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Deutschsprachige Kurzprosa: Interpretation der Kurzgeschichte 'Wo ich wohne' von Ilse Aichinger

Title: Deutschsprachige Kurzprosa: Interpretation der Kurzgeschichte 'Wo ich wohne' von Ilse Aichinger

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lina Arnold (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Es war ein Zitat der Ilse Aichinger, welches mich auf die Schriftstellerin sowie ihre Werke aufmerksam und neugierig machte. Ich wollte erfahren, wie sie ihre Werke gestaltet und strukturiert, wenn sie nur die wichtigsten Zusammenhänge herstellen möchte und wie bzw. ob es ihr gelingt diesen Anspruch an sich selbst und ihre Werke umzusetzen. Mit dem Seminar „deutschsprachige Kurzprosa“ bot sich mir eine gute Gelegenheit, mich intensiv mit einer ihrer Kurzgeschichten zu beschäftigen und eventuell Antworten auf diese Fragen zu finden.

In der folgenden Arbeit möchte ich die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung darstellen, ich werde anschließend Ilse Aichinger vorstellen und ihre Kurzgeschichte „Wo ich wohne“ analysieren und interpretieren. Dazu möchte ich kurz auf ihre Biographie eingehen und anschließend die Kurzgeschichte auf sprachlicher Ebene analysieren und den Versuch unternehmen den Inhalt der Kurzgeschichte zu interpretieren. Besonders interessant erschien mir auch der Aspekt, dass diese 1952 entstandene Kurzgeschichte als besonders charakteristisch für die Eigenarten von Ilse Aichingers Werken bezeichnet wird.1

Folgende Literaturquellen gaben mir bei meiner Kurzgeschichteninterpretation Hilfestellung. Zur Vorgehensweise bei einer solchen Arbeit gibt das Buch, „Wie interpretiert man eine Novelle und eine Kurzgeschichte?“ von Hans-Dieter Gelfert, wichtige Hinweise. Informationen zu Ilse Aichingers Leben und Werk enthalten u.a. die Bücher von Samuel Moser und Gisela Lindemann. Eine konkrete Interpretationshilfe zur Kurzgeschichte „Wo ich wohne“ bietet das Buch „Interpretationshilfen deutsche Kurzgeschichten 1945 – 1968“ von Rainer Könecke.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzbiographie der Ilse Aichinger

3 Interpretation der Kurzgeschichte „Wo ich wohne“

3.1 Inhaltsangabe zur Kurzgeschichte

3.2 Makrostruktur der Kurzgeschichte

3.3 Die Hauptfigur

3.4 Mikrostruktur der Kurzgeschichte

3.5 Interpretationsansätze

4 Abschlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der detaillierten Analyse und Interpretation der Kurzgeschichte „Wo ich wohne“ von Ilse Aichinger. Ziel ist es, die narrative Struktur, die Charakterzeichnung und die tiefere symbolische Bedeutung des Textes zu untersuchen, um die darin thematisierte menschliche Passivität und die existenzielle Instabilität zu ergründen.

  • Biografischer Kontext von Ilse Aichinger
  • Strukturelle Analyse der Kurzgeschichte
  • Psychologische Untersuchung der Ich-Figur
  • Symbolik des unaufhaltsamen Abstiegs
  • Parabolische Bezüge zum Nationalsozialismus

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Hauptfigur

Die Kurzgeschichte wird von einem personalen Ich-Erzähler erzählt. Während der Geschichte erfahren die Leser viel über die innere Lebenswelt des Ich-Erzählers, aber relativ wenig über seine äußeren Lebensumstände. So bleibt unklar, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Auch über Familie, Beruf und Alter der Hauptfigur wird nichts ausgesagt. Der Leser erfährt lediglich etwas über den Untermieter der Person und ein wenig über ihre Freizeitgestaltung (Konzertbesuche u.ä.). Auch das Vorhandensein einer finanziellen Absicherung kann man vermuten, da sich die Figur eine Aufräumefrau „leistet“. Über die innere Lebenswelt erfährt der Leser wesentlich mehr.

Die Person scheint sehr verschlossen und nicht sehr kontaktfreudig zu sein. Das Verhalten der Person lässt auch auf eine passive Haltung schließen, so kann sie sich nicht dazu durchringen, sich über die Wohnsituation zu beschweren. Die eigene Passivität rechtfertigt die Person vor sich selbst, indem sie der verschlechterte Wohnsituation, immer wieder Vorteile abgewinnen kann. („Es hat den Vorteil, dass meine Aufräumefrau sich nicht mehr um die Kohlen hinunterbemühen muss ...“). Das Vermeidungsverhalten des Ich-Erzählers weist auf eine ausgeprägte Angst vor Konflikten hin.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Auseinandersetzung mit Ilse Aichingers Werk und stellt die methodische Vorgehensweise sowie die genutzte Fachliteratur vor.

2 Kurzbiographie der Ilse Aichinger: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben der Autorin, ihre familiäre Prägung, ihr Wirken im literarischen Kontext und ihre wichtigsten Auszeichnungen.

3 Interpretation der Kurzgeschichte „Wo ich wohne“: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Erzählung, die sowohl inhaltliche als auch formale und strukturelle Aspekte umfasst.

3.1 Inhaltsangabe zur Kurzgeschichte: Dieser Abschnitt fasst das Geschehen der Kurzgeschichte prägnant zusammen, vom unerwarteten Stockwerkwechsel bis zur resignativen Haltung des Erzählers am Ende.

3.2 Makrostruktur der Kurzgeschichte: Das Kapitel beleuchtet den äußeren Textaufbau, insbesondere die zeitlichen und räumlichen Sprünge zwischen den Textabschnitten.

3.3 Die Hauptfigur: Es wird die innere Lebenswelt des Ich-Erzählers analysiert, wobei besonders auf dessen Passivität, Angst vor Konflikten und das Schweigen als zentrales Element eingegangen wird.

3.4 Mikrostruktur der Kurzgeschichte: Dieser Teil befasst sich mit der sprachlichen Gestaltung, dem Einsatz von Konjunktiven, der Anapher und der Erzählzeit.

3.5 Interpretationsansätze: Hier werden verschiedene Deutungsebenen aufgezeigt, darunter intertextuelle Bezüge zu Günter Eich sowie die Lesart der Geschichte als Parabel über den Nationalsozialismus.

4 Abschlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, wie das Werk typische Merkmale der Gattung Kurzgeschichte mit parabolischen Elementen verbindet.

Schlüsselwörter

Ilse Aichinger, Wo ich wohne, Kurzgeschichte, Interpretation, Passivität, Schweigen, Parabel, Existenzangst, Identitätsverlust, Nationalsozialismus, Literaturanalyse, Erzählstruktur, Verdrängung, Kafkaesk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser literaturwissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Kurzgeschichte „Wo ich wohne“ von Ilse Aichinger, wobei der Fokus auf dem rätselhaften Abstieg der Ich-Figur durch die Stockwerke und der damit verbundenen inneren Haltung des Erzählers liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Im Zentrum stehen die Themen Passivität, Anpassung an absurde Lebensumstände, zwischenmenschliche Entfremdung sowie der historische Bezug zur Verdrängung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage dieser Analyse?

Ziel ist es zu ergründen, wie Ilse Aichinger das Motiv des Schweigens und der Passivität gestaltet, um die existenzielle Instabilität des Menschen in einer bedrohlich wirkenden Welt darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt eine strukturierte literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text nach inhaltlichen (Makro-), sprachlichen (Mikro-) und interpretativen Aspekten untersucht, gestützt durch Fachliteratur zur Kurzgeschichteninterpretation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung, eine Analyse der äußeren und inneren Struktur, eine Charakterisierung der Ich-Figur sowie eine detaillierte Interpretation der parabolischen Züge der Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kurzprosa, Parabel, existenzielles Schweigen, Mitläufertum und die Auseinandersetzung mit dem Werk von Ilse Aichinger charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt dem intertextuellen Bezug zu Günter Eich zu?

Der Vergleich zeigt, dass während bei Eich das Ich gegen den Einbruch des Bedrohlichen ankämpft, die Figur bei Aichinger diese Veränderung resigniert hinnimmt, was die tiefere Pessimistik Aichingers unterstreicht.

Warum wird die Geschichte im Fazit als „verrätselnde Parabel“ bezeichnet?

Weil sie einen konkreten, oft alltagsnah beginnenden Konflikt darstellt, der jedoch keine logische Auflösung findet und somit als verschlüsselte Metapher für allgemeinere menschliche oder gesellschaftliche Zustände fungiert.

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Details

Title
Deutschsprachige Kurzprosa: Interpretation der Kurzgeschichte 'Wo ich wohne' von Ilse Aichinger
College
Dresden Technical University
Course
Deutschsprachige Kurzprosa
Grade
1,3
Author
Lina Arnold (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V74202
ISBN (eBook)
9783638784412
ISBN (Book)
9783656024019
Language
German
Tags
Deutschsprachige Kurzprosa Interpretation Kurzgeschichte Ilse Aichinger Deutschsprachige Kurzprosa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lina Arnold (Author), 2005, Deutschsprachige Kurzprosa: Interpretation der Kurzgeschichte 'Wo ich wohne' von Ilse Aichinger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74202
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