Bei Software als neues Medium für die Pädagogik wird nach Bildungssoftware, Lernsoftware und Unterrichtssoftware unterschieden. Als Bildungssoftware werden alle Arten von Software bezeichnet, die sich für Bildungszwecke verwenden lassen. Dabei ist es nicht wichtig, ob sie nun speziell für Bildungszwecke programmiert worden ist oder nur für die Veranschaulichung eines Sachverhaltes zweckentfremdet wurde. Der Begriff „Unterrichtssoftware“ umfasst die ausdrücklich für den Unterricht konzipierte Software. „Als Lernsoftware hingegen, gelten dann all diejenigen Programme, die für Lehr- und Lernzwecke programmiert wurden und deren hauptsächlicher Zweck der Einsatz im Bildungsbereich ist.“
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sachanalyse „Lernsoftware im Geschichtsunterricht“
a. Didaktische Möglichkeiten der Lernsoftware für den Einsatz im Geschichtsunterricht
b. Qualitätskriterien von Lernsoftware
3. Eigene Überlegungen zu der Lernsoftware
a. „Was Ist Was“ - Lehrmaterial
b. Die Stadt im Mittelalter
c. Kompetenzen und geschichtsdidaktische Prinzipien
4. Lernsoftware in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktischen Möglichkeiten und die kritische Anwendung von Lernsoftware im Geschichtsunterricht, um zu bewerten, inwieweit diese Medien als effektive Unterrichtshilfsmittel dienen können, ohne den fachwissenschaftlichen Anspruch zu gefährden.
- Didaktische Kriterien für den Einsatz von Bildungssoftware in der Schule
- Analyse und Bewertung spezifischer Programme („Was Ist Was“, „Die Stadt im Mittelalter“)
- Die Rolle des Geschichtsunterrichts und die Bedeutung der Multiperspektivität
- Förderung von Medien- und Fachkompetenz bei Schülerinnen und Schülern
- Herausforderungen in der Implementierung durch organisatorische und technische Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
b. Qualitätskriterien von Lernsoftware
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz von Computern im Geschichtsunterricht. Im Allgemeinen gliedert sich der Bereich der Software in vier Unterbereiche auf. Bei dem Einsatz von Software als Dokumentation nimmt der Computer die Rolle eines Mediums ein, welches Inhalte beispielsweise anhand eines Filmes verdeutlicht und veranschaulicht. Werkzeugsoftware hingegen dient dem Lehrer als Hilfsmedium, in dem der Computer als eine Art Lexikon auf der einen und als ein Werkzeug auf der anderen Seite dienen kann. Der Computer kann jedoch auch als Medium der Entspannung oder der Vertiefung durch den Einsatz als Spiel oder Simulation genutzt werden. Der Fokus dieser Untersuchung richtet sich jedoch auf den Bereich der Lernsoftware und versucht die Gütekriterien dieser darzustellen.
Merkmale einer guten Lernsoftware sind vielseitiger Natur. Die oberste Prämisse einer Software ist, gemäß des Namens, eine gute Software bereitzustellen, die das Lernen fördert, Kompetenzen vermittelt und Inhalte auf interaktive Art und Weise zugänglich zu machen, ohne soziale Kompetenzen zu vernachlässigen oder ihnen sogar entgegen zu wirken. Des Weiteren muss sie laut Redl „zunächst wie andere Medien auch daran gemessen werden, ob sie ihren Zielen entsprechend didaktisch aufbereitet wurde“ und „lehrplankonforme Inhalte“ behandeln. Es muss ein didaktisches Konzept zum selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Arbeiten gegeben sein und dem Schülern, aber auch dem Erwachsenen eine ausgewogene Interaktivität ermöglicht werden, an dessen Ende eine Bereitstellung von möglichen Zwischenergebnissen zur Selbstkontrolle, zur möglichen Übernahme aber auch zum weiteren Ausbau von Kenntnissen und Fertigkeiten steht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition von Bildungs-, Lern- und Unterrichtssoftware sowie Abgrenzung der Begriffe für den pädagogischen Kontext.
2. Sachanalyse „Lernsoftware im Geschichtsunterricht“: Untersuchung der didaktischen Chancen und Qualitätskriterien für den sinnvollen Einsatz von Software in der Geschichtsvermittlung.
3. Eigene Überlegungen zu der Lernsoftware: Kritische Analyse der Programme „Was Ist Was“ und „Die Stadt im Mittelalter“ im Hinblick auf ihre didaktische Eignung und Vermittlung historischer Kompetenzen.
4. Lernsoftware in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion: Reflektion über den aktuellen Stand des Computereinsatzes an Schulen und die notwendige Entwicklung von Medienkompetenz bei Lehrkräften und Schülern.
Schlüsselwörter
Lernsoftware, Geschichtsunterricht, Multiperspektivität, Mediendidaktik, Geschichtsdidaktik, Computer, Medienkompetenz, Unterrichtsplanung, Sachanalyse, Bildungssoftware, Schüler, Lernprozess, Kompetenzvermittlung, Mittelalter, Informationsgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle und den Einsatzmöglichkeiten von Lernsoftware im Fach Geschichte an Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die didaktische Begründung, Qualitätskriterien, die kritische Prüfung spezifischer Softwareprodukte und die wissenschaftliche Diskussion um moderne Medien im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Mehrwert von Lernsoftware kritisch zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie sie didaktisch sinnvoll und methodisch reflektiert eingesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse und Evaluation von Software anhand bestehender theoretischer Konzepte und Curricula.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische Sachanalyse, eine praktische Bewertung von zwei Lernprogrammen und eine Diskussion der allgemeinen wissenschaftlichen Debatte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Geschichtsdidaktik, Mediendidaktik, Multiperspektivität und Medienkompetenz aus.
Wie schneidet die Software „Was Ist Was“ in der Bewertung ab?
Sie wird als Materialsammlung für Lehrkräfte bewertet, ist aber für die eigenständige Arbeit von Schülern am Computer aufgrund fehlender Aufgabenstellungen nur bedingt geeignet.
Warum wird „Die Stadt im Mittelalter“ als Pionierleistung bezeichnet?
Das Programm wird als Pionierleistung gewürdigt, da es einen multimedialen Erfahrungsraum schafft, der eine narrative Struktur und spielerische Erkundung der mittelalterlichen Lebenswelt ermöglicht.
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- Stefan Wehe (Author), 2007, Lernsoftware im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76163