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Der Tod und das Mädchen - Analyse ausgewählter Aspekte des Phänomens Totentanz zwischen Spätmittelalter und Neuzeit

Title: Der Tod und das Mädchen - Analyse ausgewählter Aspekte des Phänomens Totentanz zwischen Spätmittelalter und Neuzeit

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmin Krois (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll einen Überblick über das Themenfeld der „Totentänze“ geben. Der Fokus liegt dabei auf der Beziehung zwischen Tod und Mädchen. Die Texte des Mittelalters bilden einen weiteren Schwerpunkt. Dennoch werden auch relevante Vorkommnisse in anderen Medien und Zeiten behandelt.
Einleitend wird ein allgemeiner Überblick über die Thematik gegeben. Darin werden unter anderem die verschiedenen Ausprägungsarten und die verwendeten Medien be-sprochen.
Es folgt ein historischer Überblick, von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart.
Auf die (umstrittene) Herkunft der „Totentänze“ und auf die Etymologie des Begriffes wird eingegangen. Dazu ist auch eine Betrachtung des gesellschaftlichen und kulturel-len Umfelds notwendig. Es wird der Frage nachgegangen, wie es zu der interessanten Konstellation der Begriffe „Tod“ und „Tanz“ gekommen sein könnte. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen den Pestepidemien und der Verurteilung des Tanzes in Predigten zu dieser Zeit untersucht.

Einen wesentlichen Teil der Arbeit bildet die Behandlung des vierzeiligen oberdeutschen Totentanzes, der als der früheste deutsche Totentanztext bezeichnet wird. Dieser wurde in illustrierter Fassung im Heidelberger Blockbuch von 1465 überliefert. Es wird auf den Inhalt und die Figuren eingegangen und versucht, den Aspekt „Lebenslust und Todesfurcht“ in diesem Werk zu zeigen.
Es folgen Verweise auf weitere mittelalterliche Totentänze, in denen auch die Thematik „Lebenslust und Todesfurcht“ behandelt wird. Dazu passend werden Werke behandelt, in denen besonders die Figur der lebenslustigen jungen Frau zum „letzten Tanz“ geladen wird. Als Beispiele seien vorweg der Berner und der Basler Totentanz angeführt.
Anschließend werden weitere Totentänze bis zur Gegenwart betrachtet. Diese Betrachtung beschränkt sich nicht nur auf die Literatur, sondern schließt auch andere Künste und Medien ein. Es wird auf einige bedeutende Fresken eingegangen und auf relevante Grafiken verwiesen, wie zum Beispiel von Beham, Grien oder Munch. Auch das Vorkommen der Thematik im modernen Film wird kurz behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Phänomen Totentanz

1.1. Allgemeine Definition

1.2. Ausprägungsarten und verwendete Medien

1.3. Herkunft des Phänomens

1.4. Verbreitung des Phänomens

2. Der Tod und das Mädchen

2.1. Anmerkungen zu dieser extremen Verbindung

2.2. Historische Betrachtungen zur Entstehung des Motivs

2.3. Bedeutung des Motivs im Totentanz

3. Der oberdeutsche vierzeilige Totentanz

3.1. Allgemeines über den oberdt. vierzeiligen Totentanz

3.2. Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte

3.3. Analyse des Totentanzes

4. Betrachtung ausgewählter Totentänze

4.1. Weitere mittelalterliche Totentänze

4.1.1. Berner Totentanz

4.1.2. Basler Totentanz

4.2. Totentänze in der Literatur

4.3. Totentänze in der Musik

4.4. Totentänze in den darstellenden Künsten

4.5. Totentänze im Film

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Phänomen des „Totentanzes“ mit einem speziellen Fokus auf die Beziehung zwischen Tod und Mädchen. Ziel ist es, die kulturelle Herkunft, die historische Entwicklung sowie die mediale Umsetzung dieses Motivs vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit nachzuvollziehen.

  • Historische Herkunft und Etymologie des Begriffs „Totentanz“.
  • Die symbolische Radikalität der Begegnung zwischen Tod und der „lebenslustigen Frau“.
  • Analyse des oberdeutschen vierzeiligen Totentanzes im Kontext des Heidelberger Blockbuchs.
  • Vergleichende Betrachtung der Ausprägungen in Literatur, Kunst, Musik und Film.

Auszug aus dem Buch

2.1. Anmerkungen zu dieser extremen Verbindung

Die Begegnung von jungen, schönen Frauen, bzw. Mädchen, mit dem Tod kann durchaus als kulturelle Extremsituation betrachtet werden. Warum soll gerade diese Verbindung extremer sein als andere? Diese Frage scheint berechtigt, fürchten sich doch nahezu alle Menschen vor dem Tod.

Doch wenn sich junge, fruchtbare (und dieses Merkmal ist besonders wichtig) Frauen und der Tod begegnen, so stellt dies eine besonders radikale Begegnung von Tod und Leben dar. Die Erklärung für die Radikalität dieses Aufeinandertreffens liegt im extrem starken Bild für das Leben, welches die junge und vor allem fruchtbare Frau ausstrahlt.

Die gebärfähige und –willige Frau kann als Inbegriff einer Fortsetzung gesehen werden. Sie ist ein biologisch determiniert viel stärkeres Symbol für den Fortbestand der Gattung als beispielsweise ein Kind. Das Kind hat nur ein längeres Leben vor sich, die Frau aber kann die Überlebenschancen der Menschen (insgesamt betrachtet) durch Nachkommen viel stärker und nachhaltiger beeinflussen.

Ein weiterer Aspekt, der das Bild der Mädchen und jungen Frauen größtenteils positiv beeinflusst, ist jener der Lebenslust. Sie selbst sind es, denen oft ein vergnügliches Leben zuerkannt wird. Dem kommt hinzu, dass (nicht nur) junge Männer gerade die Mädchen und jungen Frauen begehren. Unbestritten spielt darin auch eine erotische Komponente eine Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Themenfeld der Totentänze mit Fokus auf die Beziehung zwischen Tod und Mädchen sowie ein Überblick über die behandelten Epochen und Medien.

1. Das Phänomen Totentanz: Definition, geschichtliche Herkunft, Verbreitung und eine Untersuchung der Pestepidemien als Auslöser für die Totentanz-Motivik.

2. Der Tod und das Mädchen: Analyse der Symbolik hinter der Begegnung von Mädchen und Tod, sowie die historische Herleitung des Motivs von der biblischen Salome bis zur Romantik.

3. Der oberdeutsche vierzeilige Totentanz: Detaillierte Untersuchung der ältesten deutschen Totentanz-Überlieferung, insbesondere des Codex Palatinus germanicus 438.

4. Betrachtung ausgewählter Totentänze: Vorstellung und Analyse diverser Totentanz-Beispiele in verschiedenen Epochen, von spätmittelalterlichen Fresken bis zu modernen Filmproduktionen.

5. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Vielfalt des Motivs und Ausblick auf das Potenzial für zukünftige wissenschaftliche Analysen.

Schlüsselwörter

Totentanz, Tod und Mädchen, Spätmittelalter, oberdeutscher Totentanz, Pest, Lebenslust, Todesfurcht, Danse macabre, Ständegesellschaft, Ikonographie, Literatur, Kunstgeschichte, Eros und Thanatos, Mittelalterliche Predigten, Reigen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das kulturelle und künstlerische Phänomen des Totentanzes, wobei der Schwerpunkt auf der Darstellung der Begegnung zwischen Tod und Mädchen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Herkunft des Totentanzes, die soziokulturelle Bedeutung des Todes im Mittelalter und die Entwicklung erotischer Konnotationen in diesem Motiv.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Motiv von „Tod und Mädchen“ als radikales Aufeinandertreffen von Lebenslust und Todesfurcht über verschiedene Epochen und Medien hinweg zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine quellenbasierte Analyse von Text- und Bildzeugnissen des Spätmittelalters, die durch einen historischen Vergleich mit späteren Epochen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Totentanzes, die Analyse des spezifischen Motivs „Tod und Mädchen“ und die Untersuchung des oberdeutschen vierzeiligen Totentanzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Totentanz, Lebenslust, Todesfurcht, Ständegesellschaft sowie die Verbindung von Eros und Thanatos.

Welche Rolle spielt die Pest für den Totentanz?

Die Pest wird als wesentlicher gesellschaftlicher Kontext identifiziert, der die Präsenz des Todes im Alltag des Mittelalters massiv erhöhte und zur Entstehung der Totentanz-Motivik beitrug.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Mädchens im Basler Totentanz?

Im Basler Totentanz wird das Mädchen explizit zur Jungfrau, und erotische Anspielungen werden deutlich stärker durch Text und Bild in die Konfrontation mit dem Tod integriert.

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Details

Title
Der Tod und das Mädchen - Analyse ausgewählter Aspekte des Phänomens Totentanz zwischen Spätmittelalter und Neuzeit
College
University of Graz
Grade
1,0
Author
Jasmin Krois (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V76443
ISBN (eBook)
9783638818742
ISBN (Book)
9783638820424
Language
German
Tags
Mädchen Analyse Aspekte Totentanz Spätmittelalter Neuzeit Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Krois (Author), 2007, Der Tod und das Mädchen - Analyse ausgewählter Aspekte des Phänomens Totentanz zwischen Spätmittelalter und Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76443
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