Johann Bernhard Basedow und sein Philanthropin in Dessau


Hausarbeit, 2002

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1 Johann Bernhard Basedow
1.1 Biographie von Johann Bernhard Basedow
1.2 Kurzer Überblick
1.3 Johann Wolfgang von Goethe über Basedow

Kapitel 2 Das Philanthropin in Dessau
2.1 Gründung des Philanthropins
2.2 Dessauer Examen
2.3 Ein Tag im Philanthropin
2.4 Der Streit im Philanthropin und Basedows Rücktritt
2.5 Immanuel Kant über das Philanthropin

Kapitel 3 Johann Bernhard Basedow und Jean Jacques Rousseau
3.1 Der Einfluss von Rousseau auf Basedow

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Vorwort

Zu dieser Seminararbeit mit dem Thema „Johann Bernhard Basedow- Das Philanthropin in Dessau“ habe ich mich entschieden, als in der Vorlesung „Das pädagogische Jahrhundert. Zur Pädagogik der Aufklärung“ eine Kommilitonin ein Referat zu einem anderen Philanthropen Freiherr Friedrich Eberhard von Rochow hielt.

Damals wusste ich noch nicht, dass es Johann Bernhard Basedow sein sollte, über den ich eine Hausarbeit schreibe. Ich hatte noch andere Philanthropen, z.B. Christian Gotthilf Salzmann oder Joachim Heinrich Campe zur Auswahl. Nachdem ich sämtliche Literatur zu den Philanthropen aus der Bibliothek und aus dem Internet mir besorgt und durchgelesen hatte, bemerkte ich, dass immer eine Person mein Interesse am meisten weckte: Johann Bernhard Basedow. Auch wegen seiner Schule für Menschenfreunde - das Philanthropin in Dessau.

Johann Bernhard Basedow war doch einer der wichtigsten Vertreter des Philantropismus und seine Bücher sind bis heute noch bekannt, vor allem das „Methodenbuch für Väter und Mütter der Länder und Nationen“ und das „Elementarwerk“ mit den prächtigen Kupferstichen von Daniel Nikolaus Chodowiecki.

Trotz dieser Bücher, die alle ein eigenes Kapitel wert wären, habe ich mich vor allem für die Person Basedow und das Philanthropin entschieden. Den Zusammenhang mit Rousseau, vor allem dessen Werk „Emile“, das Basedow geprägt habe soll, habe ich, obwohl dieses Thema, das einer ganzen Hausarbeit sein könnte, in einem extra Kapitel kurz und bündig aufgezeigt.

Die Literatur zu diesem Thema war aber nicht so leicht zu finden. Es gab nur ein Buch, dass sich ausschließlich mit Basedow beschäftigte und auch mit dem Philanthropin. Alle anderen Bücher beschäftigten sich nur auf ein paar Seiten mit dem Philantropisten. Dann fand ich ihm Internet ein Buch über Johann Bernhard Basedow, dass in Ichform geschrieben wurde und denn Eindruck erweckt als hätte es Basedow selbst geschrieben. Dieses Buch half mir weiter. Für das Kapitel über das Philanthropin blieb mir nur ein Buch, denn alle anderen schrieben, nur dass Basedow das Philanthropin gründete, mehr aber nicht. Im Internet fand ich einige Lebensläufe Basedows und verschiedene Anmerkungen zu dessen Leben und Werke. Über die Beziehung zu Rousseau gab es nur ein Buch in der Bibliothek, aber wahrscheinlich hätte ich mehr bei Rousseau statt bei Basedow suchen müssen. Aber dies war nicht mein Thema.

Einen Begriff sollte ich vielleicht noch klären, bevor ich mit dem Hauptteil beginne.

Philanthropen: „Die Philanthropen, vom griechischen Wort Philanthropie = Menschenfreundlichkeit abgeleitet, waren eine Gruppe von Pädagogen, die zwischen 1750-1800, stark beeinflusst von Rousseau, großen Einfluss auf die Entwicklung der pädagogischen Theorien und des Schulwesens hatten. Sie erstrebten den religiös aufgeklärten, sittlichen, wirtschaftlich vernünftigen Menschen.

Alternativ zur lateinischen Schulgelehrsamkeit versuchten sie in ihren Schulen den so genannten Philanthropinen Weltoffenheit ohne kirchliche Schulaufsicht, moderne Sprachen und Naturwissenschaften, Koedukation und Sport mit Freude und Frohsinn zu vermitteln.“ (www.uni-oldenburg.de)

Ich hoffe es gelingt mir Johann Bernhard Basedow ein wenig vorzustellen und einen Einblick in seine großartige Arbeit zu zeigen.

Der Name Johann Bernhard Basedow sollte einem sofort einfallen, wenn man das Wort Philanthropismus oder Philanthropin hört.

Kapitel 1 Biographie von Johann Bernhard Basedow

1.1 Johann Bernhard Basedow - ein kurzer Überblick

Lebensstationen von Johann Bernhard Basedow[1]

11. September 1724 Johann Bernhard Basedow wird in Hamburg als Sohn eines Perückenmachers geboren.

April 1738 Basedow wird in die Prima der Johannisschule aufgenommen.

1741-1744 Schüler des Johanneums. Während dieser Schulzeit wandert Basedow ohne das Wissen seiner Eltern nach Amsterdam. Bei einem Arzt in Flensburger arbeitet er schließlich als Gehilfe.

12. Mai 1746 Basedow beginnt sein Theologiestudium in Leipzig.

Mai 1748 Basedow geht nach Kiel an die Universität.

Winter 1748/1749 Basedow geht als Kandidat der Theologie nach Borghorst.

Dort wird er Hauslehrer bei Hofrat von Qualen. Hier lernt er auch seine spätere Frau Emilie Dumas kennen.

7. Juni 1752 Basedow erwirbt er mit der Abhandlung „Über die beste, aber bisher ungebräuchliche Methode, die Kinder aus höheren Ständen zu unterrichten“ (lat. „Inusitata et optima honestioris iuventutis erudiendae methodus“) an der Kieler Universität den Grad eines Magisters.

1. Oktober 1752 Basedow heiratet in Hamburg Emilie Dumas.

Um diese Zeit ändert er auch die Schreibweise seines Nachnamens von Bassedau in Basedow.

26. Januar 1753 Basedow erhält eine Professur an der Ritterakademie in Soroe auf Seeland in Dänemark. Seine Vorlesungen gehen über Moral, Beredsamkeit und Theologie.

30. Juni 1753 Seine Frau Emilie stirbt bei der Geburt des Sohnes Josias.

28. Juni 1754 Basedow heiratete Gertrud Elisabeth Hammer.

Frühjahr 1761 Basedow wird an das Gymnasium in Altona strafversetzt, wegen polemischer theologischer Publikationen.

1763 Veröffentlichung des „Philalethie“ und Verbot desselben im April.

1768 Geburt der Tochter Emilie. Sie wird in ihren ersten Lebensjahren von dem Lehrer Christian Heinrich Wolke erzogen.

1768 „Vorstellung an Menschenfreunde und vermögende Männer über Schulen, Studien und ihren Einfluss in die öffentliche Wohlfahrt, mit einem Plane eines Elementarbuches der menschlichen Erkenntnis“.

1770 Erster Teil des „Elementarwerkes“.

„Das Elementarbuch für die Jugend und ihre

Freunde in den gesitteten Stände“.

1770 „Das Methodenbuch für Väter und Mütter, der Familien und Völker.“

12. März 1771 Basedow kommt nach Dessau, um dem Ruf des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt - Dessau Folge zu leisten. Auftrag zur Planung und Durchführung einer Erziehungsanstalt.

1774 Basedows überarbeitetes „Elementarwerk“; 10 Bücher mit Abbildungen, gesamtes Wissen für die Hand des Lehrers.

1774 Gründung des „Philanthropins“. In dieser „Anstalt für Menschenfreunde“ versucht Basedow, unterstützt von weiteren Philanthropen seine pädagogische Konzeption praktisch umzusetzen.

1775 Um das finanzielle der Anstalt zu sichern macht Basedow mit seinen Schülerinnen und Schüler ein öffentliches Examen.

1776 Basedows zweite Frau bringt einen Sohn, Ludwig, zur Welt.

28. April 1778 Basedow legt die Leitung des Philanthropins nieder.

1788 Seine zweite Frau Gertrud stirbt. Basedow unterrichtet von nun an seinen Sohn.

25. Juli 1790 Basedow stirbt in Magdeburg und wird dort beigesetzt.

1793 Das Philanthrophin wird 15 Jahre nach dem Austritt Basedows geschlossen.

Basedows Werke:

- 1753 „Ob die Philosophie zur Freigeisterei verführe?“ (Diese Schrift wurde nie einem Verleger vorgelegt und ist deswegen nur dem Namen nach bekannt)
- 1756 „Prosaische und poetische Wohlredenheit“
- 1758 „Praktische Philosophie für alle Stände“
- 1759 „Neue Lehrart und Übung in der Regelmäßigkeit der deutschen Sprache“
- 1763 „Philalethie, Neue Ansichten in die Wahrheiten und Religion der Ver- nunft bis in die Grenzen der glaubwürdigen Offenbarung dem denkenden Publikum eröffnet.“
- 1766 „Privatdogmatik oder Versuch einer freimütigen Dogmatik nach Pri-
vateinsicht
- 1767 „Hauptprobe der Zeiten in Ansehung der Religion, Wahrheitsliebe und Toleranz“
- 1768 „Vorstellung an Menschenfreunde und vermögende Männer über Schu- len, Studien und ihren Einfluss in die öffentliche Wohlfahrt, mit einem Plane eines Elementarbuches der menschlichen Erkenntnis“
- 1770 „Das Methodenbuch für Väter und Mütter, der Familien und Völker“
- 1770/74 „Das Elementarwerk“
- „Lehrsätze der gemeinnützigen Wissenschaften für die Kindheit und Ju- gend“
- „Theoretische Philosophie“ - und viele weitere Schriften in „Das philanthropische Archiv“ und weitere Veröffentlichungen

[...]


[1] Im Folgenden stütze ich mich vor allem auf: Specht, Joachim; Ich, Johann Bernhard Basedow; Anhaltisches Taschenbuch Band 9; Dessau 1999 http://www.bautz.de/bbkl/b/basedow_j_b.shtml

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Johann Bernhard Basedow und sein Philanthropin in Dessau
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe  (Allgemeine Pädagogik)
Veranstaltung
Das pädagogische Jahrhundert - Zur Pädagogik der Aufklärung
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
31
Katalognummer
V75159
ISBN (eBook)
9783638785334
ISBN (Buch)
9783638795159
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Johann, Bernhard, Basedow, Philantropin, Dessau, Jahrhundert, Pädagogik, Aufklärung
Arbeit zitieren
Simone Hornung (Autor), 2002, Johann Bernhard Basedow und sein Philanthropin in Dessau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75159

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Johann Bernhard Basedow und sein Philanthropin in Dessau



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden