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Interregionale (europäische) Preisvergleiche

Title: Interregionale (europäische) Preisvergleiche

Seminar Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christina Pohl (Author)

Economics - Micro-economics
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Seit 1986 veröffentlicht das englische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ in regelmäßi-gen Abständen den so genannten „Big Mac-Index“. Die Preise dieses Produktes von Mc-Donalds, das in ca. 120 Ländern in identischer Zusammensetzung verkauft wird, werden verglichen, um Unterschiede in der Kaufkraft der verschiedenen Währungen festzustellen. Obwohl dieser Vergleich nicht als reiner Preisvergleich angesehen werden kann, da neben den international handelbaren Bestandteilen des Produktes auch Faktoren wie z. B. Lohnkosten oder Mieten den Preis beeinflussen, zeigen die Ergebnisse doch sehr gut, dass die Preise für im Grunde identische Produkte in verschiedenen Ländern unterschiedlich sind und sich demnach die Kaufkraft der Währungen von Land zu Land unterscheidet. Preisvergleiche sind daher international aus verschiedenen Gründen sinnvoll.
Sowohl bei intertemporalen als auch bei interregionalen Preisvergleichen geht es darum, homogene Güter gegenüberzustellen, um einen reinen Preisunterschied festzustellen. Während beim intertemporalen Preisvergleich das Ziel ist, Preisunterschiede im Zeitverlauf bei unverändertem Ort der Preisbeobachtung festzustellen, bezieht sich der interregionale Vergleich auf einen fixen Zeitpunkt und unterschiedliche Berichtsstellen. Interregionale Preisvergleiche können zwischen Regionen des gleichen Landes oder zwischen Regionen verschiedener Länder bzw. zwischen Ländern insgesamt durchgeführt werden. In letzterem Fall spricht man auch von internationalen Preisvergleichen. Da im Rahmen zunehmend globalisierter Märkte diese Preisvergleiche an Bedeutung gewinnen, konzentriert sich diese Arbeit auf die Darstellung von Preisvergleichen zwischen verschiedenen Ländern, wobei hier der Aspekt der unterschiedlichen Währungen von besonderer Bedeutung ist.
Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über das Thema der interregionalen Preisvergleiche zu geben und herauszufinden, welche Methoden geeignet sind, Preise auf unterschiedlichen Märkten zu vergleichen. Dazu wird zunächst erklärt, aus welchen Gründen interregionale Preisvergleiche durchgeführt werden und welche Ziele damit verbunden sind. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen und Methoden vorgestellt und erläutert, welche Berechnungen für die unterschiedlichen Zielsetzungen der Preisvergleiche nötig sind. Anhand von zwei Anwendungsbeispielen wird im Folgenden die Praxis von interregionalen Preisvergleichen in Deutschland und der EU dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitende Bemerkung

2 Ziele und Verwendungszwecke von interregionalen Preisvergleichen

3 Theoretische Grundlagen und Methoden

3.1 Nominale und reale Wechselkurse

3.2 Kaufkraftparitäten

3.2.1 Kaufkraftparitätentheorie

3.2.2 Konzeptionelle Voraussetzungen

3.2.3 Berechnung

4 Praktische Anwendungsbeispiele in Deutschland und Europa

4.1 Verbrauchergeldparitäten

4.2 Eurostat-OECD-KKP-Programm

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über interregionale Preisvergleiche und untersucht geeignete Methoden zum Vergleich von Preisen auf unterschiedlichen Märkten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung der theoretischen Grundlagen sowie der praktischen Anwendung von Preisvergleichsmethoden in Deutschland und Europa.

  • Bedeutung und Ziele von internationalen Preisvergleichen
  • Theoretische Abgrenzung: Nominale/reale Wechselkurse und Kaufkraftparitäten
  • Methodik der Berechnung (Laspeyres, Paasche, EKS-Methode)
  • Praktische Anwendungsbeispiele: Verbrauchergeldparitäten und das Eurostat-OECD-KKP-Programm
  • Kritische Würdigung der Aussagekraft und methodischer Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Kaufkraftparitätentheorie

Das Konzept der Kaufkraftparitäten wurde schon von klassischen Ökonomen wie z. B. John Stuart Mill, Viscount Goschen und Alfred Marshall diskutiert, die Kaufkraftparitätentheorie geht jedoch in ihrer bekannten Form auf den schwedischen Ökonomen Gustav Cassel zurück, da dieser als erster die Theorie für praktische Zwecke verwendete, nämlich bei der Diskussion über die Rückkehr zur Goldparität in England im Jahr 1925. Die Kaufkraftparitätentheorie wird als die einfachste Wechselkurstheorie angesehen. Grundlage der Theorie ist das so genannte Gesetz des einheitlichen Preises. Dieses besagt, dass ein bestimmtes Gut den gleichen Preis haben muss, unabhängig davon, wo es verkauft wird. Wäre dies nicht der Fall, so würden sich Arbitragemöglichkeiten bieten, d. h. aus der unterschiedlichen Preissetzung auf verschiedenen Märkten könnten Vorteile erzielt werden.

Die Güter würden auf dem Markt mit dem niedrigeren Preis gekauft und auf dem Markt mit dem höheren Preis wieder verkauft werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage würde jedoch der ursprünglich niedrigere Preis steigen, während das gestiegene Angebot den anfangs höheren Preis sinken lassen würde. Dieser Prozess würde letztendlich wieder zu einem Angleichen der Preise führen. Die Einheitlichkeit der Preise bedeutet jedoch auch, dass man mit einer Einheit einer Währung überall die gleiche Menge an Gütern erhalten können muss. Dies ist die Idee der Kaufkraftparitätentheorie. Die Kaufkraft einer Einheit einer Währung muss demnach bei gegebenem Wechselkurs in jedem Land gleich sein. Folglich hängt der nominale Wechselkurs zwischen den Währungen zweier Länder von den Preisniveaus in diesen Ländern ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitende Bemerkung: Einführung in die Thematik interregionaler Preisvergleiche am Beispiel des "Big Mac-Index" und Definition des Untersuchungsgegenstandes.

2 Ziele und Verwendungszwecke von interregionalen Preisvergleichen: Erläuterung der Motivation für Preisvergleiche auf Einzel- und Aggregatsebene sowie deren Bedeutung für wirtschaftspolitische Entscheidungen.

3 Theoretische Grundlagen und Methoden: Darstellung der Differenzierung zwischen nominalen/realen Wechselkursen und der Theorie der Kaufkraftparitäten sowie mathematische Herleitung der Vergleichsmethoden.

4 Praktische Anwendungsbeispiele in Deutschland und Europa: Analyse der nationalen Verbrauchergeldparitäten und des internationalen Eurostat-OECD-KKP-Programms.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Aussagekraft von Preisvergleichen und methodische Empfehlungen zur Handhabung der Daten.

Schlüsselwörter

Interregionale Preisvergleiche, Kaufkraftparitäten, Wechselkurs, Preisniveau, Warenkorb, Verbrauchergeldparitäten, Eurostat, OECD, EKS-Methode, Laspeyres, Paasche, Preisstatistik, Volkswirtschaftliche Aggregate, BIP, Preisindex.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte und praktischen Methoden, mit denen Preise zwischen verschiedenen Ländern oder Regionen vergleichbar gemacht werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Wechselkursen, die Kaufkraftparitätentheorie, die methodische Berechnung von Preisindizes sowie die Anwendung dieser Verfahren durch Organisationen wie Eurostat und OECD.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über geeignete Methoden für internationale Preisvergleiche zu geben und aufzuzeigen, wie Preisniveauunterschiede berechnet und interpretiert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu ökonomischen Theorien sowie die Vorstellung quantitativer Indikatorberechnungen (Laspeyres, Paasche, Geary-Khamis und EKS-Methode).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Wechselkursen und Kaufkraftparitäten sowie in die praktische Untersuchung von Verbrauchergeldparitäten und multilateralen Vergleichsprogrammen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Kaufkraftparitäten, Preisniveauunterschiede, Preisindex, Warenkorb, Eurostat-OECD-KKP-Programm und Wechselkursverhältnisse.

Was unterscheidet den bilateralen vom multilateralen Preisvergleich laut der Autorin?

Der bilaterale Vergleich konzentriert sich auf die direkte Relation zweier Länder (z.B. Deutschland und das jeweilige Zielland), während beim multilateralen Vergleich mehrere Länder einbezogen werden, was die Anforderung an Transitivität der Daten stellt.

Warum wird im Fazit die "Vergleichbarkeit" über die "Repräsentativität" gestellt?

Die Autorin argumentiert, dass eine fehlende Repräsentativität die Ergebnisse zwar verzerren kann, eine grundsätzlich fehlende Vergleichbarkeit der Produkte (da sie etwa in einem anderen Land nicht existieren) einen Vergleich jedoch technisch unmöglich machen würde.

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Details

Title
Interregionale (europäische) Preisvergleiche
College
University of Trier  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre insb. Konsum-, Abfall- und Verbraucherforschung)
Course
Seminar: Verbraucherpreisindizes - Die theoretischen Grundlagen eines Preisindexsystems und seine empirische Analyse
Grade
1,0
Author
Christina Pohl (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V75006
ISBN (eBook)
9783638743266
Language
German
Tags
Interregionale Preisvergleiche Seminar Verbraucherpreisindizes Grundlagen Preisindexsystems Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Pohl (Author), 2006, Interregionale (europäische) Preisvergleiche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75006
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