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Zum Problem der Bezugsgrößenwahl in Kostenrechnungssystemen

Title: Zum Problem der Bezugsgrößenwahl in Kostenrechnungssystemen

Seminar Paper , 2006 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martina Hugo (Author)

Business economics - Industrial Management
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit sollen zwei mögliche Fragestellungen betrachtet werden: Wie viele und welche Bezugsgrößen müssen (mindestens) berücksichtigt werden, um eine vorgegebene Kalkulationsgenauigkeit einzuhalten? Welche maximale Kalkulationsgenauigkeit ist erreichbar, wenn eine vorgegebene Anzahl an Bezugsgrößen bzw. ein Budget beansprucht werden können?
In Kapitel drei wird ein Modell beschrieben und hinterfragt, das eine Antwort auf die erste der beiden Fragen liefert. Die Auswirkungen der hierbei aufgezeigten Zusammenhänge auf die Notwendigkeit eines Einsatzes der Prozesskostenrechnung als ergänzendes Kostenrechnungssystem werden im vierten Kapitel dargestellt.
Im fünften Kapitel wird ein Optimierungsmodell beschrieben, das die Frage nach der maximal möglichen Kalkulationsgenauigkeit bei einer maximal zulässigen Anzahl an Bezugsgrößen bei einem vorgegebenem Budget beantwortet, allerdings auf den Einsatz der Prozesskostenrechnung und damit auf den Bereich der indirekten Gemeinkosten fokussiert.
Ziel der Arbeit ist es daher in Kapitel sechs zu diskutieren, inwieweit die vorgestellten Modelle sich auf die Selektion von beliebigen Bezugsgrößen aus einer Vielzahl solcher ausdehnen und anwenden lassen, und inwiefern einem solchen Vorgehen Grenzen gesetzt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Potentielle Bezugsgrößen in den unterschiedlichen Kostenrechnungssystemen

2.1 Begriffliche Abgrenzungen

2.1.1 Kosteneinflussgrößen, Bezugsgrößen und Kostentreiber

2.1.2 Einzelkosten vs. Gemeinkosten

2.2 Charakterisierung ausgewählter Kostenrechnungssysteme

2.2.1 Plankostenrechnungssysteme

2.2.2 Prozesskostenrechnungssyteme

2.3 Bezugsgrößen in der Grenzplankostenrechnung

2.4 Kostentreiber in der Prozesskostenrechnung

3 Optimale Auswahl von Bezugsgrößen bei Vorgabe eines zulässigen Kalkulationsfehlers

3.1 Anwendungsbereiche und Prämissen des Modells

3.2 Bezugsgrößenwahl bei zwei Kostenbestimmungsfaktoren

3.3 Bezugsgrößenwahl bei einer beliebigen Anzahl an Kostenbestimmungsfaktoren

3.4 Grenzen des Modells

4 Notwendigkeit des zusätzlichen Einsatzes von Kostentreibern bei Vorgabe eines zulässigen Kalkulationsfehlers

4.1 Anwendungsbereiche und Prämissen des Modells

4.2 Bezugsgrößenwahl bei einem volumenabhängigen und einem volumenunabhängigen Kostenbestimmungsfaktor

4.3 Bezugsgrößenwahl bei einem volumenabhängigen und einer beliebigen Anzahl volumenunabhängiger Kostenbestimmungsfaktoren

4.4 Grenzen des Modells

5 Optimale Auswahl von Kostentreibern in der Prozesskostenrechnung

5.1 Anwendungsbereiche und Prämissen des Modells

5.2 Genauigkeitsverlust aufgrund der Ersetzung eines Kostentreibers

5.3 Das Optimierungsmodell „Optwahl“

5.4 Grenzen des Modells

6 Vergleichende Bewertung und Erweiterung der Ansätze zur Bezugsgrößenwahl

6.1 Zielsetzungen der bisher vorgestellten Modelle

6.2 Mögliche Zielsetzungen eines „Selektionsmodells“

6.3 Ansatz für ein „Selektionsmodell“

6.4 Anwendungsgrenzen des „Selektionsmodells“

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Problem der optimalen Auswahl von Bezugsgrößen (BG) und Kostentreibern in Kostenrechnungssystemen, um eine verursachungsgerechte Produktkalkulation bei gleichzeitigem Einhalten einer zulässigen Kalkulationsungenauigkeit zu ermöglichen. Dabei werden verschiedene mathematische Modelle zur Selektion von Bezugsgrößen entwickelt und bewertet, wobei ein besonderer Fokus auf dem Kompromiss zwischen Genauigkeit und der Komplexität des Rechnungswesens liegt.

  • Analyse der Kosteneinflussgrößen in Kostenrechnungssystemen
  • Entwicklung von Modellen zur Bezugsgrößenselektion bei vorgegebenem Kalkulationsfehler
  • Integration von Kostentreibern aus der Prozesskostenrechnung in die Bezugsgrößenwahl
  • Vergleichende Bewertung von Selektionsmodellen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit
  • Minimierung der Komplexität bei Einhaltung von Genauigkeitsvorgaben

Auszug aus dem Buch

3.2 Bezugsgrößenwahl bei zwei Kostenbestimmungsfaktoren

Im (vereinfachten) Fall von lediglich zwei zueinander disproportionalen Kostenbestimmungsfaktoren, KBF1 und KBF2, ergeben sich unter den oben getroffenen Annahmen die unverzerrten Stück(gemein-)kosten eines Produktes j, SKR,j, bei der Wahl beider KBF als BG, als Summe der Kosten, die durch die jeweils in Anspruch genommene Menge der beiden KBF entstehen: SKR,j = c1 · a1,j + c2 · a2,j.

Wählt man allerdings einen der beiden KBF, den KBFk zur Verrechnung der gesamten Kosten als alleinige BG aus, so ergibt sich bei einem Planverbrauch der KBF von PKFi bei einer Planausbringungsmenge von Xj^p ein BG-Kostensatz, BGSk, in Höhe von: BGSk = (c1 · PKF1 + c2 · PKF2) / PKFk.

Darauf basierend lassen sich die verzerrten Stückkosten SKk,j unter der Annahme, dass KBFm der nicht als BG ausgewählte KBF ist, ermitteln als: SKk,j = BGSk · ak,j = ck · ak,j + (cm · PKFm / PKFk) · ak,j.

Der aus dieser Kalkulation resultierende Fehler RKk,j lässt sich bestimmen als Betrag der Abweichung der unverzerrten Stückkosten von den verzerrten Stückkosten in Relation zu den unverzerrten Stückkosten: RKk,j = |(SKk,j - SKR,j) / SKR,j|.

Falls der Kalkulationsfehler für alle (beide) möglichen Fälle der BG-Wahl, d.h. entweder KBF1 oder KBF2 als KBFk, größer ist als der als zulässig vorgegebene, so müssen beide KBF als BG gewählt werden.

Geht man von einem zulässigen Kalkulationsfehler e aus, so lässt sich folgende Beziehung formulieren: |RKk,j| = |(SKk,j - SKR,j) / SKR,j| = |Vk,j - 1| <= e.

Hierbei bezeichnet Vk,j als (Kosten-)Verzerrungsgrad das Verhältnis von verzerrten Stückkosten zu unverzerrten Stückkosten des Produktes j.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Kostenstruktur und die damit verbundene Notwendigkeit einer verursachungsgerechten Produktkalkulation ein.

2 Potentielle Bezugsgrößen in den unterschiedlichen Kostenrechnungssystemen: Das Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Kosteneinflussgrößen, Bezugsgrößen und Kostentreibern und grenzt verschiedene Kostenrechnungssysteme ab.

3 Optimale Auswahl von Bezugsgrößen bei Vorgabe eines zulässigen Kalkulationsfehlers: Es wird ein Modell zur Auswahl einer minimalen Anzahl an Bezugsgrößen vorgestellt, das unter Einhaltung eines zulässigen Kalkulationsfehlers die Auswahl aus disproportionalen Kostenbestimmungsfaktoren ermöglicht.

4 Notwendigkeit des zusätzlichen Einsatzes von Kostentreibern bei Vorgabe eines zulässigen Kalkulationsfehlers: Dieses Kapitel erweitert das vorherige Modell um die Einbeziehung von Kostentreibern aus der Prozesskostenrechnung, um die Genauigkeit in indirekten Bereichen zu verbessern.

5 Optimale Auswahl von Kostentreibern in der Prozesskostenrechnung: Das Modell „Optwahl“ wird eingeführt, um eine optimale Anzahl an Kostentreibern zu bestimmen und die Genauigkeit durch Konvexkombinationen zu maximieren.

6 Vergleichende Bewertung und Erweiterung der Ansätze zur Bezugsgrößenwahl: Es erfolgt eine kritische Würdigung der vorgestellten Modelle und ein Ansatz für ein übergeordnetes Selektionsmodell wird abgeleitet.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont den notwendigen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Komplexität bei der Auswahl von Bezugsgrößen.

Schlüsselwörter

Bezugsgröße, Kostentreiber, Prozesskostenrechnung, Plankostenrechnung, Kalkulationsfehler, Kostenverzerrung, Kostenallokation, Verursachungsprinzip, Kostengrad, Disproportionalitätsgrad, Gemeinkosten, Stückkosten, Optimierungsmodell, Selektionsmodell, Kostenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die mathematische Optimierung bei der Auswahl von Bezugsgrößen und Kostentreibern in Kostenrechnungssystemen, um Kalkulationsgenauigkeit bei vertretbarem Aufwand zu gewährleisten.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Im Zentrum stehen die Plankostenrechnung, die Prozesskostenrechnung, die Analyse von Kostenverzerrungen sowie die mathematische Modellierung zur Selektion von Verrechnungsgrößen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie bei einer Vielzahl potenzieller Kostenbestimmungsfaktoren eine optimale Teilmenge als Bezugsgrößen gewählt werden kann, um einen vorgegebenen Kalkulationsfehler nicht zu überschreiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt modelltheoretische Ansätze und mathematische Optimierungsrechnungen, um Entscheidungsmodelle für die Bezugsgrößenselektion zu entwickeln und diese anhand von numerischen Beispielen zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Modelle: von der Auswahl bei zwei Kostenbestimmungsfaktoren über die Erweiterung auf beliebig viele Faktoren und Kostentreiber bis hin zu einem komplexen Optimierungsmodell („Optwahl“).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Bezugsgrößen, Kostentreiber, Prozesskostenrechnung, Kalkulationsgenauigkeit und Komplexitätsreduktion.

Was unterscheidet das Modell „Optwahl“ von den anderen Modellen?

Im Gegensatz zu den einfacheren Modellen betrachtet das Modell „Optwahl“ explizit Informationskosten und ermöglicht eine genauere Verrechnung durch den Einsatz von Konvexkombinationen der selektierten Kostentreiber.

Warum ist eine stufenweise Anwendung der Modelle in der Praxis schwierig?

Wie die Arbeit darlegt, sind die Zielsetzungen der einzelnen Modelle teils so unterschiedlich, dass eine einfache lineare Hintereinanderschaltung der Ansätze nicht zu einem konsistenten und optimalen Gesamtergebnis führt.

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Details

Title
Zum Problem der Bezugsgrößenwahl in Kostenrechnungssystemen
College
Saarland University
Grade
1,0
Author
Martina Hugo (Author)
Publication Year
2006
Pages
66
Catalog Number
V75929
ISBN (eBook)
9783638740173
Language
German
Tags
Problem Bezugsgrößenwahl Kostenrechnungssystemen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Hugo (Author), 2006, Zum Problem der Bezugsgrößenwahl in Kostenrechnungssystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75929
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