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Zur Alltagsaktivität körperlich behinderter Menschen

Title: Zur Alltagsaktivität körperlich behinderter Menschen

Term Paper , 2006 , 39 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nadine Goetz (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Summary Excerpt Details

In der Auseinandersetzung mit dem Thema „Behinderung“ machte ich persönlich die Erfahrung, dass der Begriff „behindert“ oft zu einer Sicht des Menschen führt, bei der dieser eingeschränkt bzw. passiv wahrgenommen wird. Ich bin aber der Meinung, dass jeder Mensch das Bedürfnis hat aktiv zu sein. Ich denke weiterhin, dass jeder Mensch dieses auf seine Weise ist. Meiner Anschauung nach wird die Alltagsaktivität von Menschen mit Körperbehinderungen oft nicht nur als zielgerichtete, wirksame Tätigkeit angesehen. Dieses beruht nach meinen Erkenntnissen auf der Tatsache, dass Menschen mit einer Körperbehinderung Alltagstätigkeiten nicht so wie Menschen ausführen, die keine körperliche Behinderung aufweisen. Ich denke aber, dass der Mensch verschiedene Handlungsvarianten besitzt und dass jeder Mensch auf seine Art und Weise im Alltag tätig sein kann.

In meiner Hausarbeit möchte ich das Thema „Menschen mit körperlicher Behinderung“ aufgreifen und verdeutlichen, dass auch diese im Alltag aktiv sind. Unter Alltagsaktivitäten verstehe ich in dieser Arbeit funktionale aber auch lust- und ergebnisorientierte Tätigkeiten. Ich möchte methodische Vorschläge erarbeiten, durch die Kinder erkennen, dass man Alltagstätigkeiten nicht nur auf eine Weise ausführen kann. Vielfältige Handlungsvarianten sollen entdeckt, erprobt und neu entworfen werden. Auf diese Weise soll eine Toleranz für die Individualität der Menschen und eine Toleranz für die Vielfältigkeit der Alltagsaktivität aufgebaut werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung des ästhetischen Objekts

2.1. Allgemeine Angaben zum ästhetischen Objekt

2.2. Beschreibung des ästhetischen Objekts

2.3. Wirkung des ästhetischen Objekts

2.4. Begründung zur Auswahl des ästhetischen Objekts

3. Sachanalyse

3.1. Der Begriff„Körperbehinderung“

3.1.1. Körperbehinderung aus medizinischer Sicht

3.1.2. Körperbehinderung aus sonderpädagogischer Sicht

3.2. Der Begriff „Aktivität“

3.2.1. Übergreifende Klärung des Begriffs „Aktivität“

3.2.2. Menschen mit Körperbehinderung und Alltagsaktivität

4. Didaktische Analyse

4.1. Einleitung

4.2. Größere Sinn- oder Sachzusammenhänge des Themas

4.3. Gegenwartsbedeutung des Themas

4.4. Zukunftsbedeutung des Themas

4.5. Zugänglichkeit des Inhaltes

5. Lernziele der Unterrichtseinheit

5.1. Übergeordnete Ziele der Unterrichtseinheit

5.2. Methodenkompetenz

5.3. Sozialkompetenz

5.4. Fachkompetenz

6. Methodischer Vorschlag

6.1. Lernausgangsvoraussetzung

6.2. Lerneinheit im Überblick

6.3. Unterrichtssequenz „Menschen mit Körperbehinderung“

6.3.1. Informationen zu der Unterrichtssequenz

6.3.2. Das philosophische Gespräch

6.3.3. Station „Was heißt Körperbehinderung?“

6.3.4. Station „Warum können manche Menschen nicht gehen?“

6.3.5. Station „Sitzen alle Menschen mit Körperbehinderung im Rollstuhl?“

6.3.6. Station „Warum behindern Gegenstände?“

6.3.7. Die Abschlussrunde

6.4. Unterrichtssequenz „Menschen mit Körperbehinderung und Alltagsaktivität/1“

6.4.1. Der Einstieg

6.4.2. Die erste Begegnung

6.4.3. Die Aktivitäten

6.4.4. Der Abschluss

6.5. Unterrichtssequenz „Menschen mit Körperbehinderung und Alltagsaktivität/2“

6.5.1. Reflexion der Schülerbegegnung durch Standbilder

6.5.2. Station „ Schreiben mal anders“

6.5.3. Station „Laufen mal anders“

6.5.4. Station „Sprechen mal anders“

6.5.5. Die Abschlussrunde

7. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung von Alltagsaktivitäten für Menschen mit körperlichen Behinderungen hervorzuheben und aufzuzeigen, dass diese trotz Einschränkungen ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen können. Durch methodische Vorschläge für den Sachunterricht in der Grundschule soll bei Kindern Toleranz für Individualität sowie Verständnis für verschiedene Handlungsvarianten gefördert werden.

  • Heterogenität und Vielfalt menschlicher Alltagsaktivitäten
  • Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Körperbehinderungen
  • Kreativität und Flexibilität bei der Bewältigung des Alltags
  • Förderung der sozialen und interpersonalen Intelligenz durch handlungsorientiertes Lernen

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Menschen mit Körperbehinderung und Alltagsaktivität

Ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben ist das Ziel eines jeden Menschen. Menschen mit Körperbehinderung bilden hier keine Ausnahme. Das Erreichen dieses Ziels ist für sie allerdings schwerer als für die meisten ihrer Mitmenschen. „Die Gründe hierfür sind weit vielschichtiger als man im ersten Moment vermuten möchte.“ Nicht nur die Körperschädigungen und evt. begleitende Schmerzen erschweren die Aktivitäten im Alltag. Auch die Gegebenheiten der Umgebung und die gesellschaftlichen Bedingungen komplizieren die eigene Ausführung von Tätigkeiten. Zu nennen wären hier bauliche Hindernisse, wie z.B. Treppen. Aber auch die meisten Gebrauchsgegenstände sind für Menschen ausgerichtet, die keine körperlichen Schädigungen aufweisen. Die Handhabung von Messern oder Brettern sind z.B. für Menschen mit Körperbehinderung oft eine Herausforderung. Weiterhin hemmen gesellschaftliche Werte die Aktivität von Körperbehinderten. Ein Mann, der z.B. auf Grund eine Diplegie (vgl. S. 4) sehr grobmotorische Bewegungen beim Essen ausführt und die Nahrung daher entsprechend oft von seinem Löffel verliert, muss damit rechnen, dass seine Tischgesellschaft diese Art der Nahrungsaufnahme nicht ästhetisch findet. Hilfsmittel werden daher als Unterstützung angewendet, um trotz Schädigung und Barrieren selbstständig tätig zu sein. Die meisten Hilfsmittel dienen für die Ausführung von funktionellen Aktivitäten (vgl. 3.2.1.). Die Mittel sind zusätzlich in elektronische und nicht- elektronische Geräte unterteilbar. Rollstühle, Unterarmstützen, Löffel mit Stielverdickung, Gehwagen, elektronische Computer mit Sprachausgabe, Frühstücksbretter mit Seitenrand und Hörgeräte sind z.B. einige dieser Unterstützungen, durch diese die Eigenständigkeit im Alltag erleichtert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin begründet ihr Interesse an der Thematik aufgrund eigener Erfahrungen und skizziert das Ziel, methodische Ansätze zur Förderung der Akzeptanz und Toleranz im Unterricht zu entwickeln.

2. Vorstellung des ästhetischen Objekts: Beschreibung und Deutung der Skulptur "Harzwanderer", die als visuelles Beispiel für Selbstständigkeit trotz körperlicher Besonderheiten dient.

3. Sachanalyse: Erarbeitung der medizinischen und sonderpädagogischen Definitionen von "Körperbehinderung" sowie die theoretische Fundierung des Begriffs "Aktivität" im Kontext der Alltagsbewältigung.

4. Didaktische Analyse: Untersuchung der Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Themas für Grundschulkinder und Begründung der Relevanz für ein tolerantes Menschenbild.

5. Lernziele der Unterrichtseinheit: Auflistung der angestrebten Methoden-, Sozial- und Fachkompetenzen, die die Schüler im Verlauf der Einheit erwerben sollen.

6. Methodischer Vorschlag: Detaillierte Darstellung der Unterrichtsplanung, bestehend aus Stationenlernen und einer realen Schülerbegegnung zur praktischen Anwendung der Inhalte.

7. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit den geplanten Unterrichtsmethoden, potenziellen Risiken und den Chancen des handlungsorientierten Konzepts.

Schlüsselwörter

Körperbehinderung, Alltagsaktivität, Sachunterricht, Heterogenität, Inklusion, Handlungsfähigkeit, Hilfsmittel, Toleranz, Individuum, Selbstbestimmung, Körper, Behinderung, Aktivität, Soziales Lernen, Unterrichtssequenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Menschen mit körperlicher Behinderung" im Sachunterricht und zeigt auf, wie durch handlungsorientierte Methoden Toleranz und Verständnis bei Grundschulkindern geweckt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Körperbehinderung, die Bedeutung von Alltagstätigkeiten, die Rolle von Hilfsmitteln sowie die Förderung eines ganzheitlichen Menschenbildes bei Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Kindern zu vermitteln, dass Menschen trotz körperlicher Behinderungen aktiv sind und dass es viele Wege gibt, Alltagstätigkeiten individuell erfolgreich zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus fachwissenschaftlicher Sachanalyse (medizinisch/sonderpädagogisch) und didaktischer Analyse, um ein Unterrichtskonzept für die 4. Klasse zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, das Thema aus didaktischer Sicht analysiert, Lernziele definiert und konkrete methodische Vorschläge (Stationenlernen, Schülerbegegnung) dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Körperbehinderung, Alltagsaktivität, Heterogenität, Inklusion, Toleranz, handlungsorientiertes Lernen und Selbstbestimmung.

Welche Rolle spielt die Skulptur "Harzwanderer" in der Arbeit?

Sie dient als ästhetisches Objekt, um visuell zu verdeutlichen, dass eine Person mit körperlichen Besonderheiten selbstständig und sicher agieren kann.

Warum wird im methodischen Vorschlag eine Begegnung mit einer Förderschule geplant?

Ziel ist es, den Schülern durch echte zwischenmenschliche Kontakte die Erfahrung zu ermöglichen, dass Menschen mit Behinderungen im Alltag aktiv und kompetent handeln können.

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Details

Title
Zur Alltagsaktivität körperlich behinderter Menschen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1
Author
Nadine Goetz (Author)
Publication Year
2006
Pages
39
Catalog Number
V74796
ISBN (eBook)
9783638722131
ISBN (Book)
9783638727853
Language
German
Tags
Alltagsaktivität Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Goetz (Author), 2006, Zur Alltagsaktivität körperlich behinderter Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74796
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