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Zur Etymologie, phonologischen Bedeutung und Didaktik des französischen 'h aspiré'

Title: Zur Etymologie, phonologischen Bedeutung und Didaktik des französischen 'h aspiré'

Term Paper , 2006 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Mittag (Author)

French Studies - Linguistics
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Obwohl die Frage um die Entstehung des h aspiré bis heute noch nicht völlig geklärt wurde, bietet sie v.a. für künftige Französischlehrer ein anregendes Thema dar. Kann man als Fach-didaktiker davon ausgehen, dass das h aspiré jedes Mal fränkischen Ursprungs ist, während das h muet ein rein latein-romanisches Phänomen darstellt? Könnte man dem Schüler als „E-selsbrücke“ beibringen, dass es sich bei französischen Vokabeln, die mit einem h beginnen und dem entsprechenden deutschen Begriff orthographisch und/oder semantisch ähneln (z.B. la harpe, la halle, le harpon, hurler), automatisch um ein h aspiré handelt? Leider gibt es weiterhin keinen fundierten Beweis, dass das h aspiré seine Existenz ausschließlich dem fränkischen Superstrateinfluss zu verdanken hat.

Zahlreiche Gegenbeweise zeigen, dass Le-xeme mit dem h aspiré oft aus dem Lateinischen oder einer anderen Sprache stammen und sich höchstens dem entsprechenden germanischen Begriff angeglichen haben.

Ich werde mich jedoch nicht nur auf die Etymologie und didaktische Relevanz des h aspiré beschränken, sondern auch kurz auf dessen Bedeutung in der Phonologie eingehen, wenn es nämlich um die Opposition bestimmter Minimalpaare (z.B. les auteurs vs. les hau-teurs) geht, wo sonst ein Homonymkonflikt entstünde. Obwohl in dieser Arbeit die Herkunft des aspirierten h nicht gänzlich geklärt werden kann, werde ich versuchen, einige didaktisch wertvolle Ansätze zu finden, damit die betroffenen Lexeme einfacher erlernt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zur Terminologie

Zur Entstehung des konsonantischen und vokalischen h

Das konsonantische h

Das vokalische h

Die phonologische Bedeutung des konsonantischen h

Didaktische Hinweise zum konsonantischen h

Fazit

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das französische h aspiré unter etymologischen, phonologischen und fachdidaktischen Gesichtspunkten, um Lehrkräften fundierte Ansätze für die Vermittlung dieser komplexen sprachlichen Erscheinung zu bieten.

  • Etymologische Herleitung des h aspiré und h muet
  • Untersuchung von Kreuzungstheorien und lautmalerischen Ursprüngen
  • Phonologische Analyse der Hiatus-Funktion und der Opposition von Minimalpaaren
  • Entwicklung didaktischer Hilfsmittel und Faustregeln für den Sprachunterricht
  • Diachrone Perspektive auf den Rückzug des h aspiré in der französischen Sprache

Auszug aus dem Buch

Die phonologische Bedeutung des konsonantischen h

Obwohl jegliche Untersuchung zur Etymologie des konsonantischen h viele Fragen offen lässt, kann man eine gewisse phonologische Funktion des *h kaum abstreiten. Um einen Homonymkonflikt zu vermeiden, fungiert das konsonantische h wegen der unterbundenen Elision und Liaison als Mittel der Opposition bestimmter paires minimales und verhindert durch den Hiatus eine potenzielle Ambiguität. So kann man in der gesprochenen Sprache bspw. les *héros von les zéros, les *hêtres von les êtres, les *hauteurs von les auteurs, le *henné von l’aîné und le *hile von l’île unterscheiden.

Das Außerordentliche am Wort *héro ist, „dass es als Einziges der zugehörigen französischen Familie die „assurance d’hiatus“ (früher wohl Aspiration) besitzt: man sagt l’heroïne, l’heroïsme, l’heroïque.“ (Greive 1970: 54). Greive erklärt, dass diese mit *héro verwandten Lexeme durch ihre besondere Länge „im Redezusammenhang identifiziert werden […] können“ (ebd.) und den aspirierten h-Laut daher nicht benötigten. Analog verhält sich das h in Hitler konsonantisch (d.h. keine Elision, Liaison/Enchainement), während jegliche Ableitungen (hitlérien, hitlérisme etc.) das vokalische h (wo Elision und Liaison erlaubt sind) aufweisen. Neben seiner oppositiven Funktion ermöglicht das *h also auch, dass kürzere (meist ein- oder zweisilbige) Wörter, die mit einem h beginnen, in der gesprochenen Sprache akustisch besser zu erkennen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der Etymologie des h aspiré und stellt das didaktische Anliegen der Arbeit in den Mittelpunkt.

Zur Terminologie: Dieses Kapitel kritisiert die klassischen Bezeichnungen und führt die Begriffe „konsonantisches h“ sowie „vokalisches h“ als präzisere Alternativen ein.

Zur Entstehung des konsonantischen und vokalischen h: Hier werden Theorien zum Ursprung der h-Laute, einschließlich germanischer Einflüsse, Kreuzungstheorien und lautmalerischer Ansätze, kritisch diskutiert.

Die phonologische Bedeutung des konsonantischen h: Das Kapitel analysiert, wie das h aspiré als phonologisches Mittel zur Vermeidung von Homonymkonflikten und zur Differenzierung von Minimalpaaren dient.

Didaktische Hinweise zum konsonantischen h: Hier werden praxisnahe Gedächtnisstützen und Faustregeln für den Unterricht im Fach Französisch abgeleitet.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die sprachliche Entwicklung des h aspiré.

Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendete Fachliteratur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

h aspiré, h muet, französische Phonologie, Etymologie, Fremdsprachendidaktik, konsonantisches h, vokalisches h, Minimalpaare, Hiatus, Sprachwissenschaft, Kreuzungstheorie, Lautmalerei, Liaison, Elision, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Einordnung und der didaktischen Aufbereitung des französischen h aspiré.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Etymologie, phonologische Funktion sowie didaktische Vermittlungsstrategien im Französischunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, trotz der ungeklärten Herkunft des h aspiré, nützliche Ansätze für Lehrkräfte zu finden, um Schülern das Erlernen der betroffenen Vokabeln zu erleichtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse linguistischer Fachliteratur (u.a. Greive, Bloch, v. Wartburg), um etymologische Theorien und phonologische Funktionen zu erörtern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Terminologie, den historischen Entstehungstheorien (Germanismen, Kreuzungstheorien), der phonologischen Differenzierungsfunktion und konkreten Tipps für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter beschreiben den Inhalt am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen h aspiré, Phonologie, Etymologie, Didaktik, Hiatus und Sprachwandel.

Was zeichnet die phonologische Funktion des konsonantischen h aus?

Es fungiert als Mittel der Opposition, um durch die Unterbindung von Elision und Liaison Homonymkonflikte zu vermeiden.

Wie unterscheidet sich die Behandlung des h in englischen Lehnwörtern?

Wenn ein Wort aus dem Englischen übernommen wird, bleibt das artikulierte h meist erhalten und wird im Französischen als h aspiré realisiert.

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Details

Title
Zur Etymologie, phonologischen Bedeutung und Didaktik des französischen 'h aspiré'
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Andreas Mittag (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V74488
ISBN (eBook)
9783638784467
ISBN (Book)
9783638794909
Language
German
Tags
Etymologie Bedeutung Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Mittag (Author), 2006, Zur Etymologie, phonologischen Bedeutung und Didaktik des französischen 'h aspiré', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74488
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