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Parallelen der Figuren Jane Eyre aus Charlotte Bronte's "Jane Eyre" und Antoinette Cosway aus Jean Rhys's "Wide Sargasso Sea"

Title: Parallelen der Figuren Jane Eyre aus Charlotte Bronte's "Jane Eyre" und Antoinette Cosway aus Jean Rhys's "Wide Sargasso Sea"

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jennifer Reuter (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

Der Roman „Wide Sargasso Sea“ von Jean Rhys, welcher im Jahre 1966 publiziert wurde, steht in einer besonderen Beziehung zu Charlotte Bronte`s Werk „Jane Eyre“, das 1847 erstmals veröffentlicht wurde. In Anlehnung an die von Gérard Genette geprägten Begrifflichkeiten kann von „Wide Sargasso Sea“ als einem Hypertext gesprochen werden, welcher in einem transtextuellen Zusammenhang mit dem Hypotext „Jane Eyre“ steht.

In Rhys`s „Wide Sargasso Sea“ entwirft Jean Rhys eine Vorgeschichte der Figur Bertha Masons, der in Bronte`s Roman „Jane Eyre“ als geistesgestört beschriebenen Frau von Mr. Rochester. Jane Stevenson deutet diesen Akt des Schreibens als eine Auseinandersetzung von Jean Rhys mit ihrer literarischen Vorgängern Charlotte Bronte, wobei Rhys die in ihren eigenen Romanen stets anzutreffenden Themen der Entfremdung, des Wahnsinns und der Hilflosigkeit einbringt.
Mit ihrer „karibische[n] Revision“ von Bronte`s Jane Eyre setzt sich Jean Rhys schreibend mit einem Werk des britischen Kanons auseinander und reiht sich damit in die Tradition postkolonialer Literatur ein.

Neben den im Vordergrund stehenden Unterschieden zwischen den Protagonistinnen Antoinette Cosway und Jane Eyre, wie beispielsweise der Nationalität, sind dennoch einige signifikante Gemeinsamkeiten der Figuren vorhanden. Aufgrund dieser Ähnlichkeiten kann der Leser Parallelen zwischen den Figuren beider Romane ziehen.
Jean Rhys hat die Figur Antoinette Cosway so angelegt, dass sie in verschiedener Weise an Jane Eyre erinnert. Die Parallelen sind sowohl im Bereich der Lebensumstände als auch der charakterlichen Eigenschaften zu finden.

Diese Arbeit beschäftigt sich nun mit den vom Leser der beiden Romane zu ziehenden Parallelen der Protagonistinnen von „Jane Eyre“ und „Wide Sargasso Sea“. Den beiden Heldinnen gemein ist das Gefühl, nicht dazu zu gehören, einsam und deplaziert zu sein.
Auch haben beide Frauen einen Hang zu Leidenschaft und temperamentvollem Handeln, der zwar teilweise unterdrückt wird aber dennoch besteht und einige Male in rebellischem Handeln Ausdruck findet. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht in dem Besuch einer Mädchenschule, welche in beiden Fällen religiös geprägt ist und eine Art Schutz vor der Außenwelt bedeutet. Eine Verbindung der Protagonistinnen besteht darin, dass sie beide mit Mr. Rochester verheiratet sind, auch wenn dieser namentlich nicht in Wide Sargasso Sea erwähnt wird, ist davon auszugehen, dass es sich um diese Figur handelt.

Excerpt


Gliederung

1. Gefühl der Isolation, Einsamkeit und Deplatzierung

2. Leidenschaft/Temperament und Hang zur Rebellion

3. Besuch einer Mädchenschule

4. Beziehung zu Mr. Rochester

Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die transtextuellen Parallelen zwischen den Protagonistinnen Jane Eyre aus Charlotte Brontës „Jane Eyre“ und Antoinette Cosway aus Jean Rhys’ „Wide Sargasso Sea“, um Gemeinsamkeiten in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung aufzuzeigen.

  • Die Analyse von Gefühlen der Isolation und Deplatzierung in verschiedenen Lebensphasen.
  • Die Untersuchung von Temperament, Leidenschaft und rebellischem Verhalten bei beiden Frauen.
  • Der Vergleich der Erfahrungen in religiös geprägten Mädchenschulen als Schutz- und Isolationsraum.
  • Die Darstellung der komplexen und destruktiven Beziehung zu Mr. Rochester.
  • Die literaturwissenschaftliche Einordnung von Jean Rhys' Roman als postkoloniale Revision von Brontës Werk.

Auszug aus dem Buch

1. Gefühl der Isolation, Einsamkeit und Deplatzierung

Die beiden Protagonistinnen Jane Eyre und Antoinette Cosway sehen sich in verschiedenen Situationen mit dem Gefühl der Isolation konfrontiert. Ebenso sind beide Heldinnen oftmals von Einsamkeit betroffen und fühlen sich häufig deplaziert.

Jane Eyre wächst bei ihrer Tante und deren Familie auf, wird allerdings nicht als ebenbürtiges Familienmitglied anerkannt. Sie nimmt in Gateshead eine Sonderstellung ein, da sie weder eine Bedienstete, noch gleichwertiges Familienmitglied ist und somit zu keiner der beiden Gruppen gehört. Sowohl von den Bediensteten, als auch den Mitgliedern der Familie wird Jane ihr unzureichender Status permanent verdeutlicht. “ `And you ought not to think yourself on an equality with the Misses Reed and Master Reed, because missis kindly allows you to be brought up with them` “.

Jane befindet sich in einer finanziellen Abhängigkeitssituation, welche ihr schonungslos klar gemacht wird. “ `(....) you are a dependant, mamma says; you have no money; your father left you none, you ought to beg and not to live here with gentlemen`s children like us (....)` “.

Zudem fühlt sie, dass sie anders ist als ihre „Familie”. “I was a discord in Gateshead Hall; I was like nobody there; I had nothing in harmony with Mrs. Reed or her children (....)”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gefühl der Isolation, Einsamkeit und Deplatzierung: Dieses Kapitel vergleicht die Ausgrenzungserfahrungen von Jane Eyre in Gateshead mit Antoinettes Isolation innerhalb ihrer Familie und Gesellschaft auf Jamaika.

2. Leidenschaft/Temperament und Hang zur Rebellion: Hier wird analysiert, wie beide Frauen auf Unterdrückung mit emotionalen Ausbrüchen und Aufbegehren reagieren, wobei sich Jane im Laufe der Zeit stabilisiert, während Antoinette zunehmend an ihrer Situation zerbricht.

3. Besuch einer Mädchenschule: Dieser Abschnitt beleuchtet die Jahre an der „Lowood School“ bzw. im Nonnenkloster, die beide Protagonistinnen einer repressiven Erziehung und strengen Routine unterwerfen.

4. Beziehung zu Mr. Rochester: Das Kapitel kontrastiert Janes Weg zur ebenbürtigen Partnerin Rochesters mit Antoinettes zerstörerischer Abhängigkeit und Identitätsverlust in ihrer Ehe.

Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird festgehalten, dass Rhys durch ihre Revision den Blick auf Brontës Jane Eyre verändert und Antoinette als eine durch schlechte Lebensumstände geprägte Figur rehabilitiert.

Schlüsselwörter

Jane Eyre, Antoinette Cosway, Wide Sargasso Sea, Charlotte Brontë, Jean Rhys, Hypertext, Hypotext, Isolation, Rebellion, Identität, Mr. Rochester, postkoloniale Literatur, Deplatzierung, Wahnsinn, Bertha Mason.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarischen Parallelen der Figuren Jane Eyre und Antoinette Cosway in den Romanen „Jane Eyre“ und „Wide Sargasso Sea“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Themen soziale Isolation, der Umgang mit Temperament und Rebellion, die prägende Erfahrung in Mädchenschulen sowie die Dynamik in der Beziehung zu Mr. Rochester.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jean Rhys durch die Vorgeschichte der Figur Bertha Mason eine „karibische Revision“ des britischen Klassikers vornimmt und die Protagonistin als ein Opfer ungünstiger Lebensumstände darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Theorie der Hypertextualität nach Gérard Genette, um das transtextuelle Verhältnis zwischen dem Hypotext „Jane Eyre“ und dem Hypertext „Wide Sargasso Sea“ zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Kapitel, die die Lebensstationen – von der frühen Kindheit und Isolation über die Schulzeit bis zur Ehe mit Rochester – vergleichend analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Identitätsverlust, postkoloniale Literatur, Isolation, Rebellion und die literarische Beziehung zwischen Charlotte Brontë und Jean Rhys.

Wie unterscheidet sich Janes Umgang mit ihrer Isolation von dem Antoinettes?

Während Jane durch Bildung und moralische Festigung schließlich soziale Anerkennung und ein selbstbestimmtes Leben erreicht, führt Antoinettes Isolation in ein fremdes Land und eine lieblose Ehe direkt in den psychischen Zusammenbruch.

Welche Bedeutung hat das Kloster/die Schule für die beiden Protagonistinnen?

Beide Schulen fungieren als religiös geprägte Schutzräume, die zwar einerseits Sicherheit vor der Außenwelt bieten, jedoch gleichzeitig durch ihre repressiven Strukturen und Routine die Individualität der Mädchen ersticken.

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Details

Title
Parallelen der Figuren Jane Eyre aus Charlotte Bronte's "Jane Eyre" und Antoinette Cosway aus Jean Rhys's "Wide Sargasso Sea"
College
University of Hamburg
Course
English Classics Re-Written?
Grade
1,3
Author
Jennifer Reuter (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V76119
ISBN (eBook)
9783638805025
ISBN (Book)
9783638807425
Language
German
Tags
Parallelen Figuren Jane Eyre Charlotte Bronte Jane Eyre Antoinette Cosway Jean Rhys Wide Sargasso English Classics Re-Written
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Reuter (Author), 2005, Parallelen der Figuren Jane Eyre aus Charlotte Bronte's "Jane Eyre" und Antoinette Cosway aus Jean Rhys's "Wide Sargasso Sea", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76119
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