Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie

Titel: Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie

Seminararbeit , 2006 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Susanna Hattar (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gottfried von Straßburg wusste die Thematik ‚Liebe’ bereits gekonnt in
seinem Prolog zu beschreiben.
Es gibt kaum einen Begriff, der öfter thematisiert wurde als ‚die Liebe’.
Tausende Bücher, Filme, Artikel und Gespräche handeln einzig und allein
von dem Zusammentreffen zweier bislang einsamer Herzen. Oft fragt man
sich, was Liebe ist: Wann fängt sie an? Wann endet sie? Wann wird sie
bedingungslos und für die Ewigkeit dauern? Mit den Antworten auf diese Fragen wird man sich immer auf sehr dünnem Eis bewegen. Niemand kann eine genaue Definition für Liebe liefern, nicht einmal ein Duden oder ein Lexikon. Wir wissen nur, dass wir sie alle bereits erfahren haben und dass das subjektive Gefühl wohl so einzigartig ist, dass man es kaum in Worte fassen kann.
Gerade deswegen ist es sehr schwierig eine Seminararbeit in Angriff zu nehmen, welche das Thema ‚Liebe’ beinhaltet, und sich ein Urteil über die typologische Beziehung der Liebesentstehung in der Vor- und
Hauptgeschichte zu erlauben. Ein Versuch ist es jedoch wert, der viele Überraschungen mit sich bringen mag.

Leseprobe


Gliederung

1 Das Rätsel um die Liebe

2 Begriffsklärung „Typologie“

2.1 Definition

2.2 Typologie im Mittelalter

3 Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie

3.1 Die Erstbegegnung der beiden Paare

3.1.1 Riwalin und Blancheflur

3.1.2 Tristan und Isolde

3.2 Sympathie und erste Annäherung

3.2.1 Riwalins und Blancheflurs Klären des Minneerlebnisses

3.2.2 Tristans und Isoldes Beziehungsaufbau

3.3 Riwalins und Tristans ‚Neugeburt’

4 Fazit

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die typologischen Beziehungen zwischen der Liebesentstehung in der Vorgeschichte (Riwalin und Blancheflur) und der Haupthandlung (Tristan und Isolde) in Gottfrieds „Tristan“, um die Entwicklung und das Schicksal der Protagonisten logisch nachzuweisen.

  • Typologische Analyse von Liebesentstehungsprozessen
  • Vergleich der Erstbegegnungen von Riwalin/Blancheflur und Tristan/Isolde
  • Untersuchung der Rolle von Sympathie, Musik und geistiger Verbundenheit
  • Betrachtung des Motivs der ‚Neugeburt’ als typologisches Element
  • Diskussion forschungsrelevanter Standpunkte zur Minnetrank-Problematik

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Tristan und Isolde

Tristan ist von der Minne noch unberührt geblieben und verfolgt bei seiner Ankunft in Dublin, einzig und allein eine opportunistische Handlung. Er möchte von der ‚alten’ Isolde Heilung für seine todbringende Wunde. Bei Riwalin und Blancheflur findet die Erstbegegnung in der frühlingshaft erwachten Natur und inmitten prächtiger Festlichkeiten statt. Beide sind elegant und stilvoll gekleidet. Ambivalent dazu verhält sich das erste Treffen von Tristan und Isolde. Die Boten sind entzückt vom Musizieren des Neuankömmlings. Seine übel riechende Wunde sowie die elend körperliche Verfassung des zerlumpten Spielmanns bieten jedoch den Gegensatz zu der harmonischen Melodie seines Harfenspiels. Die Königin hat Mitleid mit ihm. Tristan gelangt an sein Ziel und wird geheilt. Als Dankeschön soll der junge Mann für die alte Isolde musizieren. Dies bringt die Bindung des Interesses an ihn mit sich, so dass die Erziehung der Königstochter Isolde auf ihn übertragen wird. Isolde wird gerufen, um den Spielmann anzuhören. Auffällig an dieser Erstbegegnung ist, dass die beiden Protagonisten nicht im Sinne einer Personencharakterisierung im Vordergrund stehen, sondern vielmehr nur beiläufig neben der Handlung erwähnt werden. Das Publikum hat bereits von Tristan einen Eindruck gewonnen. Isolde hingegen ist anfangs nur nebensächlich mit der Handlung verknüpft, als sie im Schatten der Mutter über Morolds Tod und dessen Wunden klagt. Die einzige Information, die der Zuhörerschaft zuteil kommt, ist der Unterricht Isoldes in „buoch und seitspil“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Rätsel um die Liebe: Diese Einleitung thematisiert die allgemeine Schwierigkeit, Liebe zu definieren, und stellt die Ambivalenz von Glück und Leid im Kontext des Tristan-Prologes dar.

2 Begriffsklärung „Typologie“: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Typologie sowie deren mittelalterliche Anwendung als Auslegungsmethode erläutert.

3 Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie: Dieses Kapitel analysiert die typologischen Verbindungen zwischen den beiden Liebespaaren, wobei der Fokus auf Erstbegegnungen, Annäherungsprozessen und dem Motiv der Neugeburt liegt.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die typologische Spannung zwischen Vor- und Haupthandlung die Einheit der Liebe und das Füreinandergeschaffensein der Protagonisten unterstreicht.

5 Schluss: Der Schluss reflektiert den Prozess der Seminararbeit und die Herausforderung, sich bei der Fülle an Forschungsliteratur auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Schlüsselwörter

Gottfried von Straßburg, Tristan, Isolde, Riwalin, Blancheflur, Minne, Typologie, Liebe, Mittelalter, Liebesentstehung, Neugeburt, Literaturwissenschaft, Tristan-Roman, Typus, Antitypus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht typologische Strukturen in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“, insbesondere im Hinblick auf den Liebesentstehungsprozess bei den beiden zentralen Paaren Riwalin/Blancheflur und Tristan/Isolde.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind das mittelalterliche Konzept der Typologie, die Analyse der Minne-Erfahrung und der Vergleich von Handlungsverläufen in der Vor- und Hauptgeschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gottfried von Straßburg das Schicksal der Hauptfiguren typologisch logisch vorbereitet und eine geistige Verbindung zwischen ihnen etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse mit dem Schwerpunkt auf typologischen Strukturen und dem Vergleich von Erzählmotiven durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Erstbegegnungen, dem Aufbau von Sympathie und den Stadien der Liebesannäherung sowie der symbolischen Bedeutung der ‚Neugeburt’ der männlichen Protagonisten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Minne, Typologie, Tristan, Isolde, Riwalin, Blancheflur, ‚edele herzen’ und das ‚niuwe leben’.

Warum ist die Analyse der „Vor- und Hauptgeschichte“ wichtig?

Der Vergleich ermöglicht es, typologische Parallelen und Steigerungen zu erkennen, die belegen, dass die Liebe nicht zufällig ist, sondern literarisch durch den Autor vorbereitet wurde.

Wie unterscheidet sich die Erstbegegnung von Tristan und Isolde von der der Eltern?

Während bei Riwalin und Blancheflur körperliche Anziehung dominiert, ist die Annäherung von Tristan und Isolde stärker durch ein geistig-musisches Fundament und eine höhere Ebene der seelischen Empfindung geprägt.

Welche Rolle spielt der Minnetrank für die Argumentation?

Die Autorin stellt die Forschungskontroverse um den Minnetrank zurück und konzentriert sich stattdessen auf die typologische Vorbereitung der Liebe vor dem Trank, um die unbewusste Verbundenheit der Charaktere zu belegen.

Was bedeutet der „Antitypus“ im Kontext der Arbeit?

Der Begriff beschreibt, dass die Tristan-Isolde-Minne im Vergleich zur Vorgeschichte eine qualitativ höhere Stufe des seelischen Empfindens darstellt und das vorherige Geschehen in einer höheren Form erfüllt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät Germanistik)
Veranstaltung
Proseminar "Tristan" Gottfried von Straßburg
Note
1,7
Autor
Susanna Hattar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V74345
ISBN (eBook)
9783638685870
ISBN (Buch)
9783640699278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Minne Vor- Hauptgeschichte Gottfrieds Straßburg Berücksichtigung Typologie Proseminar Tristan Gottfried Straßburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanna Hattar (Autor:in), 2006, Die Minne in Vor- und Hauptgeschichte in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ unter Berücksichtigung der Typologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74345
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum