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Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinn und nach KonTraG

Title: Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinn und nach KonTraG

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 34 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Antje Penthin (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Es stellt sich die berechtigte Frage, warum der Begriff des Risikomanagement und die Notwendigkeit, ein solches in seinem Unternehmen einzurichten, in den letzten Jahren solch eine Priorität in der betriebswirtschaftlichen Literatur genießt. Es lassen sich drei große Einflussbereiche identifizieren. Zum Ersten erfordert die Globalisierung und Konzentration der Märkte einen immensen Kapitalbedarf seitens der Unternehmen. Das hierfür benötigte Kapital ist am Markt verfügbar, jedoch steht die Anlageentscheidung von Investoren unter der Prämisse, langfristig einen ROI zu erzielen, der die Kapitalkosten des Unternehmens übersteigt.1,2 Fokus der ROI-Entscheidung ist die zukünftige Unternehmensentwicklung. Somit ist das Unternehmen gefordert, strategische Entscheidungen zu treffen, wie die langfristige Renditeforderung der Investoren erfüllt werden kann.3
Außerdem stellt der zunehmende Trend zur Informationsgesellschaft die Unternehmen vor Problemen. Informationen werden immer schneller und vielfältiger, die Informationsquellen nehmen rasant zu. Nur Unternehmen, welche es verstehen aus der Informationsflut die relevanten Daten zu filtern und diese in ihre Entscheidungen einfließen lassen können, werden erfolgreich sein. Dies erfordert ein System, mit dem die Informationen aufgenommen, selektiert, auf Relevanz geprüft und weiter verarbeitet werden.4
Ein dritter Faktor ist die Verabschiedung des KonTraG am 5.3.1998.5 Jahrelang angestrebte Reformen des Aktien- und Handelsrechts fanden durch das KonTraG ihren vorläufigen Abschluss.6 Als herausragende Neuregelung besteht nunmehr gem. § 91 Abs. 2 AktG für AG-Vorstände die Pflicht zur Einrichtung eines Risikomanagement.
Nachfolgend werden zunächst die betriebswirtschaftlichen Definitionen von Risiko und Risikomanagement herausgearbeitet. Anschließend erfolgt eine Beschreibung allgemeiner betriebswirtschaftlicher Gestaltungsmerkmale an ein Risikomanagementsystem; dabei werden insbesondere die einzelnen Systemkomponenten erläutert. Die Ausführungen schließen mit einer Untersuchung inwieweit das KonTraG hier eingreift und was die Intentionen des KonTraG sind. Ziel der Arbeit ist eine überblicksartige Darstellungen des Vorhergenannten.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgestaltung eines Risikomanagements aus betriebswirtschaftlicher Sicht

2.1. Definition des Risikobegriffs

2.2. Definition des Risikomanagement im umfassenden Sinne

2.3. Organisatorische Rahmenbedingungen

2.4. Regelkreislauf des Risikomanagements

2.4.1. Formulierung der Chancen- und Risikostrategie

2.4.2. Risikoidentifikation

2.4.3. Risikoanalyse/-bewertung

2.4.4. Risikosteuerung

2.5. Prozesskontrolle und –überwachung

2.6. Dokumentation

3. Ausgestaltung eines Risikomanagement nach KonTraG

3.1. Intentionen des KonTraG

3.2. Inhalt des KonTraG

3.3. Zeitlicher und sachlicher Anwendungsbereich des KonTraG

3.4. Definition des Risikobegriff nach KonTraG

3.5. Definition des Risikomanagement nach KonTraG

3.6. Kritische Beurteilung des Risikomanagement nach KonTraG

4. Ausleitung

Anhang I: Risikobegriff nach Lück

Anhang II: Risikomanagement im umfassenden Sinn

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, eine überblicksartige Darstellung der betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Risikomanagements zu liefern und zu untersuchen, inwieweit das KonTraG in die Unternehmenspraxis eingreift und welche Intentionen mit diesem Gesetz verfolgt werden.

  • Betriebswirtschaftliche Definitionen und Systemkomponenten des Risikomanagements
  • Regelkreislauf des Risikomanagements: von der Strategieformulierung bis zur Risikosteuerung
  • Die Auswirkungen des KonTraG auf die Unternehmensführung und Überwachung
  • Kritische Analyse der gesetzlichen Anforderungen an das Risikofrüherkennungssystem

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Formulierung der Chancen- und Risikostrategie

Grundlage für die Einführung eines systematischen Risikomanagement ist die Formulierung einer Chancen-/Risikostrategie, da sich dieses an der geschäftspolitischen Zielsetzung des Unternehmens (Unternehmensstrategie) ausrichtet.

In einem ersten Schritt hat die Unternehmensleitung für alle Risikobereiche strategische Vorgaben für die Handhabung der Risiken zu entwickeln. Ausgehend von den Unternehmenszielen (z.B. Rentabilitäts- und Cashflow-Ziffern) werden durch die Geschäftsleitung i.R. der strategischen Planung unter Berücksichtigung der Einschätzung des Unternehmensumfeldes Strategien für einzelne Geschäftsfelder festgesetzt. Die strategischen Vorgaben für die Handhabung der Risiken sind von dem Ausmaß der einzelnen Risiken (von existenzbedrohenden Risiken bis hin zu geringfügigen Risiken, sog. Bagatellrisiken) abhängig. Für die Risikostrategie gilt dabei die Prämisse: „Je höher der mögliche Schaden und je wahrscheinlicher ein Schadenseintritt ist, um so gründlicher ist die Ausschöpfung aller Erkenntnismöglichkeiten erforderlich, um das Risiko zu erkennen und zu beeinflussen“. Die Unternehmensleitung muss prüfen, welche Auswirkungen ein Schadensfall für das Unternehmen hat. Durch die Risikostrategie muss insbesondere festgelegt werden, welche Risiken eingegangen werden sollen, welches Verhältnis zwischen Chancen und Risiken in einzelnen Unternehmensbereichen mindestens einzuhalten ist und ab welcher Schadenshöhe Maßnahmen zur Risikosteuerung eingeleitet werden müssen. Es muss eine maximale Verlustgrenze für das Unternehmen vorgegeben werden, was eine ständige Aggregation der Risiken aus den Geschäftsbereichen voraussetzt. Auf jeder Unternehmensebene bzw. bei allen Hauptprozessen sind die für die Umsetzung der Strategien relevanten Risiken und Chancen zu identifizieren. Als geeignetes Instrument hierzu bietet sich z.B. die Balanced Scorecard an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Risikomanagements durch Globalisierung, Informationsgesellschaft und die Verabschiedung des KonTraG.

2. Ausgestaltung eines Risikomanagements aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Risikomanagements, den Regelkreislauf von der Identifikation bis zur Steuerung sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen.

3. Ausgestaltung eines Risikomanagement nach KonTraG: Hier werden die Intentionen und Inhalte des KonTraG analysiert, insbesondere die Pflicht zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems und eine kritische Beurteilung dessen praktischer Umsetzung.

4. Ausleitung: Das Fazit stellt fest, dass Risikomanagementsysteme keine Allheilmittel sind, sondern das unternehmerische Handeln unterstützen müssen, ohne Chancen durch übermäßige Risikovermeidung zu verhindern.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, KonTraG, Risikofrüherkennung, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Unternehmensüberwachung, Risikobegriff, Schadenserwartungswert, Frühwarnindikatoren, Risikokultur, Risikokompensation, Corporate Governance, Aktiengesetz, Bestandsgefährdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption des Risikomanagements und der praktischen Implementierung durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG).

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind der betriebswirtschaftliche Regelkreislauf eines Risikomanagementsystems, die rechtlichen Pflichten aus dem Aktiengesetz und die notwendige Einbettung in die Unternehmenskultur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Anforderungen an ein Risikomanagementsystem zu schaffen, sowohl aus betriebswirtschaftlicher Sicht als auch unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben des KonTraG.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und wertet den aktuellen Stand der betriebswirtschaftlichen Diskussion zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (2002) aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der betriebswirtschaftlichen Risikosteuerung und die anschließende spezifische Untersuchung des KonTraG-Kontextes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Risikomanagement, KonTraG, Frühwarnsysteme, Risikoidentifikation und Unternehmensüberwachung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Risiko i.e.S. und i.w.S. wichtig?

Die Unterscheidung hilft Unternehmen, zwischen reinen Gefahren (Verlustrisiken) und unternehmerischen Chancen (spekulatives Risiko) zu trennen, um die Risikostrategie präzise anzupassen.

Welche Rolle spielen die Wesentlichkeitsgrenzen im Risikomanagement?

Sie dienen als Filterfunktion, damit die Unternehmensleitung nicht mit unwesentlichen Gefahrenpotenzialen überflutet wird, sondern sich auf bestandsgefährdende Risiken konzentrieren kann.

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Details

Title
Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinn und nach KonTraG
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen  (FB BWL)
Grade
2,2
Author
Antje Penthin (Author)
Publication Year
2002
Pages
34
Catalog Number
V7554
ISBN (eBook)
9783638147767
Language
German
Tags
Risikomanagement Sinn KonTraG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Penthin (Author), 2002, Risikomanagement im betriebswirtschaftlichen Sinn und nach KonTraG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7554
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