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Ethnisierung von Haushaltsarbeit am Beispiel von Au-Pairs aus der Slowakei

Titre: Ethnisierung von Haushaltsarbeit am Beispiel von Au-Pairs aus der Slowakei

Dossier / Travail , 2005 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Katrin Wilde (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Ethnisierung von Haushaltsarbeit befassen. Hierbei möchte ich mich mit dem Thema zunächst allgemein befassen, um im zweiten Teil als konkretes Beispiel die Migration von Au-pairs aus Osteuropa näher auszuführen.

Zunächst werde ich im allgemeinen Teil die allgemeinen Rahmenbedingungen ausführen. Hierzu gehören zunächst die Möglichkeiten in Deutschland Familien – und Haushaltsarbeit mit der Berufstätigkeit zu vereinbaren. Die Möglichkeit, diese an Migrantinnen zu delegieren sind durch die Einwanderungspolitik enge Grenzen gefasst, die ich in Abschnitt 2.2 ausführen werde. Im 3. Abschnitt befasse ich mich allgemein mit den Handlungslogiken von Erwerbs- und privater Haushaltsarbeit, um aufzuzeigen, dass sich aus den spezifischen Logiken der jeweiligen Arbeit spezifische Probleme ergeben, insbesondere dort, wo Haushaltsarbeit gegen Bezahlung ausgeführt wird. Im Weiteren werde ich in Abschnitt 3.2 allgemein auf die Ethnisierung von Haushaltsarbeit eingehen, woran sich der spezielle Teil meiner Arbeit anschließt. Im 4. Teil meiner Arbeit werde ich mich mit der Migration von Frauen aus Osteuropa als Au-pair befassen.Im Weiteren möchte ich die Motive der Au-pairs und ihrer Gasteltern ausführen. Der Aufenthalt und ihre Arbeit werden von einer Sicht aufeinander, die durch die Kategorien Ethnizität und Geschlecht maßgeblich mitbestimmt ist, geprägt. Auch die in Abschnitt 3.1 ausgeführten Handlungslogiken von privater Haushalts- und Erwerbsarbeit spielen während ihres Aufenthalts und in der konkreten Umsetzung ihres Arbeitsverhältnisses eine wichtige Rolle. Zuletzt werde ich anhand des Beispiels der Au-pairs darstellen, inwieweit Migration eigendynamische Effekte erzeugt, die zur Aufrechterhaltung der Migration beitragen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmenbedingungen

2.1 Rahmenbedingungen der Frauenerwerbs- und Hausarbeit in Deutschland

2.2 Einwanderungspolitik

3. Migration in den Arbeitsplatz Haushalt

3.1 Handlungslogiken von Erwerbs- und privater Arbeit

3.2 Ethnisierung von Hausarbeit

4. Au- pair

4.1 Probleme in der Vermittlungstätigkeit

4.2 Motivation

4.2.1 Motive der Au-pairs

4.2.2 Motive der Familien

4.3 Gegenseitige Wahrnehmung von Au-pair und Gastfamilie

4.4 Eigendynamik der Migration und Nachfolgestrategien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ethnisierung von Haushaltsarbeit, insbesondere unter dem Aspekt der Migration von Au-pairs aus Osteuropa nach Deutschland. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die strukturellen Rahmenbedingungen, die spezifischen Handlungslogiken im Privathaushalt sowie die Eigendynamik, die Migrationsprozesse in diesem unregulierten Sektor erzeugen.

  • Rahmenbedingungen für Frauenerwerbs- und Hausarbeit in Deutschland
  • Einfluss der deutschen Einwanderungspolitik auf die Illegalisierung von Haushaltsarbeit
  • Handlungslogiken von Erwerbs- und privater Haushaltstätigkeit
  • Motivationen und gegenseitige Wahrnehmung von Au-pairs und Gastfamilien
  • Eigendynamische Effekte und Nachfolgestrategien der Migration

Auszug aus dem Buch

3.2 Ethnisierung von Hausarbeit

Im Folgenden möchte ich auf die Tätigkeit von Migrantinnen in Haushalten eingehen. Hierbei ist ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass die Kategorien Ethnizität und Geschlecht die Rahmenbedingungen für die Arbeitsverhältnisse sowie die Hierarchie zwischen Arbeitgeberin und Haushaltsarbeiterin konstituieren. Im Jahr 2000 gab es in Deutschland etwa ca. 1,4 bis 2,4 Mio. sozialversicherungsfreie Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten. Etwa 90 % bis 95 % dieser Stellen werden von Frauen besetzt. In zunehmendem Maß werden diese Stellen von Migrantinnen angenommen. Hierbei sind insbesondere türkische, polnische, tschechische und russische Migrantinnen sowie Spätaussiedlerinnen zu nennen. Bei der Bezahlung dieser Migrantinnen zeigen sich deutliche Unterschiede bezüglich ihrer Abstammung bzw. Herkunft. So sind z.B. unter den Haushaltsarbeiterinnen in Berlin in den 90er sind deutliche Unterschiede festzustellen. Polinnen verdienen etwa 15DM, gefolgt von Südamerikanerinnen, am untersten Rang finden sich Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion, der Ukraine, Weißrussland und anderen Ost-Europäischen Staaten mit Stundenlöhnen von 5-7 DM. Hier zeigt sich deutlich, welche Rolle der ethnischen Zugehörigkeit bei der Anerkennung einer ausgeführten Arbeit zukommt.

Bei der Einstellung verlieren formale Qualifikationskriterien nahezu an Bedeutung, und werden durch die ethnische Herkunft und das Geschlecht als Qualifikationskriterium überlagert. Gerade hochqualifizierte Frauen gehen ins Ausland, um dort Hausarbeit gegen Bezahlung zu verrichten. Sogar promovierte Haushälterinnen oder Putzkräfte sind keine Seltenheit. Dies ist als Folge der Verhältnisse im Herkunftsland zu sehen. Politische, soziale und ökonomische Veränderungen im Herkunftsland zwingen die Frauen, verstärkt zur Familienökonomie beizutragen und vielfältige Einkommensstrategien zu entwickeln. Zu diesen Einkommensstrategien kann die zeitweise oder dauerhafte Migration gehören. Da die formale Qualifikation der Frauen weder im Herkunfts- noch im Ankunftsland nachgefragt bzw. schlechter vergütet wird, beziehen die Migrantinnen sich bei der Arbeitssuche auf die ihrem Geschlecht zugeschriebenen „natürlichen“ Qualifikationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Ethnisierung von Haushaltsarbeit ein und skizziert das methodische Vorgehen sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel beleuchtet die sozio-ökonomischen Hürden für berufstätige Frauen in Deutschland und analysiert, wie die Einwanderungspolitik legale Migration in den privaten Haushaltssektor faktisch verhindert.

3. Migration in den Arbeitsplatz Haushalt: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Logiken von Erwerbs- und privater Arbeit und zeigt auf, wie durch die Einbindung von Migrantinnen eine Ethnisierung von Hausarbeit stattfindet.

4. Au- pair: Hier wird am Beispiel osteuropäischer Au-pairs das Migrationskonzept untersucht, wobei Probleme der Vermittlung, Motivlagen, gegenseitige Wahrnehmungen und die Dynamik der Migration thematisiert werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert politisches Handeln hinsichtlich der Legalisierung und des besseren Rechtsschutzes für Haushaltsarbeiterinnen.

Schlüsselwörter

Haushaltsarbeit, Ethnisierung, Au-pair, Migration, Einwanderungspolitik, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Osteuropa, Privatsphäre, Erwerbstätigkeit, Familienökonomie, soziale Ungleichheit, Migrationsstrategien, Haushaltshilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Ethnisierung von Haushaltsarbeit, bei der Migrantinnen zunehmend Tätigkeiten in privaten Haushalten übernehmen, die unter schwierigen oder informellen Rahmenbedingungen stattfinden.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die restriktive deutsche Einwanderungspolitik, die spezifischen Logiken von bezahlter Privatarbeit sowie die Migrationserfahrungen von Au-pairs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ethnische und geschlechtsspezifische Kategorien Hierarchien in der Haushaltsarbeit entstehen und welche eigendynamischen Effekte die Migration für die betroffenen Frauen mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Analyse, unter anderem basierend auf der Auswertung bestehender Studien, wie beispielsweise der Arbeit von Sabine Hess, um Tendenzen und Problemkonstellationen beispielhaft darzustellen.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen der Frauenerwerbsarbeit, die Auswirkungen der Einwanderungspolitik, die Handlungslogiken in Haushalten und detailliert die Motivlagen sowie die Situation von Au-pairs aus der Slowakei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ethnisierung von Haushaltsarbeit, Au-pair, Migration, Arbeitslogik, Prekarität und Einwanderungspolitik.

Welche Rolle spielt die Einwanderungspolitik für die Situation der Au-pairs?

Die Einwanderungspolitik schränkt legale Arbeitsmigration stark ein, was viele Frauen in informelle oder illegale Beschäftigungsverhältnisse zwingt, da der Bedarf in Haushalten zwar hoch, aber staatlich nicht adäquat geregelt ist.

Wie verändert die Migrationserfahrung die Sichtweise der untersuchten Au-pairs?

Die Erfahrung im Ausland und der Kontrast zu den sozialen Zwängen in der Heimat führen bei vielen Frauen zu einer veränderten Selbstwahrnehmung, die oft in Strategien zur Aufrechterhaltung der Migration (z.B. Pendelmigration) mündet.

Warum wird die Arbeit der Au-pairs oft nicht als „echte“ Arbeit wahrgenommen?

Da die Tätigkeit im geschützten Raum der Privatsphäre stattfindet und inhaltlich mit Sorgearbeit verknüpft ist, verschwimmen die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und privater Hilfe, was die Durchsetzung von Rechten erschwert.

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Résumé des informations

Titre
Ethnisierung von Haushaltsarbeit am Beispiel von Au-Pairs aus der Slowakei
Université
Ruhr-University of Bochum
Cours
Migration und transnationale Räume in modernen Gesellschaften
Note
1,0
Auteur
Katrin Wilde (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
20
N° de catalogue
V76191
ISBN (ebook)
9783638808293
Langue
allemand
mots-clé
Ethnisierung Haushaltsarbeit Beispiel Au-Pairs Slowakei Migration Räume Gesellschaften
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katrin Wilde (Auteur), 2005, Ethnisierung von Haushaltsarbeit am Beispiel von Au-Pairs aus der Slowakei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76191
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Extrait de  20  pages
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