Wie schon im allgemeinen Sprachgebrauch feststellbar, ist der Begriff des Paradigma relativ vertraut und wird oft verwendet, ob von Wissenschaftlern oder von Laien. An sich wäre diese Tatsache nicht weiter von Bedeutung, wenn man nicht wüsste, dass er vor gerade einmal 50 Jahren aus der Linguistik entlehnt wurde und durch das Werk eines einzelnen Wissenschaftlers den Stellenwert bekam, den er bis heute besitzt. Dieses Werk jedoch ist wiederum den wenigsten bekannt. Selbst innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft ist es sehr wahrscheinlich nur den Vertretern weniger Disziplinen besser vertraut, von Laien ganz zu schweigen. Was man aus dieser einfachen Beobachtung ablesen kann, scheint für die ganze Theorie symptomatisch zu sein, die diesem Werk zu Grunde liegt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Paradigma
- Die Verortung des Begriffs in der SSR
- Was ist ein Paradigma?
- Der Paradigmenwechsel
- Resümee
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das Konzept des Paradigmas und des Paradigmenwechsels, wie es von Thomas Kuhn in seinem Werk „Structure of Scientific Revolutions“ (SSR) vorgestellt wird, um die Bedeutung dieser Konzepte für die Sozialwissenschaften zu ergründen.
- Das Paradigma als ein bestimmendes Element wissenschaftlicher Forschung
- Die Rolle des Paradigmas bei der Gestaltung von wissenschaftlichen Erkenntnissen
- Die Dynamik des Paradigmenwechsels in der wissenschaftlichen Entwicklung
- Die Relevanz von Kuhns Theorien für die Sozialwissenschaften
- Die kritische Analyse von Kuhns Ansatz im Hinblick auf die Besonderheiten der Sozialwissenschaften
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in den Paradigmenbegriff und stellt dessen Relevanz für die wissenschaftliche Forschung heraus. Im zweiten Kapitel wird der Begriff des Paradigmas im Kontext von Kuhns Werk SSR erläutert, wobei insbesondere auf die Verortung des Begriffs in den Sozialwissenschaften eingegangen wird. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Prozess des Paradigmenwechsels und beleuchtet dessen Bedeutung für die wissenschaftliche Entwicklung.
Schlüsselwörter
Paradigma, Paradigmenwechsel, Wissenschaftsentwicklung, Thomas Kuhn, SSR, Sozialwissenschaften, Erkenntnisgewinn, wissenschaftliche Forschung, wissenschaftliche Revolutionen, Wissenschaftstheorie
Häufig gestellte Fragen
Was definiert Thomas S. Kuhn als „Paradigma“?
Ein Paradigma ist ein grundlegendes Konzept oder ein Rahmen von Überzeugungen, Methoden und Standards, die die wissenschaftliche Arbeit in einer bestimmten Disziplin über einen gewissen Zeitraum definieren.
Wie läuft ein Paradigmenwechsel ab?
Ein Paradigmenwechsel tritt ein, wenn das bestehende Modell Anomalien nicht mehr erklären kann. Es folgt eine Krise, die schließlich zur Entstehung und Akzeptanz eines neuen, leistungsfähigeren Paradigmas führt.
Was ist das Hauptwerk von Thomas Kuhn zu diesem Thema?
Sein zentrales Werk ist „The Structure of Scientific Revolutions“ (SSR), das vor etwa 50 Jahren erschien und die Wissenschaftstheorie revolutionierte.
Warum ist Kuhns Theorie für die Sozialwissenschaften relevant?
Obwohl Kuhn primär Naturwissenschaften untersuchte, helfen seine Konzepte zu verstehen, wie soziale Theorien entstehen, sich etablieren und durch neue Denkschulen abgelöst werden.
Was versteht Kuhn unter einer „wissenschaftlichen Revolution“?
Es handelt sich um eine nicht-kumulative Episode, in der ein älteres Paradigma ganz oder teilweise durch ein neues, unvereinbares Paradigma ersetzt wird.
- Quote paper
- BA Christian Wenske (Author), 2007, Paradigma und Paradigmenwechsel bei Thomas S. Kuhn - Eine soziologische Analyse vom Wesen der Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75382