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Effekte von ausländischen Direktinvestitionen am Fallbeispiel des Oberschlesischen Industriereviers

Title: Effekte von ausländischen Direktinvestitionen am Fallbeispiel des Oberschlesischen Industriereviers

Scientific Essay , 2007 , 12 Pages

Autor:in: Dipl. Betriebswirt / Dipl. Geograf Klaus-Dieter Färber (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Das Oberschlesische Industrierevier zählt zu den Regionen in Mittel- und Osteuropa (MOE) in denen wirtschaftliches Wachstum und Investitionen multinationaler Konzerne auf massive regionale Struktur- und Umweltprobleme treffen. Nahe liegt die Frage, welchen Beitrag Ausländische Direktinvestitionen (ADI) für die Umgestaltung und Entwicklung solch einer Altindustrieregion leisten vermögen. Das folgende Themenpapier soll einen straffen Überblick über Effekte von ADI-Strömen und deren Einflussgrößen in theoretischer und regionaler Sicht geben und den weiteren wissenschaftlichen Diskurs anregen. Im ersten Kapitel wird die Grundidee dargelegt und deren Elemente diskutiert. Das zweiten Kapitel stellt die Konzeption in einen regionalen Bezug.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausländische Direktinvestitionen und ihr Empfängerland

2.1 Konzeption

2.2 Effekte im Empfängerland

2.3 Einflussgrößen

2.3.1 Investitionsvoraussetzungen

2.3.2 Zielsystem

2.3.3 Ausländische Direktinvestitionen

3 Regionale Betrachtung

3.1 Oberschlesisches Industrierevier

3.2 Investitionsvoraussetzungen

3.3 Zielsystem

3.4 Ausländische Direktinvestitionen

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Beitrag, den ausländische Direktinvestitionen (ADI) zur Umgestaltung und wirtschaftlichen Entwicklung des Oberschlesischen Industriereviers leisten können, wobei die Wechselwirkungen zwischen Investitionsströmen, regionalen Rahmenbedingungen und Zielsystemen analysiert werden.

  • Theoretische Grundlagen von ADI-Strömen und deren Effekten im Empfängerland.
  • Analyse der Investitionsvoraussetzungen und Standortfaktoren in Polen.
  • Evaluation der Rolle von Sonderwirtschaftszonen für die industrielle Restrukturierung.
  • Untersuchung intraregionaler Disparitäten und der Einbindung lokaler KMU.
  • Diskussion der Grenzen von ADI bei der Bewältigung struktureller Altlasten.

Auszug aus dem Buch

2.2 Effekte im Empfängerland

Ausländische Direktinvestitionen greifen in die lokalen und regionalen Wirtschaftssysteme ein und die Veränderung gewohnter sozio-ökonomischer Strukturen gehen mit positiven als auch negativen Auswirkungen einher. Sie sind bedeutsamer Faktor für wirtschaftliche Entwicklung und Modernisierung und die Befürchtung, dass der globale Wettbewerb zur Gewinnung von ADI zu einem „race to the bottom“ bestehender ökologischer und sozialer Standards führen wird, kann zwar ausgeschlossen werden, doch andererseits führte er auch nicht zu einem „race to the top“.

Der von ADI-Strömen bedingter Wachstumsimpuls für die Wirtschaft des Empfängerlandes wird in der Literatur als ein herausragender positiver Effekt hervorgehoben. Dies kann beispielsweise durch Optimierung von Produktivitätskennzahlen, die Verminderung des Ressourcenverbrauchs für die Erstellung einer Produktionseinheit oder durch den Einkommensanstieg erreicht werden. Es besteht zusätzlich eine Verknüpfung von internationalem Handel und ADI, die im allgemeinen in ihrer Wirkung positiv betrachtet werden, wenn der Aspekt der langfristigen Integration eines Landes in die Weltwirtschaft im Vordergrund steht. Ein besonderer Augenmerk liegt auf den Spillover-Effekten. Diese beruhen auf der Weitergabe von Know-How auf vertikaler Ebene mit Betrieben der vor- und nachgelagerten Produktions- und Absatzstufen und durch die Internationalisierung der Forschung und Entwicklung. Ein weiterer Effekt ist durch die Ausbildung der Mitarbeiter zu erwarten, die direkt durch die multinationale Unternehmung bzw. indirekt durch Qualifikationsmaßnahmen des Staates erfolgt. ADI sind mit negativen Effekten verbunden, wenn erfolgreiche einheimische Produzenten durch multinationale Unternehmen verdrängt werden. Bedenklich ist auch die „pollution haven“ These, nach dem insbesondere der Export von umweltschädlichen Produktionen in Länder mit geringeren Umweltstandards beschrieben wird. Innerhalb einer Volkswirtschaft ist auch die Ausbildung von dualen Wirtschaftsstrukturen negativ, wie z.B. reine Produktionsinseln und Unternehmen, die ihre Gewinne ohne Zuwachs für die Volkswirtschaft des Empfängerlandes zurückführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zur Problematik des Strukturwandels im Oberschlesischen Industrierevier und Darstellung der Forschungsabsicht.

2 Ausländische Direktinvestitionen und ihr Empfängerland: Theoretische Auseinandersetzung mit den Konzeptionen, Effekten und Einflussfaktoren von ADI.

3 Regionale Betrachtung: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Fallbeispiel Oberschlesien unter Berücksichtigung lokaler Voraussetzungen und Anreizsysteme.

4 Ausblick: Kritische Reflexion der bisherigen Erfolge der Sonderwirtschaftszonen und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Oberschlesisches Industrierevier, GOP, Strukturwandel, Sonderwirtschaftszonen, Standortwahl, Spillover-Effekte, Wirtschaftsentwicklung, Investitionsvoraussetzungen, Transformation, Automobilbranche, regionale Disparitäten, Polen, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und die Auswirkungen von ausländischen Direktinvestitionen auf die wirtschaftliche Umgestaltung einer klassischen Altindustrieregion am Beispiel Oberschlesiens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Wirkungsweise von Investitionen, die Standortbedingungen in Polen sowie die praktische Umsetzung von Wirtschaftsförderung durch Sonderwirtschaftszonen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, welchen konkreten Beitrag ausländische Unternehmen zur Modernisierung und Bewältigung regionaler Strukturprobleme in einer MOE-Region leisten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und regionale Betrachtung, die auf der Analyse bestehender Wirtschaftsdaten, Literaturstudien sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Strategiepapieren basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Investitionseffekte und deren spezifische Anwendung auf die ökonomische Situation, die Infrastruktur und das Zielsystem der Region Oberschlesien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind ausländische Direktinvestitionen, Strukturwandel, Oberschlesisches Industrierevier, Transformation und Sonderwirtschaftszonen.

Wie erfolgreich sind die Sonderwirtschaftszonen in Oberschlesien?

Die Arbeit stellt fest, dass sie in bestimmten Stadträumen und Branchen wie der Automobilindustrie sehr erfolgreich sind, jedoch keine flächendeckende strukturelle Lösung für alle betroffenen Gebiete darstellen.

Welche Rolle spielt die Einbindung lokaler Firmen?

Die Arbeit bemängelt die oft fehlende Verknüpfung multinationaler Unternehmen mit lokalen Klein- und Mittelständlern, da Vorprodukte häufig importiert statt regional bezogen werden.

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Details

Title
Effekte von ausländischen Direktinvestitionen am Fallbeispiel des Oberschlesischen Industriereviers
College
University of Tubingen  (Geographisches Institut)
Course
keine
Author
Dipl. Betriebswirt / Dipl. Geograf Klaus-Dieter Färber (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V75032
ISBN (eBook)
9783638685733
Language
German
Tags
Effekte Direktinvestitionen Fallbeispiel Oberschlesischen Industriereviers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirt / Dipl. Geograf Klaus-Dieter Färber (Author), 2007, Effekte von ausländischen Direktinvestitionen am Fallbeispiel des Oberschlesischen Industriereviers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75032
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