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Borderline - Grenzgänger aus psychoanalytischer und anthroposophischer Sicht

Title: Borderline - Grenzgänger aus psychoanalytischer und anthroposophischer Sicht

Intermediate Examination Paper , 2007 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Kurzmann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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In vielen Büchern, Kommentaren und Essays wird sie als typische Störung unserer Zeit beschrieben. Und es scheint tatsächlich so zu sein, dass Menschen mit dieser Persön¬lichkeitsstörung den modernen Menschen in seiner Zerrissenheit, Unbeständigkeit, Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit widerspiegeln. Zwar gibt es auch Beispiele aus der Vergangenheit die auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung schließen lassen, doch in den letzten Jahren ist diese Erkrankung immer mehr in das Sichtfeld von Therapeuten und Ärzten gerückt. Einleitend sollen sich in Kapital 2. nicht nur die Begriffsdefinitionen wieder finden, sondern auch die Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10 dargestellt werden. Abgeschlossen wird dieses Kapital mit der der Epidemiologie der Borderline-Persön¬lichkeitsstörung. In Kapital 3. wird sowohl die Genese als auch das Erscheinungsbild der Borderline-Persönlichkeit aus psychoanalytischer Sicht geschildert. Die dort zitierten Autoren und Autorinnen sind nur eine kleine Auswahl, da es mittlerweile sehr viele verschiedene wissenschaftliche und therapeutische Ausrichtungen und deshalb auch viele Theorien zur Entwicklung dieser Störung gibt. Gemeinsam ist allen Konzepten, dass die Entwicklung der Borderline-Persönlichkeit in den ersten drei Lebensjahren angesiedelt ist und deshalb auch als frühe Störung bezeichnet wird. Auch die konfliktbehaftete Beziehung zu den engen Bezugspersonen bildet die jeweilige Ausgangsthese. Anschließend beschreibe ich, wie sich Menschen mit der Borderline-Störung verhalten und wie sie auf andere wirken. Die Grundannahmen dabei stimmen weitestgehend mit den diagnostischen Merkmalen des DSM-IV überein. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung soll in Kapital 4. aus anthroposophischer Sicht heraus geschildert werden. Sie wird dort als Inkarnationsstörung gesehen. Dieser Ansatz ist sehr viel unbekannter als der der Psychoanalyse und gerade deshalb möchte ich auch dieses Konzept mit einbeziehen. Kapital 5. umfasst drei verschiedene Therapieansätze. Alle drei habe ich gewählt um einen möglichst breiten Überblick über die Konzeptionen und Möglichkeiten einer Behandlung zu geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1 Persönlichkeit

2.2 Persönlichkeitsstörung

2.3 Borderline-Persönlichkeitsstörung

2.3.1 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung in Klassifikationssystemen

2.3.2 DSM-IV

2.3.3 ICD-10

2.3.4 Epidemiologie

3. Ein psychoanalytischer Ansatz

3.1 Die Genese der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus psychoanalytischer Sicht

3.2 Erscheinungsbild und Persönlichkeit der Borderline-Patienten

4. Ein anthroposophischer Ansatz

4.1 Die Genese der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus anthroposophischer Sicht

4.2 Erscheinungsbild und Persönlichkeit der Borderline-Patienten

5. Therapieansätze

5.1 Übertragungsfokussierte Therapie nach Kernberg

5.2 Dialektisch-Behaviorale Therapie nach Linehan

5.3 Heileurythmie nach Langerhorst

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus zwei unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven – der Psychoanalyse und der Anthroposophie – mit dem Ziel, ein umfassendes Verständnis für die Entstehung, Symptomatik und therapeutische Behandlung dieser komplexen Erkrankung zu vermitteln.

  • Grundlagen der Begriffsbestimmung und klinische Klassifikation (DSM-IV, ICD-10).
  • Psychoanalytische Modelle zur Genese und Charakteristik der Störung.
  • Anthroposophische Sichtweise als Inkarnationsstörung des Menschen.
  • Vergleichende Analyse therapeutischer Ansätze wie TFP, DBT und Heileurythmie.
  • Reflexion des professionellen Umgangs und der Herausforderungen im sozialen Umfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Genese der Borderline-Persönlichkeitsstörung aus psychoanalytischer Sicht

Innerhalb der Literatur werden verschiedene Faktoren zur Genese der Borderline-Persönlichkeitsstörung genannt. Störungen in der Entwicklung der Objektbeziehungen und Verdrängungsmangel werden als Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung benannt. Andere sprechen von Traumatisierungen durch Gewalt oder sexuelle Übergriffe in der Kindheit oder von einer mangelnden Fähigkeit der Mentalisierung.

Die Forschungen von Sachsse belegen, dass schon die Zeit der Schwangerschaft begünstigend auf eine Entwicklung der Borderline-Persönlichkeitsstörung wirken kann, wenn es dort zu Schädigungen oder problematischen Geburtsverläufen kommt. Er geht davon aus, dass sich die Labilität der Eltern schon während der Säuglingszeit negativ auf die Interaktion mit dem Kind ausgewirkt hat. Die Labilität resultiert vor allem daraus, dass mindestens ein Elternteil unter schweren Depressionen, chronischer Suizidalität, Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit litt. Die Folge sind wiederholte Deprivations- und Missbrauchserfahrungen die zu einer Entwicklung eines kumulativen Traumas führen. Dies beeinflusst die Persönlichkeitsorganisation des Kindes maßgeblich. Die Gründe für die spätere instabile Beziehungsgestaltung, die impulsiven Durchbrüche und andere spezifische Merkmale sieht Sachsse also vor allem im Zusammenspiel frühkindlicher Deprivation und späteren Missbrauchserfahrungen (vgl. SACHSSE 2000, S.94ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas Borderline-Persönlichkeitsstörung und Überblick über die gewählten Schwerpunkte der Arbeit.

2. Begriffsdefinition: Erläuterung der psychologischen Grundbegriffe und Darstellung der Klassifikation gemäß DSM-IV und ICD-10 sowie epidemiologischer Daten.

3. Ein psychoanalytischer Ansatz: Untersuchung der Entstehung der Störung durch frühe Objektbeziehungsstörungen und Beschreibung des psychischen Erscheinungsbildes aus tiefenpsychologischer Sicht.

4. Ein anthroposophischer Ansatz: Betrachtung der Störung als Inkarnationsprozess und Erläuterung der Zusammenhänge zwischen leiblicher Entwicklung und geistig-seelischem Befinden.

5. Therapieansätze: Darstellung und Vergleich von drei unterschiedlichen Behandlungsformen: der übertragungsfokussierten Therapie (TFP), der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) und der Heileurythmie.

6. Resümee: Synthese der Ergebnisse und Reflexion der Bedeutung einer ganzheitlichen, interdisziplinären Sichtweise im Umgang mit Borderline-Patienten.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, Psychoanalyse, Anthroposophie, Objektbeziehungstheorie, Inkarnationsstörung, DSM-IV, ICD-10, Übertragungsfokussierte Therapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Heileurythmie, Identitätsstörung, Mentalisierung, Psychodynamik, Frühkindliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und beleuchtet diese aus psychoanalytischer und anthroposophischer Perspektive, um sowohl die Entstehungsgeschichte als auch die therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Klassifikation, den tiefenpsychologischen Erklärungsmodellen der Genese, dem anthroposophischen Konzept der Inkarnationsstörung sowie verschiedenen therapeutischen Interventionsmethoden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, einen Überblick über das Störungsbild zu bieten, um den reflektierten Umgang mit Borderline-Patienten in beratenden und therapeutischen Kontexten zu erleichtern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich unterschiedlicher theoretischer Konzepte sowie therapeutischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der psychoanalytischen Sicht (Kernberg, Mahler, Sachsse), der anthroposophischen Sicht (Steiner, Dekkers, Beck) sowie eine detaillierte Erörterung spezifischer Therapieansätze (TFP, DBT, Heileurythmie).

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Zu den zentralen Begriffen zählen Borderline-Persönlichkeitsstörung, psychodynamische Konzepte, Identitätsentwicklung, Inkarnationsstörung und therapeutische Behandlungsmethoden.

Wie wird das "Borderline-Syndrom" aus anthroposophischer Sicht definiert?

Die Anthroposophie beschreibt das Borderline-Phänomen primär als eine komplexe Inkarnationsstörung, bei der die Verbindung des Individuums zu seinem physischen Leib während der Kindheit gestört ist.

Welchen Stellenwert nimmt die Heileurythmie bei Borderline-Patienten ein?

Die Heileurythmie dient als ergänzende Bewegungstherapie, die darauf abzielt, die durch die Störung beeinträchtigte Selbstwahrnehmung und Raumorientierung durch spezifische Bewegungsübungen zu stabilisieren.

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Details

Title
Borderline - Grenzgänger aus psychoanalytischer und anthroposophischer Sicht
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Pädagogisches Institut)
Course
Pädagogische Anthropologie II
Grade
1,3
Author
Katharina Kurzmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
38
Catalog Number
V76135
ISBN (eBook)
9783638798372
ISBN (Book)
9783638797542
Language
German
Tags
Borderline Grenzgänger Sicht Pädagogische Anthropologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kurzmann (Author), 2007, Borderline - Grenzgänger aus psychoanalytischer und anthroposophischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76135
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