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Für Gott und Vaterland - Der Bayerische Kurier in München

Die Entwicklung der Zeitung mit zusätzlicher exemplarischer Darstellung ihrer Perspektive auf die Wahlen zum Landtag und zur Weimarer Nationalversammlung 1919 in Bayern

Title: Für Gott und Vaterland - Der Bayerische Kurier in München

Seminar Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karsten Linde (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

Die Seminararbeit befasst sich mit der Geschichte der so genannten „Schwarzen Presse“ und stellt den „Bayerische Kurier“ als einen Vertreter der katholischen Presse vor. Ergänzt wird diese Darstellung, die den historischen Werdegang der Zeitung nachzeich-net, mit einem praktischen Teil, der näher in das Blatt selbst einsteigt. Gewählt wurde dabei die Umsturzzeit nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland, da besonders hier viele gegensätzlich gerichtete Interessen aufeinanderprallten. Dies wiederum drängt auch den Bayerischen Kurier dazu, um seinen Platz in der Presselandschaft und in der Alltagswirklichkeit der Menschen zu kämpfen. Die Identität der Zeitung und ihre Nähe zum politischen Arm des Katholizismus in Bayern – der Bayerischen Volkspartei – kommen hier besonders stark zum Ausdruck.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entwicklungsgeschichte der katholischen Presse

2.1 Zerfall der mittelalterlichen christlichen Öffentlichkeit

2.2 Einheit von Kirche und Staat

2.3 Eine gesellschaftliche Gruppe unter vielen

2.4 Kulturkampf und Politisierung der Katholiken

2.5 Den Kulminationspunkt erreicht!?

3 Der Bayerische Kurier

3.1 Konservative Gründungsjahre

3.2 Modernisierungsprozess im Kaiserreich

3.3 Der Bayerische Kurier als Übernahmeobjekt

3.4 Schicksalsjahre im Ersten Weltkrieg

3.5 Parteiwerkzeug in der jungen Weimarer Republik

3.6 Kampf gegen Hitler und Untergang

4 Berichterstattung des Bayerische Kuriers im Januar 1919

4.1 Historischer Hintergrund

4.1.1 Revolution von „oben“ und von „unten“

4.1.2 Eisners Münchener Revolution

4.2 Im Vorfeld der Landtagswahlen am 12. Januar

4.2.1 Wahlformalitäten und die Stimme der BVP

4.2.2 Glaube, Konfession und rund um die Revolution

4.3 Zwischen Landtagswahl und Wahlen zur Nationalversammlung

5 Zusammenfassung und Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historische Entwicklung der katholischen Presse anhand des „Bayerischen Kuriers“ und analysiert dessen publizistische Rolle während der politischen Umbruchszeit nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere im Hinblick auf die Landtags- und Nationalversammlungswahlen im Januar 1919 in Bayern.

  • Geschichte und Entwicklung der „Schwarzen Presse“
  • Strukturelle und inhaltliche Transformation des „Bayerischen Kuriers“
  • Rolle des Blattes als Sprachrohr des politischen Katholizismus (Zentrum/BVP)
  • Berichterstattung und politische Agitation im Januar 1919
  • Umgang mit den Revolutionsereignissen und dem aufkommenden Nationalsozialismus

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Eisners Münchener Revolution

Die Bayerische Revolution kann man in mehreren Grundzügen von der gesamtdeutschen Revolution abgrenzen. Sie ging den norddeutschen Ereignissen um zwei Tage voraus und die gewaltlose Umstimmung des Militärs, die Bildung von Regierung und Revolutionsparlament und die Wahl der Räte war nicht das Produkt einer Aktion führerloser Menschenmassen. Die Münchner Revolution besaß einen Anführer – Kurt Eisner: „Er war kein Bayer, sondern ein Urberliner; noch dazu Jude; noch dazu Literat – ein Bilderbuch-Intellektueller mit Bart und Brille und Bohème-Allüren“ beschreibt ihn Sebastian Haffner und vermittelt so bildlich die Person, die drei Monate lang die Verhältnisse in Bayern mit Tatkraft, Ideenreichtum und viel Idealismus bestimmte. Unter seiner Führung verlief die Revolution erfolgreich und vor allem ohne Blutvergießen ab.

Die „Ein-Mann-Schau“ Eisner, 1917 einer der Mitbegründer der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), rief bereits am Abend des 7. Novembers im Mathäserbräu, dem damals größten Saal der Stadt, den „Freistaat Bayern“ aus und improvisierte den ersten Arbeiter- und Soldatenrat. Denn anstatt es wie SPD-Führer Erhard Auer bei einer simplen Massenkundgebung zu belassen und sich hernach am Münchener Friedensengel aufzulösen, beschloss Eisner zu den Kasernen im Norden zu marschieren. Das „’Umdrehen’ der bewaffneten Macht“ gelang und eine Gegenreaktion monarchistischer Minister zur Niederschlagung dieser Münchener Revolution blieb aus. Der König war bereits geflohen. Am 8. November bestätigte der neu gebildete „Provisorische Nationalrat“ Eisner als bayerischen Ministerpräsidenten und Außenminister in Personalunion.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens anhand der Januarausgaben von 1919.

2 Die Entwicklungsgeschichte der katholischen Presse: Analyse der historischen Entwicklung der katholischen Presse vom Mittelalter bis zur Phase der Konsolidierung in der Weimarer Republik.

3 Der Bayerische Kurier: Darstellung der Verlagsgeschichte des Kuriers, seiner Modernisierungsprozesse und seiner Entwicklung zum parteinahen Organ des politischen Katholizismus.

4 Berichterstattung des Bayerische Kuriers im Januar 1919: Praktische Analyse der Berichterstattung während der Revolutionszeit und der Wahlkämpfe von 1919 unter besonderer Berücksichtigung der BVP-nahen Linie.

5 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse, die den Bayerischen Kurier als politisches Kampfblatt zur Verteidigung der christlichen Weltanschauung charakterisiert.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Bayerischer Kurier, katholische Presse, Schwarze Presse, BVP, Bayerische Volkspartei, Kurt Eisner, Novemberrevolution, Weimarer Republik, Publizistik, Zentrumspartei, Landtagswahl 1919, Politisierung, Katholizismus, Parteipresse, Pressegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte und die publizistische Ausrichtung des „Bayerischen Kuriers“ als ein zentrales Organ der katholischen Presse in Bayern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des katholischen Pressewesens, der Verlagsgeschichte des Kuriers und dessen politischer Rolle während der Umbruchszeit nach 1918.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Kommunikationsmodus des „Bayerischen Kuriers“ zu charakterisieren und anhand exemplarischer Quellen aus dem Januar 1919 zu belegen, wie die Zeitung katholisch-politische Interessen vertrat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Primärquellen (Zeitungsartikel vom Januar 1919) in Kombination mit einer mediengeschichtlichen Einordnung auf Basis etablierter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der katholischen Pressegeschichte, eine detaillierte Verlagsbiografie des Kuriers und eine praxisorientierte Inhaltsanalyse während der Januartage 1919.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bayerische Volkspartei, politischer Katholizismus, Novemberrevolution, Pressegeschichte und Parteipresse.

Welche Rolle spielte Dr. Georg Heim für den Bayerischen Kurier?

Dr. Georg Heim war als prominenter Politiker der BVP und Aufsichtsrat der Verlagsgesellschaft ein wichtiger Akteur, der das Blatt regelmäßig für seine politische Agitation nutzte.

Wie reagierte der Bayerische Kurier auf die Revolution von 1918/19?

Das Blatt agierte konsequent antisozialistisch, stand der Revolution kritisch gegenüber und positionierte sich als Verteidiger der christlichen Weltanschauung gegen den aufkommenden Bolschewismus.

Was passierte mit dem Bayerischen Kurier nach 1933?

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Zeitung aufgrund ihrer kritischen Haltung und der persönlichen Konflikte ihres Chefredakteurs Osterhuber mit Hitler verfolgt und schließlich 1934 eingestellt.

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Details

Title
Für Gott und Vaterland - Der Bayerische Kurier in München
Subtitle
Die Entwicklung der Zeitung mit zusätzlicher exemplarischer Darstellung ihrer Perspektive auf die Wahlen zum Landtag und zur Weimarer Nationalversammlung 1919 in Bayern
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Bayerische Pressegeschichte
Grade
1,0
Author
Karsten Linde (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V75627
ISBN (eBook)
9783638798228
ISBN (Book)
9783638797481
Language
German
Tags
Gott Vaterland Bayerische Kurier München Bayerische Pressegeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Linde (Author), 2007, Für Gott und Vaterland - Der Bayerische Kurier in München, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75627
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