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Jugendliche als Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige

Title: Jugendliche als Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige

Intermediate Diploma Thesis , 2007 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Barbara Sürig (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird das eher randständige Thema "Jugendliche als Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige" behandelt. Randständig deshalb, da regelmäßig die TäterInnen in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden.
Im ersten Teil soll hierzu auf die Viktimologie, der Wissenschaft, die sich mit der Op-ferperspektive beschäftigt, eingegangen werden. Hierzu werden verschiedene Opferbegriffe erwähnt und festgelegt, welches Begriffsverständnis für diese Arbeit relevant ist. Hiernach folgt ein Einblick in wesentliche viktimologische Fragestellungen, die im Verlauf der Arbeit am speziellen Beispiel wieder aufgegriffen werden. Weiterhin beschäftigt sich das Kapitel mit der theoretischen Betrachtung der Frage, warum jemand überhaupt ein Viktimisierungsrisiko hat. Hierzu werden vier der relevanten Theorien kurz vorgestellt. Das Kapitel schließt Ausführungen bezüglich der drei Stufen, in denen Viktimisierung erfolgt, ab.
Der zweite Teil stellt zunächst allgemeine kriminalstatistische Befunde bezüglich der Viktimisierung von Jugendlichen dar. Es zeigt sich, dass neben familiärer Gewalt, die meistens im Dunkelfeld verbleibt, ein Großteil jugendlicher Opfer durch Täter dersel-ben Altersgruppe viktimisiert werden. Ein gut untersuchtes Gebiet stellt hier die „schulische Gewalt“ dar. Anhand von verschiedenen empirischen Studien wird im folgenden viktimologischen Aspekten am Beispiel der Peer-Viktimisierung an Schu-len nachgegangen. Hierzu erfolgt ein Rückgriff auf die im ersten Teil allgemein auf-gezeigten Fragestellungen der Viktimologie.
Im dritten Teil wird der spezielle Ort der Schule wieder verlassen und die Frage untersucht, inwieweit jugendliche Kriminalitätsopfer sozialpädagogische Betreuung benötigen und ob überhaupt adäquate Angebote in der Beratungs- / Betreuungslandschaft vorhanden sind. Abschließend wird besonders das in Deutschland relativ neue Gebiet der sozialpädagogischen Prozessbegleitung vorgestellt und die Wichtigkeit dieses Tätigkeitsfeldes der Sozialen Arbeit verdeutlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 VIKTIMOLOGIE – DIE OPFERPERSPEKTIVE IN DER KRIMINOLOGIE

1.1 Der Opferbegriff

1.2 Opfertypologien

1.3 Viktimologische Fragestellungen

1.4 Theorien der Viktimisierung

1.5 Der Viktimisierungsprozess

2 VIKTIMISIERUNG VON JUGENDLICHEN

2.1 Kriminalstatistische Befunde

2.1.1 Das Hellfeld

2.1.2 Täter-Opfer-Beziehung hinsichtlich des Alters

2.1.3 Entwicklung der Anzeigequoten

2.2 Viktimologische Aspekte am Beispiel von Peer-Viktimisierung in der Schule

2.2.1 Tatort Schule - Hellfeldbefunde

2.2.2 Schulformen im Vergleich

2.2.3 Gewaltformen

2.2.4 Opfer-Täter-Konstellationen

2.2.5 Merkmale von Opfern und Täter-Opfern

2.2.6 Kriminalitätsfurcht

2.2.7 Zeugenverhalten

2.2.8 Anzeigeverhalten

2.2.9 Folgen von Viktimisierung

2.2.10 Vermeidung von Reviktimisierung / Prävention

3 DIE ARBEIT MIT JUGENDLICHEN OPFERN – EIN FELD DER SOZIALEN ARBEIT

3.1 Psycho-soziale Betreuung von Kriminalitätsopfern

3.2 Jugendliche Opfer im Strafverfahrensprozess

3.2.1 Potentielle Belastungsmomente im Strafverfahren

3.2.2 Sozialpädagogische Prozessbegleitung

4 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Situation von Jugendlichen, die Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige werden, und analysiert die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, diese Zielgruppe zu unterstützen und zu begleiten.

  • Kriminologische Grundlagen der Viktimologie und Opferperspektive
  • Analyse von Peer-Viktimisierung im schulischen Umfeld
  • Untersuchung des Täter-Opfer-Statuswechsels bei Jugendlichen
  • Die Rolle der psychosozialen Beratung für Kriminalitätsopfer
  • Sozialpädagogische Prozessbegleitung im Strafverfahren als Handlungsfeld

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Gewaltformen

Bei Betrachtung des aggressiven Verhaltens von Schülern untereinander lassen sich drei Arten von Gewalt unterscheiden, nämlich körperliche (z. B. Schlagen, stoßen, treten), verbale (z. B. dumme Sprüche nachrufen, drohen und hänseln) und indirekte Gewalt (z. B. Gerüchte verbreiten oder jemanden ausschließen) (vgl. Schäfer 1996a, S. 3). Den u. a. durch Olweus geprägte Begriff des Bullying (vgl. Bliesener und Lösel 2003, S. 25) findet man in deutschen Studien mit „Mobbing“ oder “Drangsalieren“ übersetzt (vgl. Olweus 2004, S. 281, FN1), auch die direkte Übersetzung „Schikanieren“ wird verwendet (vgl. Schäfer 1996b) oder das „eingedeutschte“ Wort „Bullying“ (vgl. Bliesener/Lösel 2003, S. 25 ff.). Olweus (vgl. 2004, S. 283) führt drei wesentliche Kriterien auf, die das Bullying charakterisieren und von spielerischen Hänseleien, wie sie unter Kindern und Jugendlichen häufig vorkommen, unterscheiden (im folgenden ebd.):

„a) Es ist ein aggressives Verhalten bzw. beabsichtigtes ‚Unrechttun’

b) das wiederholt und über längere Zeit ausgeführt wird und

c) durch ein Ungleichgewicht der Kräfte in einer interpersonalen Beziehung gekennzeichnet ist.“

Zu betonen ist hier also, dass es sich beim Bullying nicht um die Austragung von Konflikten zwischen Tätern und Opfern handelt, sondern um das „Ausleben“ von Täter-Opfer-Beziehungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 VIKTIMOLOGIE – DIE OPFERPERSPEKTIVE IN DER KRIMINOLOGIE: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftliche Disziplin der Viktimologie ein, definiert grundlegende Opferbegriffe und erläutert verschiedene theoretische Ansätze zur Entstehung von Viktimisierung.

2 VIKTIMISIERUNG VON JUGENDLICHEN: Der Hauptteil analysiert die empirische Lage jugendlicher Opfer, insbesondere am Beispiel von Mobbing und Gewalt unter Mitschülern in der Schule.

3 DIE ARBEIT MIT JUGENDLICHEN OPFERN – EIN FELD DER SOZIALEN ARBEIT: Dieses Kapitel widmet sich den Interventionsmöglichkeiten, insbesondere der psychosozialen Beratung und der speziellen Begleitung von jungen Opfern durch Strafprozesse.

4 AUSBLICK: Das Fazit skizziert die Notwendigkeit für einen Ausbau opferorientierter sozialer Dienste und die Etablierung verbindlicher Unterstützungssysteme für jugendliche Opfer.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Viktimologie, Mobbing, Peer-Viktimisierung, Opferhilfe, Schulgewalt, Täter-Opfer-Beziehung, Prävention, Prozessbegleitung, Strafverfahren, Jugendhilfe, Psychosoziale Beratung, Opferfurcht, Sekundärviktimisierung, Gewaltkreislauf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik jugendlicher Opfer von Gewalt, die durch Gleichaltrige ausgeübt wird, und beleuchtet die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung dieser Opfer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst kriminologische Theorien zur Viktimisierung, die spezifische Situation in Schulen, die Dynamik der Täter-Opfer-Beziehung sowie Betreuungsangebote im Strafverfahren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das jugendliche Kriminalitätsopfer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und den Bedarf sowie die Möglichkeiten einer sozialpädagogischen Betreuung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Analyse empirischer Studien und kriminalstatistischer Befunde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Viktimisierung von Jugendlichen im schulischen Kontext, inklusive Erscheinungsformen, Risikofaktoren und Folgen, sowie auf die Arbeit mit Opfern in der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Jugendkriminalität, Viktimologie, Mobbing, Peer-Viktimisierung, Opferhilfe und Sozialpädagogische Prozessbegleitung.

Was unterscheidet das Bullying von spielerischen Hänseleien?

Laut Olweus zeichnet sich Bullying durch drei Merkmale aus: aggressives Verhalten bzw. beabsichtigtes „Unrechttun“, Wiederholung über einen längeren Zeitraum und ein Machtungleichgewicht in der Beziehung.

Warum ist die „Sozialpädagogische Prozessbegleitung“ so wichtig für Opfer?

Sie soll die emotionalen Belastungen während eines Strafverfahrens minimieren, den Jugendlichen durch das komplexe Gerichtssystem führen und eine erneute Viktimisierung durch die Behörden verhindern.

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Details

Title
Jugendliche als Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige
College
Kiel University of Applied Sciences  (Soziale Arbeit und Gesundheit)
Grade
1,3
Author
Barbara Sürig (Author)
Publication Year
2007
Pages
39
Catalog Number
V75647
ISBN (eBook)
9783638801072
ISBN (Book)
9783638803274
Language
German
Tags
Jugendliche Opfer Gewalt Gleichaltrige
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Sürig (Author), 2007, Jugendliche als Opfer von Gewalt durch Gleichaltrige, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75647
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