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Buchbesprechung zu dem Werk von Edgar Wolfrum: "Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung 1948-1990"

Titel: Buchbesprechung zu dem Werk von  Edgar Wolfrum: "Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung 1948-1990"

Hausarbeit , 2006 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Denise Fritsch (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Buchbesprechung ist, am Ende beurteilen zu können, ob und inwiefern der Wissenschaftler Edgar Wolfrum seinem Ziel, Geschichtspolitik als wissenschaftliche Forschungskategorie zu etablieren, gerecht wird.
Dazu wird zunächst Wolfrums Verständnis von Geschichtspolitik untersucht. Daraufhin widmet sich die Autorin der Frage, warum der Autor den 17. Juni als “Schlüsselereignis” in der Geschichtspolitik der Bundesrepublik wählt und zum Inhalt seiner Studie gemacht hat. Das methodische Vorgehen als auch die Untersuchung der formalen Strukturierung des Werkes sind weitere Bestandteile dieser Besprechung.
Im Anschluss daran wird der Inhalt skizziert, wobei sich das Hauptinteresse dabei v. a. auf Wolfrums Analyse des wechselnden Umgangs mit dem 17. Juni innerhalb des betrachteten Zeitraums richtet. Mit dem Abschluss der inhaltlichen Zusammenfassung wird darauf eingehen, ob es sinnvoll und möglich ist, den Terminus “Geschichtspolitik” als Forschungsgegenstand zu gebrauchen. Dafür fürht die Autorin aber zuvor noch den Begriff der “Vergangenheitspolitik” im Kontrast zu Geschichtspolitik ein, da dadurch die Erkenntnis über den Wert der Geschichtspolitik erleichtert werden kann. In dem abschließenden Fazit werden Stärken und Schwächen besprochen, die sich bei der Bearbeitung des Werkes herauskristallisiert haben. Außerdem wird resümiert, welche Bedeutung die Studie für die nachfolgende Forschung hat und hatte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

2.1 Was heißt “Geschichtspolitik”?

2.2 Die Bedeutung des 17. Juni 1953 in der Geschichtspolitik

2.3 Formale Betrachtung

2.3.1 Methodisches Vorgehen

2.3.2 Aufbau der Studie

2.4 Inhaltliche Betrachtung

2.5 Geschichtspolitik vs. Vergangenheitspolitik

2.6 Geschichtspolitik als wissenschaftliche Kategorie?

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Habilitationsschrift von Edgar Wolfrum über Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Ziel ist es, Wolfrums Ansatz zu bewerten, Geschichtspolitik als eigenständige wissenschaftliche Forschungskategorie zu etablieren, wobei der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Grundlagen und Definition des Begriffs Geschichtspolitik
  • Die Rolle des 17. Juni 1953 als geschichtspolitisches Instrument
  • Methodik und Aufbau von Wolfrums historischer Analyse
  • Abgrenzung von Geschichtspolitik zu Begriffen wie Vergangenheitspolitik
  • Kritische Reflexion der wissenschaftlichen Etablierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Was heißt “Geschichtspolitik”?

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, steht die Geschichtspolitik noch am Anfang des Forschungsinteresses. Bis Wolfrum sich Ende der 90er Jahre dem Begriff zuwandte, stand eine wissenschaftliche Analyse noch aus. Obwohl mittlerweile zum Thema einiger Forscher geworden, hat sich bis heute keine eindeutig anerkannte Definition durchsetzen können, so dass ich mich nun lediglich auf Geschichtspolitik im Verständnis des Autors beziehe.

Voraussetzung dafür, Geschichtspolitik definieren zu können, ist die Annahme, dass sich Politik und Geschichte wechselseitig konstituieren. Insofern richtet sich der Fokus bei Geschichtspolitik darauf, “wie Politik mit der Vergangenheit gemacht (Anführungszeichen weggelassen, D.M.) wird” und “mit welcher Absicht und welcher Wirkung Erfahrungen mit der Vergangenheit thematisiert und politisch relevant werden”. Wolfrum charakterisiert Geschichtspolitik als ein “Handlungs- und Politikfeld”, das von Akteuren mit unterschiedlichen Interessen instrumentalisiert wird. Diese zielen darauf, der Gesellschaft ihr spezifisches Geschichtsbild zu oktroyieren. Akteure der Geschichtspolitik können u.a. Journalisten, Intellektuelle und Wissenschaftler sein. Im Zentrum der Betrachtungen Wolfrums stehen aber die Politiker, genauer: die politische Elite. Wolfrum weist darauf hin, dass auch in pluralistischen, demokratischen Gesellschaften Geschichtspolitik betrieben wird, nicht nur, wie man vielleicht annehmen mag, in Diktaturen. Dass dabei immer verschiedene Geschichtsbilder miteinander konkurrieren, macht der Autor durch die kontinuierliche Unterscheidung der Geschichtspolitik des linken und rechten politischen Lagers in Westdeutschland deutlich. Nach Wolfrum ist Geschichte zum Politikum geworden, “um dessen Deutung man sich streitet, weil man Veränderungen im Bewusstsein der Zeitgenossen bewirken kann”.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Geschichtspolitik ein, erläutert die Bedeutung des 17. Juni 1953 für das Werk von Edgar Wolfrum und legt das methodische Vorgehen der Hausarbeit dar.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert Wolfrums Begriffsverständnis, beleuchtet die Rolle des 17. Juni 1953, bewertet die formale und inhaltliche Struktur der Studie sowie die Abgrenzung von verwandten Begriffen und erörtert die wissenschaftliche Kategorisierung.

III. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Buchbesprechung zusammen, würdigt die Bedeutung von Wolfrums Arbeit trotz Kritikpunkten an der Einbeziehung der Rezipientenperspektive und bewertet den aktuellen Status des Forschungsfeldes.

Schlüsselwörter

Geschichtspolitik, Edgar Wolfrum, 17. Juni 1953, Bundesrepublik Deutschland, Vergangenheitspolitik, Erinnerungskultur, nationale Identität, politische Elite, historisches Bewusstsein, Geschichtswissenschaft, Politik, Erinnerungsorte, DDR, Westdeutschland, Instrumentalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit ist eine kritische Buchbesprechung der Habilitationsschrift von Edgar Wolfrum über die Geschichtspolitik in der Bundesrepublik von 1948 bis 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Geschichtspolitik, die politische Instrumentalisierung von Geschichte und die Analyse des Aufstandes vom 17. Juni 1953 als nationales Erinnerungsereignis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Frage, ob Edgar Wolfrum sein Vorhaben erreicht hat, Geschichtspolitik als wissenschaftlich anerkannte Forschungskategorie zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Wolfrums methodischem Vorgehen, das auf der Auswertung von Primär- und Sekundärquellen (Archivalien, Zeitungen, Meinungsstudien) basiert, und führt ergänzend eine eigene kritische Reflexion zur Definition der Geschichtspolitik durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Wolfrums Begriffsverständnis, die Analyse des 17. Juni als Schlüsselerereignis, die formale und inhaltliche Struktur des Buches sowie die Abgrenzung von der sogenannten Vergangenheitspolitik behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtspolitik, Erinnerungskultur, nationale Identität, politische Elite, 17. Juni und Vergangenheitspolitik.

Warum wird der 17. Juni 1953 als zentrales Beispiel gewählt?

Laut Wolfrum war dieser Tag ein nationales Schlüsselereignis, das über Jahrzehnte hinweg in der Bundesrepublik von verschiedenen Akteuren für unterschiedliche politische Zwecke instrumentalisiert wurde.

Welcher Hauptkritikpunkt wird an Wolfrums Arbeit geäußert?

Kritisiert wird, dass Wolfrum sich primär auf politische Akteure konzentriert und vernachlässigt, wie diese Geschichtspolitik tatsächlich in der Bevölkerung (den Rezipienten) aufgenommen wurde.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Buchbesprechung zu dem Werk von Edgar Wolfrum: "Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung 1948-1990"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Denise Fritsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V75194
ISBN (eBook)
9783638849739
ISBN (Buch)
9783638849128
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buchbesprechung Werk Edgar Wolfrum Geschichtspolitik Bundesrepublik Deutschland Erinnerung FernUni FernUniversität Hagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Denise Fritsch (Autor:in), 2006, Buchbesprechung zu dem Werk von Edgar Wolfrum: "Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung 1948-1990", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75194
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Leseprobe aus  22  Seiten
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