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Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle. Formen und Probleme der internen Flexibilisierung

Title: Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle. Formen und Probleme der internen Flexibilisierung

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Judith Kant (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich in Europa und vor allen Dingen in Deutschland ein deutlicher Trend zur Flexibilisierung von Arbeits- und Betriebsprozessen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei oft die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, deren Auswirkungen auf die betriebliche Produktivität, die Beschäftigten und der deutschen Volkswirtschaft. Zunächst einmal sollte man die Arbeitszeitflexibilisierung in ihrem thematischen Kontext, der „innerbetrieblichen Flexibilisierung“ jedoch genauer abgrenzen. Sie befasst sich mit der innerbetrieblichen Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Einkommen und der Arbeitsorganisation (Hielscher S. 10). Das zentrale Instrument der betrieblichen Personalpolitik ist die Flexibilisierung betrieblicher Arbeitszeiten (Linne S. 7), auf die ich mich in der vorliegenden Arbeit beschränken werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Grundlagen zur Arbeitszeitflexibilisierung

1.1 Von der Arbeitszeitverkürzung zur Arbeitszeitflexibilisierung

1.2 Definition „Arbeitszeitflexibilisierung

1.3 Rechtliche Voraussetzungen – Verbetrieblichung der Tarifpolitik

1.4 Vor- und Nachteile der flexiblen Arbeitszeit

2. Formen der Arbeitszeitflexibilisierung

2.1 Arbeitszeitkonten

3. Wirkung der Arbeitszeitflexibilisierung auf die Beschäftigung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Formen und Probleme der innerbetrieblichen Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich flexible Arbeitszeitmodelle auf die betriebliche Produktivität, die Arbeitsorganisation sowie die Beschäftigungssituation auswirken und welche Chancen und Risiken sich hieraus für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergeben.

  • Grundlagen der Arbeitszeitflexibilisierung und deren Abgrenzung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Verbetrieblichung der Tarifpolitik
  • Chancen und Risiken flexibler Arbeitszeiten aus Unternehmens- und Beschäftigtensicht
  • Differenzierte Analyse von Arbeitszeitkonten als zentrales Instrument
  • Einfluss der Arbeitszeitflexibilisierung auf die Beschäftigungslage

Auszug aus dem Buch

2.1 Arbeitszeitkonten

Die Arbeitszeitkonten funktionieren nach dem oben genannten Prinzip, wobei die vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten über einen mehr oder weniger längeren Zeitraum verteilt werden (Schilling S. 23). Schwankungen werden als Zeitguthaben oder –schulden innerhalb eines vereinbarten Ausgleichszeitraum beglichen (ebd.). Beschäftigte haben die Möglichkeit mehrere Konten parallel führen (Groß, Munz, Seifert S 220). Hauptsächlich auftretende Varianten von Zeitkonten sind die Gleitzeit, das Bandbreitenmodell, das Ansparmodell und das Überstundenkonto, die sich durch verschieden lange Ausgleichzeiträume und Verwendungsarten unterscheiden (Linne S. 12). Um eine allgemeinere Unterteilung vorzunehmen, ist es sinnvoll zwischen den drei Grundvarianten von Zeitkonten: den Gleitzeitkonten, allgemeinen Arbeitszeitkonten und Langzeitkonten, zu unterscheiden (Hielscher S. 30 ff).

Bei den Gleitzeitregelungen handelt es sich um eine kurzfristige Verschiebung von Arbeitsbeginn und Arbeitsende. Dabei müssen alle Mitarbeiter innerhalb einer bestimmten Kernarbeitszeit im Unternehmen anwesend sein und die restliche Zeit kann durch kurzfristig auszugleichende Schwankungen auf dem Konto selbständig festgelegt werden.

Durch allgemeine Arbeitszeitkonten werden Zeitguthaben durch Freizeitentnahmen ausgeglichen, wobei die Modelle ganz unterschiedlicher Art sein können. Die Ausgleichszeiträume betragen meist zwischen 12 und 24 Monaten. In einigen Modellen können die Beschäftigten frei über gesammeltes Zeitguthaben, ähnlich wie über ihren Urlaub, verfügen. In anderen Modellen werden innerhalb eines Arbeitszeitkorridor zeitweise Arbeitszeitverlängerungen bzw. Freizeitentnahmen angeordnet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Abschnitt erläutert den Trend zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten in Deutschland und grenzt die innerbetriebliche Flexibilisierung als zentrales Instrument der Personalpolitik ein.

1. Grundlagen zur Arbeitszeitflexibilisierung: Hier wird der historische Wandel von der gewerkschaftlichen Arbeitszeitverkürzung hin zur unternehmensseitig getriebenen Flexibilisierung sowie die Definition und rechtliche Einordnung des Begriffs dargelegt.

2. Formen der Arbeitszeitflexibilisierung: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene Modelle der Flexibilisierung, wie die Veränderung des Arbeitszeitvolumens oder die Differenzierung individueller Arbeitszeiten, und fokussiert besonders auf Arbeitszeitkonten.

3. Wirkung der Arbeitszeitflexibilisierung auf die Beschäftigung: Der Autor analysiert, ob Flexibilisierung zu mehr Beschäftigung führt oder eher durch Leistungsverdichtung kompensiert wird, und betrachtet betriebliche Bündnisse für Arbeit.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und fordert klare Regelungen in Tarif- und Arbeitsverträgen, um Standards für Beschäftigte bei gleichzeitigem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Schlüsselwörter

Arbeitszeitflexibilisierung, Arbeitszeitmodelle, Arbeitszeitkonten, Beschäftigungssicherung, Verbetrieblichung, Tarifpolitik, Arbeitszeitsouveränität, Leistungsverdichtung, Gleitzeit, Langzeitkonten, Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilisierung, Personalplanung, Arbeitsorganisation, Zeitguthaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der innerbetrieblichen Flexibilisierung von Arbeitszeiten, ihren verschiedenen Formen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Unternehmen und Beschäftigte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von der Arbeitszeitverkürzung zur Flexibilisierung, die rechtliche Verschiebung der Regelungskompetenz auf betriebliche Ebene sowie die Analyse von Arbeitszeitkonten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zielkonflikt zwischen betrieblicher Produktivitätssteigerung und den Interessen der Arbeitnehmer an Zeitsouveränität sowie Beschäftigungssicherung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Studien und Forschungsergebnissen zu betrieblichen Arbeitszeitmodellen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Systematisierung verschiedener Flexibilisierungsformen, die detaillierte Funktionsweise von Arbeitszeitkonten und eine kritische Diskussion über deren Beschäftigungseffekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Arbeitszeitflexibilisierung, Arbeitszeitkonten, Verbetrieblichung, Zeitsouveränität und Beschäftigungssicherung.

Was unterscheidet Langzeitkonten von anderen Zeitkonten?

Langzeitkonten setzen bei der Variabilisierung der Lebensarbeitszeit an, wobei Zeitguthaben oft in verzinsliche Zeitwertpapiere umgewandelt werden können.

Wie funktionieren die sogenannten Ampelkonten?

Ampelkonten unterteilen das Zeitkonto in drei Phasen (grün, gelb, rot), um den Stand der Zeitguthaben oder -schulden zu visualisieren und die Arbeitszeitsteuerung transparent zu regeln.

Warum wird die "Verbetrieblichung der Tarifpolitik" kritisch gesehen?

Der Autor weist darauf hin, dass dies zwar eine betriebsnahe Gestaltung ermöglicht, jedoch die Gefahr birgt, dass die Schutz- und Normsetzungsfunktion klassischer Tarifverträge erodiert.

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Details

Title
Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle. Formen und Probleme der internen Flexibilisierung
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Judith Kant (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V75842
ISBN (eBook)
9783638726191
ISBN (Book)
9783638803335
Language
German
Tags
Arbeitszeit Arbeitszeitmodelle Formen Probleme Flexibilisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Kant (Author), 2005, Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle. Formen und Probleme der internen Flexibilisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75842
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