Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Beispiele 3
2.1 Spielsportarten 3
2.2 Komplextraining 3
2.3 Zehnkampf nach W. Bergmann 4
2.4 Speerwurftraining nach S. Becker 6
2.5 Problem 7
3. Untersuchungen 7
3.1 „crossing effect“ 8
4. Fazit 10
Literaturverzeichnis 11
Zur Kombination von Kraft- und Techniktraining
1. Einleitung
Techniktraining belastet das zentrale Nervensystem zeitlich vor anderen Systemen äußerst stark. Um diesen Fakt in einer Trainingseinheit sinnvoll umzusetzen, ergibt sich eine logische Reihenfolge der Trainingsinhalte: Technik- und Konzentrationstraining sollte stets vor Maximal- und Schnellkrafttraining erfolgen. Anschließend sollte die anaerobe Ausdauer, Schnelligkeit und Kraftausdauer vor aerober Ausdauer trainiert werden, um einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen. (Grosser/Neumaier, 1982)
2. Beispiele
2.1 Spielsportarten
Techniktraining ist mit Beendigung einer Techniktrainingseinheit keineswegs abgeschlossen. Anpassungen durch zentralnervöse Prozesse vollziehen sich auch noch Stunden nach der eigentlichen Trainingseinheit. (Lehnertz, 1993)
2.2 Komplextraining
Nach übereinstimmender Auffassung der Trainer aller vier Sportartengruppen, können sportliche Höchstleistungen nur aus dem direkten Zusammenspiel der verschiedenen Einflussgrößen Technik, Kondition, Taktik und Psychologie erwachsen (Bundesinstitut für Sportwissenschaft, 1986).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beispiele
2.1 Spielsportarten
2.2 Komplextraining
2.3 Zehnkampf – nach W. Bergmann
2.4 Speerwurftraining – S. Becker
2.5 Problem
3. Untersuchungen
3.1 „crossing effect“
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Krafttraining und Techniktraining im Sport. Ziel ist es, die optimale Reihenfolge und methodische Kombination dieser Trainingsformen zu analysieren, um maximale Leistungszuwächse zu erzielen und diese effektiv in sportliche Wettkampfbewegungen zu transferieren.
- Wissenschaftliche Analyse der Reihenfolge von Technik- und Krafttraining.
- Untersuchung von Trainingsbeispielen in Spielsportarten, Zehnkampf und Speerwurf.
- Evaluation des sogenannten „crossing effect“ (kontralateraler Transfer).
- Betrachtung der Übertragbarkeit von Kraftzuwachs an Geräten auf die sportmotorische Fertigkeit.
- Ableitung praxisnaher Trainingskonzepte zur Leistungsoptimierung.
Auszug aus dem Buch
3.1 „crossing effect“
Die Anpassung der Muskelaktivierung kann als Schlüssel zu einer Leistungssteigerung angesehen werden. Die generelle Bedeutung der neuromuskulären Aktivierung für die Kraftentfaltung wird durch den „crossing effect“ oder „kontralateralen Transfer“ deutlich. Betreibt ein Athlet Maximalkrafttraining nur auf einer Extremitätenseite, so lassen sich auch auf der anderen, untrainierten Seite Zuwachsraten der Maximalkraft feststellen, ohne, dass dort metabolische oder morphologische Veränderungen nachzuweisen wären. (Jansson 1978, Komi 1987, Houston 1983)
Diese Anpassungs- und Lerneffekte liegen, so Narici 1989, im Zentralnervensystem. Bei einem einbeinigen Maximalkrafttraining stellte er am trainierten Bein einen Kraftzuwachs von 24,8% und beim untrainierten von 8,4% fest. (Narici, 1989)
Die Übertragbarkeit eines Maximalkrafttrainingseffektes auf eine komplexe sportmotorische Fertigkeit fällt sehr gering aus. Bedeutend für die Trainingswissenschaft ist jedoch, dass isometrisches und/oder exzentrisches Maximalkrafttraining keinen Effekt erzielt. Wobei jedoch dynamisch-konzentrisches Maximalkrafttraining sehr wohl einen positiven Effekt der Übertragbarkeit vorweisen kann. Dynamisch – konzentrisches Training ist also effektiver als isometrisches und/oder exzentrisches Training. (Morrissey, 1995)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die physiologische Notwendigkeit, Technik- und Konzentrationstraining aufgrund der hohen Belastung des zentralen Nervensystems zeitlich vor das Krafttraining zu legen.
2. Beispiele: Analysiert verschiedene sportpraktische Ansätze, darunter Spielsportarten, den Zehnkampf und den Speerwurf, um die Notwendigkeit des kombinierten Trainings zu verdeutlichen.
3. Untersuchungen: Behandelt den wissenschaftlichen Forschungsstand zur Kombination von Kraft- und Techniktraining sowie das Phänomen des kontralateralen Transfers.
4. Fazit: Führt aus, dass Krafttraining allein für den Leistungssport nicht ausreicht und durch flankierendes Techniktraining ergänzt werden muss, um das neue Kraftpotenzial in die Wettkampfbewegung zu übertragen.
Schlüsselwörter
Krafttraining, Techniktraining, Maximalkraft, Schnellkraft, Trainingswissenschaft, Zentralnervensystem, neuromuskuläre Aktivierung, Crossing effect, kontralateraler Transfer, Leistungssport, Sportmotorik, Komplextraining, Trainingsmethodik, Wettkampfbewegung, Trainingssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die optimale Kombination von Kraft- und Techniktraining zur Leistungssteigerung im Sport.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Reihenfolge der Trainingsinhalte, die Übertragbarkeit von Kraftzuwächsen und den Einfluss neuromuskulärer Anpassungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie maximale Trainingsreize gesetzt und die Techniktrainingsintensität optimal aufrechterhalten werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis vorliegender empirischer Untersuchungen und Trainingskonzepte Zusammenhänge ableitet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Praxisbeispiele aus dem Zehnkampf und Speerwurf sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zum Transfer von Krafttrainingseffekten auf die Technik.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Krafttraining, Techniktraining, neuromuskuläre Aktivierung, Crossing effect und Trainingssteuerung.
Was besagt der „crossing effect“?
Er beschreibt das Phänomen, dass ein Kraftzuwachs an einer trainierten Extremität auch zu einer Leistungssteigerung der untrainierten Gegenseite führt.
Warum sollte Techniktraining vor dem Krafttraining erfolgen?
Da Techniktraining das zentrale Nervensystem stark beansprucht, sollte es im ausgeruhten Zustand stattfinden, um die Bewegungsqualität nicht durch Ermüdung zu beeinträchtigen.
- Quote paper
- Kay Winter (Author), 2006, Zum Zusammenhang von Krafttraining und Techniktraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74775