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Das Scheitern der Aussenpolitik Johnsons in Vietnam

Title: Das Scheitern der Aussenpolitik Johnsons in Vietnam

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Roland Lochte (Author)

Politics - Region: USA
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In dieser Arbeit soll eine mögliche Antwort darauf gefunden werden, wie im Vietnamkrieg der Kampf "David gegen Goliath" von den Vietnamesen gewonnen werden konnte und was das vietnamesische Äquivalent zu Davids Steinschleuder sein könnte. Der Zeitraum beschränkt sich auf die Jahre 1963-69, in dem die Johnson Administration die außenpolitischen Geschicke der Vereinigten Staaten lenkte. Es wird zwischen drei verschiedenen elementaren Faktoren differenziert, die jeweils ein komplexes Problemfeld für Präsident Lyndon B. Johnson mit sich brachten. Hierbei handelt es sich um die militärischen Probleme in Vietnam, die zivilen Unruhen in den Vereinigten Staaten und den Ansehensverlust der Amerikaner in der Weltöffentlichkeit. In seinen Reden im März und Oktober 1968 (siehe Kapitel 5) gestand Präsident Johnson das Scheitern seiner Außenpolitik ein. In diesem Rahmen sollen folgende Fragen beantwortet werden: Welche der drei „Felder“ führten zu einem Scheitern der Außenpolitik der Johnson Regierung? Hatte das Scheitern in erster Linie militärische, innenpolitische oder internationale Gründe?

Zunächst wird im Teil A ein kurzer historischer Abriss der Geschichte wiedergegeben. Dieser soll das generelle Verständnis für das Folgende ermöglichen. In Teil B werden dann die spezifischen Begebenheiten der drei „Felder“ beschrieben. Dies soll eine Gewichtung selbiger ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Hauptteil

A. Historische Hintergründe

1. Die US- Regierung unter Eisenhower, Kennedy und Johnson

2. Johnsons außenpolitische Einstellungen

3. Die Amerikanisierung des Vietnamkrieges

3.1. Die Tonking-Resolution

3.2 Die „Rolling-Thunder“ Operation

3.3 U.S.Streitkräfte in Vietnam

4. Innere Probleme der Johnson Administration

5. Die Tet-Offensive

B Gründe für das Scheitern der Außenpolitik Johnsons

1. Die Problematik in Vietnam

1.1 Die Ineffektivität des Luftkrieges

1.2 Die militärische Problematik zu Boden

1.3. Die Infanterie

1.4. Das instabile politische System in Südvietnam

2. Die „Heimatfront“

2.1. Die Medien

2.2 Öffentliche Meinung und die Studentenbewegung

3. Der Einfluss der Weltöffentlichkeit

III Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Scheitern der Außenpolitik der US-Administration unter Lyndon B. Johnson während des Vietnamkrieges (1963-1969), um zu klären, welche Faktoren – militärische, innenpolitische oder internationale – maßgeblich zu diesem Scheitern beitrugen.

  • Historische Analyse der US-Strategie unter Eisenhower, Kennedy und Johnson.
  • Untersuchung militärischer Probleme, insbesondere die Ineffektivität des Luftkrieges und der Bodenstrategie.
  • Analyse der innenpolitischen Belastungen durch Medien und Studentenbewegungen.
  • Einfluss der internationalen Kritik und Weltöffentlichkeit auf die politische Handlungsfähigkeit.
  • Bewertung des Einflusses der Tet-Offensive auf das Ende der Johnson-Politik.

Auszug aus dem Buch

1.2 Die militärische Problematik zu Boden

Ein elementares Problem der Amerikaner war, dass sie ihren Gegner, die Lao Dong-Partei Nordvietnams unterschätzten. Dieser erkannte bald die Schwachpunkte der US-Strategie, während die Amerikaner die Taktik ihres Gegners nicht erfassten. Die Amerikaner hätten aus den Erfahrungen der Franzosen lernen können, begingen jedoch teilweise die gleichen Fehler. Die Lao Dong-Partei hingegen kämpfte mit ähnlichen Mitteln die sich auch schon vor kurzer Zeit gegen die Franzosen als sehr effektiv bewährt hat. Die US Strategen arbeiteten mit einem sehr unflexiblen, komplexen System gegen die Guerrilla-Taktik. Dieses entsprach dem Effekt, als ob man mit Kanonen auf Spatzen schießt. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Amerikaner eine Überlegenheit von 10:1 brauchten, um Erfolgsaussichten zu haben. So gesehen hätte die Forderung Westmorelands im Jahre 1967 von einer Erhöhung der Streitkräfte von 200.000 Mann Sinn gemacht. Gleichzeitig forderte er die Ausweitung des Krieges auf ganz Indochina und die Verminung der nordvietnamesischen Häfen. Dieses hätte eine totale Eskalation des Krieges zur Folge gehabt. Westmoreland wollte, die Offensive übernehmen und den Krieg zum Feind tragen.

Er weigerte sich taktische und strategische Veränderungen vorzunehmen. Tagelang wurden vermeintlich wichtige Gebiete attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Anschließend wurden die Truppen wieder abgezogen. Nach Angaben vieler Generäle gab es nicht genug Soldaten um solche Gebiete weiter unter Kontrolle zu halten. In der Tat gelang es den südvietnamesischen Zusammenbruch aufzuhalten und den Gegner bis 1970 auf ungefähr 25 Prozent des Territoriums zurückzudrängen. Dies brachte, aus Gründen die im Folgenden erklärt werden, allerdings nur vordergründige militärische Vorteile. Zu dem musste Westmoreland, um seine effektivlose Kampfstrategie aufrechtzuerhalten, immer wieder neue Soldaten anfordern, die ihm nicht in dem gewünschten Maße von Johnson bewilligt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation des Autors dar und umreißt die Forschungsfrage, ob militärische, innenpolitische oder internationale Faktoren für das Scheitern von Johnsons Vietnam-Politik verantwortlich waren.

II Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Eskalationsstufen, eine Analyse der militärischen und gesellschaftlichen Probleme in Vietnam sowie eine Untersuchung der innenpolitischen und weltweiten Opposition.

III Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Scheitern der US-Außenpolitik primär aus einer Kausalkette militärischer Fehlentscheidungen resultierte, die durch innenpolitische Unruhen und internationalen Druck verstärkt wurden.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, Lyndon B. Johnson, Domino-Theorie, Rolling-Thunder-Operation, Tet-Offensive, Militärstrategie, Guerilla-Taktik, Lao Dong-Partei, Antikriegsbewegung, Weltöffentlichkeit, US-Außenpolitik, Südvietnam, Ho-Chi-Minh-Pfad.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für das Scheitern der amerikanischen Außenpolitik unter Präsident Lyndon B. Johnson im Vietnamkrieg zwischen 1963 und 1969.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentral sind die militärischen Schwierigkeiten vor Ort, die zivilen Unruhen in den USA sowie der massive Ansehensverlust Amerikas in der Weltöffentlichkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welcher der drei genannten Faktoren (militärisch, innenpolitisch, international) das primäre Gewicht für das Scheitern der Regierung hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf Literaturquellen und zeitgenössischen Dokumenten, um die Kausalkette der politischen Entscheidungen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, eine detaillierte Analyse der militärischen Defizite (Luftkrieg, Bodenstrategie) und eine Untersuchung der gesellschaftlichen Gegenbewegungen (Medien, Studenten, Weltöffentlichkeit).

Was sind die wesentlichen Schlüsselbegriffe dieser Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die Domino-Theorie, die Tonking-Resolution, die Tet-Offensive sowie die spezifischen Strategien des Vietcong.

Welchen Einfluss hatte die Tet-Offensive auf die amerikanische Administration?

Die Tet-Offensive war ein Wendepunkt, der die Illusion eines baldigen militärischen Sieges zerstörte und Johnson unter massiven innen- und außenpolitischen Druck setzte, was schließlich zum Umdenken in der Kriegsführung führte.

Warum wird der Luftkrieg als ineffektiv bewertet?

Aufgrund der Dezentralisierung der nordvietnamesischen Wirtschaft und der effektiven Nutzung von Tunnelsystemen sowie des Ho-Chi-Minh-Pfades blieben die massiven Bombardements militärisch wirkungslos.

Welche Rolle spielten die kulturellen Unterschiede für die US-Strategie?

Das Unverständnis der Amerikaner gegenüber der vietnamesischen Geschichte, Gesellschaftsstruktur und dem starken Nationalwillen der Gegner führte zu einer ständigen Fehleinschätzung des Konflikts.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Medien?

Die Medien wandelten sich von anfänglichen Befürwortern der Regierungspolitik zu kritischen Beobachtern, deren Berichterstattung (insbesondere nach der Tet-Offensive) die Glaubwürdigkeit Johnsons nachhaltig untergrub.

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Details

Title
Das Scheitern der Aussenpolitik Johnsons in Vietnam
College
University of Göttingen  (Poltikwissenschaftliches Seminar)
Grade
1,3
Author
Roland Lochte (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V74132
ISBN (eBook)
9783638685498
ISBN (Book)
9783638689359
Language
German
Tags
Scheitern Aussenpolitik Johnsons Vietnam Amerika USA Politik Geschichte Krieg Vietnamkrieg Medien ho chi min doktrin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roland Lochte (Author), 2006, Das Scheitern der Aussenpolitik Johnsons in Vietnam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74132
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