Annäherung an die Begrifflichkeit der Textsorte: Hier wird die terminologische Hierarchie von Texttyp, Textklasse und Textsorte diskutiert und die Bedeutung der Textualitätsmerkmale hervorgehoben.

3.2 Die alltagssprachliche Textsortendefinition: Das Kapitel untersucht, wie in der Alltagssprache durch eine Vielzahl von Bezeichnungen eine schnelle Orientierung in Kommunikationssituationen ermöglicht wird.

3.3 Der linguistische Begriff der Textsorte: Dieses Kapitel präsentiert die handlungstheoretische Sichtweise auf Textsorten und diskutiert den integrativen Ansatz von Brinker, der situative, funktionale und strukturelle Aspekte vereint.

4 Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass eine präzise Textsortenbestimmung die Verknüpfung von textinternen und textexternen Faktoren erfordert und unterstreicht die Relevanz dieser Bestimmung für das Textverständnis.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Textsorte, Textklassifikation, Textualität, Kommunikationssituation, Textfunktion, Sprachwissenschaft, Textmuster, Brinker, Handlungsbereiche, Textanalyse, Sprachgemeinschaft, Kohäsion, Kohärenz, Schreibkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Textlinguistik und konzentriert sich insbesondere auf die Definition und Bestimmung von Texten und Textsorten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Textbegriff, die Merkmale der Textualität, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Textklassen sowie die kommunikationsorientierte Textanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen Begrifflichkeiten rund um das Thema „Textsorte“ zu klären und aufzuzeigen, wie diese für eine fundierte Textanalyse herangezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und vergleicht verschiedene linguistische Ansätze, insbesondere den integrativen Ansatz von Klaus Brinker.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Textbegriffs, der Bedeutung von Textualitätsmerkmalen, der Alltagssprache in Bezug auf Textklassen und der linguistischen Theorie der Textsorten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Textlinguistik, Textsortenbestimmung, Textualität, Kommunikationssituation und die Unterscheidung von Textinternen und Textexternen Faktoren.

Warum gibt es keine abschließende Definition für einen Text?

Laut der Arbeit ist dies utopisch, da zu viele unterschiedliche Ansätze und Definitionen existieren und ein Text je nach Perspektive (systemlinguistisch oder kommunikationsorientiert) anders betrachtet werden muss.

Wie unterscheidet sich die alltagssprachliche von der linguistischen Sicht auf Textsorten?

Während die Alltagssprache Textbezeichnungen zur schnellen Orientierung in Situationen nutzt, versucht die Linguistik diese Erkenntnisse wissenschaftlich zu fundieren und in ein theoretisches Modell zu integrieren.

Welche sieben Kriterien der Textualität werden genannt?

Die Arbeit nennt nach de Beaugrande und Dressler: Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität und Intertextualität.

Welche fünf Textklassen unterscheidet Klaus Brinker?

Brinker unterscheidet Informationstexte, Appelltexte, Obligationstexte, Kontakttexte und Deklarationstexte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Textsortenbestimmung
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Christine Stock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V74088
ISBN (eBook)
9783638685344
ISBN (Buch)
9783638769914
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textsortenbestimmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Stock (Autor:in), 2005, Textsortenbestimmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74088
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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