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(Kinder-)Armut in Deutschland

Title: (Kinder-)Armut in Deutschland

Term Paper , 2006 , 36 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Chrystina Kunze (Author)

Social Work
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„Deutschland ist ein reiches Land. Der großen Mehrheit der hier lebenden Menschen geht es gut. Aber Armut und soziale Ausgrenzung sind nicht nur Randphänomene, Armutsrisiken können auch die Mitte der Gesellschaft bedrohen. Soziale Ungleichheit ist eine Tatsache, und analog zur Entwicklung am Arbeitsmarkt ist sie in manchen Bereichen in den letzten Jahren gewachsen.“

Das Thema der Armut weist gegenwärtig in Deutschland eine hohe Brisanz und Aktualität auf und erwächst darüber hinaus - wie am Zitat des 2. Armuts- und Reichtumberichtes ersichtlich- zu einem Politikum ersten Ranges. Dabei vermittelt sie an Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterschiedliche Bilder und Perspektiven ihres Ausmaßes, sodass insgesamt ein unübersichtliches Konstrukt der Armut vorherrscht.
Um dieses entschlüsseln zu können, werden einführend die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und Konzeptionen der Armutsproblematik erläutert, um daran anschließend Bezug auf die momentan betroffene Population nehmen zu können. Dabei sollen - sofern dies möglich ist - Merkmale der unter monetärer Einschränkung lebenden Menschen herausgearbeitet werden, um auf diese Weise die Risikofaktoren einer möglichen Armutsbetroffenheit benennen und auf Lösungsansätze hinweisen zu können.
Das daran anschließende Kapitel beschäftigt sich mit den Kindern und Jugendlichen als eine in die Thematik besonders involvierte Bevölkerungsgruppe. Ihre Spezifik der Armutsbetroffenheit resultiert aus ihrem quantitativen Zuwachs der unter Armutsbedingungen aufwachsenden Kinder und Jugendlichen sowie aus den vielfältigen Auswirkungen auf deren Lebenssituation.
In einem Fazit werden sämtliche Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärende Annäherung an das Thema Armut

2.1. Der ressourcenorientierte Armutsdiskurs

2.2. Der lebenslagenorientierte Armutsdiskurs

2.3. Der dynamische sowie der duale Armutsdiskurs

3. Die Metamorphose der Armut als soziales Problem der Gesellschaft

3.1. Das quantitative Ausmaß der Armut in Deutschland

3.2. Ursachen für die Entstehung von Armut

4. Kinder und Jugendliche als von Armut besonders Betroffene

4.1. Auswirkungen familiärer Armut auf die kindliche/juvenile Entwicklung

4.2. Kindliche Bewältigung familiärer Armutslagen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der (Kinder-)Armut in Deutschland, analysiert deren verschiedene Begrifflichkeiten sowie theoretische Konzepte und beleuchtet insbesondere die Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Bewältigungsstrategien.

  • Verschiedene theoretische Armutsdiskurse (ressourcen-, lebenslagen- und dynamisch/dual-orientiert).
  • Sozialpolitische Dimensionen und quantitative Ausmaße der Armut in Deutschland.
  • Ursachen für die Entstehung von Armut im Kontext der modernen Erwerbsgesellschaft.
  • Folgen familiärer Armut für die physische, psychische und soziale Entwicklung von Kindern.
  • Individuelle Strategien zur kindlichen Bewältigung familiärer Armutslagen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Der ressourcenorientierte Armutsdiskurs

Der ressourcenorientierte Diskurs begreift die Armut einer Person oder eines Haushaltes als einen Mangel an monetären Einkünften, die aus Vermögen, Lohn- oder Erwerbsarbeit und staatlicher und/oder privater Unterstützung hervorgehen. Die monetäre Ausstattung als einzig erfasste Dimension von Armut stellt dabei das zentrale Kriterium ihrer Bestimmung dar.

Verfügt eine Person oder ein Haushalt über weniger als einen bestimmten Schwellenwert an monetären Einkünften, gilt sie/er nach dem ressourcenorientierten Diskurs als arm. Die Armutsschwelle orientiert sich dabei am „historisch und kulturell entwickelten Stand der Befriedigung von Grundbedürfnissen“, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Ist die Grundversorgung eines Menschen aufgrund mangelnder (monetärer) Einkünfte nicht gewährleistet und gefährdet somit das physische Überleben des Betreffenden, so ist dieser Mensch als absolut arm zu betrachten. Dieses gravierendste Ausmaß der Armut existiert in Deutschland vor allem in Form der Obdachlosigkeit.

Demgegenüber lassen sich weitere Armutsschwellen unterscheiden, die mit Hilfe der Einkommensverteilung der Bevölkerung determiniert und daher als relative Armut bezeichnet werden. Anhand des äquivalenzgewichteten Nettoeinkommens definieren sie somit die „Wohlfahrtsposition“ einer Person/Haushalt im Vergleich zum gesellschaftlichen Wohlstand. Ein immergültiger Grenzwert ist folglich nicht gegeben; vielmehr unterliegt diese Armutsbemessung dem durchschnittlichen Wohlstandsniveau des jeweiligen Landes und auch dessen Schwankungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die hohe Brisanz des Armutsthemas in Deutschland dar und skizziert das Vorgehen der Arbeit bei der Analyse der Armutsproblematik sowie der spezifischen Situation von Kindern.

2. Begriffsklärende Annäherung an das Thema Armut: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zur Definition von Armut, insbesondere den ressourcen-, lebenslagen- sowie den dynamischen und dualen Armutsdiskurs.

3. Die Metamorphose der Armut als soziales Problem der Gesellschaft: Der Abschnitt betrachtet die Veränderungen der Armut im Zeitverlauf, das quantitative Ausmaß in Deutschland und die strukturellen Ursachen der Armutsentstehung.

4. Kinder und Jugendliche als von Armut besonders Betroffene: Hier werden die Auswirkungen familiärer Armut auf die kindliche Entwicklung untersucht sowie die verschiedenen Bewältigungsstrategien dargestellt, über die Kinder und Jugendliche verfügen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer sozialpolitischen Neustrukturierung, um die Situation von Kindern in Armutslagen nachhaltig zu verbessern.

Schlüsselwörter

Armut, Kinderarmut, Deutschland, Sozialpolitik, Lebenslagenansatz, Ressourcenorientierung, Monetäre Benachteiligung, Sozialhilfe, Kinder und Jugendliche, Entwicklungsrisiken, Bewältigungsstrategien, Erwerbsgesellschaft, Arbeitslosigkeit, Existenzminimum, Soziale Ausgrenzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der (Kinder-)Armut in Deutschland und analysiert, wie diese gesellschaftlich wahrgenommen, definiert und politisch bearbeitet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die verschiedenen theoretischen Konzepte von Armut, die Ursachen für Armut in der modernen Erwerbsgesellschaft sowie die Auswirkungen und Bewältigungsweisen von Armut durch betroffene Kinder und Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Armutsproblematik zu entschlüsseln, die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung zu beleuchten und Möglichkeiten zur Unterstützung betroffener Familien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, der Analyse von Armutsberichten sowie der Auswertung bestehender quantitativer und qualitativer Studien zum Thema.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Annäherung an Armut, eine Untersuchung zur Metamorphose von Armut als gesellschaftliches Problem sowie eine vertiefende Analyse der Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Armutsdiskurs, Lebenslagenansatz, Kinderarmut, soziale Ungleichheit, Entwicklungsrisiken und Bewältigungsstrategien charakterisiert.

Warum wird der ressourcenorientierte Armutsdiskurs als eindimensional kritisiert?

Er wird kritisiert, weil er sich nahezu ausschließlich auf monetäre Einkommen konzentriert und somit subjektive Lebensqualitätsfaktoren sowie individuelle Verarbeitungsprozesse der Betroffenen unberücksichtigt lässt.

Wie gehen Kinder laut der Arbeit aktiv mit familiärer Armut um?

Kinder sind nicht nur passive Opfer; sie entwickeln aktive Bewältigungsstrategien wie das Knüpfen sozialer Netzwerke, Sparstrategien, Bedürfnisverlagerungen oder flüchten in Phantasiewelten, um die Allgegenwärtigkeit ihrer Not zu kompensieren.

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Details

Title
(Kinder-)Armut in Deutschland
College
Martin Luther University  (Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften -)
Grade
2,0
Author
Chrystina Kunze (Author)
Publication Year
2006
Pages
36
Catalog Number
V75147
ISBN (eBook)
9783638755603
Language
German
Tags
Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chrystina Kunze (Author), 2006, (Kinder-)Armut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75147
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