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Die Hauptschule in der Krise: Probleme und Lösungsansätze

Title: Die Hauptschule in der Krise: Probleme und Lösungsansätze

Examination Thesis , 2006 , 67 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Viola Prickel (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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„Wenn man sich die Wirklichkeit der Rütli-Schule und anderer Schulen in Berlin und im Bundesgebiet ansieht, die Wirklichkeit von Hauptschulen vor allem, dann sieht es so aus, als ginge es dort inzwischen zu wie einstmals in der Bronx.“ Solche und ähnliche Berichte sind in den vergangenen Monaten vermehrt zu lesen und zu hören. Es ist die Rede von Gewalt an Schulen, von unzumutbaren Zuständen und angsterfüllten Lehrern – vor allem an Hauptschulen. In diesem Zusammenhang wird auch in der Öffentlichkeit bekannt, dass beispielsweise an der Kepler-Oberschule (Hauptschule) in Berlin-Neukölln, an der Bundespräsident Horst KÖHLER im September diesen Jahres seine Berliner Rede gehalten hat, nur ein einziger Schulabgänger dieser Schule einen Ausbildungsplatz in Aussicht hatte. Die Hauptschule als Sammelzentrum der „Verlierer“ und „Versager“ des deutschen Bildungswesens prägt das Bild in der Öffentlichkeit.
Auch KÖHLER kommt zu dem Schluss, „...dass unser Bildungssystem sich nicht auf der Höhe der Zeit befindet.“ Vor allem am Beispiel der Hauptschulen und den damit verbundenen Problemen, lässt sich diese Aussage belegen.
In seiner Rede sagt KÖHLER weiter: „… Und es gibt ja viel Gutes, an das wir anknüpfen können. Engagierte Pädagogen machen immer noch das Beste aus schwierigen Bedingungen, und deutsche Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen bringen immer noch Spitzenleistungen hervor. Aber mit `immer noch´ dürfen wir uns nicht länger zufrieden geben. Gerade in Sachen Bildung müssen wir im Interesse aller viel ehrgeiziger sein. Konzentrieren wir uns also auf das Wesentliche. Konzentrieren wir uns auf Bildung.“
Gerade an diesem Punkt wird die aktuelle Debatte um die Hauptschule interessant. Als mögliche Lösungsansätze des Problems Hauptschule werden zum einen die Profilierung und zum anderen die Auflösung dieser Schulform diskutiert. In wie weit hier jeweils der Bildungsgedanke im Vordergrund steht, gilt es in der folgenden Arbeit zu untersuchen. Wird Bildung als Ziel der Hauptschule überhaupt noch angestrebt? Wenn die Hauptschule auch weiterhin als allgemeinbildende Schule gelten soll, stellt sich die Frage, ob sie in dieser Form mit all´ den vorhandenen Problemen eine Perspektive hat oder diesen Gedanken längst zugunsten anderer Schwerpunkte vernachlässigt. Hat die Hauptschule eine Zukunft?

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschichte und Entwicklung der Hauptschule

2. Die Krise der Hauptschule

2.1. „Restschule“

2.2. Die „Wertlosigkeit“ des Hauptschulabschlusses

2.3. Fazit

3. Lösungsansätze

3.1. Eigene Profilbildung

3.2. Auflösen der Hauptschule

3.3. Fazit

Resümee

Literatur / Quellen

Literatur

Quellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die aktuelle Krise der Hauptschule in Deutschland vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung und diskutiert Lösungsansätze wie die Profilierung der Schulform oder deren vollständige Auflösung. Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Hauptschule angesichts sinkender Akzeptanz und sozialer Herausforderungen noch eine Zukunft als eigenständige, allgemeinbildende Schulform hat.

  • Historische Entwicklung und Bildungsauftrag der Hauptschule
  • Analyse der sogenannten "Restschulproblematik" und des Niveauverlusts
  • Soziale Herausforderungen: Gewalt, Bildungsverweigerung und Milieubedingungen
  • Diskussion bildungspolitischer Lösungsstrategien (Profilbildung vs. Auflösung)
  • Rolle der Chancengleichheit im dreigliedrigen Schulsystem

Auszug aus dem Buch

2. DIE KRISE DER HAUPTSCHULE

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 verzichteten alle neuen Bundesländer auf die Einrichtung der Hauptschule als eigenständige Schulform. Stattdessen wurden Haupt- und Realschulen kombiniert bzw. Gesamtschulen eingerichtet, angelehnt an die Organisationsstrukturen in der DDR. So führte Sachsen-Anhalt die „Sekundarschule“, Sachsen die „Mittelschule“, Mecklenburg-Vorpommern die „Verbundene Haupt- und Realschule“, Brandenburg die „Oberschule“ und Thüringen die „Regelschule“ ein. Doch auch Rheinland-Pfalz („Regionale Schule“) und das Saarland („Erweiterte Realschule“) haben heute die Haupt- und Realschule zusammengeführt. In Hamburg bilden die Haupt- und Realschule eine „organisatorische Einheit“. In Bremen finden sich neben dem Gymnasium nur noch „Sekundarschulen“ und Gesamtschulen. Vermehrt gibt es Zusammenlegungen auch in Berlin und Hessen.

Die aktuellen Richtlinien der Bundesländer für die Hauptschulen sind verschieden. Mehrheitlich haben sie jedoch gemein:

• die Vermittlung einer allgemeinen Bildung,

• eine Schwerpunktbildung entsprechend den Leistungen und Neigungen der Schüler sowie

• die Befähigung, den Bildungsweg vor allem in berufs-, aber auch in studienqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen.

Als einziges Bundesland bezieht sich Schleswig-Holstein auf die „Begabung“ als Indikator für die Schwerpunktbildung. Die Schulgesetze Baden-Württembergs und Niedersachsens betonen die Orientierung an „lebensnahen Sachverhalten und Aufgabenstellungen“ sowie die Förderung in besonderem Maße von praktischer Begabung, Neigung und Leistung, bzw. die Schwerpunktsetzung auf „handlungsbezogene Formen des Lernens“. Die Hauptschulen aller Bundesländer bieten die Möglichkeit, nach einem 10. Schuljahr die Schule mit der Mittleren Reife zu verlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle öffentliche Debatte um die Hauptschule und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Zukunft dieser Schulform angesichts ihrer Problemlagen.

Geschichte und Entwicklung der Hauptschule: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der Hauptschule seit ihrer Einführung 1964 nach und arbeitet den ursprünglichen Bildungsauftrag sowie die Intentionen des Strukturplans für das Bildungswesen heraus.

Die Krise der Hauptschule: Hier werden die aktuelle Situation der Hauptschulen in den Bundesländern, die Problematik der "Restschule" und der Niveauverlust des Hauptschulabschlusses detailliert analysiert.

Lösungsansätze: In diesem Teil werden verschiedene bildungspolitische Strategien, wie die stärkere Profilierung der Hauptschule oder ihre Auflösung zugunsten von Verbundschulen, gegenübergestellt und bewertet.

Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunft der Hauptschule vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Bildungsauftrags und des Gleichheitsgrundsatzes.

Literatur / Quellen: Diese Sektion listet sämtliche verwendete Fachliteratur sowie die herangezogenen Primär- und Sekundärquellen auf.

Schlüsselwörter

Hauptschule, Bildungssystem, Chancengleichheit, Bildungsauftrag, Restschule, Schulkrise, Profilbildung, Gesamtschule, Schulentwicklung, Leistungsdifferenzierung, Lernmotivation, soziale Herkunft, Bildungsstandards, Berufsqualifizierung, Schulgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Krise der Hauptschule, ihre historische Entwicklung sowie die Debatte um ihre Zukunft als eigenständige Schulform.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Geschichte der Hauptschule, die Ursachen für ihren Prestigeverlust, die soziale Situation der Schülerschaft sowie unterschiedliche Ansätze zu deren Reform oder Auflösung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Hauptschule ihren allgemeinbildenden Bildungsauftrag noch erfüllen kann oder ob eine strukturelle Neuausrichtung bzw. Auflösung geboten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die bildungstheoretische Konzepte, aktuelle Studien und gesetzliche Regelungen der Bundesländer miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die detaillierte Darstellung der Krisensymptome (z.B. "Restschule", sinkende Abschlussniveaus) und die kritische Auseinandersetzung mit Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Hauptschule, Bildungsauftrag, Chancengleichheit, Schulentwicklung, soziale Benachteiligung und die Diskussion um eine mögliche Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems.

Welche Rolle spielt die "Restschul-Problematik" in der Argumentation?

Die "Restschul-Problematik" dient als zentrales Argument für den Prestigeverlust, da die Schule zunehmend als Sammelbecken für Schüler wahrgenommen wird, die in anderen Schulformen keinen Platz gefunden haben.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Lehrkräfte in der aktuellen Krise?

Die Arbeit unterstreicht die schwierige Rolle der Lehrkräfte, die oft mit pädagogischen Problemen und sozialer Aggression konfrontiert sind, und betont die Notwendigkeit, das Schulleben stärker in den Dienst der Bildung zu stellen.

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Details

Title
Die Hauptschule in der Krise: Probleme und Lösungsansätze
College
University of Kassel
Grade
1,0
Author
M.A. Viola Prickel (Author)
Publication Year
2006
Pages
67
Catalog Number
V75802
ISBN (eBook)
9783638722445
ISBN (Book)
9783638725811
Language
German
Tags
Hauptschule Krise Probleme Lösungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Viola Prickel (Author), 2006, Die Hauptschule in der Krise: Probleme und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75802
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