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"Red Scare" und "McCarthyism" - Eine Feindbildanalyse des Antikommunismus in den U.S.A.

Title: "Red Scare" und "McCarthyism" - Eine Feindbildanalyse des Antikommunismus in den U.S.A.

Term Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: BA Christian Wenske (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Ära McCarthy war eine Epoche in der neueren U.S.- amerikanischen Geschichte, welche stärker im gesellschaftlichen Gedächtnis dieses Landes verankert geblieben ist, als kaum eine andere Epoche davor oder danach. In Zahlen und Fakten ausgedrückt, fällt diese Staatskrise, die kaum als solche bezeichnet werden kann, in ihrer Vehemenz deutlich hinter vergleichbare Krisen andere Systeme zurück. Aber gerade weil die vor über zweihundert Jahren verabschiedete Verfassung der U.S.A. eine der ersten gewesen ist, die in Zeiten des zusammenbrechenden Absolutismus die elementarsten Menschenrechte zu ihrem Hauptinhalt machte und die U.S.A. damit bis heute zum gelobten Land für viele politisch Verfolgte wurde, gewinnt diese Problematik eine andere Qualität.
Die Verfolgung der amerikanischen Kommunisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit ihrem Höhepunkt in den 50er Jahren, hatte ihre Wurzeln in einer Massenhysterie gleichenden Angst vor der kommunistischen Revolution im eigenen Landes. Es galt die Werte der eigenen liberal-demokratischen Gesellschaft, gegen sich im Lande befindliche subversive Kräfte aufrecht zu erhalten und zu verteidigen. Der Kommunist war der stärkste innere Feind dieser Zeit, der unter Verdacht stand, mit dem stärksten äußeren Feind in Verbindung zu stehen und von ihm kontrolliert zu werden. Dass die zu schützenden Menschenrechte und Werte im Kampf gegen dessen vermeintliche Feinde selbst grob verletzt wurden, spiegelt den zentralen Gewissenskonflikt dieser Zeit wieder. In dieser Arbeit soll geklärt werden, wer genau dieser Feind gewesen ist, was ihn auszeichnete und wer ihn dazu machte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

2 DER ANTI-KOMMUNISMUS IN DEN U.S.A

3 ANTIKOMMUNISMUS IN DER ÄRA MCCARTHY

3.1 Demokraten vs. Republikaner

3.2 Die Nachkriegszeit in den U.S.A. – Eine Rückkehr zu alten Werten

3.3 Joseph McCarthy – Medienstar und Großinquisitor

4 FEINDBILDER IN DER THEORIE

4.1 Der „Fremde“ und der „Andere“

4.2 Das politische Feindbild

5 DIE BESTIMMUNG DES FEINDBILDS DES KOMMUNISTEN

6 FAZIT

7 LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Antikommunismus in den USA, insbesondere während der McCarthy-Ära, um zu klären, ob es sich dabei um ein natürlich gewachsenes Feindbild handelte oder um eine konstruierte politische Strategie. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wer der Feind war, wie er definiert wurde und welche Akteure diese Feindbildkonstruktion forcierten.

  • Historische Wurzeln des Antikommunismus in den USA
  • Die Rolle der McCarthy-Ära und des politischen Machtkalküls
  • Soziologische vs. politikwissenschaftliche Feindbildtheorien
  • Einfluss von Medien und gesellschaftlichen Werten auf die Feindbildung
  • Künstliche vs. natürliche Genese von Feindbildern

Auszug aus dem Buch

3.3 Joseph McCarthy – Medienstar und Großinquisitor

Der 1908 geborene Joseph Raymond McCarthy war zunächst Rechtsanwalt, dann Soldat im zweiten Weltkrieg und wurde schließlich 1946 zum Senator des Staates Wisconsin gewählt, was er auch bis zu seinem Tode 1957 geblieben ist. Sein Name wird wie kein anderer mit der Kommunistenverfolgung der 50er Jahre in Verbindung gebracht und musste sinngemäß für eine ganze Epoche herhalten.

In dieser Arbeit, in der es um die Analyse des antikommunistischen Feindbildes in eben seiner Wirkungszeit geht, nimmt er, wenn auch nicht die wichtigste, so doch eine gewichtige Rolle ein. Die meisten Autoren, welche sich mit ihm als Person oder aber mit der Kommunistenverfolgung in dieser Zeit auseinander gesetzt haben, weisen ebenfalls mehr oder weniger deutlich darauf hin, dass er bei der Vielzahl von Beteiligten in den verschiedenen Komitees, Ausschüssen und auch im FBI, kaum als Einzelner zur Verantwortung gezogen werden kann,. Mal ist er deswegen der personifizierte Antikommunismus (Heale 1990, 150), mal nur der wichtigste Republikaner (vgl. Schrecker) und wieder andere sehen in ihm nur ein Rädchen im System (vgl. Fariello, Fried). Vor allem aber seine breite mediale Präsenz hat dazu beigetragen, dass er in diesem gerade durch die Medien so stark geförderten Prozess, eine so wichtige Rolle zugeteilt bekommen hat.

Seinen Anfang nahm alles in der berühmten Rede, die er 1950 vor dem Republican Womens Club in Wheeling in West Virginia gehalten hat. In dieser Rede behauptete er, über eine Liste zu verfügen, auf der die Namen von 205 im Staatsdienst arbeitender Kommunisten stehen würden. Sinnbildlich für seine ganze Karriere konnte die Wahrheit dieser Behauptung niemals festgestellt werden, die gewollte Wirkung erreichte sie jedoch alle mal (Heale 1990, 150). Zu diesem Zeitpunkt hatte das Thema der kommunistischen Gefahr und der beginnenden Unterwanderung schon Konjunktur.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung legt den theoretischen Rahmen dar und begründet die Analyse des Antikommunismus als spezifisches, vermutlich künstlich konstruiertes Feindbild.

2 DER ANTI-KOMMUNISMUS IN DEN U.S.A: Dieses Kapitel erläutert, dass der Antikommunismus eine lange Vorgeschichte vor der McCarthy-Ära hat, die durch wirtschaftliche und politische Krisen genährt wurde.

3 ANTIKOMMUNISMUS IN DER ÄRA MCCARTHY: Hier wird der parteipolitische Wettstreit, die Rolle konservativer Nachkriegswerte und die mediale Inszenierung durch Joseph McCarthy als Treiber der Kommunistenverfolgung analysiert.

4 FEINDBILDER IN DER THEORIE: Das Kapitel differenziert zwischen dem soziologischen Ansatz des „Fremden“ und dem politikwissenschaftlichen Ansatz des politischen Feindbildes nach Carl Schmitt.

5 DIE BESTIMMUNG DES FEINDBILDS DES KOMMUNISTEN: Es wird untersucht, warum der individuell-sozialpsychologische Ansatz hier weniger greift als die politikwissenschaftliche Perspektive eines gesellschaftlichen Wertekonflikts.

6 FAZIT: Das Fazit bestätigt, dass es sich um kein natürlich gewachsenes, sondern um ein durch politische Eliten und Medien künstlich geschaffenes und durch Angst verzerrtes Feindbild handelte.

7 LITERATUR: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Literatur zur Feindbildanalyse.

Schlüsselwörter

Antikommunismus, McCarthy-Ära, USA, Feindbildanalyse, Kalter Krieg, politische Konstruktion, Carl Schmitt, Kommunistenverfolgung, Medienpräsenz, Wertekonflikt, nationale Sicherheit, Massenhysterie, politische Ideologie, Fremdenfeindlichkeit, Subversion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Antikommunismus in den USA während der 1950er Jahre und hinterfragt, ob es sich dabei um ein authentisches oder ein künstlich erzeugtes Feindbild handelte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung des Antikommunismus, die Rolle politischer Eliten, der Einfluss der Medien und die theoretische Fundierung von Feindbildern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entstehung des Feindbildes „Kommunist“ zu dekonstruieren und aufzuzeigen, wie dieses durch gezielte politische Agenden und mediale Inszenierung geformt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis politikwissenschaftlicher und soziologischer Ansätze (u.a. Carl Schmitt) mit einer historischen Darstellung der McCarthy-Ära verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Faktoren der McCarthy-Ära, wie den Parteienwettstreit zwischen Demokraten und Republikanern sowie die psychologischen und sozialen Mechanismen der Feindbildung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Kritische Feindbildanalyse, politische Instrumentalisierung, Konstruktivismus und US-amerikanische Ideologiegeschichte.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem „Fremden“ und dem „politischen Feind“ eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor zeigt auf, dass das Feindbild des Kommunisten nicht auf ethnische Fremdheit zurückzuführen ist, sondern vielmehr ein politisch konstruiertes Instrument zur Verteidigung eines ideologischen Wertesystems darstellt.

Welche Bedeutung wird Joseph McCarthy in dieser Arbeit beigemessen?

McCarthy wird nicht als alleiniger Ursprung, sondern als ein mächtiger Akteur und Medienstar dargestellt, dessen mediale Präsenz den bereits vorhandenen Antikommunismus zu einem Massenphänomen verstärkte.

Zu welchem Schluss kommt die Arbeit bezüglich der „Massenhysterie“?

Der Autor widerspricht der verbreiteten Annahme einer reinen Massenhysterie und argumentiert stattdessen, dass der Antikommunismus ein Produkt der Machterhaltung durch politische Eliten war.

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Details

Title
"Red Scare" und "McCarthyism" - Eine Feindbildanalyse des Antikommunismus in den U.S.A.
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Feindbilder der Politik
Grade
1,7
Author
BA Christian Wenske (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V75381
ISBN (eBook)
9783638811392
ISBN (Book)
9783638811958
Language
German
Tags
Scare McCarthyism Eine Feindbildanalyse Antikommunismus Feindbilder Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Christian Wenske (Author), 2007, "Red Scare" und "McCarthyism" - Eine Feindbildanalyse des Antikommunismus in den U.S.A., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75381
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