Die Arbeit analysiert das Regierungssystem Großbritanniens in den Bereichen Wahlen, Interessengruppen, Verfassung, Föderalismus, Legislative und Executive. Es handelt sich um eine Grundstudiumsarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Wahlen
2 Parteien
2.1 Die Konservativen
2.2 Die Labour Party
2.3 Andere Parteien
3 Interessengruppen
3.1 Historischer Hintergrund
3.2 Ansprechpartner für die Verbände
3.3 Schwache Infrastruktur
3.4 Die Gewerkschaften
4 Verfassung und Verfassungsgericht
5 Föderalismus und Unitarismus
5.1 Schottland und Wales
5.2 Nordirland
5.3 Kommunalverwaltung
6 Das Parlament
6.1 Das Unterhaus
6.2 Das Oberhaus
6.3 Die Krone
7 Die Exekutive
7.1 Der Premierminister
7.2 Das Kabinett
7.3 Kabinettsausschüsse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert das Regierungssystem Großbritanniens, um die zentralen politischen Institutionen, die Rolle der Parteien und die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen zu beleuchten und deren Funktionsweise sowie Abhängigkeiten darzustellen.
- Struktur und Funktionsweise des britischen Mehrheitswahlsystems
- Die Entwicklung und programmatische Ausrichtung der großen politischen Parteien
- Einfluss und Rolle von Interessengruppen und Gewerkschaften
- Verfassungsrechtliche Besonderheiten und das Parlament als politisches Zentrum
- Kompetenzen der Exekutive und die Rolle des Premierministers
Auszug aus dem Buch
1 Wahlen
Wahlberechtigt ist jeder Bürger Großbritanniens, Irlands oder eines Commonwealth Landes, der am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist, mit wohnhaft in Großbritannien oder Nordirland. Nicht wählen dürfen Mitglieder des Oberhauses, Gefängnisinsassen, Geisteskranke und Menschen die im Zeitraum von 5 Jahren vor der Wahl wegen Wahlbetrugs verurteilt wurden. Im Ausland lebende Briten sind nach ihrem Wegzug noch 15 Jahre wahlberechtigt.
In Großbritannien wird nach einem relativen Mehrheitswahlsystem gewählt. Das System ist einfach: Es gibt 646 Wahlkreise (seit 2005), die regelmäßig neu angepasst werden, um einen zahlenmäßig möglichst kleinen Unterschied an Wählerstimmen in den einzelnen Kreisen beizubehalten. Aus den Wahlkreisen zieht jeweils ein Kandidat ins Parlament ein und zwar logischerweise derjenige, der die meisten Stimmen bekommt. Er muss dabei keine Prozenthürde überspringen oder gar eine absolute oder qualifizierte Mehrheit erreichen. Es wird nach dem „Winner takes all“ Prinzip verfahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Wahlen: Erläutert das relative Mehrheitswahlsystem und die damit verbundenen Vor- sowie Nachteile für das Parteiensystem.
2 Parteien: Analysiert die politische Landschaft, fokussiert auf die Konservativen und die Labour Party sowie deren programmatische Wandlung.
3 Interessengruppen: Beschreibt die historisch bedingt schwache Position der Verbände und Gewerkschaften im britischen politischen System.
4 Verfassung und Verfassungsgericht: Diskutiert die Besonderheiten der ungeschriebenen britischen Verfassung und die Rolle der Verfassungskonventionen.
5 Föderalismus und Unitarismus: Untersucht die regionale Organisation Großbritanniens und den Status von Schottland, Wales und Nordirland.
6 Das Parlament: Analysiert das Zusammenwirken von Unterhaus, Oberhaus und Krone sowie die zentrale Stellung des Unterhauses.
7 Die Exekutive: Erörtert die starke Stellung des Premierministers, die Rolle des Kabinetts und die Bedeutung von Kabinettsausschüssen.
Schlüsselwörter
Großbritannien, Regierungssystem, Parlament, Unterhaus, Premierminister, Mehrheitswahlsystem, Labour Party, Konservative, Verfassung, Föderalismus, Gewerkschaften, Kabinett, Politische Systemlehre, Wahlrecht, Souveränität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des politischen Regierungssystems Großbritanniens und beschreibt dessen institutionelle Ausgestaltung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit thematisiert Wahlen, Parteien, Interessengruppen, Verfassungsstrukturen, die Rolle der Gebietsregionen, das Parlament und die Exekutive.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Funktionsweise des britischen politischen Systems verständlich darzulegen, inklusive der Machtverhältnisse zwischen Regierung und Parlament.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Betrachtung historischer sowie aktueller politischer Rahmenbedingungen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in sieben Kapitel, die von den Wahlmechanismen über das Parteiensystem bis hin zur detaillierten Beschreibung der Verfassung und der Exekutive reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Parlamentarismus, Mehrheitswahlsystem, Premierminister und die spezifische Ausprägung der britischen Verfassungskonventionen.
Warum spielt die Opposition im britischen Unterhaus eine untergeordnete Rolle?
Da die Tagesordnung und die Debattierzeiten maßgeblich von der Regierungsseite bestimmt werden, ist der Einfluss der Opposition im parlamentarischen Alltag stark begrenzt.
Welche Funktion nehmen die Law Lords im Oberhaus ein?
Die Law Lords sind erfahrene Juristen, die als letzte Berufungsinstanz das höchste britische Gericht bilden.
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- Christoph Ochs (Author), 2006, Das Regierungssystem Großbritanniens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74748