Das meistgenutzte elektronische Zahlungsmittel weltweit ist die Kreditkarte. Für die mehr als 1,8 Milliarden in Umlauf gebrachten Karten gibt es etwa 15 Millionen Akzeptanzstellen. Grund genug dieses Instrument zur elektronischen Zahlung näher zu untersuchen.
In vorliegender Arbeit wird zunächst ein Basiswissen vermittelt, worauf aufbauend die unterschiedlichen existierenden Kartenarten näher untersucht werden. Daran anknüpfend soll der Zahlungsvorgang mittels Vorlage der Kreditkarte durchleuchtet werden, bevor als Schwerpunkt der Seminararbeit mit dem Betrug ein zentrales Problem der Kreditkartenzahlung behandelt wird.
Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Wissen über das Zahlungsmittel Kreditkarte zu vermitteln sowie ihn auf die Gefahren mit deren Umgang aufmerksam zu machen und ihn dadurch für den Kreditkartenbetrug zu sensibilisieren.
Gliederung
1 Gang und Ziele der Arbeit
2 Allgemeine Grundlagen
2.1 Der Begriff „Kreditkarte“
2.2 Wesen der Kreditkarte
2.3 Kreditkartenausgabe
3 Kreditkartenarten
4 Zahlungsvorgang
5 Kreditkartenbetrug
5.1 Missbrauch echter Karten
5.1.1 Mögliche Tathandlungen
5.1.2 Haftung
5.2 Kartenfälschung
5.2.1 Tathandlung
5.2.2 Haftung
5.3 Schutzmaßnahmen
6 Zentrale Ergebnisse und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht das elektronische Zahlungsmittel Kreditkarte mit einem Fokus auf die damit verbundenen Betrugsrisiken und die rechtliche Haftungssituation bei Missbrauch oder Fälschung.
- Grundlegende Definition und Funktionsweise der Kreditkarte
- Kategorisierung der verschiedenen Kreditkartenarten (Charge, Debit, Credit, Prepaid)
- Prozessablauf des Zahlungsvorgangs beim Händler
- Analyse gängiger Betrugsszenarien bei echtem Missbrauch und Kartenfälschung
- Darstellung der Haftungsfragen und notwendiger Sorgfaltspflichten
Auszug aus dem Buch
5.1.1 Mögliche Tathandlungen
Für einen Karteninhaber existieren viele Gefahren eines Kreditkartenmissbrauchs. So ist beispielsweise das klassische Szenario zu nennen, dass die Karte von einem „Langfinger“ gestohlen und dann zur Bezahlung genutzt wird. In der Praxis schon des Öfteren vorgekommen sind außerdem Verluste der Kreditkarte, wobei der Finder das Zahlungsmittel für seine Zwecke unerlaubterweise einsetzte. Jedoch ist es auch möglich, dass ein Karteneigentümer seine Karte einer befreundeten oder verwandten Person freiwillig gegeben hat, das in diesen Menschen gesetzte Vertrauen aber durch unerlaubte Einkäufe missbraucht wurde (vgl. Schinkels 2001, S. 153). Es wurden auch schon Fälle gemeldet, bei denen für den Versand einer neuen Kreditkarte verantwortliche Personen die „Plastikkarte“ in den Umschlägen ertasteten und entwendeten (vgl. Lepthin 2000, S. 96). Bei all den genannten möglichen Tathergängen besteht für die Betrüger die Gelegenheit, durch Unachtsamkeit des Händlers Waren und Dienstleistungen zu erwerben.
Aber auch und gerade für Händler gibt es Chancen eine Kreditkarte zu missbrauchen. Diese könnten beispielsweise im Falle der Achtlosigkeit des Käufers bei der Bezahlung mittels Terminal unauffällig zu viel oder gar zweimal abbuchen. Besonders leicht ist dies durchzuführen, wenn das Kassenterminal an einem Platz steht, den der Kunde nicht einsehen kann, wie es oftmals in Restaurants der Fall ist. Bei dem Betrachten der Kontoauszüge könnte vom Geschädigten übersehen werden, dass zu viel oder zwei identische Beträge abgebucht wurden. Stehen diese beiden Beträge direkt untereinander, könnte eine der Positionen sogar fälschlicherweise als Rückbuchung interpretiert werden (vgl. Leptihn 2000, S. 102).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Gang und Ziele der Arbeit: Einführung in die Relevanz der Kreditkarte und Festlegung des Untersuchungsziels bezüglich Betrugsszenarien.
2 Allgemeine Grundlagen: Definition der Kreditkarte, ihrer physischen Beschaffenheit sowie der Voraussetzungen für die Kartenausgabe.
3 Kreditkartenarten: Abgrenzung der verschiedenen Kartentypen wie Charge, Debit, Credit und Prepaid Card anhand ihrer jeweiligen Abrechnungsart.
4 Zahlungsvorgang: Darstellung des Transaktionsablaufs aus der Sicht von Kunde, Händler und Kreditkartenunternehmen inklusive Autorisierungsprüfung.
5 Kreditkartenbetrug: Eingehende Analyse von Missbrauch echter Karten und Kartenfälschung sowie der zugehörigen Haftungsregeln und Präventionsansätze.
6 Zentrale Ergebnisse und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Kreditkarte als sicheres Zahlungsmittel bei Einhaltung der Sorgfaltspflichten.
Schlüsselwörter
Kreditkarte, Kreditkartenbetrug, Kartenfälschung, Haftung, Zahlungsvorgang, Sorgfaltspflichten, Magnetstreifen, Schadensersatz, Bonitätsprüfung, Plastikkarte, Sicherheitsrisiken, Finanztransaktionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das elektronische Zahlungsmittel Kreditkarte, dessen Verbreitung, Funktionsweise sowie die damit verbundenen Sicherheits- und Betrugsrisiken.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen die verschiedenen Kartenarten, der technische Zahlungsprozess im Handel und die rechtlichen Aspekte von Betrug, Fälschung und Haftung.
Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?
Ziel ist es, fundiertes Wissen über Kreditkarten zu vermitteln und sowohl den Nutzer als auch den Händler für die Gefahren des Kreditkartenbetrugs zu sensibilisieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Seminararbeit, die auf Fachpublikationen und regulatorischen Grundlagen wie dem BGB basiert.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die Beschreibung des Zahlungsvorgangs und eine detaillierte Untersuchung von Betrugsarten inklusive Haftungsfragen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Kreditkartenbetrug, Haftungsrisiken, Sorgfaltspflichten und Zahlungssicherheit.
Wie unterscheidet sich eine "echte" Credit Card von anderen Karten?
Im Gegensatz zur Charge Card bietet die Credit Card dem Nutzer die Wahlmöglichkeit zwischen sofortiger Rückzahlung oder einer Teilzahlung mittels "Revolving Credit".
Welche Rolle spielt der Händler bei der Betrugsprävention?
Der Händler trägt eine erhebliche Mitverantwortung, indem er die Identität des Karteninhabers, die Gültigkeit der Karte und die Übereinstimmung der Unterschrift prüfen muss.
Wie wirkt sich Sorglosigkeit des Kunden auf die Haftung aus?
Verletzt der Kunde seine Sorgfaltspflichten, beispielsweise durch verzögerte Schadensmeldung oder leichtfertige Verwahrung, kann er für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.
- Quote paper
- Marius Rieger (Author), 2007, Das elektronische Zahlungsmittel Kreditkarte und mit ihr einhergehende Betrugsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75430