Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Wissen in Zeiten des Internets und einer an Lehmann/Schetsche angelehnte Entwicklung zur Google-Gesellschaft.
Hierbei wird mit der Entwicklung der Gesellschaftsformen begonnen, um einen kurzen Überblick über einige bisher geprägte Gesellschaftsbegriffe zu geben und dann die Entwicklung der Gesellschaft in jüngerer Zeit betrachtet.
Anschließend wird die Frage aufgeworfen, ob Wissen und Information komplementäre Begriffe zueinander sind und wie sie sich überhaupt zueinander Verhalten, um eine nähere Charakterisierung der Informationsgesellschaft und der Wissensgesellschaft vornehmen zu können.
Zuletzt wird auf die, durch Technisierung der Gesellschaft, evtl. ermöglichte Google- Gesellschaft eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFTSFORMEN
2.1. ÜBERBLICK ÜBER DIE GESELLSCHAFTSFORMEN
2.2. GESELLSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
3. WISSENSGESELLSCHAFT VS. INFORMATIONSGESELLSCHAFT?
3.1. BEGRIFFSDEFINITION: WISSEN KONTRA INFORMATION?
3.2. INFORMATIONSGESELLSCHAFT
3.3. WISSENSGESELLSCHAFT
3.4. INFORMATIONSGESELLSCHAFT WISSENSGESELLSCHAFT
4. GOOGLE-GESELLSCHAFT
4.1. WIESO GOOGLE?
4.1.1. Das Unternehmen
4.1.2. Die Suche
4.2. MERKMALE DER GOOGLE-GESELLSCHAFT
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Transformation der modernen Gesellschaft in eine Wissensgesellschaft und hinterfragt dabei, ob der Aufstieg von Internetsuchmaschinen, namentlich Google, eine eigenständige „Google-Gesellschaft“ begründet oder lediglich ein temporäres Phänomen innerhalb dieses Prozesses darstellt.
- Entwicklung und Abgrenzung verschiedener Gesellschaftsformen
- Theoretische Differenzierung zwischen Wissen und Information
- Charakterisierung der Informations- und Wissensgesellschaft
- Analyse des Einflusses von Google als zentrale Suchtechnologie
- Kritische Reflexion über Wissensmonopole und mediale Wirklichkeitskonstruktion
Auszug aus dem Buch
4.1.2. Die Suche
Vorab gilt zu erwähnen, dass Google 2004 sogar als Neologismus in den Duden aufgenommen worden ist. Einerseits wurde Google als Substantiv mit der wörtlichen Bedeutung der Suchmaschine aufgenommen, andererseits wurde das Verb googeln als Synonym für die Suche im Internet aufgenommen. Ebenso fand es den Weg in das Oxford English Dictionary, sowie in das Merriam- Webster's Collegiate Dictionary, die Standardnachschlagewerke Englands und der USA.
„Bestgehütetes Geheimnis der Suchmaschinenbetreiber ist der Algorithmus, der für die Zusammenstellung der Suchanfrage verantwortlich ist.“ (Schetsche/Lehmann/Krug 2005: S. 18) Es sind durch eine offizielle Darstellung Googles auf der Homepage erklärende Details der Suche angegeben, diese möchte ich hier kurz und knapp zusammenfassen.
Prinzipiell funktioniert die Suche durch die „PageRank“- Technologie. Diese nimmt eine objektive Bewertung der Wichtigkeit von Webseiten vor und berechnet dabei eine Gleichung mit 500 Millionen Variablen und über 2 Milliarden Begriffen. Anstatt die direkten Links zu zählen, wird im Wesentlichen einen Link von Seite A auf Seite B als „Votum" von Seite A für Seite B interpretiert. Die Wichtigkeit einer Seite ergibt sich aus den erzielten Voten. Zusätzlich berücksichtigt PageRank auch die Wichtigkeit jeder Seite, die ein Votum abgibt. Für Google wichtige Seiten werden höher eingestuft und auch in den Suchergebnissen an einer vorderen Position aufgeführt, welche Seiten das sind und worauf die Berechnung der Wichtigkeit beruht, ist leider nicht zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der gesellschaftlichen Transformation in die Wissensgesellschaft ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Spezialfall der „Google-Gesellschaft“.
2. ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFTSFORMEN: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Gesellschaftsbegriffe und skizziert die historische Entwicklung der Gesellschaftsformen mittels der Drei-Sektoren-Hypothese.
3. WISSENSGESELLSCHAFT VS. INFORMATIONSGESELLSCHAFT?: Hier erfolgt eine theoretische Klärung der Begriffe Wissen und Information sowie eine Charakterisierung und ein Vergleich von Informations- und Wissensgesellschaft.
4. GOOGLE-GESELLSCHAFT: Das letzte Hauptkapitel analysiert das Unternehmen Google, seine Suchtechnologie und leitet daraus Merkmale einer sogenannten „Google-Gesellschaft“ ab.
Schlüsselwörter
Wissensgesellschaft, Informationsgesellschaft, Google-Gesellschaft, Suchmaschine, PageRank, Internet, Transformation, Wissen, Information, Medienkompetenz, technischer Wandel, Digitalisierung, gesellschaftliche Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Gesellschaft im Internetzeitalter und analysiert, wie sich der Übergang zur Wissensgesellschaft durch neue Technologien vollzieht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Informations- und Wissensgesellschaft, die ökonomische und soziale Bedeutung von Wissen sowie der Einfluss von Suchmaschinen auf den Zugang zu Informationen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob die technisierte Form der Informationsbeschaffung durch Google eine neue „Google-Gesellschaft“ als eigenständiges Modell rechtfertigt oder nur ein Phänomen der Wissensgesellschaft ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die soziologische Konzepte des gesellschaftlichen Wandels auf das Phänomen der Internetsuche anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theoretische Einordnung von Gesellschaftsformen, eine begriffliche Differenzierung zwischen Wissen und Information sowie eine spezifische Fallstudie zum Unternehmen Google.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind unter anderem die Wissensgesellschaft, der PageRank-Algorithmus, Medienkompetenz, soziale Transformation und der digitale Wandel.
Warum wird Google als Fallbeispiel gewählt?
Google wird als Marktführer bei Suchmaschinen als repräsentatives Instrument gewählt, das den Alltag in der Wissensgesellschaft maßgeblich mitbestimmt.
Zu welchem Schluss kommt der Verfasser bezüglich der Google-Gesellschaft?
Der Verfasser schlussfolgert, dass die „Google-Gesellschaft“ kein Nachfolgemodell, sondern lediglich ein temporärer Spezialfall innerhalb der fortlaufenden gesellschaftlichen Entwicklung ist.
- Quote paper
- Michael Heina (Author), 2007, Wissen in Zeiten des Internets - Die Entwicklung der Gesellschaft zur „Wissensgesellschaft“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75359