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Der Airbag. Luftsack, Gasgeneratoren und Sensorik/Elektronik

Title: Der Airbag. Luftsack, Gasgeneratoren und Sensorik/Elektronik

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marcus Geppert (Author)

Engineering - Automotive Engineering
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Summary Excerpt Details

1. Einleitung

"Gemäß der Erfindung wird vor dem Sitz der zu schützenden Person
ein aufblasbarer Behälter im zusammengefalteten Zustand montiert,
der sich im Falle der Gefahr automatisch oder
durch willkürliche Auslösung aufbläht, so dass die
betreffende Person bei einem Zusammenstoss gegen diesen
weichen, elastischen Behälter geschleudert wird,
wo sie keine Verletzungen erleidet..."

[Abb. in pdf-Download]

Bereits 1951 beschrieb der Münchner WALTER LINDERER die erste Idee eines Airbags zum Schutz der Fahrzeuginsassen bei einem Zusammenstoss. LINDERER meldete seine Idee am 6. Oktober 1951 in der Bundesrepublik Deutschland zum Patent an. Seine "Einrichtung zum Schutze von in Fahrzeugen befindlichen Personen gegen Verletzung bei Zusammenstössen"2 beschrieb ein Luftkissen, das sich beim Aufprall zwischen den Fahrer und die Armaturen schiebt und dabei funktional den Sicherheitsgurt unterstützen soll. In seiner Zeichnung zum Patent (Abb. 1) sah dies ebenso einfach aus, wie es sich in seiner Patentschrift anhörte.
Jedoch sollte der erste Fahrerairbag erst 1980 eingeführt werden, da es erhebliche Probleme zu beheben galt, wie z.B. das Problem der schnellen Druckbefüllung des Luftsacks, da dieser innerhalb von ca. 30 Millisekunden gefüllt werden musste. Nachdem dieses Problem mit der Einführung der pyrotechnischen Treibsätze gelöst wurde, stand man nun vor der Schwierigkeit, das richtige Material für die Beschaffenheit des Airbags zu finden, da die damals üblichen Stoffe nicht reissfest genug waren, um dieser enormen und plötzlichen Druckbelastung standzuhalten. Mit Hilfe fortschreitender und weiterentwickelter Technologien löste man aber auch dieses Problem, so dass der erste Airbag schliesslich fast 29 Jahre nach seiner ersten schriftlichen Erwähnung, in der Oberklasse von Mercedes Benz als Sonderausstattung gegen Aufpreis erhältlich war. Heutzutage werden Fahrzeuge bereits in der Compact-Klasse serienmässig mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag ausgestattet. Die Entwicklung verlief weltweit jedoch nicht im Einklang, da der Airbag auf dem amerikanischen Markt, aufgrund der Nicht-Anschnallpflicht, als alleiniges Rückhaltesystem vorgeschrieben ist. In Europa hingegen gilt der Airbag als zusätzliche Sicherheitseinrichtung (SRS: Supplemental Restraint System) zum Gurtsystem. Diese unterschiedliche Entwicklung hatte auch Auswirkungen auf die Airbag- und Generatorgrösse.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der „Luftsack“

2.1. Komponenten Des Airbagmoduls

2.2. Wirkungsweise Des Airbags

2.3. Airbag-Arten

3. Gasgeneratoren

3.1. Funktion Rund- & Rohrgenerator

3.2. Die Anzündeinheit

3.3. Alternative Gasgeneratoren

4. Sensorik / Elektronik

4.1. Unfallerkennung

4.2. Insassenerkennung

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit dem Airbag als passiver Sicherheitskomponente in Kraftfahrzeugen. Das primäre Ziel ist es, den technischen Aufbau, die Funktionsweise sowie die verschiedenen Komponenten und Arten von Airbagsystemen detailliert zu erläutern und die Herausforderungen bei der sensorischen Unfallerkennung aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Airbag-Technologie und Funktionsprinzipien
  • Aufbau und Differenzierung von Gasgeneratoren
  • Technologien der Unfallsensorik und -elektronik
  • Konzepte zur Insassenerkennung und Adaptivität
  • Entwicklungsperspektiven passiver Sicherheitssysteme

Auszug aus dem Buch

2.1. Komponenten des Airbagmoduls

Bevor die Wirkungsweise des Airbags dargestellt wird, sollen zunächst die einzelnen Komponenten eines Airbags erläutert werden. Der Airbag selbst besteht prinzipiell immer aus folgenden fünf Komponenten: Die erste Komponente, die alle anderen in sich vereint, ist das Gehäuse (Abb. 2, Nr. 1). Das Gehäuse nimmt die Bauteile als montagefähige Einheit auf. Die zweite Komponente ist der Gasgenerator (Abb. 2, Nr. 2). Er erzeugt das Gas, um den Airbag letztendlich aufzublasen. Das dritte Bauteil ist der Diffusor (Abb. 2, Nr. 3), der als Leiteinrichtung das Gas in eine bestimmte Richtung leitet. Das Gas füllt den Luftsack (Abb. 2, Nr. 4), der sich dabei entfaltet. Beim Entfalten des Airbags durchbricht dieser die Abdeckung (Abb. 2, Nr. 5). Dieser prinzipielle Aufbau findet in allen Airbagsystemen Anwendung. Dabei sind die einzelnen Komponenten ihren jeweiligen Erfordernissen der Anwendung angepasst. Im Verlauf dieser Arbeit wird im Abschnitt 2.3. auf die verschiedenen Airbag-Arten noch eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung des Airbags von der ersten Patentanmeldung 1951 bis zur heutigen Serienreife und definiert den Untersuchungsgegenstand der Arbeit.

2. Der „Luftsack“: Dieses Kapitel beschreibt den prinzipiellen Aufbau eines Airbagmoduls, die physikalische Wirkungsweise bei einer Auslösung sowie die verschiedenen heute eingesetzten Airbag-Typen.

3. Gasgeneratoren: Hier werden die Funktionsweise, die Bauformen von Rund- und Rohrgeneratoren sowie die pyrotechnischen Grundlagen der Gaserzeugung und die Anzündeinheit detailliert betrachtet.

4. Sensorik / Elektronik: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Technologien der Beschleunigungssensoren sowie moderne Konzepte zur Unfall- und Insassenerkennung.

5. Resümee und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Bedeutung des Airbags als Lebensretter zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung intelligenterer und adaptiver Rückhaltesysteme.

Schlüsselwörter

Airbag, passive Sicherheit, Gasgenerator, Sensorik, Unfallerkennung, Insassenerkennung, pyrotechnische Treibsätze, Rückhaltesysteme, Fahrzeugsicherheit, Beschleunigungssensor, Frontalaufprall, Seitenaufprall, adaptive Systeme, Auslöseelektronik, KFZ-Technik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Airbag als eine zentrale Komponente der passiven Fahrzeugsicherheit und erläutert seine technische Beschaffenheit sowie seine Rolle im Gesamtsystem der Fahrzeuginsassensicherheit.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen den strukturellen Aufbau von Airbagmodulen, die Funktionsweise von Gasgeneratoren, die eingesetzte Sensorik zur Kollisionserkennung und Ansätze zur adaptiven Insassenerkennung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die passive Sicherheitskomponente Airbag zu vermitteln, beginnend beim mechanischen Aufbau bis hin zur komplexen Elektronik, die für eine lebensrettende Auslösung erforderlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachzeitschriften, technischer Monographien und einschlägiger Fachpublikationen aus der Automobilbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Airbag-Komponenten, die technische Analyse der Gaserzeugung, die Funktionsweise verschiedener Sensortypen und die Problematiken der intelligenten Unfallerkennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Airbag, Gasgenerator, Sensorik, passive Sicherheit, Insassenerkennung und Unfallerkennung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Rund- und Rohrgeneratoren relevant?

Die Bauform des Gasgenerators richtet sich nach dem Einbauort im Fahrzeug – während flache Rundgeneratoren im Lenkrad genutzt werden, finden Rohrgeneratoren aufgrund ihrer Länge eher in Dachrahmen oder Sitzen Verwendung.

Was versteht man unter der "OOP-Problematik"?

"Out-of-position" (OOP) beschreibt die gefährliche Situation, in der sich ein Insasse außerhalb der normalen Sitzposition befindet, wodurch eine Airbag-Auslösung bei einer Kollision statt einer Schutzwirkung zu schweren Verletzungen führen kann.

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Details

Title
Der Airbag. Luftsack, Gasgeneratoren und Sensorik/Elektronik
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Fahrzeugtechnik und Antriebssystemtechnik)
Course
Aufbau und Produktion von Kraftfahrzeugen
Grade
2,3
Author
Marcus Geppert (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V7578
ISBN (eBook)
9783638147989
Language
German
Tags
Airbag Aufbau Produktion Kraftfahrzeugen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Geppert (Author), 2002, Der Airbag. Luftsack, Gasgeneratoren und Sensorik/Elektronik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7578
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