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Der Versailler Vertrag und seine Revision unter Gustav Stresemann

Title: Der Versailler Vertrag und seine Revision unter Gustav Stresemann

Term Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Klaus Genschmar (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Der 1919 gegründeten ersten deutschen Republik war eine nur 14-jährige Existenz be-schieden. Trotzdem gehört die Epoche der Weimarer Republik zu einer der am besten erforschten und am kontroversesten diskutierten Epochen innerhalb der deutschen Ge-schichte. Die Beschäftigung mit der Außenpolitik der Weimarer Republik spielte zu-nächst eine eher geringe Rolle, da der Schwerpunkt zunächst in der Betrachtung der Endphase der Weimarer Republik lag. Zur Quellenlage lässt sich feststellen, „wer sich über die Geschichte Weimar-Deutschlands und überwichtige Themenkomplexe im be-sonderen informieren will, dem stehen heute zahlreiche zuverlässige wissenschaftliche Publikationen zur Verfügung“ . In der Tat stellt die Quellen und Literaturrecherche zu diesem Thema aufgrund der vielfältigen Werke eine gewisse Schwierigkeit dar.

Die Hausarbeit befasst sich mit zwei Aspekten der Weimarer Außenpolitik. Einmal mit dem Friedensvertrag von Versailles, zum anderen mit der Revision dieses Vertrages innerhalb der „Ära Stresemann“. Eingrenzend wird auf eine intensive Beleuchtung der innenpolitischen Verhältnisse der Republik, sowie auf die Betrachtung der Endphase 1930-1933 verzichtet. Im Vordergrund steht die Betrachtung der dt. Außenpolitik im Zeitraum von 1918-1929.

Im ersten Teil, der sich mit dem Versailler Vertrag und seiner Bedeutung für die dt. Außenpolitik beschäftigt, soll zunächst die Ausgangssituation nach Kriegsende geschil-dert, sowie die Frage nach dem Neuanfang einer dt. Außenpolitik analysiert werden. Welche inhaltlichen Ziele hatten sich die alliierten Mächte nach dem Krieg gestellt und wie wurden diese während der Friedenskonferenz berücksichtigt? Welche Möglichkei-ten gab es in Deutschland nach dem Friedensvertrag, um außenpolitisch wieder tätig werden zu können? War das Dt. Reich durch die Bestimmungen des Vertrags in seiner Handlungsfreiheit beschränkt und welche Punkte riefen innerhalb Deutschlands beson-dere Bestürzung hervor?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

1. Der Friedensvertrag von Versailles

1.1. Die europäische Ausgangssituation nach dem Krieg

1.2. Möglichkeiten deutscher Außenpolitik nach Kriegsende

1.3. Die Pariser Friedenskonferenz und der Versailler Vertrag

1.3.1. Die Ausgangssituation zu Beginn der Verhandlungen

1.3.2. Verlauf und Ergebnis der Verhandlungen

1.3.3. Reaktionen in Deutschland und Beurteilung des Versailler Vertrages

2. Revisionspolitik unter Gustav Stresemann

2.1. Der Beginn der dt. Revisionspolitik

2.2. Die dt. Revisionspolitik in der Ära Stresemann 1923-1929

2.2.1. Der Politiker Stresemann

2.2.2. Stresemanns außenpolitisches Konzept

2.2.3. Die außenpolitische Durchsetzung des Stresemann-Konzepts

2.3. Die Beurteilung der Revisionspolitik Stresemanns

Schluss/Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Außenpolitik der Weimarer Republik, wobei der Schwerpunkt auf der Entstehung und den Auswirkungen des Versailler Vertrages sowie dessen schrittweiser Revision während der sogenannten „Ära Stresemann“ liegt. Ziel ist es, den Transformationsprozess der deutschen Außenpolitik von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum Jahr 1929 zu analysieren und zu bewerten, inwiefern Stresemanns Politik der Verständigung eine Abkehr von der traditionellen Machtpolitik darstellte.

  • Die europäische Ausgangslage und außenpolitische Handlungsspielräume nach 1918
  • Die Ziele und der Verlauf der Pariser Friedenskonferenz
  • Reaktionen und Wahrnehmung des Versailler Vertrages in der deutschen Gesellschaft
  • Die Entwicklung und Umsetzung der Revisionspolitik unter Gustav Stresemann
  • Die Bedeutung der „republikanischen Außenpolitik“ im internationalen Kontext

Auszug aus dem Buch

1.3.1. Die Ausgangssituation zu Beginn der Verhandlungen

Im Januar 1919 befürchtete bereits der damalige Außenminister Graf von Brockdorff-Rantzau, „dass der Friede in der Hauptsache leider uns [dem Dt. Reich] diktiert werden wird“ und dass es zu keinen „Verhandlungen im eigentlichen Sinne“ kommen werde. So war Deutschland von der ab Januar 1919 unter Vorsitz des frz. Ministerpräsidenten Clemenceau tagenden Pariser Friedenskonferenz ausgeschlossen. Er forderte außerdem, dass der Frieden ein „ein Rechtsfrieden“ sein muss und „kein Gewaltfrieden“ sein darf. Das dt. Machtpotential müsse erhalten bleiben, damit auch Deutschland als Großmacht erhalten bliebe. Die dt. Politiker hofften auf einen milden Frieden im Sinne des amerikanischen Präsidenten Wilson auf Basis seines 14-Punkte Programms. Mit dieser Auffassung befanden sie sich, wie Ernst Troeltsch jedoch treffend feststellte, „im Traumland der Waffenstillstandsperiode“.

So blieben die Verhandlungen geprägt, von den Divergenzen und nationalen Machtinteressen der Siegermächte des Ersten Weltkriegs, allen voran Frankreich, Großbritannien, die USA und Italien, welche als der sog. „Rat der Vier“ die Hauptrolle bei der Erarbeitung des Friedens spielten. Neben der Ausarbeitung eines Friedensvertrags für das Dt. Reich spielte jedoch auch die Lösung des russischen Problems eine wichtige Rolle. Die kapitalistisch geprägten Westmächte wollten den russischen Bolschewismus durch die Einrichtung einer Barriere, dem sog. „cordon sanitaire“, im mittel- bzw. osteuropäischen Raum („Zwischeneuropa“) eindämmen. Ebenso riefen die zahlreichen territorialen Streitfragen wie z.B. im Adriaraum, in Ostasien oder den dt. Kolonien nach Lösungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Friedensvertrag von Versailles: Dieses Kapitel analysiert die internationale und nationale Lage nach dem Ersten Weltkrieg, die Bedingungen der Pariser Friedenskonferenz und die Bestimmungen des Versailler Vertrages, die Deutschland als harte Belastung empfand.

2. Revisionspolitik unter Gustav Stresemann: Hier wird der Wandel der deutschen Außenpolitik von der Konfrontation hin zur „Politik der Kooperation“ und Verständigung unter Außenminister Stresemann beleuchtet, einschließlich der erfolgreichen diplomatischen Durchsetzung verschiedener Revisionsschritte.

Schluss/Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Stresemanns Politik der schrittweisen Revision erfolgreich war, jedoch innenpolitisch durch eine zunehmende Radikalisierung der Rechten gefährdet wurde.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Außenpolitik, Versailler Vertrag, Gustav Stresemann, Revisionspolitik, Friedenskonferenz, Erfüllungspolitik, Völkerbund, Locarno-Verträge, Reparationen, Machtpolitik, Republikanische Außenpolitik, Außenminister, Verständigungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Kernaspekten der deutschen Außenpolitik in der Weimarer Republik, speziell der Auseinandersetzung mit dem Friedensvertrag von Versailles und dessen Revision.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die europäische Ausgangslage nach 1918, der Versailler Vertrag, die Strategien zur Gebiets- und Machtwiederherstellung und die Außenpolitik in der Ära Stresemann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse und Bewertung der außenpolitischen Strategien Stresemanns, insbesondere der Frage, wie diese Politik zur schrittweisen Revision des Vertrages beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Quellen- und Literaturanalyse, um die außenpolitischen Entwicklungen und zeitgenössischen Debatten historisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Versailler Vertrages und dessen Wahrnehmung sowie in die Analyse von Stresemanns Konzept der Verständigungspolitik und dessen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören die Revisionspolitik, die Weimarer Außenpolitik, das Stresemann-Konzept und die internationale diplomatische Verständigung.

Inwiefern beeinflusste der „Kronprinzenbrief“ die Forschung über Stresemann?

Der Kronprinzenbrief gilt als wichtige Quelle, die Stresemanns Revisionsprogramm aufzeigt, wurde jedoch in der Forschung kontrovers diskutiert, da er Interpretationsspielräume hinsichtlich seiner wahren Intentionen bietet.

Wie unterschied sich die Politik nach 1929 von der Ära Stresemann?

Während Stresemann konsequent auf Verständigung und Kooperation setzte, zeichnete sich die Außenpolitik der Präsidialkabinette ab 1929 durch eine zunehmende Konfrontationshaltung aus.

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Details

Title
Der Versailler Vertrag und seine Revision unter Gustav Stresemann
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Einführung in die Neuere Geschichte: Stresemanns Außenpolitik
Grade
2,3
Author
Klaus Genschmar (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V75967
ISBN (eBook)
9783638814720
ISBN (Book)
9783638814652
Language
German
Tags
Versailler Vertrag Revision Gustav Stresemann Einführung Neuere Geschichte Stresemanns Außenpolitik Thema Versailler Vertrag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Genschmar (Author), 2003, Der Versailler Vertrag und seine Revision unter Gustav Stresemann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75967
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