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Interkulturelle Kommunikation

Title: Interkulturelle Kommunikation

Term Paper , 2007 , 79 Pages , Grade: 2

Autor:in: Esther Miro (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Im Lexikon wird „ interkulturelle Kommunikation“,ganz allgemein als „die Kommunikation zwischen Menschen, die aus verschiedenen Kulturen stammen und deshalb unterschiedliche Mentalitäten besitzen“ definiert wird. Doch was zeichnet diese interkulturelle Kommunikation aus? Gerade in unserer Zeit lassen sich interkulturelle Begegnungen nur schwer vermeiden. Egal ob in der Geschäftswelt, im Studium oder im privaten Alltag, wird der Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen immer wichtiger. Eine gezielte Erforschung - und Veranschaulichung - von kulturellen Unterschieden kann unsere Akzeptanz für den "Anderen" fördern. Es ist wichtig, die Besonderheiten der eigenen und anderer Kulturen zu kennen und im Bewusstsein dieser Verschiedenheit auch Gemeinsamkeiten erkennen zu können. Ein tieferes Verständnis kultureller Zusammenhänge und interkulturelle Handlungskompetenz sind wesentliche Voraussetzungen hierfür. Schon im Alltag wird die Notwendigkeit eines solchen Verständnisses deutlich wie ein Beispiel zeigt: „Studentin Sabine verbringt gerade ein Auslandssemester an einer französischen Partneruniversität ihrer Hochschule. Aufgrund ihrer ausgeprägten Kontaktfreudigkeit schließt sie sehr schnell neue Freundschaften. Nach einigen Wochen wird Sabine von ihren französischen Kommilitonen zu einer von ihnen organisierten Party eingeladen. Sie stellt allerdings fest, dass am selben Abend bereits ein multikultureller Abend mit anderen Austauschstudenten stattfindet, an dem sie unbedingt teilnehmen möchte. Sie entschließt sich dazu, ihren französischen Freunden abzusagen. Beim nächsten Treffen tut sie dies ohne größere Umschweife mit einem freundlichen, aber bestimmten "Nein". Diese Antwort ruft bei den Franzosen Unverständnis, fast Verärgerung hervor, was sie Sabine vor allem dadurch zeigen, dass sie sich stark von ihr distanzieren.
Welches kulturelle Wissen fehlt Sabine um die Reaktion verstehen zu können? Ich beginne mit der Erläuterung des Begriffes Kultur, einem grundlegenden Begriff, um die Prozesse der interkulturellen Kommunikation zu verstehen. Im zweiten Punkt geht es um die interkulturelle Kommunikation und darauf folgend gehe ich auf Kulturunterschiede ein. Anschließend geht es um die Kommunikation und um die Frage, welche Kommunikationskanäle es gibt. Die interkulturelle Öffnung sozialer Dienste ist das nächste Thema und abschließend beschreibe ich im Vertiefungsthema Modelle der Kommunikationspsychologie von Schulz von Thun und Kumbier.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kultur

Definitionstypen von Kultur

Zentrale Kulturmerkmale

Die Kulturkonflikthypothese

Interkulturelle Kommunikation

Einleitung

Kulturelle Überschneidungssituationen

Interkulturelle Kommunikation und Interaktion

Kulturelle Prägung

Kulturzentrismus

Die Grundprobleme des Kulturlernens

Prozesse des interkulturellen Lernens

Interkulturelle Kompetenz

Kulturunterschiede

Kulturunterschiede nach Edward Hall

Kontextgebundene kontextungebundene Kulturen

Monochrone und polychrone Kulturen

Kulturdimensionen nach Hofstede

Machtdistanz

Individualismus und Kollektivismus

Maskulinität und Femininität

Unsicherheitsvermeidung

Langfristige und kurzfristige Orientierung

Kulturstandards nach Alexander Thomas

Das Gesichtkonzept

Überblick über verschiedene Zeitkonzepte von Kulturen

Kommunikation

Nonverbale Kommunikation

Nonvokale Kommunikation

Relationale körperliche Kommunikation

Statische körperliche Kommunikation

Vokale parasprachliche Kommunikation(Paralinguistik)

Zusammenwirken der kommunikativen Erscheinungsformen

Wahrnehmung und Interpretation

Umgang mit Kulturunterschieden am Beispiel von Pintos „ Drei-Schritte-Methode“

Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle kognitive Kompetenz:

Interkulturelle Handlungskompetenz:

Zugangsprobleme von MigrantInnen zu den sozialen Diensten

Ziele und Strategien der interkulturellen Öffnung sozialer Dienste

Vertiefungsthema Modelle der Kommunikationspsychologie

Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun

Das Werte- und Entwicklungsquadrat

Das Innere Team

Das Teufelskreis-Modell

Individuen und das Wertequadrat

Kommunikationsquadrat und die Dynamik der japanisch-deutschen Kommunikation

Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Dynamiken interkultureller Kommunikation und analysiert, wie unterschiedliche kulturelle Prägungen, Wahrnehmungsmuster und Kommunikationsstile zu Missverständnissen führen können, insbesondere im Kontext sozialer Dienste.

  • Kulturelle Grundlagen und Definitionstypen
  • Analyse von Kulturunterschieden anhand wissenschaftlicher Modelle (Hall, Hofstede, Thomas)
  • Nonverbale und paraverbale Kommunikation als Quelle für Fehlinterpretationen
  • Modelle der Kommunikationspsychologie (Schulz von Thun) zur Konfliktlösung
  • Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste und Zugangsproblematiken für MigrantInnen

Auszug aus dem Buch

Kulturelle Überschneidungssituationen

Der Begriff Überschneidungssituation wurde von Lewin geprägt: die Interaktionspartner befinden sich gleichzeitig in mehreren Situationen, weil sie unterschiedliche Kulturvorstellungen in die kulturelle Kontaktsituationen miteinbringen. In diesen Situationen erweisen die gewohnten Handlungsmodelle und Wirklichkeitsvorstellungen der Interaktionspartner als nicht immer passend und lückenhaft. Der Wissenschaftler Gerhard Winter kennzeichnet daher kulturelle Überschneidungssituationen als „für relativ unerfahrene Personen sozial ungeordnete und in ihrer Unordnung nicht auflösbare Lebensbereiche. Es fehlt an passenden Wahrnehmungskategorien, Handlungskonzepten , Interaktionsmustern und Ausweichstrategien“. Das Eintauchen in fremde Kulturen kann so leicht Überforderungssituationen, auch Kulturschock genannt, auslösen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der interkulturellen Kommunikation und Darlegung der Relevanz kultureller Unterschiede anhand eines Alltagsbeispiels.

Kultur: Erläuterung theoretischer Definitionen von Kultur und Vorstellung zentraler Merkmale sowie der Kulturkonflikthypothese.

Interkulturelle Kommunikation: Analyse der Prozesse des interkulturellen Lernens, kultureller Prägung sowie der Entwicklung interkultureller Kompetenz.

Kulturunterschiede: Detaillierte Darstellung verschiedener Erklärungsmodelle (Hall, Hofstede, Thomas) für kulturelle Differenzen.

Kommunikation: Untersuchung der verschiedenen Kanäle nonverbaler und paraverbaler Kommunikation und deren kultureller Varianz.

Umgang mit Kulturunterschieden am Beispiel von Pintos „ Drei-Schritte-Methode“: Praktische Anwendung einer Methode zur Bewältigung interkultureller Konfliktsituationen.

Interkulturelle Öffnung sozialer Dienste: Diskussion über die Notwendigkeit und Umsetzung interkultureller Kompetenzen in sozialen Einrichtungen sowie Barrieren für MigrantInnen.

Vertiefungsthema Modelle der Kommunikationspsychologie: Anwendung von Modellen (Schulz von Thun) zur Analyse und Lösung interkultureller Missverständnisse.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Kultur, Kulturunterschiede, Kommunikationspsychologie, Interkulturelle Kompetenz, Wahrnehmung, Soziale Arbeit, MigrantInnen, Nonverbale Kommunikation, Kulturstandards, Hofstede, Schulz von Thun, Missverständnisse, Interkulturelle Öffnung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, der Analyse von Kulturunterschieden und deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Interaktionen sowie der Anwendung dieser Erkenntnisse in sozialen Diensten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition und Dynamik von Kultur, verschiedene theoretische Kulturmodelle, die verschiedenen Ebenen der Kommunikation (verbal, nonverbal, paraverbal) und die psychologischen Aspekte sozialer Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für kulturelle Zusammenhänge und interkulturelle Handlungskompetenz zu vermitteln, um Missverständnisse im Alltag und in professionellen Kontexten zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung psychologischer Modelle (wie denen von Schulz von Thun, Edward Hall und Geert Hofstede), um konkrete Alltagssituationen und soziale Problemstellungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung des Kulturbegriffs über die Differenzierung von Kommunikationsstilen nach Kontexten und Zeitdimensionen bis hin zu praktischen Ansätzen wie der "Drei-Schritte-Methode" nach Pinto.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, Interkulturelle Kompetenz, Wahrnehmung, soziale Dienste und das Kommunikationsquadrat.

Wie unterscheidet sich die Kommunikation in „high-context“ und „low-context“ Kulturen nach Hall?

In „high-context“ Kulturen (z.B. Japan) ist die Kommunikation implizit und stark kontextabhängig, während in „low-context“ Kulturen (z.B. Deutschland) die Inhalte explizit und geradlinig vermittelt werden.

Welche Rolle spielt das "Gesichtskonzept" in dieser Arbeit?

Es wird als Kulturstandard in kollektivistischen Gesellschaften eingeführt, der besagt, dass soziale Harmonie oberste Priorität hat und die Vermeidung von Gesichtsverlust entscheidend für die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen ist.

Warum fällt es MigrantInnen oft schwer, soziale Dienste in Anspruch zu nehmen?

Die Arbeit identifiziert verschiedene Barrieren, darunter mangelnde Informationsverfügbarkeit, Sprachprobleme, Vertrauensverlust sowie die Angst vor Vorurteilen oder negativen behördlichen Konsequenzen.

Wie kann das "Wertequadrat" von Schulz von Thun bei interkulturellen Missverständnissen helfen?

Das Modell hilft, Verzerrungen in der gegenseitigen Wahrnehmung (z.B. zwischen "Sparsamkeit" und "Geiz") zu identifizieren und zu verstehen, dass ein Wert ohne einen ausgleichenden Gegenwert in einen Unwert umschlagen kann.

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Details

Title
Interkulturelle Kommunikation
College
University of Lüneburg
Grade
2
Author
Esther Miro (Author)
Publication Year
2007
Pages
79
Catalog Number
V74606
ISBN (eBook)
9783638719292
ISBN (Book)
9783638795128
Language
German
Tags
Interkulturelle Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Esther Miro (Author), 2007, Interkulturelle Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74606
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