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Die Entdeckung der "pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft: Eine Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie

Title: Die Entdeckung der "pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft: Eine Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie

Seminar Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Matthias Schmid (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die klassische deutsche Berufsbildungstheorie gehörte zu den wichtigsten Bildungstheorien
im 20. Jahrhundert. Fast 50 Jahre stand sie im Mittelpunkt der bildungspolitischen und erziehungswissenschaftlichen Forschung und sie verkörperte die erste berufs- und wirtschaftspädagogische Denkschule am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die Entdeckung der „pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft gehörte dabei zu den herausragenden Ergebnissen der klassischen Berufsbildungstheorie. Verantwortlich für diese „Entdeckung" waren vor allem Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger, die zu den wichtigsten Vertretern der klassischen Berufsbildungstheorie zu zählen sind. Deshalb sollen anhand der Seminararbeit ihre wichtigsten Konzepte, Ideen und Vorstellungen über die Berufsbildungstheorie vorgestellt werden.
Eine entscheidende Bedeutung nimmt dabei die Frage ein, wie Kerschensteiner und Spranger die Entdeckung der „pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft begründeten und rechtfertigten und welche Bedeutung dem „Beruf“ in diesem Zusammenhang zuteil wurde.
Im ersten Kapitel wird zunächst die Geschichte der klassischen Berufsbildungstheorie beschrieben, wobei vor allem die Epoche des Neuhumanismus in Augenschein genommen werden soll.
Innerhalb des zweiten Kapitels erfolgt dann die zentrale Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie. Der erste Punkt dieses Kapitels behandelt dabei die Berufsbildungstheorie von Georg Kerschensteiner.
Der zweite Punkt des zweiten Kapitels setzt sich dann mit der Berufsbildungstheorie von Eduard Spranger auseinander.
In einer Schlussbetrachtung kann dann zusammengefasst werden, worin die Gemeinsamkeiten von Kerschensteiner und Spranger liegen und weshalb sie maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die „pädagogische Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft entdeckt werden konnte.

Excerpt


Struktur der wissenschaftlichen Arbeit

Einleitung

I. Die Geschichte vor der klassischen Berufsbildungstheorie

II. Die klassische Berufsbildungstheorie

1. Georg Kerschensteiner

1.1 Voraussetzungen und Ausgangssituation für die Entstehung der Berufsbildungstheorie bei Kerschensteiner

1.2 Aufgaben und Ziele der Berufsbildungstheorie

1.2.1 Die Theorie der Bildung und das Problem von Beruf und Bildung

1.2.2. Die staatsbürgerliche Erziehung

1.2.3. Die Umwandlung der Fortbildungsschulen in Berufsschulen

1.3. Die Einheit von Berufs- und Allgemeinbildung

2. Eduard Spranger

2.1. Arten der Bildung. Die Bildungsdefinition bei Spranger

2.2. Das Drei-Stadium-Gesetz der Bildung

2.3. Die Rolle der Berufsschule in der Berufsbildungstheorie Sprangers

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie, insbesondere im Hinblick auf die Entdeckung der "pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft durch Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger.

  • Historische Einordnung der Berufsbildung (Neuhumanismus bis 20. Jahrhundert)
  • Analyse der Berufsbildungskonzepte von Georg Kerschensteiner
  • Untersuchung der bildungstheoretischen Ansätze von Eduard Spranger
  • Diskussion des Verhältnisses von Berufs- und Allgemeinbildung

Auszug aus dem Buch

1.2.3. Die Umwandlung der Fortbildungsschulen in Berufsschulen

Als wichtiger Bestandteil der Berufsbildungstheorie Kerschensteiners kam nun die Schule bzw. die Aufgabe der Umwandlung der Fortbildungsschulen in Berufsschulen zum Tragen. Nur in der Schule konnten die Ideen der „staatsbürgerlichen Erziehung“ verwirklicht werden. Kerschensteiner führte aus, dass die Schule nicht nur eine Stätte der Belehrung und Unterrichtung sei, sondern dass sie auch eine Stätte der „Erprobung des Handelns“ sein müsse. Die Institution der Schule und ihr Wesen waren die Grundvoraussetzungen für das Gelingen der beschriebenen Theorien der Berufsbildung. Ausgangspunkt unserer Betrachtungen war die Frage, wie die Lücke zwischen Volksschulentlassung und Eintritt in den Heeresdienst am besten geschlossen werden könne. Wir haben gesehen, dass Kerschensteiner diese Lücke durch die Berufserziehung schließen wollte.

Als Ort der Berufserziehung kam nur die Institution der Schule in Betracht und dies hatte zur Folge, dass die bestehende Fortbildungsschule durchgängig zur Berufsschule oder Gewerbeschule umzuorganisieren war. Vor allem in den umgewandelten Fortbildungsschulen sah Kerschensteiner einen wichtigen Hebel zur Erziehung der Massen, da diese nicht nur die Arbeitstüchtigkeit und Dienstbereitschaft gegenüber anderen fördern würde, sondern auch die Einsicht in die Zwecke der Staatsgemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie und Vorstellung der zentralen Akteure Kerschensteiner und Spranger.

I. Die Geschichte vor der klassischen Berufsbildungstheorie: Darstellung der historischen Entwicklung von Bildungsbegriffen, insbesondere unter dem Einfluss des Neuhumanismus und der Abwertung beruflicher Bildung.

II. Die klassische Berufsbildungstheorie: Einführung in die Denkschule zu Beginn des 20. Jahrhunderts und das Ziel, berufliche Tätigkeit und humane Bildung zu harmonisieren.

1. Georg Kerschensteiner: Biografische Einführung und Auseinandersetzung mit der Position Kerschensteiners.

1.1 Voraussetzungen und Ausgangssituation für die Entstehung der Berufsbildungstheorie bei Kerschensteiner: Analyse der gesellschaftlichen Umbrüche durch die Industrialisierung als Ursprung seiner Theorie.

1.2 Aufgaben und Ziele der Berufsbildungstheorie: Untersuchung der Zielsetzung, Jugendliche für die bürgerliche Gesellschaft zu erziehen.

1.2.1 Die Theorie der Bildung und das Problem von Beruf und Bildung: Darlegung der Notwendigkeit, an Interessen und das praktische Tun der Jugendlichen anzuknüpfen.

1.2.2. Die staatsbürgerliche Erziehung: Erläuterung des Ziels, den Egoismus der Jugendlichen in produktives staatsbürgerliches Handeln zu überführen.

1.2.3. Die Umwandlung der Fortbildungsschulen in Berufsschulen: Beschreibung der organisatorischen Reform zur Schaffung einer Stätte der "Erprobung des Handelns".

1.3. Die Einheit von Berufs- und Allgemeinbildung: Kritische Auseinandersetzung mit der Trennung von Allgemein- und Berufsbildung und Forderung nach deren Verknüpfung.

2. Eduard Spranger: Einführung in die bildungstheoretische Position Sprangers als Fortentwicklung Kerschensteiners.

2.1. Arten der Bildung. Die Bildungsdefinition bei Spranger: Differenzierung zwischen formaler und materialer Bildung.

2.2. Das Drei-Stadium-Gesetz der Bildung: Darstellung der drei Bildungsphasen Grundbildung, Berufsbildung und höhere Allgemeinbildung.

2.3. Die Rolle der Berufsschule in der Berufsbildungstheorie Sprangers: Einordnung der Berufsschule als Ort der materialen Spezialbildung und Kulturbildung.

Schlüsselwörter

Klassische Berufsbildungstheorie, Georg Kerschensteiner, Eduard Spranger, Berufsbildung, Allgemeinbildung, Neuhumanismus, Staatsbürgerliche Erziehung, Berufsschule, Pädagogische Schöpferkraft, Menschenbildung, Industrialisierung, Bildungsreform, Fortbildungsschule, innerer Beruf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konzepte der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie, wie sie maßgeblich von Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von allgemeiner und beruflicher Bildung, die historische Entwicklung der Berufsbildung sowie die Rolle des Berufs für die Charakter- und Staatsbürgerbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie Kerschensteiner und Spranger die "pädagogische Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft begründeten und rechtfertigten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung klassischer erziehungswissenschaftlicher Literatur und historischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Theorien von Kerschensteiner (u.a. staatsbürgerliche Erziehung, Umwandlung von Fortbildungsschulen) und Spranger (u.a. Drei-Stadium-Gesetz der Bildung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Namen der Hauptvertreter sind "Berufsbildung", "Allgemeinbildung", "Staatsbürgerliche Erziehung" und "Pädagogische Schöpferkraft" prägend.

Warum spielt die Industrialisierung für Kerschensteiner eine so große Rolle?

Die Industrialisierung führte zu einem gesellschaftlichen Umbruch, der die traditionelle handwerkliche Ausbildung und Sozialisation auflöste, was eine neue pädagogische Antwort für die "Jugendproblematik" erforderte.

Wie unterscheidet Spranger die verschiedenen Arten der Bildung?

Spranger unterscheidet zwischen formaler Bildung (Kraftbildung) und materialer Bildung (Stoffbildung) sowie weiter zwischen allgemeiner und spezieller materialer Bildung.

Wie definiert Spranger das Drei-Stadium-Gesetz der Bildung?

Er gliedert den Bildungsprozess in drei aufeinanderfolgende Phasen: Grundbildung in der Anfangsphase, Berufsbildung als entscheidender Knotenpunkt und höhere Allgemeinbildung als Abschluss.

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Details

Title
Die Entdeckung der "pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft: Eine Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie
College
University of Constance
Grade
1,5
Author
Matthias Schmid (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V76235
ISBN (eBook)
9783638811323
ISBN (Book)
9783638837804
Language
German
Tags
Entdeckung Schöpferkraft Beruf Wirtschaft Eine Auseinandersetzung Berufsbildungstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schmid (Author), 2003, Die Entdeckung der "pädagogischen Schöpferkraft" von Beruf und Wirtschaft: Eine Auseinandersetzung mit der klassischen deutschen Berufsbildungstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76235
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