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Geschichte, Entwicklung sowie Boom des Frauenfußballs in Deutschland

Title: Geschichte, Entwicklung sowie Boom des Frauenfußballs in Deutschland

Seminar Paper , 2003 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor Michael Bulla (Author)

Sport - Sport History
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Frauenfußball ist ein Thema für sich.
Hörte man früher Leute über Frauenfußball sprechen, wurde oft nur geschmunzelt, oder gar herzhaft gelacht. Kickende Frauen am Ball wurden und werden teils heute noch nicht immer als selbstverständlich angesehen, obwohl sich der Frauenfußball, bzw. dem Fußball ähnliche Wurf- und Schieß-Spiele, sog. Volkssportarten schon seit dem 12. Jahrhundert entwickelten (Frankreich) und schon damals von Frauen gespielt wurden.
Später begann dann die „richtige“ Entwicklung in England, die auch nach Deutschland vordrang. Es gab jedoch viele Gründe, warum Frauenfußball bzw. allgemein der Frauensport in früherer Zeit nicht ernst genommen, verpönt und sogar teilweise verboten wurde, auf die ich im späteren Verlauf meiner wissenschaftlich- analytischen Arbeit eingehen werde.

Ich werde methodisch - wissenschaftlich die Fragen klären, wie die Frau, trotz sozialer, emanzipationeller und angeblich „körperlicher“ Benachteiligung sowie grober Diskriminierungen in den vorigen Jahrzehnten einen Aufbruch im Sport und dabei besonders eine Entwicklung im Fußball erlebt hat, die sich bis heute auf dem Höhepunkt in der Geschichte des Frauenfußballs befindet. Die gesellschaftliche Rolle der Frau (niedriges soziales Ansehen) spielte dabei im Sport angesichts des Spiegelbildes der Gesellschaft in vergangener Zeit eine entscheidende und tragende Rolle, die im Weiteren in dieser Arbeit thematisiert werden wird. Der langsam anschließende strukturelle Wandel im Sport, ein Plus an eigener Handlungsfreiheit der Frauen und die beginnende Angleichung sozialer Verhältnisse der Geschlechter, auch Emanzipation genannt sind weitere Untersuchungsaspekte die ich in meiner Arbeit ergründen werde. Dabei wird auf die angebliche Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen im Sport (die es eigentlich nie gab) und die Frage nach den neuen „weiblich - maskulinen“ sportlichen Idealen der letzten Jahrzehnte eingegangen, da die Zahl der Frauen, die an typischen traditionellen Männermannschaftssport- arten (besonders dem Fußball) aktiv teilnimmt stetig gestiegen ist. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte und Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland

3 Soziale „männliche“ Unterdrückung als Problem der Entwicklung des Frauensports sowie des Fußballs.

3.1 Die Folgen der Emanzipation auf sozialer und sportlicher Ebene in den letzten Jahrzehnten

3.2 Der Wandel zur modernen sportlichen Frau - hin zum männlichen Schönheitsideal, oder doch ein eigener „weiblicher“ Weg!?

4 Statistik der DFB – Frauenfußballmeister und - Pokalsieger der letzten Jahre

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung soziologischer Aspekte und des Einflusses gesellschaftlicher Rollenbilder auf die Sportausübung von Frauen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Frauen trotz struktureller Benachteiligung und gesellschaftlicher Vorurteile den Weg in eine traditionell männlich dominierte Sportart fanden und einen Aufbruch im Sport erlebten.

  • Historische Entwicklung des Frauenfußballs
  • Soziologische Analyse der „männlichen“ Unterdrückung im Sport
  • Einfluss der Emanzipation auf das Sportverhalten von Frauen
  • Wandel des weiblichen Schönheitsideals und dessen Bedeutung für den Sport
  • Analyse der Sportstruktur als Spiegelbild der Geschlechterverhältnisse

Auszug aus dem Buch

2 Die Geschichte und Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland

Frauenfußball hatte in seiner Geschichte, nicht nur in Deutschland einen schweren Stand. Von Nichtbeachtung bis Verspottung, von jubelnden Menschenmassen bis Verboten und Sanktionen, ab den fünfziger Jahren war alles dabei.

Mädchen und Frauenfußball war lange Zeit kein Thema, in den Anfängen mitleidig belächelt, ist er heute fester Bestandteil vieler Fußballvereine.

Der eigentliche Fußballsport für Frauen, wenn man ihn damals schon so nennen konnte, hatte Deutschland in seiner Entwicklung relativ spät erreicht. Ein exaktes Datum für die Entwicklung des Frauenfußballs ist nicht genau festzulegen, jedoch deuten Legenden verschiedener Historiker auf erste Anzeichen eines fußballähnlichen Frauenspiels in Frankreich hin.

„Im Frankreich des 12. Jahrhundert sollen wackere Bauersfrauen gegen einen mit Schleifchen besetzten Lederball getreten haben.“ Neben dem Sport der Inuit-Frauen sollen auch im 18. Jahrhundert in Schottland dem Frauenfußball-ähnliche Spiele stattgefunden haben.

Die verheirateten und die unverheirateten Frauen trafen sich jährlich auf den Hügeln über Iverness und nutzten zwei Bäume, sowie eine frisch gefüllte Tierblase als nötige Spielgeräte. Das Spielfeld war von Männern umrundet, die extra herkamen, um sich aus dem Team der unverheirateten Ladies eine Braut auszuwählen, bzw. ihre Frauen anzufeuern. (Fechtig, 1995, 11)

Von Regeln bzw. einer Form von organisiertem Spiel konnte damals wohl nicht gesprochen werden.

In Deutschland finden sich um 1900 erste Hinweise auf eine lockere Spielidee des groben Männersports. Die Damen bildeten einen Kreis und spielten sich den Ball mit dem Fuß zu, was wohl noch eher den Charakter einer gymnastischen Übung besaß. (Fechtig, 1995, 11, 12)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie Frauen trotz gesellschaftlicher Widerstände und Diskriminierungen einen Aufbruch im Sport erlebten und stellt die methodische Herangehensweise dar.

2 Die Geschichte und Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den ersten fußballähnlichen Spielen bis zur offiziellen Etablierung des Frauenfußballs nach und beleuchtet die langjährigen Widerstände sowie den späteren Boom.

3 Soziale „männliche“ Unterdrückung als Problem der Entwicklung des Frauensports sowie des Fußballs.: Hier wird analysiert, wie gesellschaftliche Prozesse und männlich geprägte Vorurteile den Frauensport über Jahrzehnte hinweg ausgrenzten und behinderten.

3.1 Die Folgen der Emanzipation auf sozialer und sportlicher Ebene in den letzten Jahrzehnten: Dieser Abschnitt untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Emanzipation und den veränderten Möglichkeiten für Frauen im Sport.

3.2 Der Wandel zur modernen sportlichen Frau - hin zum männlichen Schönheitsideal, oder doch ein eigener „weiblicher“ Weg!?: Dieses Unterkapitel thematisiert die Veränderung weiblicher Schönheitsideale durch den Sport und hinterfragt, inwiefern sich Frauen an männliche Normen anpassen oder eigene Wege finden.

4 Statistik der DFB – Frauenfußballmeister und - Pokalsieger der letzten Jahre: Das Kapitel bietet eine übersichtliche Auflistung der deutschen Meister und Pokalsieger im Frauenfußball seit 1993.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Entwicklung des Frauenfußballs als integrativen und zukunftsfähigen Teil der Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Frauenfußball, Deutschland, Sportgeschichte, Emanzipation, Frauensport, Rollenbilder, Geschlechterverhältnisse, Diskriminierung, Sportsoziologie, Frauenbewegung, Leistungssport, Schönheitsideal, DFB, Sportentwicklung, Individualisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland, untersucht die sozialen Widerstände gegen diesen Sport und analysiert, wie Frauen trotz jahrzehntelanger Diskriminierung ihren Platz im Sport erkämpft haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Sportgeschichte, soziologische Analysen der Geschlechterrollen, der Einfluss der Frauenemanzipation auf sportliche Betätigungsfelder sowie die mediale und gesellschaftliche Wahrnehmung von sporttreibenden Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, den Prozess des Aufbruchs von Frauen in den Fußball als Männersport aufzuzeigen und zu verstehen, warum dieser Entwicklungsprozess von so vielen Hindernissen und gesellschaftlichen Debatten begleitet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen sporthistorischen und soziologisch-analytischen Ansatz, bei dem bestehende Fachliteratur, soziologische Studien und zeitgenössische Quellen ausgewertet werden, um die Entwicklung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Entwicklung, die Untersuchung der sozialen Unterdrückungsmechanismen, den Einfluss der Emanzipation und den kritischen Blick auf das sich wandelnde weibliche Schönheitsideal im Kontext des Leistungssports.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauenfußball, Sportgeschichte, Emanzipation, Geschlechterrollen, Diskriminierung und der sportsoziologische Wandel.

Wie verhielt sich der DFB zum Frauenfußball in den 1950er Jahren?

In den 1950er Jahren verhielt sich der DFB ablehnend; er untersagte die Bildung von Damenmannschaften und stellte Zuwiderhandlungen unter Strafe, da Fußball damals als reine Männersportart definiert wurde.

Wie beeinflusste der Erfolg der Nationalmannschaft ab 1989 den Frauenfußball?

Der EM-Titel 1989 im eigenen Land markierte einen Wendepunkt, da die Erfolge für mehr Respekt sorgten, das Massenmedium Fernsehen erstmals die Spiele einem breiteren Publikum zugänglich machte und so die Anerkennung der Sportart nachhaltig förderte.

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Details

Title
Geschichte, Entwicklung sowie Boom des Frauenfußballs in Deutschland
College
Ruhr-University of Bochum  (Sportwissenschaft)
Course
Fußball in historischer Perspektive
Grade
1,0
Author
Bachelor Michael Bulla (Author)
Publication Year
2003
Pages
37
Catalog Number
V74687
ISBN (eBook)
9783638716307
ISBN (Book)
9783638718615
Language
German
Tags
Geschichte Entwicklung Boom Frauenfußballs Deutschland Fußball Perspektive Frauennationalmannschaft Frauen WM Frauenbundesliga Entwicklung der deutschen Frauennationalmannschaft Frauenfußball Weltmeisterschaft WM 2011 Geschichte des deutschen Frauenfußballs Frauenfußball WM Birgit Prinz Frauenfußball EM Gero Bisanz Frauen und Fußball deutscher Frauenfußball
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Michael Bulla (Author), 2003, Geschichte, Entwicklung sowie Boom des Frauenfußballs in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74687
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