Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Soziale Gerechtigkeit in der Kultur der Aymara

Title: Soziale Gerechtigkeit in der Kultur der Aymara

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Burgthaler (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Ratifizierung der Menschenrechte, die von der UN verabschiedet wurden, versuchte man allgemein gültige Richtlinien und Rechte zu verankern, die globale Gültigkeit besitzen. Doch diese Menschenrechte sind Bestandteil einer Entwicklung, die sich vor allem in der westlichen Welt über Jahrhunderte vollzog. So beinhalten die Menschenrechte Ideen und Überzeugungen, die typisch für das westliche und christliche Weltbild sind. Doch nicht überall auf unserem Planeten, der Erde, sind diese Werte und Normen, die das Weltbild aufziehen, Bestandteil einer Kultur. Je nachdem von welcher
Kultur man spricht, trifft man auf Kulturen, die im Laufe ihrer Entwicklung und ihres Bestehen verschiedene, von den westlichen und christlichen Überzeugungen unterschiedliche Werten und Normen hervorbrachten und hervorbringen. Eine dieser Kulturen ist die Qolla – Kultur in Südamerika, heute besser bekannt als Aymara. Diese soll im Folgenden vorgestellt werden, deren Prinzip der sozialen Gerechtigkeit dargestellt werden und abschließend die Auswirkungen der Globalisierung auf diese Kultur skizziert werden. Ausserdem, lassen sich aus dieser Kultur einige Möglichkeiten für die Pädagogik ableiten, die erwähnt werden sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Aymara – Kultur

2.1 Geschichte

2.2 Religion

2.3 Sprache

3. Soziale Gerechtigkeit in der Aymara – Kultur

4. Auswirkungen der Globalisierung auf die Aymara – Kultur

5. Kritik an Eurozentrismus

6. Möglichkeiten für die moderne Pädagogik

7. Anmerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis und die Praxis sozialer Gerechtigkeit innerhalb der Aymara-Kultur in Südamerika. Ziel ist es, die spezifischen Werte und normativen Strukturen der Aymara darzustellen, den Einfluss der Globalisierung auf diese Gemeinschaft zu analysieren und pädagogische Potenziale aus diesem interkulturellen Vergleich abzuleiten.

  • Grundlagen und Geschichte der Aymara-Kultur
  • Soziale Gerechtigkeitsprinzipien und politische Strukturen
  • Einfluss der Globalisierung auf Identität und Lebensbedingungen
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem eurozentrischen Blick
  • Impulse für eine moderne, interkulturelle Pädagogik

Auszug aus dem Buch

3. Soziale Gerechtigkeit in der Aymara – Kultur

Das tägliche Leben der Aymara wir davon Werten und Normen bestimmt. Damit wird auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit beantwortet. Sie bedeutet nichts anderes, als sich an diese Wert und Normen zu halten, diese zu achten und diese in sein Leben zu integrieren. Die wichtigsten Werte sind Gemeinschaft, Solidarität, Fleiß, Familie, Großzügigkeit, Würde und persönlicher Respekt, Religiosität, kommunale Feste, die Erde und die Sprache (vgl. Llanque Chana 1990, S. 41ff).

Diese Werte nun regeln das Zusammenleben der Aymara und somit, wie bereits angesprochen auch die soziale Gerechtigkeit. Um aber überhaupt am Zusammenleben aktiv teilnehmen zu können, muss man aus Sicht der Aymara ein vollwertiger Mensch sein. Wie dies von Statten geht ist wiederum durch Werte und Normen geregelt. Hier kommt die Hochzeit, und somit die Ehe ins Spiel. So wird man erst zu einem vollwertigen Menschen wenn man heiratet. Die Heirat an sich wird als der Höhepunkt der menschlichen Persönlichkeit gesehen und verstanden. Somit nimmt die Heirat die Rolle der Einbeziehung in das eigentliche soziale Leben ein (vgl. Meentzen 2000, S. 77).

Gleichzeitig spielt die Ehre eine entscheidende Rolle innerhalb der Kultur der Aymara. Nur vollwertige Menschen können Ehre besitzen. Diese hat große Bedeutung und muss durch menschliche Qualitäten erworben werden. Die Qualitäten werden in moralisches, ethisches, rationales und denkfähiges Verhalten unterschieden. Handelt man so, dass es den vier Bereichen entspricht, so wird einer Person Ehre zu Teil. Zu den Werten und Normen, die es ermöglichen Ehre zu erhalten zählt die Ehrerbietung der Eltern, da sie es schließlich waren, die einem das Leben schenkten (vgl. Meentzen 2000, S. 77).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Aymara als eigenständige Kultur und skizziert das Vorhaben, ihre sozialen Gerechtigkeitsprinzipien im Kontext westlich geprägter Menschenrechtsvorstellungen zu beleuchten.

2. Grundlagen der Aymara – Kultur: Dieses Kapitel erläutert die geografische Verbreitung, die umstrittene Entstehungsgeschichte sowie die synkretistische Religion und die sprachlichen Besonderheiten der Aymara.

3. Soziale Gerechtigkeit in der Aymara – Kultur: Hier werden die zentralen Werte wie Gemeinschaft und Ehre dargelegt und das politische Partizipationsmodell beschrieben, das eine Machtkonzentration verhindern soll.

4. Auswirkungen der Globalisierung auf die Aymara – Kultur: Der Abschnitt thematisiert sowohl die Chancen durch gestärktes Selbstbewusstsein als auch die sozioökonomischen Schwierigkeiten und die Diskriminierung der Aymara.

5. Kritik an Eurozentrismus: Diese kritische Reflexion adressiert den Mangel an differenzierter Literatur und die einseitige Fixierung westlicher Forschung auf Europa und Nordamerika.

6. Möglichkeiten für die moderne Pädagogik: Das Fazit der praktischen Relevanz zeigt auf, wie der Umgang der Aymara mit Integration und Identität als Vorbild für interkulturelle pädagogische Ansätze dienen kann.

7. Anmerkungen: Der Autor erläutert die methodische Grundlage der Arbeit, die maßgeblich auf persönlichen Felderfahrungen und Gesprächen mit Angehörigen der Aymara-Kultur basiert.

Schlüsselwörter

Aymara, Soziale Gerechtigkeit, Indigene Völker, Globalisierung, Ethnozentrismus, Kulturverständnis, Anden, Pachamama, Interkulturelle Pädagogik, Identität, Integration, Bolivien, Peru, Tradition, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das soziale Gerechtigkeitsverständnis der Aymara in Südamerika und setzt dieses in Kontrast zu westlichen Vorstellungen von Normen und Menschenrechten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die kulturellen Grundlagen der Aymara, ihr spezifisches Verständnis von Ehre und Gemeinschaft sowie die soziopolitischen Auswirkungen der Globalisierung auf ihr Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Werte der Aymara-Kultur darzustellen und aufzuzeigen, wie diese ihre soziale Ordnung stabilisieren, sowie den eurozentrischen Blick auf solche Kulturen zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse, die durch intensive persönliche Erfahrungen und qualitative Feldforschung während Aufenthalten in Bolivien und Peru ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Geschichte, Religion und Sprache, die soziale Struktur der Gemeinschaft, den Einfluss der Globalisierung und die daraus resultierende Kritik am Eurozentrismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aymara, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Identität, Integration, Eurozentrismus und interkulturelle Pädagogik.

Wie funktioniert das politische System der Aymara laut dem Text?

Es wird ein Pyramidenmodell beschrieben, bei dem Mitglieder ab der Volljährigkeit stufenweise mehr Verantwortung übernehmen und nach Erreichen der Spitze wieder beratend tätig werden, um Machtanhäufung zu vermeiden.

Welche Bedeutung hat die Pachamama für die Aymara?

Die Pachamama, die heilige Mutter Erde, ist ein zentraler Bestandteil des Glaubens, der durch Rituale der Dankbarkeit im Alltag geehrt wird und mit dem katholischen Glauben verschmolzen ist.

Wie kann die Pädagogik von der Aymara-Kultur lernen?

Laut dem Autor kann das Beispiel der Aymara zeigen, wie eine erfolgreiche Integration in eine neue Umgebung gelingen kann, ohne die eigene kulturelle Identität und die ursprünglichen Wurzeln aufzugeben.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Soziale Gerechtigkeit in der Kultur der Aymara
College
LMU Munich  (Fakultät für Psychologie und Pädagogik)
Grade
1,3
Author
Tobias Burgthaler (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V74577
ISBN (eBook)
9783638785037
Language
German
Tags
Soziale Gerechtigkeit Kultur Aymara
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Burgthaler (Author), 2007, Soziale Gerechtigkeit in der Kultur der Aymara, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74577
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint