Die vorliegende Arbeit erläutert einige gängige Kommunikationstheorien.
Nach der Theorie folgt ein praktischer Teil zur Umsetzung im Lehrerberuf.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung/ Zielstellung
2. Kommunikationstheorien
2.1. Verschiedene Ebenen der Kommunikation
2.1.1. Die Ebene des Sachinhalts
2.1.2. Die Beziehungsebene
2.1.3. Die Ebene der Selbstoffenbarung
2.1.4. Die Appell-Ebene
2.1.5. Das Zusammenwirken der Ebenen
2.2. Die Bedeutung des Selbstwertgefühls
3. Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikation
3.1. Die Körpersprache
3.2. Aktives Zuhören
3.3. Feedback-Techniken
3.4. Ich-Botschaften
3.5. Transaktionale Analyse
4. Anwendung als Lehrer/in und Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, gängige Kommunikationstheorien vorzustellen und Strategien zur Verbesserung zwischenmenschlicher Interaktionen aufzuzeigen, um diese Erkenntnisse schließlich für den schulischen Kontext und die Rolle als Lehrerin nutzbar zu machen.
- Grundlagen der Kommunikationsebenen nach Schulz von Thun
- Die psychologische Bedeutung des Selbstwertgefühls in der Interaktion
- Methoden wie Aktives Zuhören, Feedback-Techniken und Ich-Botschaften
- Einführung in die Transaktionale Analyse nach Eric Berne
- Transfer der Kommunikationstechniken in den Lehrerberuf und LER-Unterricht
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Die Ebene des Sachinhalts
Jede Nachricht enthält eine Sachinformation. Sie geht vom Sender aus und sollte beim Empfänger genauso ankommen, wie dieser sie losgeschickt hat. Dies ist jedoch nicht immer gewährleistet, da jede Nachricht außerdem auch noch eine Selbstoffenbarung des Senders, einen Appell des Senders an den Empfänger sowie eine Beziehungsbotschaft enthält. (Dazu später mehr.) Es kommt jetzt also darauf an, auf welcher Ebene der Empfänger die Nachricht aufnimmt, mit welchem „Empfangsohr“ er also hört. Männer nehmen (laut Schulz von Thun) Nachrichten häufig ausschließlich auf der Sachebene auf, und vernachlässigen damit die anderen Ebenen der Kommunikation. (Schulz von Thun: 2006, 47)
Für Frauen steht hingegen oftmals die Beziehungsebene im Vordergrund, sie nehmen es auf der Sachseite der Nachricht nicht allzu genau und benutzen Übertreibungen und Superlative, um das Ausmaß ihrer Gefühle deutlich zu machen. Die Botschaft wird folglich nicht richtig entschlüsselt und es kommt zu Missverständnissen. (Nicht nur zwischen Männern und Frauen.) Das eigentliche Problem der Kommunikation liegt also nicht „in einer sachlichen Differenz“, sondern „auf der zwischenmenschlichen Ebene“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung/ Zielstellung: Die Autorin legt die Ziele der Arbeit dar, die Kommunikationstheorien mit der praktischen Anwendung im Lehrerberuf und im LER-Unterricht zu verknüpfen.
2. Kommunikationstheorien: Dieses Kapitel erläutert das Kommunikationsmodell der vier Ebenen nach Schulz von Thun sowie die zentrale Rolle des Selbstwertgefühls für gelingende Interaktionen.
3. Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikation: Es werden praktische Instrumente wie Körpersprache, Aktives Zuhören, Feedback, Ich-Botschaften und die Transaktionale Analyse vorgestellt.
4. Anwendung als Lehrer/in und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Verantwortung von Lehrkräften und Möglichkeiten, kommunikative Kompetenzen gezielt im Unterricht zu fördern.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Schulz von Thun, Sachinhalt, Beziehungsebene, Selbstoffenbarung, Appell-Ebene, Selbstwertgefühl, Körpersprache, Aktives Zuhören, Feedback, Ich-Botschaften, Transaktionale Analyse, Lehrerberuf, LER-Unterricht, Kommunikationstraining
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation und stellt Methoden vor, um diese in Alltag und Beruf, speziell im Schulkontext, zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die vier Kommunikationsebenen nach Schulz von Thun, die Psychologie des Selbstwertgefühls und verschiedene Kommunikationstechniken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erläuterung theoretischer Kommunikationsmodelle und die Beantwortung der Frage, wie eine Lehrkraft diese im Schulalltag zur Verbesserung der Lehrer-Schüler-Kommunikation einsetzen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ausgewählter Kommunikationstheorien sowie der Reflexion von Inhalten aus einem universitären Blockseminar.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kommunikationsebenen, die psychologische Bedeutung des Selbstwertgefühls sowie konkrete Techniken wie Aktives Zuhören und Transaktionale Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kommunikation, Selbstwertgefühl, Feedback, Transaktionale Analyse und die Anwendung im schulischen Kontext.
Wie beeinflusst laut der Autorin das "Beziehungsohr" die Kommunikation?
Ein zu stark ausgeprägtes Beziehungsohr führt dazu, dass Nachrichten überbewertet werden und alles auf die eigene Person bezogen wird, was zu ernsthaften Störungen und Missverständnissen führen kann.
Welche Rolle spielt das Kindheits-Ich in der Transaktionalen Analyse?
Im Kindheits-Ich sind Gefühle, Kreativität und Spontaneität, aber auch das Selbstwertgefühl verankert; wenn sich jemand beleidigt oder bedroht fühlt, handelt er oft aus diesem Ich-Zustand heraus.
Warum betont die Autorin die Vorbildfunktion von Lehrkräften?
Da Schüler in einem leistungsorientierten Schulsystem oft Verbergungstechniken erlernen, können Lehrkräfte durch den bewussten Einsatz von Ich-Botschaften und Feedback das Selbstwertgefühl der Kinder stärken.
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- Jessica Brückner (Author), 2006, Kommunikation - Probleme und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75460