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Migration im neuen Europa - Chance oder Problem anhand des Beispiels Frankreich

Title: Migration im neuen Europa - Chance oder Problem anhand des Beispiels Frankreich

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Kalthoff (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Im heutigen Europa ist die Frage danach, wie man mit dem Thema Migration umgeht aktueller denn je. Die romantische Vorstellung einer friedlichen Multikulti-Gesellschaft scheint überlebt, die Unruhen in Frankreich haben ganz Europa erzittern lassen, frei nach dem Motto “Wer ist als nächstes dran?”. Die einen sprechen von Leitkultur, andere von kultureller Abgrenzung. Rechtspopulistische Parteien machen mit steigendem Zuspruch die Migranten zu Sündenböcken allen Übels, aber auch der derzeitige Innenminister Wolfgang Schäuble ist der Meinung “Die Migration ist heute eines der großen, die Stabilität bedrohenden Themen unserer globalisierten Welt”.

Sind wir also ernsthaft kurz vor dem unausweichlichen Höhepunkt der europäischen Migrationsgeschichte angelangt, dem Punkt an dem die Migranten unsere Kultur durch ihre ersetzen und uns keine andere Möglichkeit bleibt, als tatenlos dabei zuzusehen?

Deshalb möchte ich bei der Einteilung meines Argumentationsgangs zunächst im ersten Teil entlang meines Referatthemas “Migration als europäischer Normalfall”, verdeutlichen, dass Migranten sowohl die wirtschaftliche, als auch die kulturelle Entwicklung Europas positiv beeinflusst haben. Im zweiten Teil werde ich mich dann dem Thema Integration widmen und am Beispiel Frankreich zunächst die nationale Integrationsweise untersuchen und dann einen theoretischen Ansatz dazu liefern, welche Faktoren für das Gelingen und das Scheitern der Integration von Migranten verantwortlich sind. Dieser Teil liefert das Fundament für den dritten Teil, der versuchen soll beispielhaft die entscheidenden Fehler in der französischen Integrationspolitik zu benennen, die deutlich sichtbar wurden, als es Ende 2005 zu den Unruhen in ganz Frankreich kam.

Um die Antwort auf die Frage des Titels vorweg zu nehmen: Migration, sowohl innerhalb Europas, als auch Immigration von außerhalb, ist nicht bloß eine Chance, sondern eine Notwendigkeit zum Erhalt unserer Gesellschaft und unserer Kultur. Gleichzeitig ist das Thema Integration eine wichtige Aufgabe und ernst zu nehmende Herausforderung für alle europäischen Gesellschaften, da Migration sonst tatsächlich zu dem werden kann, als das es immer wieder diskutiert wird: Einer Bedrohung oder einem Problem.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Historischer Blick auf europäische Migration

1.2 Chancen für Europa

2 FRANKREICH

2.1 Einwanderungsgeschichte Frankreich

2.2 Grundzüge der französischen Einwanderungspolitik

2.3 Probleme bei Integration in Frankreich

3 ARBEIT ALS INTEGRATIONSFAKTOR

4 SCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Ambivalenz von Migration als Chance oder Problem für Europa. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Faktoren zum Gelingen oder Scheitern der Integration beitragen, wobei insbesondere die Rolle von Arbeit als Integrationsmotor hervorgehoben wird.

  • Historische Analyse der europäischen Migrationsbewegungen
  • Kritische Beleuchtung der französischen Einwanderungspolitik und Assimilationsstrategien
  • Die Rolle der sozialen Ausgrenzung in französischen Banlieus
  • Arbeit als zentraler Identitäts- und Integrationsfaktor
  • Herausforderungen für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik

Auszug aus dem Buch

1.1 Historischer Blick auf europäische Migration

In Europa hat immer Migration stattgefunden. Wie Karl Schlögel in seinem Buch Planet der Nomaden treffend beschreibt, scheint es etwas zu geben, das den Menschen auf Wanderschaft hält. “Nicht Sesshaftigkeit, sondern Wanderung scheint der Normalfall zu sein”3 Zwei der ausschlaggebenden Gründe, die jährlich viel Millionen Menschen dazu bewegen ihre Heimat aufzugeben und ein neues Leben in der Ferne zu beginnen, sind einerseits die Suche nach Arbeit und einem höheren Lebensstandard und auf der anderen Seite Flucht vor Kriegen und Verfolgung. Das heutige Europa ist entstanden durch Grenzverschiebungen, Kriege, Neugründung und Auflösung von Staaten. Schon immer gab es Minderheiten, die vertrieben wurden und in einem anderen Land Zuflucht gesucht haben, sowie andere Menschen die freiwillig auswanderten, in der Hoffnung in einem anderen Land ihren Lebensstandard verbessern zu können.

Neben der innereuropäischen Migration nahm gerade in den letzten Jahrzehnten die Einwanderung von außereuropäischen Ländern zu, und so ist Europa heute, neben Amerika, das Hauptziel aller Migranten weltweit. Reichtum, Arbeit, Kultur und demokratische Freiheit, also die Eckpfeiler der europäischen Kultur, sind die Magnete die jährlich viele Millionen Menschen dazu veranlassen, ihr Leben in der Heimat aufzugeben und ein neues Leben im „fremden“ Europa zu beginnen. Aber auch die innereuropäischen Differenzen haben bereits viele Wanderungsbewegungen ausgelöst. Wichtige Anziehungspunkte waren auch in diesem Fall wirtschaftliches Wachstum, also Arbeitsplätze, sowie Schutz vor Krieg und Verfolgung durch die Gewährung von politischem Asyl.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Migrationsdebatte in Europa und führt in die Fragestellung ein, ob Migration als Chance oder Bedrohung zu verstehen ist.

1.1 Historischer Blick auf europäische Migration: Dieses Kapitel skizziert die historische Normalität von Wanderungsbewegungen in Europa und identifiziert Arbeit sowie Schutz vor Verfolgung als zentrale Triebfedern.

1.2 Chancen für Europa: Hier werden die wirtschaftlichen Vorteile durch Arbeitsmigration sowie die ethische Bedeutung des Asylrechts als Manifestation europäischer Freiheitswerte erörtert.

2 FRANKREICH: Dieses Kapitel analysiert das französische Modell der Einwanderungspolitik und beleuchtet dessen theoretische Grundlagen und praktische Anwendung.

2.1 Einwanderungsgeschichte Frankreich: Ein Überblick über die Herkunft der Migranten und die statistischen Besonderheiten der französischen Erfassung von Menschen mit Migrationshintergrund.

2.2 Grundzüge der französischen Einwanderungspolitik: Darstellung des Jus Soli und der Assimilierungspolitik als Eckpfeiler zur Integration in die französische Gesellschaft.

2.3 Probleme bei Integration in Frankreich: Untersuchung der Diskrepanz zwischen Assimilationstheorie und der physischen sowie sozialen Ausgrenzung in den Banlieus.

3 ARBEIT ALS INTEGRATIONSFAKTOR: Das Kapitel begründet, warum Erwerbsarbeit der wesentliche Motor für Akkulturation und sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft ist.

4 SCHLUSS: Zusammenfassung der Erkenntnisse, wobei die Bedeutung einer aktiven Partizipationsbereitschaft beider Seiten für die gelungene Integration betont wird.

Schlüsselwörter

Migration, Europa, Integration, Frankreich, Assimilation, Jus Soli, Arbeitsmarkt, Banlieus, soziale Ausgrenzung, Identität, Einwanderungspolitik, Integrationsfaktor, Arbeit, Multikulti, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexe Thematik der Migration in Europa, mit einem speziellen Fokus auf die Integrationsherausforderungen und den Erfolg verschiedener politischer Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung von Migration, die französische Einwanderungspolitik, soziale Ausgrenzung und die essenzielle Rolle von Arbeit für die Integration.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob Migration für Europa eine Chance oder ein Problem darstellt und welche Faktoren für das Gelingen oder Scheitern von Integration entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze mit aktuellen empirischen Beobachtungen und Fallbeispielen, insbesondere aus Frankreich, verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der französischen Integrationspolitik, eine Untersuchung der Probleme in den Banlieus und eine Erörterung der Bedeutung von Arbeit als Integrationsfaktor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, Assimilation, Jus Soli, soziale Ausgrenzung, Integrationsmotor und Identitätsstiftung.

Welche Rolle spielt das französische "Jus Soli"-Prinzip in der Analyse?

Das Jus Soli wird als theoretisch identitätsstiftendes Element betrachtet, dessen Wirkung jedoch in der Praxis durch soziale und physische Ausgrenzungsprozesse, etwa in den Banlieus, geschwächt wird.

Warum wird Arbeit als "Integrationsmotor" bezeichnet?

Arbeit wird als wichtigstes Medium für Akkulturation angesehen, da sie interethnische Kontakte fördert und den Migranten Sinn und Identität innerhalb der Mehrheitsgesellschaft stiftet.

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Details

Title
Migration im neuen Europa - Chance oder Problem anhand des Beispiels Frankreich
College
University of Tubingen  (Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaften)
Course
Migration im neuen Europa
Grade
1,3
Author
Daniel Kalthoff (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V74168
ISBN (eBook)
9783638685955
ISBN (Book)
9783656628002
Language
German
Tags
Migration Europa Chance Problem Beispiels Frankreich Migration Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Kalthoff (Author), 2007, Migration im neuen Europa - Chance oder Problem anhand des Beispiels Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74168
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