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Peter Iljitsch Tschaikowsky - Eine Kurzbiographie

Title: Peter Iljitsch Tschaikowsky - Eine Kurzbiographie

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Alexa Saße (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Peter Iljitsch Tschaikowsky gilt als eigenartiger Künstler, dessen Charakter so verschieden gedeutet worden ist und dessen Musik von manchem abgelehnt oder von anderen hochgeschätzt wird. Wirklich durchschauen lässt sich Tschaikowsky wohl nie. Er lebte zu sehr nach innen. Für ihn selber schien dieses Innenleben nicht begreifbar und nicht immer ganz geheuer. Sein ganzes Leben bestand aus Widersprüchen und Spannungen, mit denen er nicht fertig wurde. Seine Rettung fand er in der Komposition. In der Musik konnte er sagen, was sich für in mit Worten nicht ausdrücken ließ. Mithilfe der Musik wurde sein Leben erträglich und er konnte sich von seinem inneren Druck befreien. Gleichzeitig verlangte dieser schöpferische Prozess eine Disziplin, die er im Alltag in anderen Bereichen nicht aufzubringen vermochte. Der Schlüssel zu seiner Musik liegt daher in dem Spannungsverhältnis zwischen emotioneller Entladung und seiner künstlerischen Disziplin. In einem Brief schreibt er: „Ob ich nun schlecht oder gut komponiere – das eine weiß ich, dass es aus einem inneren unüberwindlichen Drang geschieht. Ich spreche in dieser Sprache der Musik, weil ist stets etwas zu sagen habe.“ (HELM 2004:8). Sein größtes Problem bestand in der Disziplin die Form seiner Werke dem Inhalt in einem letzten Fleißschritt anzupassen. Sein sensibles, leicht erregbares Naturell hat ihm zeit seines Lebens zu schaffen gemacht. Er selbst erkannte, dass seine schlechte Gesundheit oft seelischen Ursprungs war. Eine wichtige Rolle bei diesen seelischen Belastungen spielten auch seine homosexuellen Neigungen. Zu welchen Zugeständnissen er bereit war, ein normales Leben zu führen zeigte der Eheversuch, der zu starken Depressionen führte. Mit dem Gefühl der Einsamkeit verband sich bei Tschaikowsky eine unnatürliche Menschenscheu, gegen die er stets versuchte anzukämpfen. „Jede Bekanntschaft, jede Begegnung mit fremden Menschen war für mich stets die Ursache seelischer Leiden.“ (HELM 2004:9). Dieses Zitat zeigt, dass er sich seiner Ängste, Launen und Anfälle bewusst war und mit einer gewissen Ironie mitteilen konnte. Diese innere Kraft half ihm wahrscheinlich über so manche Krise hinwegzukommen. Er litt zunehmend unter einer außergewöhnlichen Nervosität, die sich oft in hysterischen Anfällen äußerte. Zumeist gelang es ihm, seine heftigen, oft asozialen Emotionen und Depressionen in Schranken zu halten oder sie zumindest zu überspielen. Gleichzeitig aber war er ein gütiger und offenherziger Mensch, so lange er sich geborgen fühlte und von vertrauen Menschen umgeben war. Seinem zehn Jahre jüngeren Bruder Modest galt seine ganze Liebe und Fürsorge. Modest schenkte er zeit seines Lebens volles Vertrauen und teilte sich ihm mit. Seiner adeligen Abstammung begegnete er stets mit Ironie. Die Ansprüche einiger Verwandter auf Aristokratie verspottete er. Dagegen wurzelte bei ihm die Liebe zu Russland so tief, dass ihn die Verwechslung seiner Herkunft stark kränkte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung:

2.) Die Kindheit von Tschaikowsky:

2.1.) Die ersten Jahre in Wotkinsk:

2.2.) Die Umzüge zwischen 1848 und 1849:

3.) Bildung und Ausbildung:

3.1.) Die juristische Ausbildung:

3.2.) Hinwendung zur Musik:

4.) Musikalische Ausbildung:

4.1.) Das Petersburger Konservatorium (1861-1865):

4.2.) Am Moskauer Konservatorium (1866 – 1878):

5.) Schicksalhafte Ereignisse:

5.1.) Die Heirat im Jahre 1877:

5.2.) Nadeschda von Meck und der Freie Künstler:

6.) Musikalische Schöpfung und die letzten Jahre:

6.1.) Der Erfolg (1878 – 1890):

6.2.) Tschaikowskys letzten Jahre (1890 – 1893):

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine biographische Skizze von Peter Iljitsch Tschaikowsky zu erstellen und dabei insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen seinem inneren psychischen Erleben, seinem sozialen Umfeld und seiner musikalischen Entwicklung zu beleuchten.

  • Kindheit und prägende frühkindliche Erfahrungen
  • Der Übergang vom Juristen zum Berufsmusiker
  • Die psychischen Belastungen und deren Einfluss auf das künstlerische Schaffen
  • Die Bedeutung der Korrespondenz und finanziellen Förderung durch Nadeschda von Meck
  • Tschaikowskys internationaler Erfolg und seine letzten Lebensjahre

Auszug aus dem Buch

1.) Einleitung:

Peter Iljitsch Tschaikowsky gilt als eigenartiger Künstler, dessen Charakter so verschieden gedeutet worden ist und dessen Musik von manchem abgelehnt oder von anderen hochgeschätzt wird. Wirklich durchschauen lässt sich Tschaikowsky wohl nie. Er lebte zu sehr nach innen. Für ihn selber schien dieses Innenleben nicht begreifbar und nicht immer ganz geheuer. Sein ganzes Leben bestand aus Widersprüchen und Spannungen, mit denen er nicht fertig wurde. Seine Rettung fand er in der Komposition.

In der Musik konnte er sagen, was sich für in mit Worten nicht ausdrücken ließ. Mithilfe der Musik wurde sein Leben erträglich und er konnte sich von seinem inneren Druck befreien. Gleichzeitig verlangte dieser schöpferische Prozess eine Disziplin, die er im Alltag in anderen Bereichen nicht aufzubringen vermochte. Der Schlüssel zu seiner Musik liegt daher in dem Spannungsverhältnis zwischen emotioneller Entladung und seiner künstlerischen Disziplin. In einem Brief schreibt er: „Ob ich nun schlecht oder gut komponiere – das eine weiß ich, dass es aus einem inneren unüberwindlichen Drang geschieht. Ich spreche in dieser Sprache der Musik, weil ist stets etwas zu sagen habe.“ (HELM 2004:8).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Beschreibt Tschaikowskys komplexe Persönlichkeit, die durch innere Widersprüche geprägt war und in der Komposition ihre notwendige Rettung und Ausdrucksform fand.

2.) Die Kindheit von Tschaikowsky: Beleuchtet die frühen Jahre in Wotkinsk, familiäre Einflüsse sowie erste musikalische Kontakte und den Eintritt in die Schule für Jurisprudenz.

3.) Bildung und Ausbildung: Analysiert die juristische Ausbildung, den Druck durch familiäre Schicksalsschläge und den allmählichen, aber endgültigen Entschluss, sich der Musik zuzuwenden.

4.) Musikalische Ausbildung: Behandelt die Zeit am Petersburger Konservatorium und den anschließenden Wechsel nach Moskau, der einen Wendepunkt in seinem Leben als Dozent und Komponist darstellte.

5.) Schicksalhafte Ereignisse: Untersucht das Scheitern seiner Ehe im Jahr 1877 und die tiefgreifende, lebensverändernde Beziehung zur Mäzenin Nadeschda von Meck.

6.) Musikalische Schöpfung und die letzten Jahre: Dokumentiert den internationalen Erfolg des Komponisten, seine Wanderjahre und den unerwarteten Tod in Sankt Petersburg.

Schlüsselwörter

Tschaikowsky, Komposition, Biographie, Nadeschda von Meck, Musikalische Ausbildung, Konservatorium, Psychische Krise, Homosexualität, Russische Romantik, Künstlerleben, Wotkinsk, Klavier, Künstlertum, Schicksal, Briefwechsel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert eine Kurzbiographie von Peter Iljitsch Tschaikowsky, die seine persönliche Entwicklung, seine berufliche Laufbahn und seine psychischen Herausforderungen untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Kindheit, der Wechsel vom Juristen zur Musikkarriere, der Einfluss seiner Sexualität und Gesundheit auf seine Psyche sowie die Bedeutung seiner Mäzenin Nadeschda von Meck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tschaikowsky seine inneren Spannungen und Ängste durch den Kompositionsprozess verarbeitete und wie dieser Prozess seine Musik prägte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine biographische Analyse und wertet zeitgenössische Quellen sowie Briefe aus, um das Leben des Künstlers nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: von der Kindheit über die Ausbildung, den Umzug nach Moskau, die unglückliche Heirat bis hin zu den Jahren des großen Erfolgs und dem Tod.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch die Begriffe Biographie, Musikgeschichte, psychologische Analyse, Briefwechsel, Mäzenatentum und das Schicksal eines russischen Romantikers.

Wie beeinflusste der Umzug nach Moskau Tschaikowskys Schaffen?

Der Umzug befreite ihn aus der unmittelbaren Beeinflussung durch Anton Rubinstein und ermöglichte ihm eine eigenständige Entwicklung als Komponist und Theorielehrer.

Warum wird in der Arbeit der "Freie Künstler" betont?

Dieser Begriff markiert die finanzielle Unabhängigkeit durch die Rente von Nadeschda von Meck, die es Tschaikowsky erlaubte, seine Lehrtätigkeit aufzugeben und sich ausschließlich der Komposition zu widmen.

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Details

Title
Peter Iljitsch Tschaikowsky - Eine Kurzbiographie
College
University of Cologne  (Pädagogisches Seminar)
Grade
2,3
Author
Alexa Saße (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V74712
ISBN (eBook)
9783638809191
ISBN (Book)
9783638849067
Language
German
Tags
Peter Iljitsch Tschaikowsky Eine Kurzbiographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexa Saße (Author), 2006, Peter Iljitsch Tschaikowsky - Eine Kurzbiographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74712
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