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Kultur als Form? Zwischen Ökonomisierung und subjektiver Selbstgestaltung

Title: Kultur als Form? Zwischen Ökonomisierung und subjektiver Selbstgestaltung

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Schulz (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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At the beginning of the twenty-first century when Simmel first introduced his cultural theory, the meaning of culture was somehow clearly defined as the cultivation of nature by human society. More than a hundred years later we have to look back on some drastic changes in social structures: The rapid evolution of mass media and the growing meaning of economy in all areas are at least two reasons why the scientific view on the cultural topic had to be modified. How economic changes and media influence cultural images and to what extent this means a dynamic process shall be the main topic of this essay.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit

2. Georg Simmel – Kultur als Objektivierung des Geistes

2.1. Der Kulturbegriff

2.2. Die Tragödie der Kultur

3. Das romantische Ideal in der Werbung

3.1. Die Philosophie des Geldes

3.2. Das romantische Ideal als kulturelle Utopie in der Werbung

3.3. Das romantische Ideal im Wandel

4. Kritische Kunst am Beispiel des Aktionskünstlers „Banksy“

4.1. Die Person Banksy

4.2. Die Ironisierung des kulturellen Gegenstandes

4.3. Die Kommerzialisierung von Kritik im Falle „Banksy“

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Ökonomisierung kultureller Bereiche und dem individuellen Anspruch an die Gestaltung kultureller Ausdrucksformen. Dabei wird analysiert, inwieweit ökonomische Mechanismen und mediale Eigendynamiken kulturelle Prozesse prägen und ob eine kritische Auseinandersetzung innerhalb dieses Systems, exemplarisch dargestellt durch den Aktionskünstler Banksy, noch möglich ist.

  • Kulturtheoretische Grundlagen nach Georg Simmel
  • Die Transformation romantischer Ideale durch Werbestrategien
  • Das Wechselspiel zwischen Ökonomisierung und individueller Selbstgestaltung
  • Die Rolle von Ironie als Instrument kultureller Kommunikation
  • Mediale Eigendynamik und Kommerzialisierung von Kritik

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Ironisierung des kulturellen Gegenstandes

Soziologisch muss man sich nun die Frage stellen, wieso Banksys Art der Kunst überhaupt funktioniert. Hierfür werde ich sowohl auf den Kommunikationsbegriff (Vgl. Hillmann, S. 427) zurückgreifen als auch systematische Perspektiven mit einbeziehen. Betrachten wir die Kunst Banksys näher, so fällt auf, dass seinen Werken eines gemein ist: Die Ironisierung seines Gegenstandes mit Satirecharakter. Wie ich bereits im vorangegangenen Kapitel analysiert habe, haben sich bezüglich Werbung und kulturellen Bezügen in der Werbung gewisse Formen mit eigener Kommunikation entwickelt, die einerseits ökonomisch, andererseits aber auch durch die Eigenlogik der Medien geprägt sind.

Kulturelle Kommunikation kann nun, legt man die Perspektivität systemischer Ausdifferenzierung zu Grunde, entweder direkt an die entsprechende Kommunikation anschließen oder sich in anderen Kommunikationssystemen bewegen. Meine These lautet nun, dass die Ironisierung des kulturellen Gegenstandes eine Entgrenzung zur Folge hat, die sowohl die Möglichkeit schafft, an systemspezifische Kommunikation anzuknüpfen, ohne sie zu reproduzieren, aber zudem so etwas wie eine Gemeinschaft schafft, die sich außerhalb der einzelnen gesellschaftlichen Systemgrenzen bildet und kultureller Kommunikation somit einen eigenen Platz einräumt: „Banksy signiert und beherrscht seine Umwelt, ohne durch sie beherrscht zu werden.“ (Kunstschau 2007)

Dass die Methoden von Banksy öffentlich Anklang finden, lässt sich nicht erst sagen, seit der Bristoler Stadtrat im Juli 2006 die Bristoler im Internet über den Verbleib eines von Banksy platzierten Grafitis entscheiden ließ - 97 Prozent wollten, dass es bleibt. (Vgl. Spiegel online 2006)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit: Einführung in die Problematik der Ökonomisierung von Kultur und die Zielsetzung der Untersuchung auf Basis von Georg Simmels Kulturtheorie.

2. Georg Simmel – Kultur als Objektivierung des Geistes: Darlegung von Simmels zentralen Konzepten zur Wechselwirkung zwischen Subjekt und Objekt sowie der Begriff der „Tragödie der Kultur“.

3. Das romantische Ideal in der Werbung: Analyse, wie romantische Ideale durch ökonomische Tauschmechanismen und mediale Inszenierungen instrumentalisiert und transformiert werden.

4. Kritische Kunst am Beispiel des Aktionskünstlers „Banksy“: Untersuchung, ob und wie ironisierte Streetart als Gegenentwurf zur kommerziellen Verwertung fungieren kann, wobei auch die paradoxe Kommerzialisierung dieser Kritik thematisiert wird.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion der Anwendbarkeit des Simmelschen Ansatzes in der Gegenwart unter Berücksichtigung massenmedialer Eigendynamiken.

Schlüsselwörter

Kultursoziologie, Georg Simmel, Ökonomisierung, Werbung, Banksy, Streetart, Tragödie der Kultur, Ironisierung, Kommerzialisierung, Tauschwert, Identität, Massenmedien, Subjekt-Objekt-Dualismus, Gesellschaft, Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen kultureller Selbstentfaltung und ökonomischer Verwertung in der modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kultursoziologie Georg Simmels, die ökonomische Ausrichtung von Werbung und die kritische Praxis des Künstlers Banksy.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob innerhalb von ökonomisch geprägten Strukturen eine authentische kulturelle Kommunikation möglich ist oder ob jede Kritik zwangsläufig kommerzialisiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor nutzt eine kultursoziologische Analyse, wobei er klassische Theorieansätze von Georg Simmel und Niklas Luhmann auf moderne Phänomene wie Werbung und Streetart anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Transformation kultureller Begriffe, die mediale Vermittlung romantischer Ideale und die ironische Subversion von Werbekunst durch Streetart-Künstler.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kultursoziologie, Ökonomisierung, Identitätsbildung, Systemtheorie und künstlerische Subversion beschreiben.

Inwieweit spielt das Internet bei der Popularität von Banksy eine Rolle?

Die Arbeit stellt fest, dass das Internet durch die leichte Reproduzierbarkeit von digitalen Bildern und die schnelle Verbreitung von Inhalten die Popularität von Banksy enorm gesteigert hat.

Warum wird die „Tragödie der Kultur“ nach Simmel heute noch als relevant angesehen?

Obwohl Simmels Theorie historisch verortet ist, zeigt die Arbeit, dass die Dialektik zwischen individuellem Ausdruck und objektiven, ökonomisch determinierten Strukturen in der modernen Medienwelt weiterhin existiert.

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Details

Title
Kultur als Form? Zwischen Ökonomisierung und subjektiver Selbstgestaltung
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Kultursoziologie
Grade
1,0
Author
Florian Schulz (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V75232
ISBN (eBook)
9783638797863
ISBN (Book)
9783638797375
Language
German
Tags
Kultur Form Zwischen Selbstgestaltung Kultursoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schulz (Author), 2007, Kultur als Form? Zwischen Ökonomisierung und subjektiver Selbstgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75232
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