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Marketing to the poor - eine Analyse aus ökonomischer Perspektive

Title: Marketing to the poor - eine Analyse aus ökonomischer Perspektive

Diploma Thesis , 2006 , 72 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kffr. Nadine Wolf (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Hunger, Krankheit und unmenschliche Lebensumstände prägen das Bild so vieler Menschen in den Entwicklungsländern. Seit über 50 Jahren engagieren sich Institutionen aller Art von Privatpersonen über Politiker, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen bis hin zu ganzen Staatsapparaten, für die Eindämmung der weltweiten Armut. Spenden, Entwicklungszusammenarbeit, Strukturanpassungsprogramme und die Millennium Development Goals sind Maßnahmen, mit denen versucht wird dem Armutsproblem Herr zu werden - mit geringem Erfolg. C.K. Prahalad, ein indischer Forscher und Berater, der an der University of Michigan eine Professur innehat, beschäftigt diese Thematik ebenfalls. Er
entwarf einen Ansatz, der verspricht, die weltweite Armut bis zum Jahre 2020 zu beseitigen. Der Grundgedanke: die 3 Milliarden Menschen, die bisher von der Privatwirtschaft ignoriert wurden, sollen als Konsumenten erkannt und in den Wirtschaftskreislauf integriert werden. Dies soll durch die Verfügbarkeit angepasster, westlicher Produkte in den Entwicklungsländern erreicht werden, was die Kernidee des „Marketing to the poor“ darstellt. Hierbei sollen Investitionen seitens multinationaler Unternehmen in lokale Märkte eine ökonomische Entwicklung angestoßen, die einerseits Unternehmensgewinne generiert und andererseits die Armen aus ihrer Misere befreit, indem sie in den Stand von Kleinunternehmern erhoben werden.
Die Idee ist gut – Gutes tun mit Gewinn! Aber kann Prahalads Ansatz, den er in seinem Buch „The Bottom of the Pyramid – Eradicating Poverty through Profits“ beschreibt, das versprochene Ziel, die Beseitigung der Armut bis 2020, tatsächlich leisten? Offensichtlich tauchen bei der Umsetzung Schwierigkeiten auf, denn sonst würde das Konzept bereits flächendeckende Anwendung finden und wäre Grundlage vieler Bemühungen, die Armut zu bekämpfen. Warum aber funktioniert der Ansatz nicht? Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen, die der unzureichenden Anwendung des BOP-Ansatzes zugrunde liegen, anhand einer ökonomischen Analyse aufzudecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Armut

2.1 Armutsbegriff und -konzepte

2.2 Ursachen für die weltweite Armut

2.3 Armutsbekämpfung

3 Prahalads „Bottom of the Pyramid“– Konzept

3.1 Ansatzpunkte des BOP-Ansatzes

3.2 Die Einkommenspyramide und der BOP

3.3 Besonderheiten der BOP-Märkte

3.4 Marktentwicklung auf BOP-Märkten durch Unternehmen

3.4.1. Wirtschaftliche Infrastruktur

3.4.1.1 Kaufkraftgenerierung

3.4.1.2 Bewusstseinsformung

3.4.1.3 Maßgeschneiderte lokale Lösungen

3.4.1.4 Zugangsverbesserung

3.4.2 Organisatorische Infrastruktur

3.5 Relevanz der Erschließung der BOP-Märkte

3.6 Marktentwicklung auf BOP-Märkten durch offizielle Instanzen

3.6.1 Marktorientierte Ökosysteme

3.6.2 Korruption

4 Ökonomische Ansatzpunkte zur Konzeptrealisation und Kritik

4.1 Analysekonzepte zur Armut aus ökonomischer Sicht

4.2 Markttransaktionen und deren Bedingungen

4.2.1 Institutionen

4.2.1.1 Institutionen der zweiten Ebene

4.2.1.2 Institutionen der dritten Ebene

4.2.1.3 Institutionen der vierten Ebene

4.2.2 Anreize

4.3 Schwächen des Konzeptes aus ökonomischer Perspektive

4.3.1 Institutionelle Mängel

4.3.1.1 Mängel auf der ersten Ebene

4.3.1.2 Mängel auf der zweiten Ebene

4.3.1.3 Mängel auf der dritten Ebene

4.3.1.4 Mängel auf der vierten Ebene

4.3.2 Anreizprobleme

4.3.2.1 Risikobetrachtung

4.3.2.2 Erträge

4.3.2.3 Kosten

4.4 Kritische Betrachtung des BOP-Ansatzes

4.4.1 Kritik hinsichtlich der Annahmen

4.4.2 Kritik bezüglich der Methodik

4.4.3 Kritik an der Anwendbarkeit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für die bisher unzureichende praktische Umsetzung des „Bottom of the Pyramid“-Ansatzes (BOP) von C.K. Prahalad aus einer ökonomischen Perspektive zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, warum das Versprechen, weltweite Armut durch marktbasierte Lösungen zu beseitigen, bisher nicht in der erhofften Weise eingelöst werden konnte.

  • Grundlagen des Armutsbegriffs und Ursachen weltweiter Armut
  • Eingehende Darstellung des BOP-Ansatzes und seiner Kernthesen
  • Analyse der Marktentwicklung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und organisatorischer Infrastrukturen
  • Untersuchung ökonomischer Rahmenbedingungen, Institutionen und Anreizstrukturen für Markttransaktionen
  • Kritische Würdigung der Annahmen, Methodik und Anwendbarkeit des Konzepts

Auszug aus dem Buch

3.4.1.3 Maßgeschneiderte lokale Lösungen

Die im Unterschied zu Industrienationen anderen Gegebenheiten der Entwicklungsländer – sowohl im ökonomischen als auch strukturellen Sinne – erfordern eine Konzeption von Produkten, die an die Situation vor Ort angepasst ist. Daher ist eine zielgruppenorientierte Produktentwicklung Voraussetzung für den Absatz. Diese jedoch fordert, konservative Ansichten in Frage zu stellen und Annahmen etwa bezüglich Kostenstrukturen oder Distributionskanälen zu ändern.61

Das Preis-Leistungsverhältnis muss im Rahmen der Produktkonzeption radikal überdacht werden. 62 Hierbei sind übliche Überlegungen – die Senkung des Preises um einen geringen Prozentsatz etwa – nicht ausreichend. Hier ist eine Reduktion um ein Hundertfaches notwendig. Eine Anpassung der Verpackungsgrößen an örtliche Umstände, die es den Armen mit ihrem geringen, meist täglich ausgezahlten Einkommen ermöglicht, Produkte in Einzelverpackungen (z.B. Shampoo in Sachets oder Aspirin in Einzeldosen) zu erwerben, stellt eine der wichtigsten Maßnahmen dar.

Des Weiteren ist es notwendig, hybride Lösungen zu kreieren.63 Der BOP-Markt kann nicht mit vereinfachten oder alten Technologien der Industrienationen bedient werden, es besteht vielmehr die Notwendigkeit, aktuelles technologisches Know-how mit lokalen Erkenntnissen und traditioneller Produktionsweise zu kombinieren.64

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Armutsproblem und den BOP-Ansatz von Prahalad mit der zentralen Forschungsfrage nach der tatsächlichen Umsetzbarkeit des Konzepts.

2 Armut: Definition verschiedener Armutskonzepte (Einkommens- vs. Ressourcenansatz) und Zusammenfassung der komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ursachen für weltweite Armut.

3 Prahalads „Bottom of the Pyramid“– Konzept: Detaillierte Erläuterung der Kernthesen zur Markterschließung der ärmsten Bevölkerungsschichten und der Notwendigkeit einer angepassten wirtschaftlichen und organisatorischen Infrastruktur.

4 Ökonomische Ansatzpunkte zur Konzeptrealisation und Kritik: Fundierte ökonomische Analyse der Bedingungen für Markttransaktionen und kritische Auseinandersetzung mit institutionellen Defiziten sowie Anreizproblemen bei der Anwendung des BOP-Ansatzes.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass der BOP-Ansatz trotz systemischer Schwächen und der Vernachlässigung empirischer Gegebenheiten wertvolle Impulse für entwicklungspolitische Debatten und unternehmerisches Engagement liefern kann.

Schlüsselwörter

Bottom of the Pyramid, BOP-Ansatz, Armutsbekämpfung, ökonomische Entwicklung, Markttransaktionen, Institutionenökonomik, Kaufkraftgenerierung, Transaktionskosten, Infrastrukturentwicklung, Anreizprobleme, Unternehmensstrategie, Entwicklungsländer, Produktinnovation, soziale Transformation, Armutsaufschlag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den „Bottom of the Pyramid“-Ansatz von C.K. Prahalad, der vorschlägt, durch die Einbindung armer Bevölkerungsschichten als Konsumenten und Unternehmer zur globalen Armutsbeseitigung beizutragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definitionen von Armut, die theoretischen Grundlagen des BOP-Konzepts, die notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Bedingungen für Marktzugänge sowie institutionelle Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem theoretischen Versprechen des BOP-Ansatzes und seiner mangelnden flächendeckenden Umsetzung durch eine ökonomische Analyse aufzuklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ökonomische Analyse durchgeführt, wobei insbesondere Konzepte der Neuen Institutionenökonomik und der Handlungstheorie genutzt werden, um die Rahmenbedingungen für Markttransaktionen in Entwicklungsländern zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwächen des BOP-Konzepts hinsichtlich institutioneller Mängel (z.B. Eigentumsrechte, Korruption) und Anreizstrukturen (Risiko, Rendite, Transaktionskosten) für Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bottom of the Pyramid, Markttransaktionen, Institutionenökonomik, Armutsbekämpfung, Infrastruktur und Anreizprobleme.

Warum hält die Autorin den Erfolg des BOP-Ansatzes für zweifelhaft?

Die Autorin argumentiert, dass Prahalad essenzielle ökonomische Rahmenbedingungen wie rechtliche Sicherheit, Transaktionskosten und die institutionellen Defizite der Entwicklungsländer in seinem Konzept zu wenig berücksichtigt.

Welche Rolle spielen Institutionen laut der Arbeit?

Institutionen werden als unverzichtbare Basis für stabile Markttransaktionen verstanden; ihr Fehlen führt zu Unsicherheiten und hohen Transaktionskosten, die den Markteintritt multinationaler Unternehmen massiv erschweren.

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Details

Title
Marketing to the poor - eine Analyse aus ökonomischer Perspektive
College
HHL Leipzig Graduate School of Management  (Lehrstuhl für Sustainability and Global Ethics)
Grade
2,3
Author
Dipl.-Kffr. Nadine Wolf (Author)
Publication Year
2006
Pages
72
Catalog Number
V75527
ISBN (eBook)
9783638712729
ISBN (Book)
9783638714617
Language
German
Tags
Marketing Analyse Perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kffr. Nadine Wolf (Author), 2006, Marketing to the poor - eine Analyse aus ökonomischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75527
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