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Der Rücktritt Adenauers und die Politik der Regierung Erhard 1963-1966

Title: Der Rücktritt Adenauers und die Politik der Regierung Erhard 1963-1966

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thomas Reith (Author)

Politics - History of Political Systems
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Grundzüge der Politik der Regierung Erhards von 1963 bis 1966 darzustellen. Dazu dient eine Dreiteilung der Arbeit.
Im ersten dieser drei Abschnitte sollen zunächst die Phase des Überganges vom Bundeskanzler Konrad Adenauer zu Ludwig Erhard, dem "Volkskanzler", und die Umstände, die zum Wechsel in der Regierungsverantwortung geführt haben, erläutert werden.
Im zweiten Abschnitt soll dann die innenpolitische Entwicklung der Jahre 1963 bis 1966, also dem Beginn der Großen Koalition nachgezeichnet werden. Hier steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie es zum Scheitern der Regierung Erhards kommen konnte.
Der umfangreichere dritte Abschnitt beschäftigt sich mit der Außenpolitik Erhards. Hier stehen vor allem das problematische Verhältnis zum europäischen Nachbarn Frankreich im Vordergrund sowie die Probleme, die sich hieraus für Erhard in der Diskussion innerhalb Deutschlands und innerhalb seiner eigenen Partei ergaben.
Abschließend soll ein kurzes Fazit darlegen, was die Verdienste und vielleicht auch Versäumnisse der Regierung Erhard waren und was die entscheidenden Faktoren waren, die zu seinem Sturz beitrugen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Rücktritt Adenauers und der Amtsantritt Erhards

2.1 Die Spiegel-Affäre

2.2 Streitigkeiten in der Regierungskoalition

3. Innenpolitik unter Erhard

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Die Verjährungsdebatte

3.3 Haushaltsschwierigkeiten

3.4 Ende der Regierung Erhards

4. Außenpolitik unter Erhard

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Problematik der Beziehungen zu den USA und Frankreich und deutsch-französischer Freundschaftsvertrag

4.3 Der Streit zwischen „Gaullisten“ und „Atlantikern“ sowie Diskussion um Multilaterale Atomstreitmacht (MLF)

4.4 EWG-Krise (Juni/Juli 1965) und Luxemburger Kompromiss (Januar 1966)

4.5 Rückzug Frankreichs aus der NATO und Diskussion über Aufenthaltsrecht französischer Truppen in Deutschland

4.6 Die deutsche Friedensnote (März 1966)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Grundzüge der Politik der Regierung Erhard im Zeitraum von 1963 bis 1966. Ziel ist es, die Umstände des Regierungswechsels von Konrad Adenauer zu Ludwig Erhard zu erläutern, die innenpolitischen Entwicklungen und die Ursachen für das Scheitern dieser Regierung zu untersuchen sowie die zentralen außenpolitischen Herausforderungen darzustellen.

  • Übergangsphase von der Ära Adenauer zur Kanzlerschaft Ludwig Erhards
  • Innenpolitische Instabilität, Haushaltsschwierigkeiten und das Ende der Koalition
  • Das spannungsreiche außenpolitische Verhältnis zwischen Deutschland, Frankreich und den USA
  • Die Kontroverse zwischen „Gaullisten“ und „Atlantikern“ in der deutschen Politik
  • Bilanz der Verdienste und Versäumnisse der Regierung Erhard

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Spiegel-Affäre

Auslöser dieser Affäre war ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ in der Ausgabe Nr. 41 vom 10. Oktober 1962 mit dem Titel „Bedingt abwehrbereit“, in welchem die Ergebnisse eines NATO-Manövers erläutert wurden, demnach die Bundesrepublik für einen Angriffsfall nur bedingt abwehrfähig wäre. Aufgrund dieses Artikels und einer Klage des Würzburger Völkerrechtlers Friedrich August von der Heydte leitete die Bundesanwaltschaft ein Vermittlungsverfahren ein, in dessen Zuge beim Verteidigungsministerium ein Gutachten eingeholt wurde, welches zu dem Ergebnis kam, dass Bundeswehrangehörige Staatsgeheimnisse verraten hätten. Daraufhin wurden am 26./ 27. Oktober die Redaktions und Verlagshäuser des Spiegel in Hamburg und Bonn polizeilich besetzt und durchsucht. Der Herausgeber Rudolf Augstein und mehrere leitende Redakteure wurden verhaftet. Zudem wurde der stellvertretende Chefredakteur und Militärexperte Conrad Ahlers im Urlaub in Spanien nach Intervention des Verteidigungsministers Strauß beim deutschen Militärattaché in Madrid, Oberst Oster, festgenommen. Er kehrt freiwillig nach Deutschland zurück und wird verhaftet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit in drei Abschnitte, die den Übergang zu Erhard, die innenpolitische Entwicklung und die Außenpolitik behandeln.

2. Der Rücktritt Adenauers und der Amtsantritt Erhards: Dieses Kapitel analysiert die Spiegel-Affäre als Auslöser für Regierungskrisen und die Umstände, die 1963 zur Wahl von Ludwig Erhard zum Bundeskanzler führten.

3. Innenpolitik unter Erhard: Hier werden die Verjährungsdebatte, massive Haushaltsschwierigkeiten und die daraus resultierenden Konflikte innerhalb der Koalition sowie das Ende der Regierung Erhard beleuchtet.

4. Außenpolitik unter Erhard: Dieser Abschnitt untersucht das problematische Dreiecksverhältnis zwischen Deutschland, Frankreich und den USA, die interne Kontroverse zwischen Gaullisten und Atlantikern sowie die EWG-Krise und die Friedensnote.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Kanzlerschaft Erhards, identifiziert die entscheidenden Faktoren für sein Scheitern und würdigt sowohl politische Versäumnisse als auch Erfolge.

Schlüsselwörter

Ludwig Erhard, Konrad Adenauer, Spiegel-Affäre, Koalition, Haushaltspolitik, Außenpolitik, Gaullisten, Atlantiker, EWG, NATO, deutsch-französisches Verhältnis, USA, Friedensnote, Regierungssturz, Geschichte der Bundesrepublik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Regierungszeit von Ludwig Erhard von 1963 bis 1966 und untersucht die politischen Rahmenbedingungen sowie die Gründe für das Scheitern seiner Kanzlerschaft.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Übergang von Adenauer zu Erhard, die innenpolitischen Schwierigkeiten hinsichtlich des Haushaltes und die komplexen außenpolitischen Beziehungen zu Frankreich und den USA.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Grundzüge der Politik Erhards und die Identifikation der entscheidenden Faktoren, die zu seinem Sturz im Jahr 1966 führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird hier angewendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und historischer Chroniken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Spiegel-Affäre, den Streit innerhalb der Koalition, die wirtschaftlichen Herausforderungen und die außenpolitischen Spannungen wie die EWG-Krise und die Debatte um die Multilaterale Atomstreitmacht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „Regierungserhard“, „Spiegel-Affäre“, „Atlantiker“, „Gaullisten“ und „haushaltspolitische Krise“ geprägt.

Warum war das Verhältnis zwischen Erhard und de Gaulle so problematisch?

Das Verhältnis litt unter grundlegend unterschiedlichen politischen Visionen: Erhard setzte auf eine globale, atlantische Ausrichtung unter Einbindung der USA und Briten, während de Gaulle ein stärker europäisch-autarkes Konzept verfolgte.

Welche Rolle spielte die „Friedensnote“ von 1966?

Die Friedensnote war ein Versuch Erhards, den außenpolitischen Forderungen der USA nach Entspannung nachzukommen und gleichzeitig den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik zu wahren.

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Details

Title
Der Rücktritt Adenauers und die Politik der Regierung Erhard 1963-1966
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Politische Wissenschaft, Kiel)
Course
Hauptseminar: Ausgewählte Kapitel der Geschichte der BR Deutschlands bis zum Ende der Großen Koalition 1969
Grade
2,3
Author
Thomas Reith (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V7506
ISBN (eBook)
9783638147507
Language
German
Tags
Adenauer Erhard
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Reith (Author), 2002, Der Rücktritt Adenauers und die Politik der Regierung Erhard 1963-1966, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7506
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