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Investor-Relations-Management sowie Creditor-Relations-Management als Instrumente zur Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital

Title: Investor-Relations-Management sowie Creditor-Relations-Management als Instrumente zur Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital

Seminar Paper , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,70

Autor:in: Erwin Pollex (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Im Rahmen zunehmender Flexibilisierung und Vereinfachung des internationalen Finanzverkehrs und entsprechend großen Wettbewerbs um die zur Investition bereitstehenden Mittel steigt der Anspruch nach einer professionalisierten und nachhaltigen Beziehungspflege zu möglichen oder tatsächlichen Investoren, Kapitalgebern und der Öffentlichkeit im Allgemeinen. Auch aus der Perspektive der Kapitalgeber ergibt sich aus der wirtschaftlichen Globalisierung das Problem umfangreicher Investitionsmöglichkeiten bei zunehmend unvollständigerer Information. Transparenz schaffende Informationspolitik des Unternehmens kann die Investitions- bzw. Finanzierungsentscheidung deshalb beeinflussen. Der Produktionsfaktor Kapital unterliegt insofern den gleichen Regeln des Beschaffungsmarketings, wie alle anderen Produktionsfaktoren auch. Investor- und Creditor-Relations-Management kann zu einem Wettbewerbsvorteil für das einzelne Unternehmen werden, indem es die Kapitalbeschaffung ermöglicht bzw. erleichtert, die Kosten hierfür senkt und den Kapitalzufluss beschleunigt.
Diese Seminararbeit stellt als Schwerpunkt in Kapitel Fünf die einzelnen Instrumente des Investor-Relations-Management und Creditor-Relations-Management vor. In Kapitel Zwei erfolgt vorab die in der aktuellen Literatur verwendete Definition der Begriffe Investor-Relations-Management und Creditor-Relations-Management bzw. Investor Relations und Creditor Relations. Im dritten Kapitel werden die Ziele des Investor-Relations- und Creditor-Relations-Management erläutert und im vierten Kapitel die Zielgruppen genannt. Das Fazit in Kapitel sechs fasst das Wesentliche der gewonnenen Informationen zusammen und gibt einen Ausblick auf noch zu klärende Fragen zur Themenstellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition der Begriffe Investor-Relations-Management und Creditor Relations-Management

2.1 Definition Investor Relations und Investor-Relations-Management

2.2 Definition Creditor Relations und Creditor-Relations-Management

3 Ziele des Investor-Relations- und Creditor-Relations-Management

3.1 Gemeinsamkeiten

3.2 Ziele des Investor-Relations-Management

3.3 Ziele des Creditor-Relations-Management

4 Zielgruppen der Investor Relations und Creditor Relations

5 Instrumente und Maßnahmen des Investor-Relations- und Creditor Relations-Managements

5.1 Grundsätzliche Abgrenzung

5.2 Vorwiegend in der Investor Relations genutzte Instrumente

5.2.1 Pflichtmaßnahmen

5.2.1.1 Veröffentlichungspflichten bei Handelszulassung

5.2.1.2 Regelmäßige Publizitätspflichten / Jahresabschluss

5.2.1.3 Hauptversammlung oder Gesellschafterversammlung

5.2.1.4 Ad-hoc-Mitteilungen

5.2.1.5 Pflichtanzeigen

5.2.2 Freiwillige Maßnahmen

5.2.2.1 Analystentreffen / DVFA-Analystentreffen

5.2.2.2 Pressekonferenzen

5.2.2.3 Aktionärsbriefe, -zeitschriften, -clubs

5.3 Vorwiegend in den Creditor Relations genutzte Instrumente

5.3.1 Bank- / Kreditgespräch

5.3.2 Rating / Ratingagenturen

5.4 Gemeinsame Instrumente der Investor- und Creditor Relations

5.4.1 Presseinformationen

5.4.2 Faktenbuch / Fact-Book

5.4.3 Finanzkalender

5.4.4 Road Show

5.4.5 Finanzanzeigen

5.4.6 TV-Interviews / TV-Spots

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Investor-Relations-Management und das Creditor-Relations-Management als strategische Instrumente zur effizienten Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital. Dabei wird analysiert, wie eine transparente Informationspolitik gegenüber Kapitalgebern und Finanzmarktteilnehmern den Zugang zu Kapital erleichtern und Kosten senken kann.

  • Definition und Abgrenzung von Investor- und Creditor-Relations-Management
  • Systematisierung der Ziele und Zielgruppen in der Finanzmarktkommunikation
  • Analyse gesetzlicher Pflichtmaßnahmen für börsennotierte Unternehmen
  • Untersuchung freiwilliger Kommunikationsinstrumente (z.B. Road Shows, Analystentreffen)
  • Bedeutung von Ratings und Bankgesprächen in der Fremdkapitalbeschaffung

Auszug aus dem Buch

5.2.1.4 Ad-hoc-Mitteilungen

Unternehmen, deren Wertpapiere an einer inländischen Börse gehandelt werden, müssen nach § 15 WpHG unternehmensinterne bzw. -relevante Tatsachen, die geeignet sind den Börsenkurs der eigenen Wertpapiere erheblich zu beeinflussen, direkt (ad-hoc) veröffentlichen. Veröffentlichen heißt in diesem Zusammenhang, dass die entsprechende Börse, das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen und in der Satzung festgelegte Börsenpflichtblätter über die entsprechende Tatsache informiert werden. In der Praxis übernehmen dies zunehmend Dienstleister, wie z.B. die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH. Sinn dieser gesetzlichen Bestimmung ist so genannte Insidergeschäfte zu verhindern, bei denen noch nicht veröffentlichte, unternehmensinterne Daten von Mitarbeitern oder anderweitig Informierten zu Börsenspekulationen genutzt werden. Zuwiderhandlungen werden mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet. Die entsprechenden Paragrafen sind die §§ 12-39 WpHG.

Die in der Praxis problematische Fragestellung zum Thema Ad-hoc-Mitteilung ist die der kursbeeinflusssenden Relevanz einer Tatsache. In der deutschen Literatur wird auf Kursrelevanz einer Tatsache geschlossen, wenn sie geeignet ist einen rational handelnden Investor zum Kauf oder Verkauf zu bewegen. Wurden Ad-hoc-Miteilungen nur zurückhaltend genutzt, als sie bis Anfang der 1990er Jahre noch unter dem Begriff „Veröffentlichung wichtiger Tatsachen“ im § 44a BörsG geregelt waren und deren Umsetzung kaum kontrolliert wurde, so werden heute die Ad-hoc-Mitteilungen verstärkt als interessantes Investor-Relations-Instrument genutzt. Denn jeder in der Financial Community muss Sie zumindest oberflächlich lesen, da davon ausgegangen werden muss, dass kursrelevanten Fakten enthalten sind. Des Weiteren darf die Meldung vom Ad-hoc-Publizitätsdienstleister, z.B. der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH, nicht abgeändert oder gekürzt werden. Letztendlich ist es gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine Möglichkeit, die gleiche Aufmerksamkeit wie ein Großunternehmen in der Öffentlichkeit zu erfahren und das bei von Inhalt und Länge unabhängigen Kosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung einer professionalisierten Kapitalmarktkommunikation im Kontext der globalisierten Finanzmärkte und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2 Definition der Begriffe Investor-Relations-Management und Creditor Relations-Management: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und ordnet das Management der Beziehungen zu Eigen- und Fremdkapitalgebern in den betriebswirtschaftlichen Kontext ein.

3 Ziele des Investor-Relations- und Creditor-Relations-Management: Hier werden die primären und sekundären Ziele des Beziehungsmanagements erläutert, wobei insbesondere die Aufwandsminimierung bei der Kapitalbeschaffung im Vordergrund steht.

4 Zielgruppen der Investor Relations und Creditor Relations: Das Kapitel identifiziert die Financial Community und ihre Teilgruppen als relevante Adressaten der Unternehmenskommunikation.

5 Instrumente und Maßnahmen des Investor-Relations- und Creditor Relations-Managements: Dieser Hauptteil systematisiert die verschiedenen Pflicht- und freiwilligen Maßnahmen für Eigen- und Fremdkapitalgeber sowie gemeinsame Kommunikationsinstrumente.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen einer Erfolgsmessung sowie die zukünftige Bedeutung der untersuchten Managementansätze.

Schlüsselwörter

Investor Relations, Creditor Relations, Finanzmarktkommunikation, Kapitalbeschaffung, Ad-hoc-Mitteilungen, Rating, Basel II, Finanzanzeigen, Road Show, Unternehmensführung, Transparenz, Informationspolitik, Financial Community, Fremdkapital, Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Instrumente und Strategien, die Unternehmen einsetzen, um effektiv mit Eigen- und Fremdkapitalgebern zu kommunizieren und so die Kapitalbeschaffung zu optimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Investor Relations (für Eigenkapitalgeber) und die Creditor Relations (für Fremdkapitalgeber) sowie deren Schnittstellen zu anderen Unternehmensbereichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Kommunikationspolitik Wettbewerbsvorteile erzielt werden können, indem die Kapitalkosten gesenkt und der Kapitalzufluss beschleunigt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen sowie gängige Praxisinstrumente der Finanzmarktkommunikation systematisch zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Zielsetzung, die Identifikation relevanter Zielgruppen sowie eine detaillierte Auflistung und Analyse der genutzten Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Investor Relations, Creditor Relations, Rating, Transparenz, Kapitalmarktkommunikation und Finanzierungsinstrumente charakterisiert.

Warum spielt das Thema Rating eine so wichtige Rolle für mittelständische Unternehmen?

Im Zuge von Basel II wird das Rating zu einem entscheidenden Instrument für den Mittelstand, um den Zugang zu Fremdkapital zu sichern und die Finanzierungskosten unter veränderten Rahmenbedingungen zu optimieren.

Wie unterscheidet sich die Kommunikation für Shareholder und Fremdkapitalgeber laut dem Autor?

Während bei Shareholdern die Einbeziehung der Emotionalität und des Images zentral ist, liegt der Fokus bei Fremdkapitalgebern stärker auf der Darstellung von Bonität, Risikoprämien und antizipierten zukünftigen Entwicklungen.

Welche Rolle spielt die Ad-hoc-Publizität?

Ad-hoc-Mitteilungen dienen dazu, kursrelevante Tatsachen umgehend zu veröffentlichen, um Insidergeschäfte zu vermeiden und allen Marktteilnehmern zeitgleich die gleichen Informationen zur Verfügung zu stellen.

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Details

Title
Investor-Relations-Management sowie Creditor-Relations-Management als Instrumente zur Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital
College
University of Applied Sciences Essen
Course
Finanzierung
Grade
1,70
Author
Erwin Pollex (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V74642
ISBN (eBook)
9783638690607
ISBN (Book)
9783638695053
Language
German
Tags
Investor-Relations-Management Creditor-Relations-Management Instrumente Beschaffung Eigen- Fremdkapital Finanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erwin Pollex (Author), 2006, Investor-Relations-Management sowie Creditor-Relations-Management als Instrumente zur Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74642
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