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Die Ministerialen der Zähringer in Burgund

Title: Die Ministerialen der Zähringer in Burgund

Scientific Essay , 2006 , 71 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Storm (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Das Herzogsgeschlecht der Zähringer wirkte in seiner gut 200 Jahre dauernden Geschichte maßgeblich in Südwestdeutschland und der heutigen Westschweiz. Nach dem Tod des letzten Zähringers im Jahre 1218 wurde das aus Allod, Reichs- und Kirchenlehen bestehende Erbe aufgeteilt. Die beiden Schwestern Bertholds V. hatten sich in die Familien der Grafen von Urach und der Grafen von Kyburg eingeheiratet. Auf diesem Wege ging der rechtsrheinische Allodialbesitz an die Uracher, der linksrheinische an die Kyburger. Weitere Erbschaftsforderungen stellten die Herzöge von Teck (Seitenlinie der Zähringer), Ämter und Reichslehen zog Friedrich II. ein. Mit dem Grundbesitz sind auch viele Ministerialen von den Zähringern auf die Kyburger übergegangen . Die Erforschung dieser Ministerialität ist ein Desiderat in der zähringischen Geschichtsforschung .

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Ministerialen der Zähringer in Burgund. Bei diesen und den Ministerialen der Zähringer Erben (die meisten von ihnen waren wahrscheinlich schon herzoglich- zähringische Ministerialen) sollen urkundliche Aussagen (Titel , (Vor-)Namen , Besitzungen, [falls möglich] Herkunft), Tätigkeit in zähringischer/ kyburgischer Zeit und Informationen zum Stammsitz erarbeitet werden. Eine Rangabstufung innerhalb der Ministerialität sowie eine Zuordnung zu Erb (Rheinfeldener, Oltinger)- und Reichsgebiet soll ebenfalls durchgeführt werden. Ein Vergleich der Ministerialendichte im Erb-/Rektoratsgut und die Formulierung möglicher Rückschlüsse hieraus folgen im Anschluss. Der Schwerpunkt wird auf die herzoglich- zähringischen Ministerialen gesetzt, die auch als solche urkundlich fassbar sind, da hier Funktion sowie Schicksal der Dienstleute am Ende der Zähringerzeit besonders deutlich werden.

Das Thema wird in dem Sinne behandelt, dass eine räumliche Eingrenzung auf das eingeschränkte Rektoratsterritorium von 1156 erfolgt. Rheinfelden mit seinem Zubehör lag zwar nicht in Burgund , doch übernahm es als Verklammerung zwischen links- und rechtsrheinischen zähringischen Besitzungen eine wichtige Rolle beim Herrschaftsaufbau in Burgund . Deshalb wird es hier ebenfalls zugezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Methode

II. Frühe Zähringergeschichte

(Herkunft und Vorfahren, Beziehungen zu Rheinfeldenern und zum salischen Königshaus)

III. Das Rheinfeldener Erbe und Ministeriale auf Rheinfeldener Gebiet

III.1 Rheinfelden

1.1 Der Herrschaftssitz Rheinfelden

1.2 Die Ministerialen von Rheinfelden

III.2 Der Besitzkomplex um Burgdorf

III.2.1 Herzogenbuchsee

1.1 Hof Buchsee

1.2 Ministeriale in der Gegend von Herzogenbuchsee

III.2.2 Burgdorf

2.1 Burgdorf unter Rheinfeldenern, Zähringern und Kyburgern

2.2 Ministeriale im Gebiet um Burgdorf

III.2.3 Münsingen

3.1 Hof Münsingen

3.2 Ministeriale in der Gegend von Münsingen

III.3 Ausgleich zwischen Herzog Berthold II. von Zähringen und Kaiser Heinrich IV.

IV. Das Erbe der Grafen von Oltingen und Ministeriale auf Oltinger Gut

IV.1 Besitzungen der Grafen von Oltingen und der Grafen von Burgund

IV.2 Zähringische Heiratspolitik und daraus resultierende Erbforderungen in Burgund

IV.3 Sicherung des Oltinger Erbes und burgundischer Rektoratsauftrag der Zähringer

IV.4 Ministeriale auf Oltinger Territorium

V. Das burgundische Rektorat der Zähringer seit 1152

V.1 Zähringische Rektoratsansprüche im Rahmen der Burgund- Politik Friedrich Barbarossas zwischen 1152 und 1156

V.2 Ministeriale auf dem Gebiet des eingeschränkten Rektorats von 1156

V.3 Das zähringische Burgund unter Berthold V.

VI. Vergleich der Ministerialendichte auf Haus- und Reichsgut und Folgerungen

VII. Eine Rangabstufung innerhalb der urkundlich belegbaren Zähringer Ministerialität

VIII. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ministerialität des Herzogsgeschlechts der Zähringer im burgundischen Herrschaftsraum. Ziel ist es, die urkundliche Evidenz bezüglich Titulaturen, Namen und Besitzungen der Ministerialen zu erfassen, sie zeitlich sowie räumlich zuzuordnen und ihre Rolle beim Aufbau der Zähringerherrschaft zu analysieren.

  • Strukturanalyse des zähringischen Dienstadels in Burgund
  • Vergleich der Ministerialendichte zwischen Haus- und Reichsgut
  • Einfluss der zähringischen Heiratspolitik auf den Gebietszuwachs
  • Untersuchung der herrschaftlichen Entwicklung unter dem burgundischen Rektorat
  • Rangabstufung der Ministerialen innerhalb des zähringischen Gefüges

Auszug aus dem Buch

III. Das Rheinfeldener Erbe und Ministeriale auf Rheinfeldener Gebiet

Die Herrschschaft der Zähringer in Burgund beginnt 1090. In diesem Jahr verstarb der Sohn Rudolfs von Rheinfelden, Herzog Berthold von Schwaben, kinderlos. Das Rheinfeldener Hausgut gelangte durch dessen Schwester Agnes an Berthold II. Eine weitere Schwester, Bertha, wird ihrem Gemahl Graf Ulrich X. von Bregenz vermutlich ebenfalls einen großen Teil des Erbes zugeführt haben. Eine dritte Schwester, Adelheid, verstarb wie ihr Bruder Berthold im Jahr 1090; als Erbin kam sie nicht in Betracht.

Das Rheinfeldener Erbe gruppierte sich um den namengebenden Herrschaftssitz am Rhein und um die Burg Burgdorf im Emmental. Diese beiden Besitzkomplexe sind durch das Jura- Gebirge abgetrennt. In diesem Trennungsraum konnten die Zähringer, vermutlich ebenso wie vor ihnen die Rheinfeldener, keine oder nur eine geringe Herrschaft ausüben. Somit ist auch zu erklären, wieso in dem Gebiet zwischen den Stammsitzen der zähringischen Ministerialen Rheinfelden und Buchsiten westlich des Flusses Aare keine weiteren Zähringer Ministerialen bzw. Ministerialen der Zähringer Erben nachweisbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Definiert das Thema, die Forschungsziele und die methodische Herangehensweise an die Untersuchung der Zähringer-Ministerialität.

II. Frühe Zähringergeschichte: Beleuchtet die Herkunft und die frühen politischen Beziehungen des Zähringergeschlechts, insbesondere zum salischen Königshaus und den Rheinfeldenern.

III. Das Rheinfeldener Erbe und Ministeriale auf Rheinfeldener Gebiet: Untersucht die Übernahme des Rheinfeldener Erbes und die damit verbundene Etablierung zähringischer Ministerialen in den Kerngebieten Rheinfelden und Burgdorf.

IV. Das Erbe der Grafen von Oltingen und Ministeriale auf Oltinger Gut: Analysiert den Erwerb des Oltinger Erbes durch Heiratspolitik und die daraus resultierenden Machtansprüche der Zähringer in Burgund.

V. Das burgundische Rektorat der Zähringer seit 1152: Erläutert die politische Entwicklung des Rektorats unter den Herzögen Konrad und Berthold IV. im Kontext der Politik Friedrich Barbarossas.

VI. Vergleich der Ministerialendichte auf Haus- und Reichsgut und Folgerungen: Zieht einen Vergleich über die Verteilung der Ministerialen und leitet daraus Rückschlüsse auf die herrschaftliche Konsolidierung ab.

VII. Eine Rangabstufung innerhalb der urkundlich belegbaren Zähringer Ministerialität: Kategorisiert die Ministerialen anhand von Hofämtern, Zeugenschaft und urkundlicher Beleglage in eine Rangfolge.

VIII. Ergebnisse: Führt die zentralen Befunde der Arbeit zusammen und fasst die Entwicklung des Dienstadels sowie deren Verbleib nach dem Ende der Zähringer zusammen.

Schlüsselwörter

Zähringer, Burgund, Ministerialität, Dienstadel, Rektorat, Rheinfelden, Burgdorf, Oltingen, Hoftag, Lehenswesen, Herrschaftsbildung, Ministerialenburgen, Mittelalter, Südwestdeutschland, Westschweiz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der herzoglich-zähringischen Ministerialen, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert in Burgund tätig waren, und analysiert deren Rolle beim Aufbau der Zähringerherrschaft.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Übernahme des Rheinfeldener und Oltinger Erbes, die Ausübung des burgundischen Rektorats sowie die urkundliche Erfassung und soziale Einordnung der Ministerialenfamilien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Daten zu Titulaturen, Namen und Besitzungen der Ministerialen zu gewinnen, um eine Rangabstufung vorzunehmen und ihre Funktion beim zähringischen Herrschaftsaufbau zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer Auswertung zeitgenössischer Urkunden und Quellen, ergänzt durch die Analyse räumlicher Herrschaftsbereiche mittels historischer Karten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Rheinfeldener Erbes, des Oltinger Erbes, des burgundischen Rektorats sowie eine vergleichende Analyse der Ministerialendichte und eine Rangabstufung des Dienstadels.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zähringer, Ministerialität, Burgund, Lehenswesen, Herrschaftskonsolidierung und Rektoratsgebiet sind die zentralen Begriffe.

Wie lassen sich die rheinfeldischen Ministerialen in der Rangfolge einordnen?

Die Ministerialen von Rheinfelden werden aufgrund des Truchsess-Hofamtes und ihrer engen Verbindung zum Herzogsgeschlecht als die ranghöchste Gruppe identifiziert.

Welchen Einfluss hatten die Burgen auf die Position der Ministerialen?

Die Baugestalt und Lage der Ministerialenburgen dienten als wesentliche Indikatoren für den sozialen Rang und die politische Bedeutung der jeweiligen Geschlechter innerhalb des Herrschaftssystems.

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Details

Title
Die Ministerialen der Zähringer in Burgund
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Grade
2,0
Author
Matthias Storm (Author)
Publication Year
2006
Pages
71
Catalog Number
V75866
ISBN (eBook)
9783638813389
ISBN (Book)
9783656245162
Language
German
Tags
Ministerialen Zähringer Burgund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Storm (Author), 2006, Die Ministerialen der Zähringer in Burgund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75866
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