Bei vielen großen Unternehmen der entwickelten Industrienationen findet derzeit eine fundamentale Neuorientierung statt. Der Bedarf an Kreativität wird immer größer und Innovationen müssen immer schneller generiert werden. Unter dem zunehmenden Wettbewerbsdruck der Globalisierung haben die Unternehmen erkannt, dass die Kostenführerschaft verloren ist. Aufstrebende Volkswirtschaften, wie die so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), können heute schon Vieles technisch gleich gut und bedeutend billiger produzieren, so dass nordamerikanische und westeuropäische Unternehmen ihren Kunden vollkommen neue Mehrwerte bieten und sich ganz andere Wettbewerbsvorteile verschaffen müssen. In modernen, weitgehend gesättigten und ausdifferenzierten Volkswirtschaften geht es heute mehr denn je darum, serienmäßig Innovationen und kreative Höchstleistungen zu produzieren. Doch wie kann zu solchen Höchstleistungen motiviert werden und welche Parameter spielen dafür die tragenden Rollen? Zielsetzung der vorliegenden Diplomarbeit soll es daher sein, mittels ausschließlich sekundärer Quellen einen Überblick über relevante Einflussfaktoren der Innovations- und Gründungsintensität in Deutschland zu geben. In einem internationalen Vergleich soll zudem der aktuelle Stand dieser Intensitäten Aussagen zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Bezug auf die Innovations- und Gründungsaktivitäten zulassen. Neben der Darstellung des Status Quo soll diese Arbeit ebenfalls einen Lösungsvorschlag in Form eines konzeptionellen Businessplans bieten, welcher eine Möglichkeit aufzeigt, die Innovations- und Gründungsintensität in Deutschland zu erhöhen. Insbesondere soll dabei auf die Verbesserung des Parameters Umsetzung von Innovationen eingegangen werden, bei welchem Deutschland zwar bereits eine starke Position einnimmt, der aber durchaus ausbaufähig ist. Ziel dabei ist ein immer schneller werdender Rhythmus von Innovationen, um sich sowohl als Unternehmen, als auch als Volkswirtschaft im internationalen Wettbewerb behaupten und durch immer neue kreative Lösungen erfolgreich wachsen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Innovationsintensität
2.1.2 Gründungsintensität
2.1.3 Parameter
2.2 Historie deutscher Innovationskultur
2.3 Forschungs- und Literaturstand
2.4 Kennzeichen von Innovationen
2.4.1 Innovationssysteme
2.4.2 Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeiter
2.4.3 Gründungsgeschehen und Wirtschaftsentwicklung
3 Parameter der Innovations- und Gründungsintensität
3.1 Methodik
3.2 Status Quo der Innovations- und Gründungsintensität
3.3 Parameter Forschung und Entwicklung
3.3.1 Input
3.3.2 Output
3.4 Parameter Finanzierung von Innovationen
3.4.1 Allgemeine Finanzierungsbedingungen
3.4.2 Gründungsfinanzierung
3.4.3 Staatliche Förderung
3.5 Parameter Umsetzung von Innovationen
3.5.1 Innovative Produktion
3.5.2 Infrastruktur
3.6 Parameter Unternehmen
3.6.1 Forschung in Unternehmen
3.6.2 Innovative Produktion
3.6.3 Vernetzung
3.6.4 Innovationskultur
3.7 Parameter Vernetzung der Innovationsakteure
3.7.1 Wissenstransfer
3.7.2 Firmennetze
3.7.3 Cluster
3.8 Parameter Innovationsfreundliche Nachfrage
3.8.1 Nachfrageniveau
3.8.2 Nachfragequalität
3.9 Parameter Bildung und Humankapital
3.9.1 Finanzierung
3.9.2 Tertiäre Bildung
3.9.3 Qualität
3.9.3 Demografie
3.9.4 Weiterbildung
3.10 Parameter Wettbewerb und Regulierung
3.10.1 Produktmarktregulierung (PMR)
3.10.2 Wettbewerb
3.11 Parameter Bürger
3.11.1 Verhalten
3.11.2 Einstellungen
3.12 Parameter Staat
3.12.1 Staatliches Forschungssystem
3.12.2 Ausgewählte Rahmenbedingungen
3.12.3 Staatliches Bildungssystem
3.13 Zusammenfassung
4 Konzeptioneller Businessplan als Lösungsansatz
4.1 Technischer Stand Web-basierter Kommunikationslösungen
4.2 Idee und Produkt
4.2.1 Executive Summary
4.2.2 Produkt und Dienstleistung
4.2.2.1 Produkt- und Dienstleistungsbeschreibung
4.2.2.2 Konkurrenzprodukte
4.2.2.3 Stärken und Schwächen
4.2.2.4 Herstellung und Produktion
4.2.2.5 Kundennutzen
4.2.2.6 Zielgruppen
4.2.2.7 Entwicklungsstand der Plattform
4.2.3 Gründerteam
4.3 Marktanalyse und Marketing
4.4 Unternehmen und Finanzplanung
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die relevanten Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität in Deutschland zu analysieren, um deren Einflussfaktoren aufzuzeigen und durch ein konzeptionelles Businessplan-Modell einen Lösungsansatz zur Erhöhung dieser Intensität unter Nutzung moderner, Web-basierter Kommunikationslösungen zu bieten.
- Analyse des Status Quo der deutschen Innovations- und Gründungslandschaft im internationalen Vergleich.
- Untersuchung zentraler Einflussfaktoren (Parameter) auf Unternehmens- und Systemebene.
- Erstellung eines konzeptionellen Businessplans für die fiktive "Capital Meets Innovationen Ltd.".
- Bewertung moderner Web-Technologien und Social Computing-Tools zur Optimierung von Innovationsprozessen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Deutschland braucht nachhaltig innovative Unternehmen. Mit Hilfe welcher Strukturen aber stellen sie sicher, dass Innovationen nicht nur zufällig, sondern am laufenden Band entstehen? Welche Erfolgsfaktoren bestimmen die Innovations- und Gründungsintensität und welche Zusammenhänge bestehen zwischen ihnen? Wie lassen sich die Parameter effizienter nutzen und welche Möglichkeiten bieten dabei moderne Kommunikationsmittel?
Deutschland verfügt zwar über ein breites Portfolio „viel versprechender und patentrechtlich geschützter Ideen“. Woran liegt es aber, dass hierzulande immer wieder innovative Erfindungen, wie zum Beispiel der MP3-Standard, entwickelt, aber in anderen Ländern erfolgreich vermarktet werden? Die vorliegende Diplomarbeit soll helfen, die Frage zu klären. Es hat nach wie vor den Anschein, dass deutsche Unternehmen zu selten den Markt analysieren, bevor sie eine Erfindung umsetzen. Vielfach orientiert man sich nur an der technischen Umsetzbarkeit eines Konzeptes und nicht an den Kundenbedürfnissen. (Herzog (a),2006,S.9) So hat eine IAI-Studie ergeben, dass lediglich jedes 16. Innovationsprojekt hierzulande zu einem Markterfolg wird. Ein Großteil der Projekte bindet also unnötig Zeit und Kapital, ohne dass dabei der Output an Innovationen signifikant erhöht werden kann. Die „Fixierung auf die Technik, ungeklärte Zuständigkeiten“ und eine mangelnde Ausrichtung der Ideen am späteren Kundennutzen sind eine der Hauptursachen für gescheiterte Innovationsprojekte (Vgl. Abb. 1). Nach wie vor konzentrieren sich viele Unternehmen zu sehr auf Renditevorgaben und auf die Verbesserung bestehender Produkte „anstatt sich auf neue Felder zu wagen“. (Rother,2007,S.83)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Innovationsdrucks und Definition der Zielsetzung zur Steigerung der Gründungs- und Innovationsintensität.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Schaffung der theoretischen Grundlagen durch Begriffsdefinitionen, Historie und Analyse des Stands der Forschung.
3 Parameter der Innovations- und Gründungsintensität: Detaillierte Betrachtung einzelner Einflussfaktoren auf das deutsche Innovationssystem sowie deren internationale Vergleichbarkeit.
4 Konzeptioneller Businessplan als Lösungsansatz: Vorstellung eines innovativen Konzepts zur Förderung von Unternehmensgründungen durch Web-basierte Kommunikationsplattformen.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des Innovationsmanagements.
Schlüsselwörter
Innovationsintensität, Gründungsintensität, Deutschland, Businessplan, Web 2.0, Kommunikation, Forschung, Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationssystem, Humankapital, Networking, Start-up, Technologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die in Deutschland die Innovations- und Gründungsintensität beeinflussen, und bietet einen Lösungsansatz zur Verbesserung dieser Situation.
Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Analyse des deutschen Innovationssystems, die Rolle der Vernetzung, der Einfluss des Bildungssystems und die Bedeutung moderner Web-Kommunikation.
Was ist das Hauptziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein besseres Verständnis der Erfolgsfaktoren für Innovationen und Unternehmensgründungen sowie die Konzeption einer Plattform, die diese Prozesse durch Web-Technologien beschleunigt.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert ausschließlich auf der Auswertung sekundärer Quellen, wie wissenschaftlicher Studien und Fachliteratur, um einen internationalen Vergleich zu ermöglichen.
Welche Inhalte behandelt der Hauptteil?
Im Hauptteil werden zehn spezifische Parameter der Innovations- und Gründungsintensität analysiert, unterteilt in unternehmensinterne und -externe Faktoren.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Schlüsselbegriffe sind Innovationsintensität, Gründungsintensität, Humankapital, Web 2.0, Innovationssystem und Wettbewerbsfähigkeit.
Wie wirkt sich die deutsche "Technik-Verliebtheit" laut Arbeit aus?
Die Arbeit identifiziert eine "Fixierung auf die Technik" ohne ausreichende Kundenorientierung als Hauptursache für gescheiterte Innovationsprojekte.
Welchen Zweck verfolgt die "CMI Networking" Plattform?
Sie soll Ideengeber, Innovatoren und Kapitalgeber vernetzen, um so die Gründungsrate und die Markterfolge innovativer Ideen in Deutschland zu steigern.
- Quote paper
- Diplom Betriebswirt (FH) Robert Borchel (Author), 2007, Parameter der Gründungs- und Innovationsintensität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75266