Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Optimierungsstrategien für Wertpapierportfolios

Ansätze zur Effizienzsteigerung unter besonderer Berücksichtigung derivativer Finanzinstrumente zur Risikodiversifikation

Title: Optimierungsstrategien für Wertpapierportfolios

Diploma Thesis , 2007 , 131 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lukas Henatsch (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit dem Börsencrash von 1929 gewinnt die Risikokontrolle und das Risikomanagement von Wertpapierportfolios stetig an Bedeutung. Als Meilenstein und theoretische Fundierung gilt dabei allgemein die in den 1950er von Harry M. Markowitz entwickelte Portfoliotheorie, demnach sich eine
Risikoreduktion des Gesamtportfolios durch das Mischen von verschiedenen Anlagen erreichen lässt, wobei das unsystematische Risiko sogar vollständig durch Diversifikation eliminiert werden kann.

Die Entwicklung der Portfoliotheorie und starke Marktschwankungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führten zur Entstehung von Derivaten Finanzinstrumente, bei denen es sich um Produkte handelt, deren Entwicklung an die Kursverläufe eines Basiswerts gekoppelt ist. Der Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement und zur Risikoabsicherung konnte seinen endgültigen Durchbruch in Deutschland in den Jahren zwischen 1987 und 1992 feiern, bedingt durch fünf in kurzen Abständen einsetzende Kurseinbrüche.

Seitdem beherrscht das Thema Derivate und deren Einsatz die öffentliche Diskussion, zumal diese anscheinend adäquate Lösungswege für viele finanzwirtschaftliche Probleme bieten. Mittlerweile werden Derivate in jedem Portfolio eines institutionellen Anlegers zur Risikosteuerung eingesetzt. Privatanwender verwenden diese jedoch selten zur Portfolioabsicherung, da Derivate aus Sicht vieler Privatanleger immer noch überwiegend mit Spekulation und „Zockerei“ gleichgesetzt werden.

Zielsetzung dieser Arbeit: Die vorliegende Arbeit soll Möglichkeiten und Strategien der Portfoliooptimierung vorstellen und analysieren. Dabei stehen insbesondere die Portfoliooptimierung nach Harry M. Markowitz im Rahmen der Portfoliotheorie sowie der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten im Vordergrund. Es soll analysiert werden inwiefern sich Aktienportfolios von Privatanlegern tatsächlich in Bezug auf Rendite und Risiko optimieren lassen, welche besondere Rolle dabei derivative Finanzinstrumente spielen und welche Instrumente eingesetzt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Portfoliotheoretische Grundlagen

2.1 Allgemeine Anmerkungen

2.2 Portfoliotheoretischer Modellansatz

2.2.1 Grundzüge und Annahmen der Portfoliotheorie

2.2.2 Kritik an der Portfoliotheorie

2.2.3 Indexmodell von Sharpe

2.3 Kapitalmarkttheorie

2.3.1 Capital Asset Pricing Model

2.3.2 Arbitrage Pricing Theory

2.4 Performance- und Risikomessung

2.4.1 Überblick

2.4.2 Sharpe-Ratio

2.4.3 Volatilität

3 Derivative Finanzinstrumente

3.1 Allgemeine Anmerkungen

3.2 Grundidee und Entstehung von Derivaten

3.3 Definition

3.4 Charakteristika von Termingeschäften

3.4.1 Bedingte und unbedingte Termingeschäfte

3.4.2 Börsengehandelte und außerbörslich gehandelte Derivate

3.4.3 Grundformen derivativer Finanzinstrumente

3.4.3.1 Forwards

3.4.3.2 Futures

3.4.3.3 Optionen (Traded Options)

3.4.3.4 Optionsscheine (Warrants)

3.5 Options-Positionen

3.5.1 Kauf eines Call (Long Call)

3.5.2 Verkauf eines Call (Short Call)

3.5.3 Kauf eines Put (Long Put)

3.5.4 Verkauf eines Put (Short Put)

3.6 Preisbildungsmechanismen

3.6.1 Preisbildung bei Futures

3.6.2 Preisbildung bei Optionen

3.6.2.1 Überblick

3.6.2.2 Innerer Wert und Zeitwert

3.6.2.3 Restlaufzeit

3.6.2.4 Volatilität

3.6.2.5 Zinssatz

3.6.2.6 Dividendenzahlungen

3.6.2.7 Black-Scholes-Modell

3.6.2.8 Put-Call-Parität

3.6.3 Options-Risikokennzahlen

4 Portfoliooptimierung durch derivative Strategien

4.1 Allgemeine Anmerkungen

4.2 Klassifizierung derivativer Strategien

4.2.1 Hedging-Strategien

4.2.2 Trading-Strategien

4.2.3 Arbitrage-Strategien

4.3 Portfolioabsicherung durch Aktienindex-Futures

4.4 Konzept der Portfolio-Insurance

4.4.1 Systematisierung

4.4.2 Statische Wertsicherungsstrategien

4.4.2.1 Protective-Put-Strategie

4.4.2.2 Bond-Call-Strategie

4.4.3 Dynamische Wertsicherungsstrategien

4.4.3.1 Delta-Hedging mit Puts

4.4.3.2 Dynamische Replikation von Optionen

4.5 Absicherung durch das Schreiben von Optionen

4.5.1 Covered Call Writing

4.5.2 Capped-Strategien

4.6 Fazit

5 Portfoliooptimierung in der Praxis

5.1 Allgemeine Anmerkungen

5.2 Modellannahmen

5.3 Modellportfolio

5.4 Portfoliooptimierung

5.4.1 Systematisierung der Vorgehensweise

5.4.2 Ermittlung der zukünftigen Rendite

5.4.3 Ermittlung des zukünftigen Risikos

5.4.4 Ermittlung der Portfoliorendite und des Portfoliorisikos

5.4.5 Bestimmung des optimalen Portfolios

5.4.6 Benchmarking

5.5 Portfolioabsicherung durch Derivate

5.5.1 Allgemeine Anmerkungen

5.5.2 Statische Absicherung

5.5.3 Dynamische Absicherung

5.6 Performancemessung und abschließende Betrachtung

6 Schlussbetrachtung

6.1 Ergebnisse

6.2 Danksagung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert Möglichkeiten und Strategien zur Portfoliooptimierung für Privatanleger unter Berücksichtigung der Portfoliotheorie nach Harry M. Markowitz sowie des gezielten Einsatzes derivativer Finanzinstrumente zur Risikominimierung und Absicherung.

  • Analyse der Portfoliotheorie und Kapitalmarkttheorien (CAPM, APT)
  • Grundlagen und Preisbildungsmechanismen derivativer Finanzinstrumente
  • Derivative Strategien zur Portfoliooptimierung (Hedging, Portfolio-Insurance, Capped-Strategien)
  • Praktische Anwendung der Optimierungsansätze an einem Modellportfolio
  • Performance- und Risikomessung sowie Benchmarking von Optimierungsstrategien

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Kauf eines Call (Long Call)

Durch den Kauf einer Call-Option erwirbt der Käufer das Recht, vom Stillhalter oder Schreiber der Option das zugrunde liegende Underlying zum vereinbarten Preis (Strike) und innerhalb einer bestimmten Frist oder zu einem bestimmten Termin geliefert zu bekommen.

Die folgende Abbildung 3.3 verdeutlicht den Charakter eines Long Call und dessen asymmetrisches Risikoprofil. Aus Sicht des Käufers steht einem theoretisch unbegrenzten Gewinn ein Verlustrisiko in Form der Optionsprämie gegenüber. Auf der Ordinate des Diagramms ist der Gewinn bzw. der Verlust der Call-Option dargestellt, auf der Abszisse die Entwicklung des Aktienkurses des zugrunde liegenden Underlying.

Sofern der Aktienkurs den Strike nicht erreicht, erleidet der Käufer der Option einen Verlust in Höhe der Optionsprämie OP, die an den Schreiber der Optionen zu entrichten ist. Eine Ausübung der Option ist in diesem Falle nicht vorteilhaft, da der Basiswert am Aktienmarkt günstiger bezogen werden kann. Sobald der Aktienkurs oberhalb des Strike notiert, lohnt sich die Ausübung der Option, da der Käufer einen Differenzgewinn gegenüber dem aktuellen Marktpreis der Aktie erwirtschaften kann, der ab der Schwelle Strike + Optionsprämie die Kosten für die Optionsprämie deckt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Kapitalmärkte sowie die Risikomanagement-Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Portfoliotheoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente, insbesondere das Markowitz-Modell, sowie die darauf aufbauenden Kapitalmarktmodelle (CAPM, APT) und Kennzahlen zur Performance- und Risikomessung vorgestellt.

3 Derivative Finanzinstrumente: Dieses Kapitel erläutert die Grundidee und Definition von Derivaten sowie deren Kategorisierung in unbedingte und bedingte Termingeschäfte inklusive deren komplexer Preisbildungsmechanismen.

4 Portfoliooptimierung durch derivative Strategien: Hier werden Strategien zur Portfoliooptimierung mittels Derivaten, insbesondere Ansätze wie Portfolio-Insurance, Protective-Put-Strategien und Delta-Hedging, im Detail analysiert.

5 Portfoliooptimierung in der Praxis: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung der zuvor entwickelten theoretischen Modelle an einem Modellportfolio und bewertet die Ergebnisse der verschiedenen Absicherungsvarianten mittels historischer Daten.

6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und einer Empfehlung für Privatanleger hinsichtlich des Einsatzes derivativer Strategien.

Schlüsselwörter

Portfoliooptimierung, Markowitz, Portfoliotheorie, Risikomanagement, Derivate, Aktienoptionen, Hedging, Portfolio-Insurance, Sharpe-Ratio, Volatilität, Delta-Hedging, Protective Put, Kapitalmarkt, Finanzinstrumente, Privatanleger

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung und Absicherung von Aktienportfolios für Privatanleger durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der klassischen Portfoliotheorie, den Grundlagen derivativer Produkte, Portfolio-Insurance-Konzepten sowie der praktischen Anwendung von Absicherungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse, wie Aktienportfolios von Privatanlegern in Bezug auf Rendite und Risiko optimiert werden können und welche Rolle derivative Instrumente dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer fundierten Literaturanalyse erfolgt eine praktische Simulation basierend auf historischen Marktdaten von DAX-Werten und deren mathematische Optimierung mittels Excel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung über die detaillierte Klassifizierung derivativer Strategien bis hin zur praktischen Modellierung und Performancemessung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Portfoliooptimierung, Derivate, Hedging, Portfolio-Insurance, Sharpe-Ratio, Markowitz-Modell und Volatilität.

Warum sind dynamische Strategien wie das Delta-Hedging für Privatanleger oft problematisch?

Aufgrund der hohen Komplexität, des notwendigen Fachwissens über Preisbildung und der durch häufige Umschichtungen entstehenden Transaktionskosten sind sie für private Portfolios in der Regel weniger geeignet.

Warum wird die Protective-Put-Strategie vom Verfasser empfohlen?

Sie gilt als praxistaugliches Standardinstrument, das eine effektive Risikoreduktion (Downside Protection) mit der Möglichkeit zur weiteren Partizipation an Kurssteigerungen verbindet.

Excerpt out of 131 pages  - scroll top

Details

Title
Optimierungsstrategien für Wertpapierportfolios
Subtitle
Ansätze zur Effizienzsteigerung unter besonderer Berücksichtigung derivativer Finanzinstrumente zur Risikodiversifikation
College
Business and Information Technology School - The Entrepreneurial University Iserlohn
Grade
1,3
Author
Lukas Henatsch (Author)
Publication Year
2007
Pages
131
Catalog Number
V76282
ISBN (eBook)
9783638733533
ISBN (Book)
9783638735780
Language
German
Tags
Optimierungsstrategien Wertpapierportfolios
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Henatsch (Author), 2007, Optimierungsstrategien für Wertpapierportfolios, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76282
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  131  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint