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Global Governance - Ein Konzept am Rande der Utopie

Titre: Global Governance - Ein Konzept am Rande der Utopie

Dossier / Travail , 2005 , 34 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Magister Christian Vogel (Auteur)

Politique - Sujet: Globalisation, l'économie politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Wir können das Rad der Globalisierung nicht zurückdrehen – wir werden mit ihr leben müssen. Die Frage ist, wie wir sie so gestalten können, dass sie den größtmöglichen Nutzen für die größtmögliche Zahl von Menschen schafft. Und um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir global agierende öffentliche Institutionen, die mithelfen, die Regeln auszuarbeiten.“
Mit dieser Einschätzung umreißt Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft und einstiger Chefvolkswirt der internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (kurz Weltbank), nicht nur die Notwendigkeit und Zielsetzung einer Politik mit globaler Dimension. Er weisst auch auf die potentielle Umsetzungsstrategie hin, mit welcher sich die globale Gemeinschaft den Gegebenheiten des 21. Jahrhundert stellen muss und die seit Ende des vergangenen Jahrhunderts als „Global Governance“ in der Globalisierungsdebatte bezeichnet wird.
Doch welchen Anforderungen muss sich eine zunehmend von globalen Prozessen und Erfordernissen geprägte Weltpolitik stellen, um durch wirkliche Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor, der bis dato scheinbar die Triebfeder der Globalisierung darstellt, an Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen? Wie realistisch ist eine Global Public Policy und welche Transformationsschritte müssen gegangen werden, damit das derzeitige System, das man globale Politikgestaltung ohne globale Regierung nennen könnte, in dem einige wenige Institutionen und Akteure das Sagen haben, transparenter und demokratischer gestaltet werden könnte?
Diese zentralen Fragen sollen die Basis für die Analyse der derzeit vorherrschenden Vorstellungen des Global Governance Begriffes darstellen. Da die Beantwortung besagter Problemstellungen ebenso komplexe wie auch in weiten Teilen sehr abstrakte Lösungen erfordern, kann diese Arbeit aufgrund ihres Umfanges die Thematik lediglich ansatzweise beleuchten und mögliche Lösungsstrategien nur hinsichtlich ausgewählter Bereiche vorschlagen.
Vor diesem Hintergrund soll der erste Teil zum einen der Begriffsklärung dienen und zum anderen eine Bestandsaufnahme dessen sein, was sich bis zum heutigen Zeitpunkt unter dem Deckmantel von Global Governance verbirgt. Deshalb werden die zwei bedeutendsten Internationalen Finanz-Institutionen (IFI’s), der IWF und die Weltbank, im Fokus der Untersuchung stehen, wobei auf ihre Historie, Aufgaben und grundlegende Zielstellungen eingegangen sowie eine Einschätzung des Erfolges bzw. Misserfolges vorgenommen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionsversuche

2.1. Der Globalisierungsbegriff

2.2. Global Governance

3. 60 Jahre globale ökonomische Integration – Eine Bestandsaufnahme

3.1. Die Idee von Bretton Woods

3.2. Erfolge und Misserfolge

4. Notwendige Transformation und potentielle Umsetzungsstrategien

4.1. Ökonomisches Global Governance im 21. Jahrhundert

4.1.1. Die Neuorientierung von IWF und Weltbank

4.1.2. wirtschaftliche Transformation in Nationalstaaten

4.2. Politische Transformation

4.2.1. Die Rolle des Nationalstaates und neuer Regionalismus

4.2.2. Globale Kooperationsformen und deren Akteure

4.3. Gesellschaftliche Transformation

4.3.1. Die Frage nach einer globalen Identität

4.3.2. Die Partizipation der Zivilgesellschaft

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert den Begriff Global Governance im Kontext der Globalisierungsdebatte und untersucht, wie globale politische Gestaltungsprozesse in einer Welt ohne globale Regierung demokratischer und transparenter gestaltet werden können. Der Fokus liegt dabei auf der Notwendigkeit einer umfassenden Transformation sowie der Rolle internationaler Institutionen, Nationalstaaten und der Zivilgesellschaft.

  • Grundlagen und Begriffsklärung von Globalisierung und Global Governance
  • Bestandsaufnahme der ökonomischen Integration durch IWF und Weltbank
  • Analyse notwendiger ökonomischer, politischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse
  • Die veränderte Rolle des Nationalstaates und das Konzept des Regionalismus
  • Bedeutung der Partizipation der Zivilgesellschaft und der NGO’s

Auszug aus dem Buch

3.2. Erfolge und Misserfolge

„Die Hilfe hilft nicht [...] die bisherigen Konzepte sind sämtlich fehlgeschlagen.“ Diese Pauschalkritik an der Arbeit des IWF und der Weltbank ist ebenso falsch wie auch wenig hilfreich hinsichtlich der bevorstehenden Herausforderungen im Zuge der Globalisierung. Dennoch symbolisiert sowohl die wachsende Anzahl an Globalisierungsgegnern, deren Kritik sich vor allem auf die Maßnahmen der hier behandelten Institutionen bezieht, als auch das offensichtliche Auseinanderklaffen der selbst gestellten Ansprüche der IFI’s mit der entwicklungspolitischen Realität, dass die Glaubwürdigkeit der Bretton Woods Zwillinge in der öffentlichen Wahrnehmung sehr umstritten ist.

Bezüglich der oft stark polemisierten Debatte über die Erfolge und Misserfolge der inzwischen sechzigjährigen Tätigkeit beider Institutionen werden meist zwei grundlegende Aspekte vergessen, die einer objektiven Bewertung entgegenstehen. Erstens ist der Einfluss von IWF und Weltbank erheblich geringer, als häufig unterstellt wird. In Anbetracht dessen unterliegen beide Institutionen allzu hohen Erwartungen und Anforderungen bei gleichzeitiger Überschätzung ihrer Möglichkeiten. Exemplarisch dafür soll ein Vergleich des jährlichen Haushaltsbudgets des IWF und der USA stehen. Während der IWF im Jahr 2005 über ein Budget von 627 Mrd. US Dollar verfügt, belaufen sich die Ausgaben der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika für dasselbe Haushaltsjahr voraussichtlich auf circa 2,4 Billionen US Dollar. Darüber hinaus kristallisierte sich unabhängig der finanziellen Ausstattung heraus, dass Entwicklungshilfe nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie eine Kombination aus externer Hilfe, beispielsweise in Form von Geld, Personal oder Technologietransfer, und der internen Bereitschaft der jeweiligen Nationalstaaten zu wirtschaftlichen, politischen sowie gesellschaftlichen Strukturveränderungen darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Global Governance ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit den Herausforderungen globaler Politikgestaltung auseinandersetzt.

2. Definitionsversuche: Dieses Kapitel erläutert den Globalisierungsbegriff sowie die grundlegende Definition und den Bedarf einer Global Governance Strategie.

3. 60 Jahre globale ökonomische Integration – Eine Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel analysiert die Geschichte und Rolle der Institutionen von Bretton Woods sowie deren Erfolge und Misserfolge bei der ökonomischen Integration.

4. Notwendige Transformation und potentielle Umsetzungsstrategien: Dieses Kapitel liefert Ansätze für eine radikale Transformation in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als Grundlage für ein Global Governance System.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Global Governance trotz seiner Notwendigkeit aktuell ein Dasein am Rande der Utopie fristet.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und Literaturangaben der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Global Governance, Globalisierung, Weltwirtschaft, Internationale Finanzorganisationen, IWF, Weltbank, Transformation, Nationalstaat, Regionalismus, Zivilgesellschaft, NGO, Demokratisierung, Entwicklungspolitik, Bretton Woods, Weltordnungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept Global Governance als Lösungsansatz für die Bewältigung globaler Herausforderungen, die von Nationalstaaten allein nicht mehr bewältigt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Integration, die politische Transformation durch neue Kooperationsformen und die gesellschaftliche Transformation inklusive der Rolle der Zivilgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie eine globale Politikgestaltung transparenter und demokratischer organisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit Transformationsprozessen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Bretton-Woods-Institutionen und die Ausarbeitung von Transformationsansätzen für die ökonomische, politische und gesellschaftliche Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Global Governance, Transformation, IWF/Weltbank, Nationalstaat, Zivilgesellschaft und Demokratisierung.

Warum wird die Europäische Union als Beispiel herangezogen?

Die EU dient im Fazit als Paradebeispiel für einen gelungenen regionalen Integrationsprozess, der als experimentelles Feld Impulse für eine potenzielle globale Politikgestaltung liefern kann.

Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft bei Global Governance?

Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) werden als essenzielle Akteure angesehen, die als Advokaten zivilgesellschaftlicher Interessen das Defizit an Vergesellschaftung in einer globalisierten Welt ausgleichen sollen.

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Résumé des informations

Titre
Global Governance - Ein Konzept am Rande der Utopie
Université
Technical University of Chemnitz
Cours
Deutschland und Europa in der Weltwirtschaft
Note
2,0
Auteur
Magister Christian Vogel (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
34
N° de catalogue
V75149
ISBN (ebook)
9783638755610
ISBN (Livre)
9783638770255
Langue
allemand
mots-clé
Global Governance Konzept Rande Utopie Deutschland Europa Weltwirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Christian Vogel (Auteur), 2005, Global Governance - Ein Konzept am Rande der Utopie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75149
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Extrait de  34  pages
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