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Die Erkenntnisse des Kognitivismus und Jean Piagets als Ansatz bei der Konzeption von Lernsoftware?

Title: Die Erkenntnisse des Kognitivismus und Jean Piagets als Ansatz bei der Konzeption von Lernsoftware?

Term Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Florian Reifenrath (Author)

Didactics - E-Learning
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Der Kognitivismus ist eine Theorie, die sich aus dem Behaviorismus entwickelte und somit eine Teildisziplin der Psychologie. Ihr wichtigster Vertreter ist nach allgemeiner Ansicht der Schweizer Biologe und Psychologe Jean Piaget. Als bedeutendste Erkenntnisse dieser Forschungsrichtung sind die kognitiven Entwicklungstheorien anzusehen. Sie versuchen, Antworten darauf zu finden, warum Kinder die Welt anders begreifen als Erwachsene und wie sich die menschliche Erkenntnisfähigkeit bzw. Intelligenz im Verlauf von Kindheit und Jugend weiterentwickelt.

Gemäß dem Thema des Seminars „Lehren und Lernen mit Neuen Medien“ soll die Bedeutung, die Piaget der kognitiven Entwicklungspsychologie in Hinblick auf Erziehung und Schule gibt, dahingehend ausgewertet werden, wie in der heutigen Zeit eine altersgemäße Lernsoftware konzipiert sein sollte.
Zu diesem Zweck soll der Leser in einem ersten ausführlicheren Schritt mit grundlegenden Informationen über Jean Piaget und sein Werk, sowie über den Kognitivismus im Allgemeinen vertraut gemacht werden. Dazu zählt insbesondere die Erläuterung von durch Piaget geprägten Fachbegriffen wie Assimilation und Akkomodation, sowie seinem Stufenmodell der kognitiven Entwicklung. Danach sollen Piagets Vorstellungen über moderne Erziehung, vor allem in der Schule, besprochen werden.

Das folgende Kapitel soll dann kurz über den Einsatz von Lernsoftware im heutigen pädagogischen Alltag und die Schwierigkeiten einer altersspezifischen Entwicklung derartiger Programme reflektieren. Im Vergleich mit Piagets Entwicklungs- und Erziehungstheorien soll abschließend der Versuch gestartet werden, Ansätze zur Lösung der angeführten Probleme zu finden.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der Kognitivismus

1.1 Jean Piaget – Zur Person

1.2 Die kognitive Entwicklungspsychologie

1.2.1 Assimilation und Akkomodation

1.2.2 Das Stufenmodell kognitiver Entwicklung nach Jean Piaget

1.2.3 Bedeutung kognitiver Entwicklungspsychologie für Erziehung und Schule

2. Der Einsatz von Lernsoftware

2.1 Zur Schwierigkeit einer altersgemäßen Konzeption von Lernsoftware

2.2 Anwendung Piagetscher Erkenntnisse auf die Konzeption von Lernsoftware

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die kognitiven Entwicklungstheorien von Jean Piaget als fundierter Ansatz für die moderne Konzeption von Lernsoftware dienen können, und analysiert dabei die Herausforderungen altersgerechter Softwaregestaltung.

  • Grundlagen des Kognitivismus und Jean Piagets entwicklungspsychologischer Ansatz.
  • Die Rolle der Mechanismen Assimilation und Akkomodation für den Lernprozess.
  • Anforderungen an die Gestaltung von Lernsoftware für verschiedene Altersstufen.
  • Transfer von Piagets Erziehungstheorien auf die Interaktivität digitaler Lernmedien.
  • Kritische Reflexion über das Potenzial und die Grenzen von Lernsoftware im Vergleich zum menschlichen Lehrer.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Assimilation und Akkomodation

Die beiden Teilprozesse der Assimilation und der Akkomodation sind dafür verantwortlich, die kognitiven Strukturen des Individuums auf den einzelnen Stufen weiterzuentwickeln. Hierzu ist ein Gleichgewicht zwischen den beiden Vorgängen notwendig. Im Prozess der Assimilation integriert der Organismus neue Erlebnisse, Dinge oder Handlungsschemata in seine bestehenden Strukturen. Vereinfacht ausgedrückt, passt er also seine Erfahrungen mit der Umwelt an seine eigenen Fähigkeiten an und entwickelt diese dadurch weiter. Der entgegengesetzte Vorgang spielt sich bei der Akkomodation ab. Hier macht das Individuum eine Erfahrung, die es dazu veranlasst, seine Strukturen oder Schemata an die Erfordernisse der Umwelt anzupassen. Zwischen beiden Vorgängen muss ein gewisses Gleichgewicht bestehen, andernfalls kann es zu Verhaltensauffälligkeiten bei dem Individuum kommen.

Übersteigt etwa die Assimilationsleistung jene der Akkomodation, so ist eine Entwicklung, hin zu egozentrischem, wenn nicht gar autistischem Verhalten möglich. Das Individuum nimmt zwar Umwelteindrücke auf, ist aber nicht mehr in der Lage, diese praktisch anzuwenden. Im umgekehrten Fall, wenn die Akkomodation bedeutend stärker als die Assimilation ist, werden Dinge oder andere Menschen nur noch nachgeahmt, es kommt zu keiner eigenständigen Lernleistung mehr. Erst wenn besagtes Gleichgewicht besteht, vollbringt der Organismus eine kognitive Leistung und wendet seine Intelligenz an.

Bezieht man diese Vorgänge auf das Thema des multimedialen Lernens, so lässt sich in der Assimilation der eigentliche Lernvorgang erkennen, während die Akkomodation gewissermaßen die Transferleistung darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Kognitivismus ein und skizziert die Fragestellung, wie Piagets Theorien auf die heutige Entwicklung von Lernsoftware übertragen werden können.

1. Der Kognitivismus: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des Kognitivismus, Jean Piagets zentrales Stufenmodell der kindlichen Entwicklung sowie dessen Bedeutung für die Erziehung.

2. Der Einsatz von Lernsoftware: Hier wird der aktuelle Stand des Computereinsatzes im Bildungswesen diskutiert und die Herausforderung analysiert, Software altersgerecht und lerntheoretisch fundiert zu konzipieren.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass trotz der historischen Distanz zwischen Piagets Forschung und heutiger IT-Technik, eine theoretische Verknüpfung für die Softwareentwicklung äußerst wertvoll und zielführend ist.

Schlüsselwörter

Kognitivismus, Jean Piaget, Lernsoftware, Entwicklungspsychologie, Assimilation, Akkomodation, Stufenmodell, Pädagogik, Unterrichtssoftware, Medienkompetenz, Interaktivität, kognitive Strukturen, Wissenserwerb, altersgemäßes Lernen, Lerntheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Schnittstellen zwischen dem Kognitivismus nach Jean Piaget und den Anforderungen an moderne, computergestützte Lernmedien.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Im Zentrum stehen die kognitive Entwicklungspsychologie, die Mechanismen menschlichen Lernens und die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse in Softwareprodukte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit möchte klären, ob Jean Piagets Erkenntnisse über kindliche und jugendliche Entwicklungsprozesse als hilfreiche Anleitung oder Basis für die Konzeption von Lernsoftware dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretische Literaturanalyse, in der psychologische Fachliteratur von Piaget mit Erkenntnissen zur Softwareergonomie und Unterrichtsgestaltung in Bezug gesetzt wird.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der kognitiven Theorie (einschließlich Assimilation und Akkomodation) und die kritische Reflektion über die Anwendung dieser Konzepte auf verschiedene Softwaretypen wie Simulations- oder Übungsprogramme.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Kernbegriffe sind Kognitivismus, das Stufenmodell von Piaget sowie die Begriffe Assimilation und Akkomodation im Kontext der Interaktivität von Lernsoftware.

Warum ist das Stufenmodell für Softwareentwickler relevant?

Weil es aufzeigt, dass Lerninhalte an das kognitive Entwicklungsstadium des Nutzers angepasst werden müssen, um effektives Lernen zu ermöglichen und Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die soziale Komponente des Lernens?

Der Autor räumt ein, dass Lernsoftware zwar bei der Wissensvermittlung helfen kann, aber die Förderung der sozialen Interaktion zwischen Schülern im Unterricht durch Software bisher kaum vollständig ersetzt werden kann.

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Details

Title
Die Erkenntnisse des Kognitivismus und Jean Piagets als Ansatz bei der Konzeption von Lernsoftware?
College
Ruhr-University of Bochum  (Optionalbereich)
Course
Seminar „Lehren und Lernen mit Neuen Medien“, Sommersemester 2005
Grade
2,3
Author
Florian Reifenrath (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V76366
ISBN (eBook)
9783638804721
Language
German
Tags
Erkenntnisse Kognitivismus Jean Piagets Ansatz Konzeption Lernsoftware Seminar Lernen Neuen Medien“ Sommersemester
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Reifenrath (Author), 2005, Die Erkenntnisse des Kognitivismus und Jean Piagets als Ansatz bei der Konzeption von Lernsoftware?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76366
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